Lo Malinke Alle unter eine Tanne

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Inhaltsangabe zu „Alle unter eine Tanne“ von Lo Malinke

Für die Adventszeit DER SO GANZ ANDERE WEIHNACHTS-FAMILIENROMAN: 'Alle unter eine Tanne' von Lo Malinke – entwaffnend ehrlich, pointiert witzig und dabei einfühlsam versöhnlich

'Und den Kindern sagen wir es erst, wenn wir tot sind.'

Vor drei Jahren haben sich die Psychotherapeutin Elli (62) und der Arzt Robert (65) scheiden lassen, um mit neuen Partnern zusammenzuleben. Aber keiner von beiden hat es bisher über sich gebracht, den drei erwachsenen Kindern davon zu erzählen. Deshalb wird auch in diesem Jahr die alljährliche Weihnachtsfeier wieder mit der ganzen Familie im Elternhaus inszeniert – eine mittlerweile routiniert ablaufende Farce. Aber dieses Mal gerät der Plan ins Wanken. Roberts neue Partnerin, Chrissi, will das nicht mehr dulden und quartiert sich unangemeldet ein. Sie stellt ein Ultimatum: Bis zum Abendessen sollen die Verhältnisse geklärt sein.

„Die Girlanden auf den Fenstersimsen im ersten Stock bildeten gurkengrüne Augenbrauen für die Fenster darunter. Das Haus schien Elli mit kritischem, nein, mit mürrischem Blick anzustarren. Sie starrte trotzig zurück und seufzte vernehmlich. Aber alles würde gut gehen. Auch in diesem Jahr.“

Weihnachten in Familie und alles geht schief und langjährig gehütete Geheimnisse kommen auf den Tisch. Ein locker lustiges Familienporträt.

— wasichgelesenhabe

Die Familie macht reinen Tisch im weihnachtlichen Winterchaos. Mit Happy End :O)

— Bookling

Mal eine etwas andere Weihnachts-Familiengeschichte, witzig leichte Kost für zwischendurch.

— Seehase1977

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  • Amüsanter Weihnachtsroman

    Alle unter eine Tanne

    wasichgelesenhabe

    12. December 2017 um 12:42

    Elli und Robert sind seit drei Jahren geschieden und leben mit jeweils neuen Partnern zusammen. Doch ihre drei erwachsenen Kinder wissen davon nichts und die beiden spielen seit der Trennung an Weihnachten das glücklich verheiratete Paar.Während die beiden in diesem Jahr noch dabei sind, die Spuren von Ellis Partner im Haus zu beseitigen, steht plötzlich Roberts Freundin in der Tür, die dieses Jahr endlich die Karten auf den Tisch legen will. Doch auch die Kinder von Elli und Robert hüten das ein oder andere Geheimnis.Die Geschichte spielt bis auf das erste und das letzte Kapital an einem einzigen Tag...dem Heiligabend. Das heißt, die Handlung in diesem Buch ist äußerst überschaubar. Es handelt sich hier aber nicht nur um einen Weihnachtsroman, sondern vielmehr um ein Familienporträt. Die einzelnen Familienmitglieder sowie die neuen Partner der Protagonisten werden ausführlich vorgestellt und durch stetige Perspektivwechsel auch ihr Innenleben sehr gut beleuchtet. Dadurch braucht der Roman auch einige Zeit um an Fahrt aufzunehmen. Ab der Hälfte ließ er sich flott und amüsant lesen, insbesondere die Dialoge haben mich das ein oder andere Mal herzhaft lachen lassen.Insgesamt endlich mal ein Weihnachtsroman, der nicht vor Kitsch trieft oder ein Krimi ist. Trotz der lustigen Momente dennoch ein Roman mit Tiefgang und nachdenklichen Momenten. Schade ist, dass die Enkelkinder fast gänzlich stumm bleiben und der Leser sie schon fast vergessen könnte, weil sie keine Rolle spielen und dann aber den größten Knaller raushauen. Ein Punkt Abzug für den etwas zähen Einstieg in die Geschichte.

