Lluís Llach Die Frauen von La Principal

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Inhaltsangabe zu „Die Frauen von La Principal“ von Lluís Llach

Maria weiß, die Entscheidung ist längst gefallen: Ihr Vater geht mit den vier Brüdern nach Barcelona, sie selbst muss bleiben. Als die einzige Tochter soll sie das verwalten, was nach dem Sommer 1893 vom Weingut La Principal übrig ist. Für sie die Enttäuschung ihres Lebens, für alle anderen im Dorf der Beginn einer neuen Zeit. Denn Maria findet überraschend einen Weg, mit viel Mut und noch mehr Eigensinn verwandelt sie La Principal in das Anwesen von damals und sich selbst in die mächtigste Frau ihrer Heimat, ein Leben lang bewundert, ein Leben lang beneidet. Doch als man am Vorabend des Spanischen Bürgerkriegs eine Leiche findet, wird Marias Vermächtnis an die Tochter zu einer gefährlichen Bürde …

Die Frauen von La Principal ist ein Roman über die Wärme und Kraft der eigenen Heimat. Lluís Llach erzählt darin eine Geschichte von Müttern, von Töchtern und Schwestern, von all denjenigen, die sich hingebungsvoll einer Aufgabe widmen und ihr Glück erkämpfen – ein Lebensglück, das so schillernd und flüchtig bleibt wie der Lichtschein an den Weinhängen ihres Dorfes.

Überwältigende Lektüre,,,bildhaft und romantisch,,,

— Angie*

Eine tolle Familiengeschichte über drei Generationen. Anfangs gewöhnungsbedürftig, dann spannend und interessant! Lesenswert!

— Losnl

Tolles Buch, das von einer längst vergangenen Zeit erzählt, aber immer noch aktuelle Themen behandelt.

— misery3103

Ein Familienepos über drei Generationen hinweg - spannend geschrieben und alles andere als staubig!

— BuzziReads

Ein toller, historischer Roman mit angenehmem Schreibstil und einer interessanten Geschichte.

— LaMensch

Eine großartige und stilvolle Familiensaga über drei Generationen und drei starke Frauen. Lesegenuss pur! ♥

— LimaKatze

Eine Familiengeschichte, so schön und melodisch geschrieben, wie ich in dem Stil schon lange nicht mehr gelesen habe!

— Jonas1704

Obwohl ich manchmal der Erzählstrang etwas übertrieben fand, gefiel mir der Roman von Lluís Llach ganz gut.

— buchernarr

Eine tolle Familiensaga wo die Frauen eine wichtige Rolle spielen. Mit Intrigen, Liebe und...einer Leiche

— eleisou

Das Buch besticht in meinen Augen vor allem mit den unterschiedlichen Erzählperspektiven.

— Lealein1906

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  • Drei Maria's,,,

    Die Frauen von La Principal

    Angie*

    04. March 2017 um 17:08

                                                 REZENSION INHALT: Dieser wunderbare Roman erzählt die Familiengeschichte der Nachkommen des katalanischen Weingutbesitzer Andreu Roderich aus dem Dorf Pous , gelegen in der Abadia. Vier Söhne und die Tochter Maria gehören zur engeren Familie. Das Weingut *La Principal* vererbt Andreu überraschend seiner jüngsten Tochter Maria, entgegen allen Gepflogenheiten dieser Zeit, die es dann durch eigene Anstrengungen schafft, den Betrieb im ausgehenden 19. Jahrhundert mit eiserner Selbstdisziplin und strenger Hand zum Erfolg zu führen. Es ist noch eine Zeit, die stark vom patriarchalischem Gedankengut geprägt war. Maria hatte es als Frau nicht einfach und liess sich sich zum Beispiel in einer Sedia (Sänfte) zum Gottesdienst tragen und erlangte schliesslich den Respekt und Ehrerbietung als Herrin des Weingutes *La Principal* im Dorf Pous. In diesen Jahren wurden viele Weingüter durch die grassierende Reblausplage vernichtet. Maria schaffte es, den wirtschaftlichen Ruin zu verhindern und vererbte das Gut an ihre Tochter, die zweite Maria. Diese lebte in der Zeit des spanischen Bürgerkriegs und der anschliessenden Franco-Diktatur. Der Roman entwickelt sich dann überraschend auch zu einem Krimi in Verbindung zu Homosexualität in der Gesellschaft, damals ein absolutes Tabu-Thema. Auch die dritte Maria ist eine begabte Geschäftsfrau, lebt in den Nachkriegsjahren bis hinein in das 21. Jahrhundert und führt das Weingut mit Geschick und Erfolg weiter.  Verwoben mit dem Leben dieser drei Frauen ist das Erleben und Handeln der Amme Ursula auf La Principal, die als Chronistin und Erzählerin in den verschiedenen Zeitsträngen des Romans auftritt.  MEINE MEINUNG: Die Weinberge , flirrende Hitze, ursprüngliche Dörfer, bodenständige Menschen und die alten Weingüter Katalonien, erzeugen eigene, bunte und lebhafte Bilder im Kopf beim Lesen dieses Romans über drei starke Frauengenerationen .Geschickt  und träumerisch lässt der Autor die alte Amme Ursula von den drei Marias erzählen. Am Anfang der Geschichte muss man ein wenig aufpassen um die Zeitstränge und die Maria’s nicht zu verwechseln. Aber der Autor hat die verschieden Zeiten und ihre Besonderheiten sehr gut und atmosphärisch dicht geschildert, so dass eine Vertauschung der Gestalten und Charaktere von Grossmutter, Mutter und Enkelin nicht passieren kann. Dieses Buch war ein sehr schönes Lesevergnügen, welches in einem ungewöhnlichem Rahmen gespielt hat.  Seine Heimatliebe und Verbundenheit zu Katalonien hat Lluís Llach in den zwei Teilen des Romas begeistert eingebunden und er vermag den Leser damit zu fesseln. Emotionen werden toll rübergebracht, sei es von der *Alten* oder jungen Maria aus heutigen Jahren, die eine schöne Beziehung zum alternden Vater Lorenc pflegt und die Lebens-Geheimnisse ihrer Mutter und Grossmutter erfährt. Der Roman ist so vielfältig, erzählt von Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern, enthält sehr viele gut beschrieben Nebenprotagonisten, dass man eigentlich nicht möchte , dass der Roman nun endet. Herzlichen Dank an den Insel-Verlag und den Autor für die Bereitstellung des Leseexemplar. Ein grossartiges Buch, beurteilt mit fünf Sternen von mir.

