Lo Malinke Alle müssen mit

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Inhaltsangabe zu „Alle müssen mit“ von Lo Malinke

Ein Roman über eine Familie, die keine ist, aber die Chance bekommt, eine zu werden – witzig, voller Empathie und berührend aufrichtig. Alle müssen mit - die Familienkomödie von Lo Malinke, Autor des Spiegel-Bestsellers Alle unter eine Tanne Die Geschwister Inge, Klaus und Uwe haben schon vor langer Zeit jeden Kontakt zueinander abgebrochen. Doch als ihnen der Notar eröffnet, dass sie das Erbe ihres Vaters nur ausgezahlt bekommen, wenn sie zusammen nach Polen reisen um dort seine Asche zu verstreuen, müssen sie sich notgedrungen gemeinsam in einen Kleinbus setzen. So beginnt eine Reise ins Ungewisse voller Abenteuer und unerwarteter Erkenntnisse.Ein Roadmovie mit echten Typen, unerwarteten Wendungen und schrägem Witz – ein Roman, dessen großes Herz für die Familie schlägt.

Schwerer Einstieg, aber dennoch gut.

— schwarzweisse_wortwelt
schwarzweisse_wortwelt

Entgegen meiner Annahme war es leider nicht wirklich unterhaltsam, sondern anfänglich eher ermüdend und vieles blieb mir zu oberflächlich.

— Betsy
Betsy

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  • Nicht das beste, aber ganz gut.

    Alle müssen mit
    schwarzweisse_wortwelt

    schwarzweisse_wortwelt

    21. July 2017 um 16:39

    Inge, Klaus und Uwe müssen den letzten Wunsch ihres Vaters erfüllen und dafür zusammen reisen. Mit Jule, Inges Tochter, und einem Notargehilfe treten sie diese Reise, nach jahrelangem Kontaktstillstand, an.Es wird nicht so einfach wie gedacht. Aber erst nachdem der Wunsch erfüllt ist gibt es das Erbe. Grundsätzlich ist der Anfang recht schwer, da man fast überschüttet wird mit Personen und Perspektivenwechsel, aber wenn man einmal rein gekommen ist, dann bemerkt man das Lo Malinke humorvoll und warmherzig eine Bild aus Worten malt und den Leser unbewusst in eine Richtung schiebt.  Eigentlich mag ich Perspektivenwechsel ganz gerne, hier waren es mir ein paar zu viele.An einigen Stellen zog sich das Buch etwas, aber ansonsten kann man es recht flüssig und hat damit die kleine perfekte Abwechslung für zwischendurch.Man kann sich amüsieren, aber es ist auch ernst, traurig, voller Wut und Ärger und mit viel Herz.Die Figuren leben in so unterschiedlichen Welten, man kann sich gut in die Perspektiven versetzen und mit ihnen fühlen.Insgesamt zu empfehlen um ein bisschen Zeit zwischen anderen Büchern zu überbrücken oder als leichte Lektüre im Sommer.

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  • Die Familie kann man sich halt nicht aussuchen