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  • 'Alle unter einer Tanne

    Alle unter eine Tanne

    Seehase1977

    27. December 2016 um 10:28

    Zum Inhalt:Seit drei Jahren sind Elli und Robert geschieden und leben mit ihren neuen Partnern zusammen. Zahnarzt Robert mit seiner Sprechstundenhilfe Chrissi, die Psychotherapeutin Elli mit ihrem fast 20 Jahre jüngeren Fahrlehrer Micha. Doch die beiden haben es bis heute nicht übers Herz gebracht, diese Tatsache ihren drei erwachsenen Kindern zu erzählen. Deshalb laufen dieses Jahr im elterlichen Heim wie immer die Vorbereitungen für das gut inszenierte Weihnachtsfest. Robert zieht wieder ein, Micha zieht aus. Bilder werden ab- und die alten aufgehängt, mittlerweile die reinste Routine für Robert und Elli. Doch dann macht den geschiedenen Eheleuten die Sprechstundenhilfe Chrissi einen Strich durch die Rechnung. Sie fordert endlich klare Verhältnisse und stellt ein Ultimatum: Bis zum Abendessen soll die Wahrheit ans Licht kommen. Ein Weihnachtsfest der besonderen Art, an der nicht nur ein Geheimnis ans Licht kommt…„Alle unter einer Tanne“ von Lo Malinke ist eine Familien-Weihnachtsgeschichte der etwas anderen Art. Friede, Freude, Eierkuchen wird man hier so gut wie gar nicht finden, denn der Leser ist zu Gast bei einer Familie, deren Familienmitglieder es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Die Eltern sind geschieden und keiner weiß davon, die jeweils neuen Partner spielen die Farce zwar mit, von Jahr zu Jahr wird der Unmut darüber jedoch größer. Auch die drei erwachsenen Kinder haben so ihre Leichen im Keller. Am Heiligen Abend ist es dann soweit, die Bombe platzt – endlich! Lo Malinke erzählt mit klarem und schnörkellosem Schreibstil, die Story ist witzig verpackt und locker leicht zu lesen, die Charaktere lebensnah und authentisch und jeder auf seine ganz besondere Art sympathisch. Man ist als Leser der voyeuristische Zuschauer, der nur darauf wartet bis die Wahrheit ans Licht kommt. Das Ende ist dann trotz all dem Streit und Ärger wie zu erwarten versöhnlich und harmonisch und irgendwie auch ein bisschen kitschig. „Alle unter einer Tanne“ von Lo Malinke ist eine leichte und humorvolle Weihnachts-Leselektüre für zwischendurch, die mich gut unterhalten hat. Mittlerweile wurde der Roman auch verfilmt, mit Gaby Dohm in einer der Hauptrollen. Ich habe das Buch an einem Abend gelesen, es hat mir gut gefallen, hinterlässt aber keinen bleibenden Eindruck. Alle, die einmal eine etwas andere Weihnachts-Familiengeschichte lesen möchten, sind mit diesem Buch gut beraten.

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    • 2
  • Gelungener, amüsant-absurder Weihnachtsroman

    Alle unter eine Tanne

    Nabura

    28. December 2015 um 20:55

    Elli und Robert sind seit drei Jahren geschieden und leben inzwischen mit neuen Partnern zusammen. Doch jedes Jahr zu Weihnachten spielen sie ihren drei erwachsenen Kindern heile Welt vor und geben das glückliche Ehepaar. Damit soll endlich Schluss sein findet Roberts Freundin Chrissi. Sie kommt unverhofft zum Fest und fordert eine Aufklärung der Verhältnisse. Wie werden die Kinder auf die Enthüllung reagieren? Elli und Robert ahnen nicht, dass auch diese allesamt ein Geheimnis im Gepäck haben.. Nachdem ich schon letztes Jahr auf das Buch aufmerksam geworden bin, habe ich dieses Jahr auf der Suche nach einer Lektüre für die Weihnachtszeit zu diesem Buch gegriffen. Das Ausgangsszenario des Buches ist an sich schon herrlich amüsant und absurd, sodass ich neugierig war, wie sich das ganze entwickeln wird und wann die Bombe platzt. Der ganze Roman beschreibt den Heiligabend aus der Sicht der unterschiedlichen Familienmitglieder. Das Fest und die Ereignisse werden so aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln geschildert und ich konnte besser verstehen, was in den Köpfen der einzelnen Personen, die sich bewusst stereotyp verhalten, vorgeht. Dabei wird häufiger kurz in die Vergangenheit geblickt, sodass man die Hintergründe noch besser verstehen konnte. Gelegentlich zogen sich die Gedankeneinblicke allerdings in die Länge, hier hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht. Die Geschichte zieht seine Spannung aus der Tatsache, dass man als Leser brennend darauf wartet, dass die erste Bombe platzt. Doch auch der Weg dahin ist sehr amüsant, es wird abgewogen, taktiert und diskutiert. Mit dem Fortschreiten des Abends neigen die Personen zu den gewagtesten und verrücktesten Schachzügen, um den Familienfrieden zu sichern. Dass das nicht auf ewig gutgehen kann, ist klar. Nachdem das erste Geheimnis enthüllt wurde, erlaubt das Buch kein Verschnaufen mehr, sondern ließ mich bis zum gelungenen Ende weiterlesen. Diesen amüsant-absurden Weihnachtsroman kann ich nur weiterempfehlen!