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  • Ein spanische Familiensaga, die es sich zu lesen lohnt und für gute Unterhaltung sorgt

    Die Frauen von La Principal

    Losnl

    12. February 2017 um 18:01

    Dieser Roman erstreckt seine Erzählungen über die „Frauen von La Principal“ über drei Generationen. La Principal ist ein angesehenes Weingut, deren Bewohner unterschiedliche Schicksale auf diesem Gut ereilen. Maria erhält 1893 die große Aufgabe das Weingut La Principal zu verwalten, während ihr Vater mit den vier Brüdern nach Barcelona zieht. Diese Entscheidung ist die Enttäuschung ihres Lebens und für alle anderen im Dorf der Beginn einer neuen Zeit. Denn Maria steckt viel Kraft und Mut in das Gut, so dass sie zur mächtigsten Frau der Region aufsteigt.Ihre Tochter muss lange im Schatten der Mutter ausharren und hat eine Schwäche für den Sohn ihres Dienstmädchens.Doch eines Tages wird die Leiche eines jungen Mannes vor den Toren der Principal gefunden. Welches Schicksal ereilte diesen jungen Mann und was hat La Principal mit dem Tod des Mannes zu tun? Lluís Llach hat mit diesem Roman eine wundervolle Familiensaga vorgelegt. Die Charaktere sind sehr lebendig und menschlich dargestellt. Die Frauen beweisen viel Mut und haben aber auch ihre Schwächen, was sie sehr authentisch wirken lässt.  Die Beschreibungen des Weingutes La Principal, sind sehr bildlich und atmosphärisch. Dem Autor ist es ausgezeichnet gelungen, mich in die lebhafte Atmosphäre eintauchen zu lassen.  Da alle drei Frauen den Namen Maria tragen, ist es zu Beginn schwer nachvollziehbar, um wen es sich gerade handelt.  Die Perspektiven wechseln im Verlauf häufig und erstrecken sich über drei Generationen. Trotz dieser Zeitsprünge, werden die Handlungen und Beweggründe der Frauen im weiteren Verlauf gut nachvollziehbar geschildert, so dass man als Leser erst zum Ende des Buches versteht, was die Frauen zu ihren Handlungen treibt. Gekonnt verknüpft, sind die Ermittlungen zum Todesfall des jungen Mannes mit der Familiensaga. Dies lässt den Spannungsbogen immer wieder in die Höhe schnellen, was mich letztendlich an das Buch fesselte. Ich schäme mich schon fast, diesem Buch nur 4 Sterne erteilen zu können. Es ist ein ausgesprochen lesenswerter Roman, der gut unterhält. Eine Familiensaga, die sich über Generationen erstreckt, mit kriminalistischen Zügen, angehaucht von historischen Aspekten. Durch die Verschachtelungen und den verschiedenen Zeitebenen, die Anfangs große Verwirrungen bei mir schafften, kann ich nur 4 Sterne erteilen.

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  • Buchverlosung zu "Die Frauen von La Principal" von Lluís Llach

    Die Frauen von La Principal

    booklisa

    Hallo! 
    Schön, dass du zu meiner Verlosung gefunden hast! Ich wünsche dir viel Glück und vielleicht magst du ja mal auf meinem Blog vorbei schauen: http://twntyfourseven.com/
    LGLisa