    Alle müssen mit
    Betsy

    Betsy

    05. April 2017 um 15:09

    „Es war erstaunlich, wie man diese drei Menschen nur dicht genug zusammenführen musste, um sie zur Explosion zu bringen. Als wären die Geschwister Flüssigkeiten, die, jede für sich zwar übelriechend, aber relativ harmlos, zusammengebracht aber hochgiftig und entzündlich waren.“ Um ihr Erbe zu bekommen müssen die Geschwister Inge, Klaus und Uwe eine gemeinsame Reise antreten zu den Wurzeln ihres Vaters ins ehemalige Ostpreußen (Polen), wo sie an für ihn bedeutenden Stellen seine Asche verstreuen sollen. Da die Geschwister schon seit längerem keinen Kontakt mehr zueinander pflegen und zwischen ihnen, sobald sie zusammentreffen, die Fetzen fliegen, wird dies vor allem für den jungen Polen Krzyzstof, der in seiner Funktion als Notarsgehilfe mitreist, um zu überprüfen ob auch alle Bedingungen erfüllt werden, zu einer wahren Bewährungsprobe. Angefangen von einer Schrottkarre von Kleinbus bis hin zu tätlichen Angriffen gegenüber Polizisten und wütenden Stieren. 3 Geschwister, die durch die Aussicht auf ein Erbe dazu gebracht werden gemeinsam eine Reise zu unternehmen, auf die eigentlich keiner wirklich Lust hat. Was hier wie ein wirklich unterhaltsamer Roman klingt, ist weit davon entfernt. Was ich gut fand ist, dass hier immer wieder die Perspektive wechselt und man so einen Einblick in die jeweilige Figur kriegt. Da ist die unzufriedene und einsame Inge, der stark dem Alkohol zugeneigte Klaus, der Tablettenjunkie Uwe, die unglückliche Jule und der bemühte Krzyzstof, der versucht seinen Job zu erledigen und sich nach Beginn der Reise fragt, ob es nicht doch ein Fehler war nach Deutschland auszuwandern. „Er hatte Familien wie diese nie selbst erlebt. Aber er hatte von ihnen gehört: Kinder, die auf die Gräber ihrer Eltern spuckten, Brüder und Schwestern, die das Blut ihrer Geschwister tranken. Menschen, die durch den Zufall ihrer Geburt zusammengeworfen waren und sich seitdem das Leben zur Hölle machten.“ Man merkt sehr schnell, dass diese Familie sehr viele ungelöste Probleme hat und jeder anders damit umgeht, dass ihr Vater sich nach dem Tod der Mutter für keinen von ihnen mehr interessierte und sie vernachlässigt hat, was letztendlich auch zu den Streitigkeiten zwischen den Geschwistern selbst führte. Wie man sieht, sind also alle weit davon entfernt glücklich zu sein, weder in Sachen Liebe, noch im Job oder überhaupt im Leben. Hier wird viel mit Klischees gearbeitet, so ist Uwe als total klammernde Schwuchtel dargestellt, Klaus ein einfacher Taxifahrer, der nichts auf die Reihe kriegt, Inge eine frustrierte alte Jungfer, Jule als unterdrückte Tochter die es nicht schafft aufzubegehren und Krzyzstof als polnischer Auswanderer, der einfach zuweilen zu gutmütig und naiv rüberkommt. Ganz zu schweigen vom verstorbenen Vater der Geschwister bzw. Großvater, der hier, als er seine Frau verlor, nicht einmal seinen Kindern mehr seine Liebe schenken konnte und damit den Stein für deren Probleme ins Rollen brachte. Es ist gerade am Anfang eine sehr deprimierende Geschichte und teilweise auch zu überladen von den ganzen Problemen und dem kindischen Verhalten, dass hier stellenweise während der 1. Hälfte des Buches wirklich extrem nervt, während sonst nicht wirklich viel passiert. Was das Ganze dann noch schwieriger macht, ist, dass neben den vielen ungelösten Konflikten dieser Familie dann noch der Konflikt zwischen Deutschen und Polen bzw. die Geschichte zwischen diesen Ländern immer stärker hineinspielt, besonders als man mehr von der Vergangenheit des Vaters/Großvaters erfährt und dies zwar auch sehr interessant ist und auch gut hineingearbeitet wurde, aber dann einfach, weil es hier soviel an Konflikten und Lebenswege gibt, mir viel zu oberflächlich blieb und sich dann am Ende alles zu schnell in Wohlgefallen auflöst und wirklich ausgesprochen wurde am Ende dann auch nicht mehr viel zwischen den Geschwistern. Trotz seiner traurigen Geschichte konnte der Vater bei mir auch am Ende, genauso wie die Geschwister nicht wirklich punkten, auch wenn es schön aufzeigt, wie die Kindheit nachwirkt und man es selbst dann bei den eigenen Kindern oftmals nicht schafft es besser zu machen. Fazit: Wer einen unterhaltsamen Roadtrip erwartet wird enttäuscht sein, denn Anfangs sind die Charaktere ziemlich unsympathisch (was sich auch im weiteren Verlauf nur bedingt ändert) und es passiert wenig spektakuläres. Danach teilt sich die Geschichte in Familienstreitigkeiten, die zeitweise extrem an den Nerven zerren mit deren kindischen Verhalten, der Beziehung Polen/Deutschland und den besonderen Orten im Leben des Vaters samt seiner Geschichte, allerdings blieb mir vieles zu oberflächlich und das Ende war dann zu sonnenscheinmäßig für mich, besonders wenn dann für alle auf den letzten Seiten auf einmal alles viel besser ist, jeder seinen Frieden gemacht zu haben scheint und das alles auch noch zeitgleich. Es lässt sich zwar schnell lesen, aber mir war es dann einfach zu wenig echter Inhalt, obwohl es hier wirklich einiges aufzuarbeiten gegeben hätte und es viel Potential gab. Ich denke es waren zu viele Charaktere mit zu vielen Problemen, die teilweise einfach nur einen kräftigen Arschtritt gebraucht hätten um in die Gänge zu kommen.