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  • Weihnachten – das Fest der Liebe und der Abrechnung

    Alle unter eine Tanne

    Lilli33

    24. December 2015 um 16:22

    Taschenbuch: 320 Seiten Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (22. Oktober 2015) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3596030323 Preis: 9,99 € Weihnachten – das Fest der Liebe und der Abrechnung Inhalt: Elli und Robert sind seit drei Jahren geschieden, haben sich aber nicht getraut, es ihren erwachsenen Kindern zu sagen. Jedes Jahr, wenn sich die ganze Familie an Weihnachten im Elternhaus trifft, wird Ellis Freund Micha ausquartiert und Robert zieht für zwei Tage wieder ein. Doch dieses Jahr will Chrissi, Roberts Freundin, das Spiel nicht mehr mitmachen. Sie verlangt, dass die Kinder endlich die Wahrheit erfahren und reiner Tisch gemacht wird. Die Katastrophe ist vorprogrammiert … Meine Meinung: „Alle unter eine Tanne“ ist Lo Malinkes Debütroman. Er schreibt sonst Kolumnen und Drehbücher. Und auch dieses Buch kann ich mir wunderbar als Verfilmung (die bereits 2014 verwirklicht wurde) vorstellen, die ich gerne in der Weihnachtszeit anschauen würde. Es ist eine herrliche Komödie, in der jeder sich ein Stück weit wiederfinden kann. Der Autor wartet mit grotesken Situationen auf, die einem immer wieder ein Schmunzeln entlocken. Auch kommen immer mehr Geheimnisse der Familienmitglieder ans Tageslicht, was sowohl beim Leser als auch bei den Angehörigen überraschte Gesichter hervorruft. Dabei ist alles in einem locker-humorvollen Ton geschrieben, sodass das Lesen viel Spaß macht. Auch wenn es hier zu einem katastrophalen Heiligabend kommt, der schließlich im absoluten Chaos endet, ist doch über allem die Liebe zu spüren und eine versöhnliche Note enthalten. Man kann als Leser das Buch schließlich ganz zufrieden weglegen. Manche Stellen hätte ich mir etwas gestraffter gewünscht bzw. mit etwas mehr Pepp, aber im Großen und Ganzen ist „Alle unter eine Tanne“ ein wirklich gelungenes Debüt. ★★★★☆

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  • Ein schönes, bissiges Debüt