    • 46

    Tiffi20001

    15. January 2017 um 20:01
  • ein Epos über starke Frauen

    Die Frauen von La Principal

    DasBuchmonster

    28. December 2016 um 11:44

    1893. Ungeziefer verpestet das Weingut von Marias Familie, doch ihr Vater hat für jede Eventualität gesorgt. Er hat für Marias Brüder glänzende Zukunftspläne, nur Maria soll auf dem Weingut bleiben und dieses hüten. Die junge Frau fühlt sich wie lebendig begraben und hat doch mehr Mumm und Kraft als alle anderen, denn sie findet Wege, das Weingut zu retten und wird somit eine der reichsten und mächtigsten Frauen ihrer Heimat. Auch ihre Tochter wird zu einer starken Persönlichkeit, doch kurz vor dem Spanischen Bürgerkrieg wird eine Leiche auf dem Weingut der Principal gefunden. Ein düsteres Geheimnis liegt auf der Principal und dieses konfrontiert Marias Tochter.Das Cover:Das Cover ist ein typisches für einen Roman dieser Art. Die Sepia- farbene Fotografie lässt den Leser schnell darauf schließen, um welche Zeit es sich handelt, der Hintergrund verrät auch schon das ländliche Setting. Die Momentaufnahme mit dem Mann, der die Frau auffängt finde ich jedoch nicht gut gelungen, da wir es hier im Buch mit zwei Generationen starker Frauen zu tun haben, hätte eine andere Aufnahme vielleicht besser gepasst, die die Position der Frauen besser dargestellt hätte. Der Schreibstil:Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, nicht hochgestochen und auch nicht großartig ausgeschmückt, was ihn mir schon sympathisch macht. In dem Buch gibt es Perspektivenwechsel, manchmal mit Zeitsprüngen, die Perspektiven können diese der beiden Frauen sein, oder aber auch von Nebenrollen wie zum Beispiel die Haushälterin. Es wird dem Leser immer ziemlich schnell klar, welche Perspektive und welche Stellung die zugeordnete Person im Kapitel inne hat, sodass es nicht zu Verwirrungen oder Verwechselungen kommen kann und dies insgesamt ein gutes Mittel ist, um Spannung herzustellen. Der Inhalt:Inhaltlich bietet das Buch eine Menge. Da haben wir einerseits die historischen Hintergründe, das Leben auf einem Weingut, deren Sorgen und Probleme. Dann wird die Stellung der Frau Ende des 19. Jahrhunderts wunderbar beschrieben, ohne irgendwelche Wertung dieser, jedoch mit genügend Input zum Problematisieren. Der Familienzwist und die einzelnen Schicksale, die Emotionen von Maria Roderichs geben dem ganzen etwas Intensives und der Mordfall bringt Spannung hinein, da dieser zu Anfang nicht ganz greifbar ist und man als Leser Stück für Stück hinein wächst und am Ende kommt es noch einmal zu einer genialen Finte, die mich restlos überzeugen konnte. Inhaltlich ein sehr gut durchdachtes und abgerundetes Buch. Die Protagonisten:Tja was gibt es zu den Protagonisten zu sagen? Zunächst einmal, dass ich Geschichten mit starken Frauen als Hauptpersonen liebe! Und genau so ein Buch haben wir vor uns. Zunächst einmal istdas Opfer sehr groß, dass Maria bringen muss, daraus erwächst ihre Stärke und auch, wenn sie mächtig und stark ist, so hat sie doch die Liebe entdeckt, was sie wiederum etwas weicher macht. Die Tochter dagegen wird in diese starke Position hineingeboren und weiß genau, welche Fäden sie ziehen muss, um etwas zu erreichen, sie liebt stark und abgöttisch und wird dadurch ins Chaos gerissen. Hach, das ist einfach ganz nach meinem Geschmack!Fazit:Die Frauen von La Principal ist ein spannendes, gut strukturiertes Buch, welches an Emotion, Information, Stärke, Liebe und Spannung nichts zu wünschen übrig lässt. Ich habe das Buch aufgesogen, da die Atmosphäre des Buches jeden Leser mitreisst. Von mir aus gibt es nichts zu bemängeln, daher gebe ich dem Buch die volle Monsterpunktzahl !

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    LaLeser

    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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    • 2535
  • Frauen führen ein katalanisches Weingut