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  • Alle müssen mit

    Alle müssen mit
    typomanin

    typomanin

    05. February 2017 um 13:13

    Verlag: Fischer/Krüger Verlag Seitenzahl: 335 Seiten Cover: Die Illustration ist lustig und mir gefällt, wie sich die Buchtitel als Weg, auf dem das Auto fährt, integriert. Frische Farben und relieglack werten das Cover zusätzlich auf. Rezension: Inge, Klaus und Uwe heißen die drei Geschwister, die in den letzten Jahren wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben und durch den Tod ihres Vaters wieder gemeinsam am Tisch des Notars sitzen. Dieser eröffnet ihnen im Testament ihres Vaters, dass es dessen letzter Wille war, dass sie zusammen nach Polen reisen, um dort seine Asche zu verstreuen. Nur dann bekommen sie ihr Erbe ausgezahlt. Begleitet wird die Reise von Inges Tochter Jule und dem Notarangestellten Krzysztof. Gefallen hat mir, dass es immer wieder aus Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt wird und man so mitbekommt, dass alle, wirklich alle, mit verschiedenen Problemen zu kämpfen haben. Ob Schwulsein, Probleme in der »ach-so-perfekten« Familie oder als Alleinerzieherin, die immer mehr zur Eigenbrötlern wird. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass alles sehr negativ geschrieben war (oft liest man das Wort »scheiße« und ähnliche Worte), weil es, wie gesagt, viel um die Probleme der Geschwister ging, die zudem einen wohl nicht so fähigen Vater hatten. Dieser Stil hat mir überhaupt nicht gefallen, so dass ich mich anfangs teilweise durch das Buch gequält habe. Lustig (seine Sprache! :) )und gleichzeitig irgendwie auch arm dran ist Krzysztof. Auch er will sich in Deutschland ein Leben als Jurist aufbauen, ist aber noch jung und muss daher den Job machen und die drei bzw vier auf ihrer Reise begleiten. Insgesamt erleben sie noch einiges und kommen auch in lustige Situationen, die Liebe spielt auch eine doch größer werdende Rolle. Aber ich möchte nichtsweiter vorweg nehmen. Aber der Tenor und die negative Sprache haben mich, wie schon geschrieben, nicht überzeugt. Fazit: Roadtrip, in derber Sprache geschrieben, von drei Geschwistern, die sich erst selbstannehmend müssen, um für die anderen da sein zu können. Eine Tragikomödie, die in Deutschland und Polen spielt. Lieblingszitat/ zur Geschichte passendes Zitat: »(…) wir waren nie eine richtige Familie. Und wir werden auch keine mehr werden. Wir müssen nur ein paar Tage versuchen, uns nicht gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Und ich glaube, das kriegen wir hin.«