    Alle unter eine Tanne

    peedee

    Die Eltern bleiben die Eltern und haben „gefälligst“ auch ein Leben lang zusammen zu bleiben, oder? Das haben sich wahrscheinlich die Psychotherapeutin Elli, 62, und der Zahnarzt Robert, 65, auch gedacht. So haben sie sich vor drei Jahren zwar heimlich scheiden lassen, aber haben es den erwachsenen Kindern noch nicht gesagt. Zu Weihnachten wird jedes Mal die Idylle präsentiert: Robert zieht bei seiner Freundin Chrissi aus und wieder bei Elli ein (und deren Freund Micha wird ausquartiert). Doch dieses Jahr will Chrissi das nicht mehr tolerieren. Sie will endlich reinen Tisch machen und steht unangemeldet vor der Tür. Elli hat trotzdem noch die Hoffnung, dass alles gut gehen wird – so wie die anderen Jahre… Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit einer stilisierten Tanne, die durch die Namen des Autors sowie des Buchtitels gebildet werden. Ein paar Tannenzweige, daran hängen Christbaumkugeln. Erst beim zweiten (oder dritten) Blick ist mir die explosive Christbaumkugel unten rechts aufgefallen. Schon kurz nach Beginn der Lektüre hatte ich das Gefühl, in einem Theater in der ersten Reihe zu sitzen. Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, ich hatte das Gefühl, alle vor mir zu sehen, mit ihren Eigenheiten. Für mich sehr unverständlich, wieso die Eltern ihre Scheidung geheim hielten und den Kindern effektiv ein Theater vorführten (inklusive Platzieren von Papas Schlafanzug oder Zahnbürste). Und dabei ist Elli von Beruf noch Psychotherapeutin… aber privat ist sie eben auch „nur“ eine gewöhnliche Frau und Mutter. Was steckt dahinter? Angst vor Ablehnung durch die Kinder? Mir haben auch die neuen Partner sehr gut gefallen: Micha und Chrissi. Es ist erstaunlich, dass die beiden diese Scharade so lange Zeit mitmachten, obwohl es ja eigentlich demütigend für sie war. Als dann während des Essens endlich die Wahrheit auf den Tisch kommt, wird es sehr emotional und turbulent, denn auch die Kinder waren nicht ganz ehrlich… „Sich jemandem so zu zeigen, wie man ist, ist wohl das Mutigste, was wir in unserem Leben tun können. […] Und Liebe wird aus Mut gemacht.“ Was muss ein Buch bieten, damit es von mir 5 Sterne erhält? Es muss mich gut unterhalten. Das ist in diesem Fall auch geschehen. Natürlich werden etliche Klischees zum Teil stark strapaziert, aber das wird auf eine witzige Art gemacht, so dass ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt habe. Einzig gestört haben mich die zum Teil sehr langen Sätze. Ein schönes, bissiges Debüt von Lo Malinke – vielen Dank.

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    • 3
  • Eine höchst moderne Geschichte über das familiäre Chaos an Weihnachten

    Alle unter eine Tanne

    Eternity

    07. December 2015 um 12:30

    Die Gesellschaft ändert sich, immer und stetig. Ich, in meinen Zwanzigern, feiere Weihnachten bei geschiedenen Eltern, aber noch mit Großeltern, die ihr Leben gemeinsam bestritten haben. Ich denke, diese Situation ist für junge Leute nicht unbekannt. Vor ein paar Jahren jedoch noch völlig undenkbar. "Alle unter eine Tanne" erzählt die Geschichte eines geschiedenen Ehepaars, das sich heimlich, still und leise vor drei Jahren scheiden ließ, ihren erwachsenen Kindern davon jedoch nichts erzählte und so zu Feiertagen und Geburtstagen glückliche-Ehe-Theater vorspielt. Nun steht Weihnachten vor der Türe und die Katastrophe bahnt sich an, denn die neuen Partner haben keine große Lust mehr auf die Kasperle-Inszenierung und stehen plötzlich vor der Türe. Die Geschichte ist sehr modern und aktuell. Damit meine ich nicht nur die allgemeine gesellschaftliche und familiäre Situation, sondern auch in der Handlung aufgegriffene Themen.  Besonders die in Klammern ein- und angefügten Kommentare sind unterhaltsam und witzig und bringen den Leser durchaus zum Schmunzeln. Im Großen und Ganzen ist das Buch leichte, unkonventionelle Weihnachtsunterhaltung für all diejenigen, die nicht zwingend eine realistische Geschichte lesen wollen!