    Die Frauen von La Principal

    Gwhynwhyfar

    24. November 2016 um 13:19

    »Maria, ich habe mich entschieden, dass du, die liebe Tochter, hier bleiben wirst. Ich weiß, du bist jung und hast wahrscheinlich von einem anderen Leben geträumt, fern von Pous und diesem Haus, aber du bleibst hier.«Der Roman ist ein spanischer Bestseller, eine Familiengeschichte, ein ein bisschen auch ein Krimi. Der Autor, Luís Llach, ist ein sehr bekannter Musiker und Schriftsteller in Katalonien. La Principal ist ein Weingut in der Nähe von Barcelona. Maria Roderich erhält als Erbe die Principal, die Brüder Geld und Immobilien in Barcelona. Gleichzeitig bedroht europaweit die Reblaus Rebstöcke. Weinreben ganzer Regionen gehen kaputt. Auch die Gegend um Principal hat es erwischt. Das Gut ist wertlos. »Er hat mich mit lebendigem Leib begraben.« (Maria, die Alte)Aber Maria, man nennt sie mit 24 die Alte, lässt sich nicht unterkriegen, heiratet wohlhabend einen netten Kerl, der sich lieber mit Büchern beschäftigt als mit Geschäften und bekommt eine Tochter, Maria. Eine junge Frau hatte es damals schwer, sich durchzusetzen, insbesondere, wenn sie früh Witwe wurde, wie die Alte. Deshalb muss sie ein hartes Regiment führen und imposant sein. Es herrscht Bürgerkrieg. Maria wird dick, fett, lässt sich sonntags von Dörflern auf einer Sänfte zur höhergelegenen Kirche tragen. Dies beschriebene Schauspiel der ächzenden Träger erinnerte mich an spanische Prozessionen, bei denen junge Männer ein schweres Kreuz auf den Schultern den Berg hochrennen. Maria, die Mutter Gottes. Nebenbei, in Spanien hieß bis in die 80ger jede zweite Frau Maria.Politik wird in diesem Buch nur am Rande erwähnt, eher spielt die kirchliche Macht eine Rolle. Der Roman ist in mehrere Zeitebenen aufgeteilt, drei Marias sind Hauptprotagonisten und Úrsula, die Köchin und Haushälterin, die alle drei Frauen kennt. Die Zeit wechselt vom hier und jetzt in die Vergangenheit hin und her. Der Hauptstrang dreht sich um die mittlere Maria. Die Alte, ihre Mutter, hatte das Weingut wie-der auf Vordermann gebracht, ihrer Tochter übergeben, die auch in jungen Jahren Witwe wurde. Wir kommen in das Jahr 1940, den Hauptstrang, der Bürgerkrieg ist vorbei. Plötzlich taucht Inspektor Lluís Recader auf Principal auf.»Der Mörder hatte den Toten, nachdem er ihm den gesamten Unterleib zerfetzt hatte, der reichsten Familie des Dorfes vors Haus gelegt. Wahrlich ein Stoff für Liebhaber von Schauerromanen.«Während der Wirren des Bürgerkriegs gab es einen Mord auf Principal, der nie aufge-klärt wurde. Der gekündigte Verwalter wurde bestialisch ermordet. Hat das etwas mit den Leuten auf Principal zu tun? Was ist damals geschehen? Polizei und Franco-Regim waren eins. Der Inspektor verhört Úrsula und Maria. Sie müssen vorsichtig sein. Ein Katz- und Mausspiel beginnt. Andere Begebenheiten berichtet der Vater der jungen Maria, die in der heutigen Zeit lebt. Die aufgeklärte junge Frau erfährt Dinge über ihre Familie, die sie erröten lässt, die so gar nicht in ihr Weltbild der Generationen passen. Alle drei Frauen müssen sich in einer Männerdomäne durchsetzen, jede Generation hat eigene Schwierigkeiten, zeitgemäße, aber nicht minder leichtere. Ein wunderbares Buch über Emanzipation, die katholische Kirche und eine verrückte Familie, kraftvoll erzählt. Ein Krimi ist es nebenbei auch noch. Zusammen mit dem Inspektor blättert der Leser die Geschichte auf, erfährt von der harten Arbeit auf dem Weingut. Wir lesen mit Maria Magí, der Jungen, die Memoiren des Vaters. Amüsant, gesellschaftskritisch, ein wenig katalanische Geschichte, drei großartige Frauen, unkonventionell, in einer ungewöhnlichen Familie. Freundschaft, Feindschaft, Intrigen, ein wundervolles Buch.

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  • Die schauerliche Geschichte einer Familie um 1940

    Die Frauen von La Principal

    LaMensch

    08. October 2016 um 09:27

    Maria lebt mit ihrem Vater und ihren Brüdern auf einem renommierten und bekannten Weingut. Die Zeiten sind nicht immer gut, Krieg hat vieles verändert. Das Weingut läuft nicht mehr optimal und somit setzt sich der Vater mit den Brüdern nach Barcelona ab. Maria muss zurückbleiben um mit ihrer Amme Ursula und diversen Angestellten das Gut in Ordnung zu halten. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters wird ihr ein folgenschweres Erbe überlassen. Als dann nach einiger Zeit die Ermittlungen in einem Mordfall wieder aufgenommen werden droht alles, was ihr lieb und teuer ist ins Wanken zu geraten.Der Schreibstil des Buches ist angenehm zu lesen. Mit den Namen kommt man jedoch gerne durcheinander, denn alle weiblichen Nachkommen in dieser Familiendynastie werden auf den Namen Maria getauft. Da kommt man schnell durcheinander. Mit der Zeit jedoch und wenn man die Zeitangaben am Anfang der einzelnen Kapitel beachtet kommt man gut in das Buch rein. Die Geschichte ist wirklich interessant, gerade weil sie auch Themen beinhaltet, die in den Jahren um 1940 ein tabu waren. Lediglich die Emotionen haben mir definitiv gefehlt, denn Potenzial für eine gefühlvolle Geschichte hätte dieses Buch auf jeden Fall. Aber meine Augen sind trocken geblieben, d. h. der Schreibstil war zwar angenehm zu lesen, wie schon erwähnt aber die Emotionen haben definitiv gefehlt. Im Mittelpunkt dieses Buches standen die Tabuthemen, die ich eben erwähnt habe, was mir wirklich gefallen hat. Der Schwerpunkt liegt auf dem historischen Kontext und somit ist dieses Buch ein gut geschriebener historischer Roman.Um noch einmal zusammenzufassen, ein wirklich angenehmer Schreibstil trifft auf eine unglaubliche Geschichte. Die Emotionen fehlen mir aber, deshalb kann ich nur 4 von 5 Sternen vergeben.

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  • Drei Generationen starke Frauen

