Ljudmila Ulitzkaja

 4.1 Sterne bei 124 Bewertungen
Autor von Die Lügen der Frauen, Ergebenst, euer Schurik und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ljudmila Ulitzkaja

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Die Lügen der Frauen

Die Lügen der Frauen

 (31)
Erschienen am 01.12.2006
Ergebenst, euer Schurik

Ergebenst, euer Schurik

 (21)
Erschienen am 01.01.2008
Das grüne Zelt

Das grüne Zelt

 (15)
Erschienen am 27.08.2012
Olgas Haus

Olgas Haus

 (12)
Erschienen am 03.12.2007
Medea und Ihre Kinder

Medea und Ihre Kinder

 (12)
Erschienen am 01.02.1997
Daniel Stein

Daniel Stein

 (7)
Erschienen am 01.01.2011
Ein fröhliches Begräbnis

Ein fröhliches Begräbnis

 (6)
Erschienen am 28.07.1998
Sonetschka

Sonetschka

 (6)
Erschienen am 03.09.2007

Neue Rezensionen zu Ljudmila Ulitzkaja

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kassandra1010s avatar

Rezension zu "Sonetschka und andere Erzählungen" von Ljudmila Ulitzkaja

Wenn die Liebe das Leben schreibt!
kassandra1010vor 3 Jahren

Ein schöner Erzählband über bemerkenswerte und bezaubernden russischen Frauen, die das Leben so nehmen wie es kommt.

Der Leser erfährt einen Einblick in das damalige Leben russischer Frauen quer durch alle Schichten.


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UteSeiberths avatar

Rezension zu "Das grüne Zelt" von Ljudmila Ulitzkaja

Porträt der jetzigen Sowjetgesellschaft
UteSeiberthvor 3 Jahren

Ich habe das Buch nach der Hälfte abgebrochen,weil es für mich einfach zu mühsam zu lesen war,da habe ich erstmal aufgegeben.Vielleicht schaffe ich es später einmal das Buch fertig zu lesen.

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derlorenzs avatar

Rezension zu "Olgas Haus" von Ljudmila Ulitzkaja

Das Glück der Demütigen
derlorenzvor 4 Jahren

Dem Mutigen verheißen Sprichwörter das Glück der Welt. Das gilt wohl überall, Rußland eingeschlossen. Nur in dem Rußland, das Ljudmila Ulitzkaja beschreibt, da finden eher die Demütigen ihr Glück.
„Die Glücklichen“ heißt eine der Erzählungen aus „Olgas Haus“. Auf wenigen Seiten wird das Schicksal zweier alter Leutchen skizziert, die sehr spät ein Kind bekamen. Zu dritt erlebten sie die glücklichsten acht Jahre, dann reißt sie ein tödlicher Verkehrsunfall auseinander. Jetzt kommen die beiden Alten jeden Sonntag auf den Friedhof, wo es ein Familienfestmahl gibt.
Soll das ein leises Glück sein? Oder feine Ironie? Vermutlich beides. Ulitzkajas Erzählweise erscheint in sich selbst unvereinbar und doch sehr schlüssig. Sie kommt nicht ohne Ironie aus, da steht sie in der Tradition jüdischer Alltagskultur, die sie immer wieder als Hintergrund benutzt. Doch sie verspottet auch niemanden. Ihre Ironie schwebt nicht über den Dingen, sondern stellt jene Distanz her, die dem Leser eine genaue und unvoreingenommene Sicht ermöglicht. Denn der Blick konzentriert sich oft auf schmerzliche Wunden, die man sich eigentlich lieber nicht aus der Nähe ansieht.
Slawa zum Beispiel; er hat alles, wovon Sowjetbürger normalerweise nur träumen können. Sein Adoptivvater, ein homosexueller Humbert Humbert, hat ein Netz aus vielerlei Sicherheiten und Vorzügen um seine männliche Lolita gesponnen. Und den Keim der in Sowjetrußland verbotenen Liebe gepflanzt. Wegen dieser Liebe, die den Männern gilt, beginnt Slawa ein völlig neues Leben. Wie das aussieht, darüber verliert Ulitzkaja dann nur wenige Andeutungen, die eine Beerdigung auf Staatskosten beinhalten.
Nichts erfahren wir darüber, ob Slawa sein musisch-gemütlich-bürgerliches (und recht ausführlich beschriebenes) Leben vermißte. Die Erzählerin verschweigt, was sich bis zum schlimmen Ende ereignete.
Der flüchtige Leser mag das seltsam finden. Ihm könnte es so vorkommen, als wären die präsentierten Auschnitte willkürlich gewählt. Ganze Lebensgeschichten fliegen vorbei, kaum ein paar Seiten lang, und plötzlich stockt die Zeitreise. Ein Abschnitt beginnt sich zu strecken, entfaltet eine mögliche Deutung oder ein ungewöhnliches Detail, und wird plötzlich abrupt beendet. Andere Erzählungen widmen sich nur einem einzigen Geschehnis, tauchen kurz in die Tiefe eines - vorwiegend weiblichen - Charakters. Manchmal läuft die Geschichten ganz allmählich auf Grund, verklingt wie der letzte Ton der Zeitzeichens, dann wieder hat Ulitzkaja sogar eine finale Pointe zu bieten.
Nur eins haben die meisten Erzählungen gemeinsam: ausgewogen wirken sie erst im Nachklang. Wer sie hintereinander wegliest, sieht vielleicht nur menschliches Leid und Tragik, eingerahmt von einem trüben russischen Alltags, in dem soetwas wie „Perestroika“ kaum Bedeutung hatte. Ljudmila Ulitzkajas Aufmerksamkeit gilt denen, die von Fortuna nicht verwöhnt werden. Wer jedoch genau hinsieht, nimmt auch stilles Glück wahr, wie es sich nur aus der Demut heraus entwickeln kann.
Demut ist ein unmodernes Wort, eng verknüpft mit ebenso unmodernen Begriffen wie Glauben oder Schicksal. Es kommt dort aus der Mode, wo das Leben keinen Sinn mehr in sich selbst hat, wo externe Kriterien (Erfolg? Aufmerksamkeit? Geld?) die Menschen bewegen. Deshalb sind Ulitzkajas Geschichten für uns schwer zu verstehen, ja sogar deprimierend. All diese Verlierer, die ihre ärmlichen Marotten pflegen! Nein, es wird uns nicht leicht gemacht, die „Helden“ sympathisch zu finden. Aber komisch: sie interessieren uns trotzdem. Warum? Das ist das Geheimnis einer faszinierenden und stilistisch brillianten Schriftstellerin.

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