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  • Was sich liebt, das streitet sich

    Alle müssen mit
    Hortensia13

    Hortensia13

    31. October 2016 um 10:10

    Zur Testamenteröffnung sehen sich die Geschwister Inge, Klaus und Uwe nach Jahren, in denen sie kein Wort miteinander gewechselt haben, wieder. Alle drei müssen eine "Vergangenheitstour" durch Ostpreussen machen, die der Vater als Bedingung gestellt hatte. Er wollte in seiner alten Heimat verstreut werden, erst dann gäbe es das Erbe. Alle drei mit Jule, Inges Tochter, und dem Notarsgehilfen Krzysztow nehmen die Reise widerwillig in Angriff und kommen dabei an ihre Grenzen. Werden sie ihre Familienzwistigkeiten lösen können?Lo Malinke schrieb dieses Buch nach der Verfilmung der Geschichte. Leider merkt man besonders am Anfang das Drehbuchartige. Ausserdem viel mir der Einstieg ins Buch schwer, was an den vielen Hauptprotagonisten und vielen Perspektivenwechseln lag. Ab der Hälfte des Buches erschien die Geschichte doch amüsant und machte neugierig auf den Ausgang dieser Familiengeschichte, die auch einen Einblick in die Geschichte rund um den 2. Weltkrieg in Polen handelt.

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  • Familiengeschichte

    Alle müssen mit
    Hutzelchen

    Hutzelchen

    21. October 2016 um 20:52

    Ich dacht es wäre ein lustiges Buch.... nein, das ist es nicht. Hier geht es um die ganz tief vergrabenen Enttäuschungen und Wünsche 3 Geschwister. Nach und nach durch die gemeinsame Reise brechen die Mauern zusammen, die jeder um sich gebaut hat. Diese Reise ist keine leichte, aber sie bringt die Geschwister etwas näher zusammen und so manch einer fängt an zu verstehenIch würde dieses Buch auf jeden Fall empfehlen

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  • Unterhaltsame Tragikomödie

    Alle müssen mit
    Lilli33

    Lilli33

    05. September 2016 um 21:40

    Broschiert: 336 SeitenVerlag: FISCHER Krüger; Auflage: 1 (10. März 2016)Sprache: DeutschISBN-13: 978-3810524867Preis: 14,99€auch als E-Book und als Hörbuch erhältlichUnterhaltsame TragikomödieInhalt: Nach dem Tod von Georg Kurbjuweit sehen sich seine Kinder mit einem ganz besonderen Problem konfrontiert. Ihr Vater hat nämlich bestimmt, dass sie das Erbe nur antreten dürfen, wenn sie vorher zusammen in seine ostpreußische Heimat fahren und an verschiedenen Orten seine Asche verstreuen. Allerdings sind Inge, Klaus und Uwe schon lange verfeindet und gehen sich nach Möglichkeit aus dem Weg. Meine Meinung:Was recht amüsant anfängt, entpuppt sich allmählich als relativ tiefgründige Geschichte. Klaus, Uwe und Inge sowie deren Tochter Jule haben alle ihr Päckchen zu tragen bzw. stehen vor den Trümmern ihres Lebens, sodass sie sich auf ihrer Reise durch Polen nicht nur mit ihren Geschwistern herumärgern müssen, sondern auch ihr eigenes Leben irgendwie auf die Reihe bekommen.Ein großes Thema ist auch die deutsch-polnische Geschichte, das nicht immer freundliche Verhältnis von Polen und Deutschen. Zum Teil beruht der Roman auf der Geschichte von Lo Malinkes Familie, die aus Ostpreußen stammt.Trotz des ernsten Themas ist dieser Roman sehr locker und unterhaltsam. Malinke versteht es, immer wieder mit humorvollen Dialogen und witzigen Szenen zu punkten. Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht. Gleichzeitig konnte ich auch noch etwas lernen und bekam Anregungen zum Nachdenken.„Alle müssen mit“ wurde von Lo Malinke nach dem Drehbuch des Films „Heimat ist kein Ort“ erarbeitet, der 2014 für die ARD verfilmt wurde. ★★★★☆