    Die Frauen von La Principal

    Gise

    17. August 2016 um 23:47

    Maria Roderich erbt Ende des 19. Jahrhunderts von ihrem Vater das Herrenhaus Principal mitsamt dem Wein, den das Landgut produziert hatte. Nachdem die Reblaus den gesamten Bestand an Reben vernichtet hat, geht der Vater mit ihren vier Brüdern nach Barcelona, wo diese ihre Studien beenden sollen als Start in ihre berufliche Karriere. Maria fühlt sich zunächst lebendig begraben in diesem Haus, doch dann setzt sie den Grundstock für den weiteren Erfolg des Hauses. Kurz vor den Wirren der Revolution wird ein ehemaliger Vorarbeiter ermordet aufgefunden, direkt vor dem Herrenhaus. Erst nach dem Ende der Revolution, 1940, kann der damalige Inspector den Fall wieder aufnehmen. Er gräbt sich durch die Geschichte der Familie und stößt dabei auf viele Verwicklungen, die das Herrenhaus und die Familie der Principal betreffen. Der Einstieg in die Geschichte ist etwas mühsam, denn sie geht über drei Generationen von Frauen, die alle Maria heißen. Erst wenn sich die Zeitebenen geklärt haben, kann sich der Leser auf die Geschichte und vor allem um den Kriminalfall konzentrieren, wobei ganz nebenbei die Geschichte der Familie aufgerollt wird. Obwohl die Erzählung manche Längen hat, ist der Kriminalfall sehr spannend erzählt mit vielen überraschenden Wendungen, wobei als heimliches Vorbild Agatha Christies Hercule Poirot dient. Besonders gelungen sind die Charaktere der Personen, die auf dem Weingut eine Rolle spielen, wie auch der des Ermittlers Inspector Recarder. Sie sind nicht nur einzigartig, sondern auch sehr stimmig in sich selbst. Es ist nicht einfach, diese Geschichte einem bestimmten Genre zuzuordnen, unterhaltsam ist es jedoch trotzdem (oder gerade deswegen).

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  • Eine großartige und stilvolle Familiensaga über drei Generationen. Lesegenuss pur!

    Die Frauen von La Principal

    LimaKatze

    18. July 2016 um 20:07

    Klappentext: Maria weiß, die Entscheidung ist längst gefallen: Ihr Vater geht mit den vier Brüdern nach Barcelona, sie selbst muss bleiben. Als einzige Tochter soll sie das verwalten, was vom Weingut La Principal übrig ist. Für sie die Enttäuschung ihres Lebens, für alle anderen im Dorf der Beginn einer neuen Zeit. Zum Inhalt: Im Jahr 1893 ist Maria Roderich noch nicht einmal zwanzig Jahre alt, als eine Katastrophe über die Familie hereinbricht. Das katalanische Weingut La Principal, der stolze Familienbesitz der Roderichs, wurde von der Reblaus befallen. Der Vater hatte das Unheil kommen sehen und bereits seit längerem entsprechende Vorkehrungen getroffen. Er selbst geht mit den vier Söhnen nach Barcelona. Dort haben sie viel mehr Optionen, als auf dem der Vernichtung preisgegebenen Weingut. Nur Maria soll zurückbleiben und sich um die verbleibenden geschäftlichen Angelegenheiten kümmern. Maria hasst ihren Vater dafür und kann nicht begreifen, wie er ihr das antun kann. Und dennoch, mit Durchsetzungsvermögen und eisernem Willen übernimmt Maria diese Aufgabe, und verschafft sich dabei Respekt und hohes Ansehen in der gesamten Umgebung. Ihre Macht und ihr Vermögen schüren allerdings auch Neid und Eifersucht in dieser von Männern dominierten Zeit. Viele Jahre später ist Marias Tochter die Herrin auf La Principal und ihre Lebensgeschichte ist mit Sicherheit nicht weniger aufregend als die der Mutter. Sie hat zwar die Willenskraft, aber nicht die Härte ihrer Mutter geerbt, und führt das Weingut mit etwas leichterer Hand zu weiterem Erfolg. Auch für Marias Tochter hat das Leben so manche Hürde vorgesehen. Und auch die Tochter muss manchmal Grenzen überschreiten, ganz besonders dann, wenn es das Herz befiehlt. Am Ende setzt sie für diese Liebe alles auf eine Karte, riskiert ihre eigene Zukunft und die von La Principal. Da hat es die Enkelin von Maria Roderich wesentlich leichter. Aufgewachsen in einer Zeit, in der sich die Frauen emanzipierten, eröffnen sich ihr von vornherein ganz andere Möglichkeiten. Sie führt sehr gerne das Leben einer modernen und erfolgreichen Geschäftsfrau, und genießt ihre Selbständigkeit ebenso wie ihre Freiheit. Bei Gesprächen mit dem inzwischen einundneunzigjährigen Vater taucht Marias Enkelin tief in die Vergangenheit ihrer Familie ein, und erfährt dabei Einzelheiten, die sie aus dem Staunen nicht mehr herauskommen lassen. Die letzten Geheimnisse werden gelüftet. ... Mein Fazit: Diese mitreißende Familiensaga hat mich mit ihrem ereignisreichen Inhalt und den spannenden Protagonisten schwer beeindruckt. Die drei zielorientierten und couragierten Frauen führen trotz aller Widerstände ein Leben abseits der gesellschaftlichen Regeln ihrer Zeit, selbstbestimmt und wenn nötig gegen alle geltenden Konventionen. Bei solch starken Frauen bekommt auch der Mann hier und da eine ungewohnte Rolle auf der Bühne des Lebens. Die der jeweiligen Zeit angepasste stilvolle Sprache ist während der Lektüre ein wahrer Genuss. Eine einfühlsame und intensive Erzählform lässt die angesprochenen Zeiten wieder aufleben und erzeugt Bilder im Kopf. Der Autor scheut sich zudem auch nicht, polarisierende Themen wie gleichgeschlechtliche Liebe und Bisexualität in seinem Roman unterzubringen. Ein ungeklärter Mord im Handlungsverlauf, an dem ein junger und sehr engagierter Polizeiinspektor arbeitet, ist dann noch das sogenannte i-Tüpfelchen auf das Ganze. Seine Ermittlungen sorgen für viel Wirbel und decken einen abscheulichen Skandal auf. „Die Frauen von La Principal“ steht für pure Lesefreude! Ein großartiges Werk mit überraschenden Elementen, welches aufgrund seiner Vielseitigkeit auch anspruchsvollen Lesern zusagen dürfte. Die facettenreiche und liebenswerte Romanfigur Llorenc Costa, der Vater der Enkelin, hat mir nebenbei bemerkt besonders gut gefallen. Das Buch ist übrigens der erste Roman von Lluís Llach in deutscher Übersetzung. Ein Autor, den man sich nach meiner Ansicht unbedingt merken sollte. Sehr gerne vergebe ich für diese herausragende Leseperle begeisterte fünf Sterne!