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  • Wahnsinn zu Weihnachten

    Alle unter eine Tanne

    leniks

    05. December 2015 um 18:52

    Dieses Buch habe ich zunächst in der Biliothek gesehen, und es lag schon etwas zu Hause bei mir, dann habe ich eine Hörprobe des Hörbuchs gehört und da habe ich kurzerhand das Buch gegen das Hörbuch getauscht. Vorige Woche habe ich es dann auf einer langen Autofahrt gehört und war von der Geschichte begeistert. Ich kann mir das richtig vorstellen, Die Eltern Robert und Ellie sind bereits seit drei Jahren geschieden, haben es aber ihren Kindern Susanne nebst Mann Heiner und Enkelkindern, sowie Leonie und Tobias nichts gesagt. Beide habe auch neue Partner. Der Partner von Ellie zieht jedes Weihnachten und an Geburtstagen und Feiertagen aus und ihr Ex-Mann wieder ins Haus. Doch nun ändert sich was , Chris die Freundin ihres Ex kommt an Heiligabend und geht nicht wieder. Das Chaos beginnt. Leicht und locker geschrieben, nervig fand ich ganz besonders Susanne , als sie ihre Schwester beim Arzt im Behandlungszimmer anruft.

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  • Weihnachtslügen

    Alle unter eine Tanne

    MelE

    05. December 2015 um 07:15

    "Alle unter einer Tanne" hat mich köstlich amüsiert und in mir den Wunsch geweckt, niemals unter solch chaotischen Lebensumständen leben zu müssen. Wenn ich anfange mein Leben auf Lügen aufzubauen, muss ich damit rechnen, dass ich irgendwann vor den Scherben meines Lebens stehen werde. Eigentlich ist es traurig, wenn man nicht den Mut hat, seinen Kindern zu gestehen, dass man schon einige Zeit geschieden ist und schon einen neuen Partner / eine Partnerin an der Seite hat. Die Idee des Romans hat mir aber dennoch sehr gefallen, da man es nicht zu ernst nehmen sein sollte und das Ganze trotzdem mit einem Schulterzucken abtun sollte. Die Lüge über das gescheiterte Eheleben ist nämlich nicht das Einzige, was sich letztendlich offenbart. Diese Familie hat einiges, was nicht rund läuft und kommt nun an Weihnachten zusammen, um sich gegenseitig eine heile Welt vorzuspielen. Es kommt einiges an Problemen und Lügen zusammen und niemand spricht sie aus. Wäre da nicht Chrissi, die es satt hat, gerade an Weihnachten auf Robert verzichten zu müssen, würden die nächsten Feste ebenso ablaufen wie bisher. Elli, die mir anfangs etwas merkwürdig erschien, bekommt zum Ende hin doch noch den einen oder anderen Sympathiepunkt, da deutlich wird, warum sie ihrem Exmann dieses Verhalten überstülpen möchte. Trotzdem machte sie es mir lange schwer sie zu mögen. "Alle unter einer Tanne" brilliert definitiv durch seine Protagonisten, da die Unterschiede der jeweiligen Personen wirklich kaum zu übertreffen sind. Chaos ist im Alltag Programm und nur an Weihnachten nimmt man sich zusammen? Das Fest der Liebe? Ist es wirklich sinnig sich dauerhaft zu verstellen und ein Lügengebäude zu errichten? Auch wenn es bisher nicht so klang, habe ich mich beim Lesen köstlich amüsiert, denn es war urkomisch mitzuverfolgen, wie dämlich sich erwachsene Menschen aufführen, um eine heile Welt vorzuspielen. Ich wusste worauf ich mich einlasse, denn der Klappentext spricht eine doch sehr deutliche Sprache. Ein außergewöhnlich anderes  Weihnachtsbuch, da es eben keiner Friede - Freude - Eierkuchen - Welt widerspiegelt, sondern echtes Chaos bereithält. Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung an "Alle unter einer Tanne", da ich zwar keine Harmonie bekam, aber dennoch einen Roman, der mich doch irgendwie aufzeigen konnte, wie wichtig Wahrheit ist, um ein gesundes Miteinander zu haben.