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  • Langatmig

    Alle müssen mit
    Kartoffelschaf

    Kartoffelschaf

    30. June 2016 um 10:33

    Ich hatte mich auf ein spritziges Roadtrip-Buch gefreut und dann einen zähen Roman voll erzwungenem Humor bekommen - entsprechend enttäuscht war ich dann auch. Anfangs fühlte ich mich noch recht gut unterhalten, die Charaktere haben so ihre Eigenarten, wirken authentisch und nicht allzu überzogen, der Plot war spannend und versprach einiges. Leider legte sich das dann mit zunehmender Seitenzahl, vieles wirkte gezwungen, Witz und Charme blieben auf der Strecke, die Protagonisten wurden zunehmend nerviger. Einzig Jule empfand ich als unterhaltsam, sie machte eine gewisse Entwicklung durch. Irgendwie hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl, der Autor drehe sich mit seinem Geschreibsel im Kreis. Ich konnte kein wirkliches Vorankommen der Story erkennen. Gewiss wächst die zunächst völlig zerrüttete Familie wieder zusammen und es ist schön, zu lesen, wie sie dem letzten Willen ihres Vaters gerecht werden, obwohl das zunächst ja gar nicht so aussah.Trotz dessen habe ich mich streckenweise gelangweilt und wollte das Buch immer öfter aus der Hand legen.Insgesamt nicht so ganz ausgereift, kann man lesen, muss man aber nicht. 

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  • Keine heitere Familiengeschichte!

    Alle müssen mit
    Igela

    Igela

    21. June 2016 um 10:07

    Die Geschwister Inge,Klaus und Uwe haben ihren Vater verloren.Bei der Testamentseröffnung wird ihnen mitgeteilt, dass sie nur erben werden, wenn sie zusammen eine Reise machen.Und zwar nach Polen um die Asche des Vaters zu verstreuen.Doch die Geschwister haben seit Jahren keinen Kontakt mehr zueinander, mit dem Vater waren sie verfeindet....werden sie sich zusammen raufen um erben zu können? Dieses Buch ist alles andere als eine heitere Familiengeschichte.Hier geht es um Beziehungen untereinander,Kindheitstrauma und Familienbande. Die Geschwister hatten nach dem frühen Tod keine einfache Kindheit,der Vater total überfordert mit der Trauer um seine geliebte Frau und den drei Kindern. Und das rächt sich halt auch in der Vater-Kindbeziehung. Für mich war es sehr schwer objektiv zu bleiben, nicht zu verurteilen. Die Rückblenden in die Vergangenheit des Vaters hat mir dies erleichtert. Der Schreibstil ist einfach, flüssig zu lesen und teilweise etwas trocken gehalten. Immer wieder habe ich Szenen gelesen, in denen ich schmunzeln konnte.Die haben in dem sonst sehr belastenden ,ernsten Thema richtig gut getan. Hin und wieder plätschert die Handlung etwas, doch dann kommen wieder toll ausgearbeitete Szenen. Die Figuren sind zwar etwas klischeehaft gezeichnet,wie Inge ,die notorisch frustrierte ältere Frau, die noch nach 40 Jahren ihre Brüder voll im Griff hat.Ihr habe ich die Rolle genau so abgenommen wie Uwe, dem homosexuellen und von Medikamenten vollgepumpten Mann oder Klaus, der wegen seiner Alkoholsucht von Frau und Kindern verlassen wurde.