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    • 10
  • Ein gelungenes Debüt

    Die Frauen von La Principal

    Girdie

    05. July 2016 um 20:30

    „Die Frauen von La Principal“ ist der Debütroman des Spaniers Lluis LLach. Er erzählt über drei Generationen hinweg die Geschichte von drei Frauen, denen das Weingut La Principal in dem abgelegenen Dörfchen Pous zur Verwaltung und Bewirtschaftung anvertraut wurde. Es ist der Roman über die drei Marias, von der Mutter über die Tochter bis zur Enkelin. Obwohl die Schilderung der Ereignisse im Jahr 1940 beginnt, reichen die Rückblenden über 50 Jahre zurück und auch in die Zukunft.1893 war für La Principal ein besonders wichtiges Jahr, denn Maria, deren Mutter früh verstorben ist, wurde von ihrem Vater und den vier Brüdern auf dem Familiengut allein zurückgelassen, um dieses „Symbol der Familie“ zu erhalten. Ein Schädling am Weinstock gab dem Winzer wenig Hoffnung auf weitere gute Erträge und so hatte er bereits früh Vorsorge für ein Leben der männlichen Familienmitglieder in Barcelona getroffen. Nachdem sie zunächst mit ihrem aufgezwungenen Schicksal hadert, arrangiert sich Maria, die von allen respektvoll bereits von jungen Jahren an „Die Alte“ genannt wird, schließlich damit. Sie findet ein viel zu kurz dauerndes Liebesglück aus dem eine Tochter hervorgeht, die sie ebenfalls Maria nennt.Ganz klar zeigt der Autor die gesellschaftliche Stellung der Frau zum damaligen Zeitpunkt auf, die deutlich unter der des Mannes steht. Es ist ein steiniger Weg, den diese erste Maria gehen muss, um als Gutsherrin akzeptiert zu werden. Sie hat aus ihrer bisher untergeordneten Rolle von heute auf morgen Autorität zu zeigen und wichtige Entscheidungen zu treffen. Doch nicht sie ist es der in diesem Buch das Hauptaugenmerk zukommt, sondern ihrer Tochter. Diese zweite Maria wächst in einem wohlbehüteten Heim vaterlos auf. Doch über Jahre hinweg geben ihr die treue Amme und Hausangestellten Úrsula, sowie die Köchin Neus mit ihren Kindern, die sich der Familie verpflichtet fühlen, ein vertrautes Umfeld.Aufgrund ihrer Stellung fällt es Maria nicht leicht einen Ehemann zu finden. In den 1940ern gab es einen hässlichen Zwischenfall, in der ihr Jugendfreund verwickelt war. Politik und Kirche bestimmten die Regeln des Zusammenlebens und Abweichlern drohten rigide Strafen. Doch nun nach Ende des spanischen Bürgerkriegs nimmt ein Kommissar aus Rius die Aufklärung eines vier Jahre zurückliegenden Mords wieder auf und die Spuren führen zu Maria und den Haushaltsangehörigen. Während der Autor dem Leser die Geschehnisse nebst den Rückblicken schildert, spannt er einen weiteren Handlungsbogen in die Gegenwart des Jahres 2001 auf. Auch hier begegnet man einer starken und selbstbewussten Maria, der Enkelin der „Alten“. Im Folgenden ergänzt sich der Roman zu einem runden Ganzen und noch mehr.Vermutet man zunächst, dass die Amme Úrsula aus ihren Erinnerungen heraus die einzelnen kursiv gedruckten Einschübe im Buch erzählt, so bringen die gegenwärtigen Ereignisse eine unerwartete Wendung. Neben einer zarten Liebesgeschichte findet sich unter anderem in diesem Buch ein Kriminalroman, ein Bericht, ein Märchen und ja selbst Magie.Von den Frauen dieses Romans, die hingebungsvoll in ihrer ungewohnten und teils auch ungewollten Rolle für das Anwesen und vor allem den damit verbundenen und auf sie angewiesenen Arbeitern kämpfen, wird jeder Leser sich gerne in den Bann ziehen lassen. “Die Frauen von La Principal“ ist ein gelungenes Debüt und ein Buch, das ich in seiner Vielfalt gerne weiterempfehle.