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  • Bissig und böse ☺️

    Alle unter eine Tanne

    Buchfee81

    18. November 2015 um 18:42

    Weihnachten, die Zeit der Familie, der Harmonie und des Zusammenseins. Doch für Elli und Robert wird Weihnachten jedes Jahr zu einer Schmierenkomödie, in der sie die Hauptrollen spielen. Bereits seit drei Jahren geschieden, halten die beiden es für das Beste, ihre drei erwachsenen Kinder Susanna, Tobias und Leonie vor dieser unschönen Wahrheit zu bewahren. So müssen die neuen Partner beiseite treten, ja sogar zeitweilig ausziehen, damit das augenscheinlich perfekte Familien-Weihnachtsfest inszeniert werden kann. Doch das will Chrissi, die Lebensgefährtin von Robert , nicht mehr mitmachen. Kurzerhand lädt sie sich selbst zum Heiligabend ein und es beginnt ein Spießrutenlauf, der nicht nur Elli und Roberts Geheimnis , sondern noch ganz andere gut gehütete Umstände offenbart. Lo Malinke hat wirklich einen bitterbösen und völlig kitschfreien Weihnachtsroman geschrieben, der mich gut unterhalten und begeistern konnte. Die Geschichte um Elli und ihren Exmann Robert ist sicher nicht alltäglich, trotzdem aber absolut nachzuempfinden, da ich besonders Elli gut verstehen konnte. Erst habe ich angenommen, sie würde ihre Kinder schützen wollen, vor der Scheidung, der Untreue der eigenen Eltern und natürlich vor einer zerrütteten Familie, aber letztendlich hatte Elli nur Angst. Angst verspottet und verurteilt zu werden für Ihren, um so viele Jahre jüngeren Freund Micha. Die Familienmitglieder sind allesamt überaus charakterstark und authentisch gezeichnet, trotzdem bin ich mit den Protagonisten nicht wirklich warm geworden. Es wurden zahlreiche Details der einzelnen Leben angerissen, aber mir blieben die Figuren zu blass. "Alle unter eine Tanne" ist kein typischer Weihnachtsroman. Zeigt er uns doch eher die Zwänge und Vorstellungen auf, denen wir uns selbst unterwerfen. Wie kann es sein, dass wir unser Leben und Handeln davon abhängig machen, was jemand anderes, vielleicht sogar Fremdes über uns denkt ?! Gegenüber der eigenen Familie sollte man doch immer offen und ehrlich sein können. Fazit "Alle unter einer Tanne" ist ein authentischer teilweise bissig böser Weihnachtsroman, der definitiv Spaß macht. Gerade zur Weihnachtszeit eine willkommene Flucht aus der ganzen Kitsch-Heile-Welt-Fabrik.

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  • Turbulentes Weihnachten...

    Alle unter eine Tanne

    Miamou

    »Und den Kindern sagen wir es erst, wenn wir tot sind.« Vor drei Jahren haben sich die Psychotherapeutin Elli und der Arzt Robert scheiden lassen, um mit neuen Partnern zusammenzuleben. Aber keiner von beiden hat es bisher über sich gebracht, den drei erwachsenen Kindern davon zu erzählen. Deshalb wird auch in diesem Jahr die alljährliche Weihnachtsfeier wieder mit der ganzen Familie im Elternhaus inszeniert – eine mittlerweile routiniert ablaufende Farce. Aber dieses Mal gerät der Plan ins Wanken. Roberts neue Partnerin, Chrissi, will das nicht mehr dulden und quartiert sich unangemeldet ein. Sie stellt ein Ultimatum: Bis zum Abendessen sollen die Verhältnisse geklärt sein. *********************************************** Mit "Alle unter einer Tanne" gibts nicht den klassichen Weihnachtskitsch, wie man es von vielen anderen Weihnachtsbüchern gewohnt ist. Im Gegenteil streckenweise ist das Buch sogar sehr realistich und weit entfernt vom "Friede, Freude, Eierkuchen", denn gerade zu Weihanchten, wo die Familie zusammenkommt, kommt es ja nicht selten zu Missverständnissen und kleineren Streiterein. Trotzdem fand ich es dann auch an einigen Stellen zu überzogen. Was mir überhaupt nicht in den Sinn wollte, wie ein geschiedenes Ehepaar (wo beide wieder in neuen Beziehungen leben) drei Jahre lang eine solche Farce aufrecht erhalten konnte. Da werden Kinder und Schweigerkinder als sehr naiv hingestellt. Schließlich kann man ja seine Eltern auch mal spontan besuchen und einen Liebhaber kann man ja dann nicht für einen ganzen Nachmittag spontan unter einem Bett verstecken. Zudem wurden aus meiner Sicht auch viele Klischees bedient. Sowohl Elli als auch Robert mit den jüngeren Geliebten, eine Tochter, die in ihrer Familie die Zügeln streng hält, der schwule Sohn und die jüngste Tochter, die schwanger ist und nicht mal weiß von wem. Die Charaktere blieben für mich eher farblos, obwohl es sehr viel Hintergrundinformation zu jedem gab. Das Familientreffen ein einziges Lügengebäude, zu dem jeder seinen Teil beitrug. Zugegeben, als dieses Treffen in Schwung kam und die Streiterein und Schlagabtausche losgingen war das Buch wirklich schön zu lesen. Das Ende war zwar nicht überraschend, aber dann doch erfrischend anders. Was mich wirklich sehr gestört hat, waren die vielen in Klammer geschriebenen Seitenhiebe, die sich wirklich fast auf jeder Seite befanden und die oft mitten im Satz ein ganz anderes Thema aufwarfen...machte das Lesen sehr anstrengend. Ein Buch, das man nicht nur zu Weihnachten lesen kann.