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  • Familienbande

    Alle müssen mit
    Buchfee81

    Buchfee81

    12. June 2016 um 08:00

    Inge , Klaus und Uwe sind Geschwister und haben schon vor langer Zeit den Kontakt zueinander verloren. Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen und ist zu stur und dickköpfig, um vergangenes zu vergessen und vergeben. Als jedoch ihr Vater stirbt und das Testament eröffnet, dass die drei sich auf eine gemeinsame Reise quer durch Polen in einem Kleinbus machen müssen, bleibt ihnen keine andere Wahl, als sich miteinander zu beschäftigen. Dabei lernen sie nicht nur einander wieder kennen, sondern auch ihren Vater . Wer hier einen heiteren Roman erwartet, ist fehl am Platz. Mit Sicherheit gibt es die ein oder andere Pointe und komische Situation im Buch, aber diese sind immer in Lo Malinkes typischen trockenen Humor verpackt und lockern lediglich, die ansonsten dich eher bedrückende Grundstimmung auf. In diesem Buch geht es um Familie, die nicht immer einfach, aber im Grunde sehr wichtig ist. Die drei Geschwister haben sich auseinander gelebt, angefeuert durch Streitigkeiten, Angst und Verletztheit. Lo Malinke zeigt uns auf, dass es das wichtigste ist, miteinander zu reden, sein Glück nicht auf Annahmen und Vermutungen zu stützen. Fazit Ein spannender Roman über Vergebung, Toleranz und Familienbande. Berührend, echt und mit dem typischen Lo Malinke Humor.

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  • Familiengeschichte!

    Alle müssen mit
    Sunangel

    Sunangel

    07. April 2016 um 21:40

    Als ich die Kurzbeschreibung gelesen habe, dachte ich mir das ist bestimmt ein lustiger Familienroman. Doch ich wurde schnell eines besseren belehrt, denn diese Geschichte hat Tiefgang. Inge ist die älteste der Geschwister und ich würde sagen, dass sie gerne das Kommando übernimmt und so tut als ob ihr das alles nichts ausmachen würde. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und vertritt ihre Meinung, was manchmal nicht besonders gut ankommt. Klaus ist der mittlere und denkt er hat sein Leben gut im Griff. Von allen dreien war mir Klaus trotz seines Problems am sympathischten. Er hält sich zurück wenn es sein muss und er denkt über seine Fehler nach. Uwe ist mehr der unscheinbare, der am liebsten gar nicht gesehen werden will. Er ist sehr sensibel und fühlt sich in seiner Haut nicht richtig wohl, was deutlich zu spüren ist. Die Abschnitte mit Uwe hab ich gerne gelesen, denn es hat mich sehr interessiert, wie er in bestimmten Situationen reagiert. Jule hing in der Geschichte mittendrin, ohne wirkliche Aufgabe. Sie ist eine Mischung zwischen Inge und Uwe. Mal draufgängerisch und dann wieder das liebe Mädchen von nebenan. Leider sind die Protagonisten für meinen Geschmack zu blass geblieben und sie wurden nur oberflächlich beschrieben. Es ging irgendwie alles so schnell, sodass ich mich gar nicht auf einen Charakter konzentrieren konnte. Zum Teil überschlagen sich die Ereignisse und dann wiederum plätschert alles so ein bisschen vor sich hin. Natürlich kommen auch lustige Dinge vor, wo ich dann wirklich lachen musste. Gut gefallen hat mir auch der Rückblick auf das Leben des Vaters und ich konnte so nach und nach etwas nachvollziehen, warum er so reagiert hat. Verstehen konnte ich die Gleichgültigkeit des Vaters zwar nicht, weil ich vieles anders gemacht hätte, doch er hat seine Gründe mit ins Grab genommen. Der Schreibstil war sehr flüssig und abwechslungsreich zu lesen. Ich konnte mich entspannen und war auch durch die Umgebungsbeschreibungen mitten drin. Gerade die Erzählungen von Polen fand ich faszinierend und die Gastfreundlichkeit hat mich sehr überrascht, da man das von Deutschland ja nicht unbedingt gewöhnt ist.

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