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  • Die Frauen von La Principal

    Die Frauen von La Principal

    Jonas1704

    27. June 2016 um 09:35

    Eine Familiengeschichte, so schön und melodisch geschrieben, wie ich in dem Stil schon lange nicht mehr gelesen habe. Einziges Mankel fand ich, dass die drei Protagonistinnen, die drei Frauen die von Generation zu Generation das Weingut von La Principal unter ihrer Obhut hatten, allersamt Maria hiessen. Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war es Tradition den jeweiligen Namen an dem Nachfolger oder der Nachfolgerin weiterzugeben, jedoch verwirrte mich das Ganze beim lesen etwas. Der Erzählstrang wird dadurch etwas beeinflusst, weil die Geschichte von der Vergangenheit in die Gegenwart hin und her springt aber nach einer Weile hatte ich einen besseren Überblick und die Geschichte las sich dann einfacher und wurde auch sehr interessant. Die alte Maria hat vor Jahren das Weingut La Prinvipal geerbt, da ihr Vater zusammen mit ihren drei Brüdern einen anderen Lebensweg eingeschlagen hat, als das Gut mit der Rebslaus befallen wurde. Sie versucht und schafft es sogar dem Weingut seinen alten Namen wiederherzustellen, heiratet und bekommt eine Tochter, Maria Nummer zwei. Diese bekommt auch eine Tochter, Maria Nummer drei. Das Leben aller drei Frauen wird vom Gut gesteuert und gleichzeitig erfahren wir von Erfolgen und Rückschlägen ihrer Leben als auch von den politischen Gegebenheiten Spaniens. Ein Mord soll nebenbei geklärt werden und das Ende war, für mich zumindest nicht, nicht vorhersehbar, was mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat. Alles in allem fand ich den Roman sehr lesenswert, Sprache und Stil haben mir gut gefallen und als ich erstmal in dem Geschehen drin war, habe ich das Buch fast in einem Atemzug durchgelesen. Garantiert eine Leseempfehlung von meiner Seite aus , auch wenn man vorsichtig mit der Reihenfolge sein muss.

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  • Die Frauen von La Principal

    Die Frauen von La Principal

    buchernarr

    25. June 2016 um 17:58

    Die Frauen von La Principal ist ein, meiner Meinung nach, gelungener Familienroman, verbunden mit einer Krimigeschichte im alten Katalonien. Poetisch, atmosphärisch und spannend wird die Geschichte der drei Marias beschrieben, von der Grossmutter zur Enkelin mit Schauplatz ein Anwesen samt Weinanbaubetrieb. Dieses erbt 1893 die noch sehr junge Maria von ihren vier Brüdern und dem Vater, da die Weingebiete von der Rebslaus befallen werden und das Weingut als zerstört gilt. Doch Maria schafft es als neue Herrin des Hauses das Gut aufleben zu lassen. Im Sommer 1936 geschieht ein merwürdiger Mord, der noch vier Jahre danach ungelöst bleibt und so versucht Inspektor Lluís Recader, großer Agatha Christi Fan, den Fall zu lösen. Er besucht das Anwesen und trifft auf Ursula, die alte Haushelferin. Das Anwesen gehört mittlerweile Maria, der Tochter der alten Hausherrin. Ihr Leben und ihre Liebesgeschichte wird detailiert beschrieben und im dritten Teil des Buches befinden wir und in der Gegenwart und die Handlung basiert auf der Enkelin Maria, welche die Memoiren ihres Vater liest und somit Licht in die Geschichte zu versuchen bringt. Obwohl ich manchmal der Erzählstrang etwas übertrieben fand, gefiel mir der Roman von Lluís Llach ganz gut. Das Cover passt sehr gut zur Atmosphäre der Geschichte, die Aufmachung ist hochwertig und alles in allem vergebe ich gerne die gesamte Sternepunktzahl, da mich der Roman gut unterhalten hat.

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  • Die Frauen von La Principal

    Die Frauen von La Principal

    eleisou

    23. June 2016 um 22:28

    Eine Familiensaga, geschrieben in der Jahrhundertwende von 19. zum 20. Jahrhundert, das die Geschichte dreier Frauen beschreibt, ihre Stellung in der spanischen Familie und ihre Position gegenüber ihrer Familien und der Gesellschaft. Imponiert hat mich der Schreibstil. Lebendig, bildreich und der Zeit entsprechend erzählt, wird man vom Schreibfluss mitgenommen und die Geschichte liest sich sehr angenehm ohne langatmig zu wirken. Spannung entsteht ebenfalls durch einen ungelösten Mordfall und der Tatsache, dass man sich bis kurz vor dem Schluss nicht im Klaren ist, wer die Erzählperson eigentlich ist. Die Reblaus befällt 1893 die Weinstöcke Spaniens und somit ist die Familie, welche die Ländereien von La Principal bearbeitet, kurz vor dem Ruin. Der Vater flieht mitsamt Söhnen und überlässt der Tochter Maria das Gut. Letzere schafft es mit viel Mühe die Ländereien zu retten und La Principal bekommt seinen alten Ruhm zurück. Ihre Tochter, auch Maria genannt, leitet in den späteren Jahren ebenfalls das Gut und hat ein Verhältnis mit dem des Mordes Verdächtigen Costa. Durch seine Verhöre und den Besuch des Polizisten Lluis Recader, der das Gut besucht und mit der Haushälterin Ursula diverse Gespräche führt um einen Mordfall aufzuklären, bekommen wir einen detailierten Einblick in die Familie und das Leben der Marias. Die emanzipierte und dynamische Maria Nr. 2 schafft es mit ihren Einfluss die Ermittlungen zu beenden und heiratet den Verdächtigen. Sie beide bekommen eine Tochter, Maria Nr. 3 und das Familienepos geht weiter. Einzig und allein der Fall, dass alle Frauen den selben Namen trugen war anfangs etwas seltsam und gewöhnungsbedürftig, ich glaube aber der Autor wusste das und hat es mit Absicht so schreiben wollen, nicht zuletzt um der Traditionswillen. Alles in allem ein lesenswerter Roman, in dem die Intrigen auch nicht zu kurz kommen. Eine klare Leseempfehlung von mir.