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    • 2
  • Kein schlechtes Weihnachtsbuch....

    Alle unter eine Tanne

    lievke14

    Lo Malinkes "Alle unter einer Tanne" habe ich lange erwartet und war daher sehr gespannt. Es geht um ein Ehepaar um die 60 (Elli und Robert), die bereits seit 3 Jahren geschieden sind und mit jeweils anderen Partner zusammenleben. Der Haken an der Geschichte ist, dass sie sich bisher nicht getraut haben, ihrer Familie reinen Wein einzuschenken. Die erwachsenen Kinder und deren Familien gehen nach wie vor davon aus, dass ihre Eltern in trauter Zweisamkeit zusammenleben und sich lieben. Und das soll auch so bleiben....zumindest für die nahe Zukunft, wenn es nach Elli und Robert geht. Also wird zu Weihnachten, wenn die ganze Familie anrückt, das heimelige Familienglück improvisiert.... Diese Scharade verlief bisher reibungslos. Aber dieses Jahr merken Elli und Robert schnell, dass sich ein Disaster anbahnt.... Wir haben es hier mal mit einem völlig anderem Weihnachtsbuch zu tun. Die Geschichte ist nicht ganz neu. Solch ähnliche chaotische Familienverhältnisse zur Weihnachtszeit gibt's in zahlreichen Fernsehfilmchen zu Hauf. Dennoch ist dieser Roman doch mit einigen interessanten Ideen bestückt, die auch recht gut inszeniert werden. Leider bin ich mit dem Erzählstil des Autors nicht richtig zurechtgekommen. Zahlreiche Wiederholungen haben den Erzählfluss oft ausgebremst, so dass man beim Lesen nie richtig Fahrt aufnehmen konnte. Trotzdem hat mir das Buch ganz gut gefallen. Wer mal Lust auf ein wenig Turbulenzen in der Weihnachtszeit hat, ist mit diesem Buch gut beraten.  

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    • 2
  • Ein gelungenes Debüt ! Ehrlich, authentisch, amüsant !