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  • Interessante Familiensaga

    Die Frauen von La Principal

    Lealein1906

    14. June 2016 um 18:04

    „Die Frauen von La Principal“ hat mir gut gefallen, deswegen gebe ich vier Sterne, weil ein wirklich herausstechendes Merkmal für mich gefehlt hat. Es geht um die Geschichte von vier Generationen Frauen, die dem Vorsitz auf einem Weingut in Spanien haben. Dabei durchleben sie nicht nur persönliche Glückszeiten und Krisen, sondern auch die des Landes und der Weinindustrie, zum Beispiel durch Kriege oder Schädlinge. Etwas verwirrend ist dabei manchmal, dass alle Frauen Maria heißen, aber irgendwann blickt man da anhand der Spitznamen durch. Alle diese Geschichten werden mit einem Kriminalfall gewürzt. Das Buch besticht in meinen Augen vor allem mit den unterschiedlichen Erzählperspektiven, das macht das Buch wahnsinnig interessant und kreiert viele neue Situationen. Sehr gut gefallen haben mir auch die Rückblicke in die frühere Zeit. Diese werden in kursiver Schrift geschrieben und haben immer einen Titel und eine Erzählweise, z. B. Märchen oder Träumerische Erinnerung. Hier hätte ich mir nur gewünscht, dass die Sprache vielleicht noch mehr variiert hätte, sodass man wirklich das Gefühl hat ein Märchen zu lesen. Die Figuren und die verschiedenen Geschichten sind alle sehr gut entwickelt. Man findet so viele verschiedene Charaktere, die sich aber auch ergänzen und ganz unterschiedlich miteinander verstrickt sind. So werden auch fast alle Stimmungen versammelt, die für ein Buch wichtig sind: Liebe, Hass, Intrigen, Mord, Reue, Lust, Vergnügen, Vertrauen, Traurigkeit, Spannung… Abschließend kann ich also nur sagen, dass die Familiensaga von La Principal ein Buch ist, das wirklich alle Emotionen eines menschlichen Lebens (oder um genauer zu sein mehrerer) vereint und sehr lebendig widergibt. Man fühlt sich dem Weingut zugehörig und wird direkt in die Geschichte hineingezogen. Der Kriminalfall bringt die nötige Spannung mit und auch die Auflösung am Ende des Buches fehlt nicht und ist sehr gelungen.

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  • Ob Großgrundbesitzerin oder Knecht - die Gefühle sind gleich...

    Die Frauen von La Principal

    Nuigurumi

    06. June 2016 um 23:24

    "Die Frauen von La Principal" - das sind drei Generationen von Frauen, die ein großes Weingut in Katalonien führen. Die Erzählung springt zwischen den Zeiten hin und her, wobei die Tatsache, dass die Frauen in jeder Generation Maria heißen, das Verständnis nicht unbedingt fördert. Sie beginnt 1893, als die einzige Tochter des Großgrundbesitzers den Besitz erbt, der wegen einer Reblausplage dem Untergang geweiht zu sein scheint, und endet im Jahr 2001, als die 60-jährige Enkelin dieser Erbin die Wahrheit über gewisse Ereignisse in ihrer Familie erfährt…1936 geschah ein Mord in Pous, dem Ort, zu dem die Principal gehört. Der junge Polizeibeamte Recader wurde hingeschickt, um den Fall aufzunehmen, konnte aber nicht lange ermitteln, da der Spanische Bürgerkrieg dazwischenkam. 1940 ist er zum Inspektor aufgestiegen und bittet seinen Chef, diesen Fall endliche lösen zu dürfen. Recader ist mit Leib und Seele Polizist und hat viele seiner Methoden aus den englischen Kriminalromanen gelernt, die seine Mutter immer las. Seine Ermittlungen und Gedanken stoßen nicht überall auf Verständnis, sind aber unterhaltsam zu lesen. Den Mordfall kann Recader nur lösen, wenn er die Hintergründe kennt, und so erzählt ihm die alte Amme Úrsula nach und nach die Geschichte der Principal und ihrer Frauen… Ich habe lange überlegt, ob ich dem Buch vier oder fünf Sterne gebe, da es einige Längen hat. Während Recader seine Ermittlungen durchführt, ist die Handlung voller Elan und Spannung, doch Úrsulas Geschichte, so interessant sie auch ist, lähmt den Lesefluss etwas. Dafür entschädigt dann aber wieder die poetische und ausdrucksstarke Sprache des Autors (und der Übersetzerin!), daher habe ich mich für fünf Sterne entschieden. Die wenigen Seiten, die in der Gegenwart spielen, fand ich etwas zu nüchtern verglichen mit der Vergangenheit, aber früher war das Leben auf der Principal auch einfach bunter und vielfältiger und vor allem lebten dort damals viel mehr Personen. "Die Frauen von La Principal" ist ein ungewöhnliches Buch, sowohl vom Inhalt, Aufbau als auch von den Charakteren her, und es hat mich damit in seinen Bann gezogen. Meine Sympathien für die Charaktere wechselten auch ständig, da der Leser von jeder Person auch eine weniger nette oder angenehme Seite kennenlernt. Es gibt (fast) niemanden, der nur gut oder nur böse ist, und das hat mir gut gefallen. Ich hoffe, der Autor hat noch einmal so einen tollen Einfall für ein Buch, mit dem er uns in die Vergangenheit Kataloniens entführt.        

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