    Alle unter eine Tanne

    InaVainohullu

    02. January 2015 um 17:39

    Alle Jahre wieder trifft auch im Hause Berger-Vogts die ganze Familie ein um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Während die schon erwachsenen Kinder Leonie, Tobias und Sanna sich noch auf dem Weg ins elterliche Nest befinden, wirbelt Mutter Elli wie eine Verrückte durchs Haus und beseitigt die Spuren ihres neuen Lebens. Wo eben noch ein Bild von ihr und ihrem Partner Micha in Motorradkluft hing, findet sich nun ein Familienfoto, im Bad verschwindet die elektrische Zahnbürste und im Schlafzimmer halten Roberts alte, ausgelatschte Pantoffeln Einzug. Ganze drei Jahre treiben Elli und Robert nun schon dieses Spiel, zum Wohle der Kinder, wie Elli meint. Denn obwohl sie sich vor drei Jahren haben scheiden lassen und seitdem mit ihren neuen Partnern zusammenleben, haben sie es noch immer nicht geschafft ihren Kindern endlich die Wahrheit zu sagen. Doch in diesem Jahr soll sich das ändern, denn Chrissie, die neue Frau an Roberts Seite quartiert sich kurzerhand unangekündigt in Ellis Haus ein und ist fest entschlossen ein für alle Mal reinen Tisch zu machen. Und auch Micha, Ellis deutlich jüngerer Freund bleibt, denn auch er hat die Nase voll davon jedes Jahr das Feld zu räumen, nur weil Elli und Robert es nicht schaffen, über ihren Schatten zu springen... Meinung: Dank des dunkelblaugrünen Covers, seiner kurvig schrägen Schrift, dem rieselnden Schnee und den glänzenden Kugeln, fiel mir "Alle unter eine Tanne" in der Buchhandlung direkt ins Auge und das obwohl ich wahrlich keine Freundin von Weihnachtslektüre bin, da mir diese in den meisten Fällen entweder zu verkitscht oder aber einfach viel zu unrealistisch ist. Da der Klappentext hier aber ankündigte, das Buch sei so ganz anders als alle anderen Weihnachtsromane, entschied ich mich, Lo Malinkes Debüt eine Chance zu geben. Völlig unvoreingenommen machte ich mich ans Werk und muss sagen, das mich Lo Malinke inhaltlich voll und ganz überzeugen konnte. Mit "Alle unter eine Tanne" schafft er einen schonungslos ehrlichen Roman und zeigt auf wie es hinter der glatten und schönen Fassade einer scheinbar normalen Familie bröckelt und sich Risse durchs Mauerwerk ziehen. Da sitzt man gemeinsam am Tisch und spielt heile Welt, nur um sein Gesicht zu wahren und mit all seinen Lügen nicht aufzufliegen. Die reinste Farce. Die Familie Berger-Vogts wird angeführt von Mutter Elli, die niemals Widerspruch duldet und wenn es sein muss, mit dem Kopf durch die Wand bricht, nur um ihren Willen zu bekommen. Ihre Kinder Tobias und Leonie hat sie von jeher verhätschelt und betüddelt, nur die Älteste, Susanna, ist ihr oft ein Rätsel, was, so denkt zumindest Vater Robert, daran liegt, das Susanna und Elli sich sehr ähneln. Elli und Robert haben sich nach und nach auseinander gelebt, die Kinder waren irgendwann aus dem Haus, die Eltern waren in ihrem Leben beide erfolgreich. Doch irgendwann kam der Punkt, an dem es einfach nicht mehr ging. Man hatte sich nichts mehr zu sagen und während Elli davon träumte die Welt unsicher zu machen, war Robert damit beschäftigt, jeden Cent dreimal umzudrehen. Was folgte war die Trennung. Man verliebte sich neu, fand in Chrissie, beziehungsweise Micha, neue Partner mit denen man plötzlich seine Interessen teilen konnte und aufblühte. Alles nicht schlimm, ein normaler Hergang, wie er in den besten Familien vorkommt. Doch Elli kriegt die Kurve nicht. Sie hat Angst davor, wie die Kinder auf den neuen Partner reagieren könnten und statt ihnen einfach die Wahrheit zu offenbaren und zu ihrer Entscheidung zu stehen, führt sie alle weiter an der Nase herum und inszeniert zum dritten Mal dieses lächerliche Fest, bei dem sie sich immer weiter in ihrem Lügennetz verstrickt, bis sie endgültig auffliegt. Doch nicht nur Elli und Robert haben Geheimnisse, auch die Kinder haben einiges zu offenbaren. Lo Malinke hat mit seinen Protagonisten wirklich sehr charakteristische, authentische Personen erschaffen, in die man sich, Dank der Perspektivenwechsel gut hineinversetzen kann. Was mir nicht so gut gefallen hat, und das ist leider auch der Grund, warum ich diesem Roman einen Punkt abziehen muss, waren die Klammersätze. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, doch der Autor neigt dazu, zu viele Gedankengänge in Klammern fortzuführen oder Dinge in Klammern zu erklären. Das bringt den Lesefluß immer wieder ins Stocken und ging mir ab einem gewissen Zeitpunkt leider auch richtig auf die Nerven. Das Ende ist schön rund, zufriedenstellend, realitätsnah und kommt ohne jegliche Spur von Kitsch aus. Fazit: "Alle unter eine Tanne" ist ein unterhaltsamer Weihnachtsroman, der ohne jegliche Art von Kitsch daherkommt und durch seine ehrliche Handlung und starke Protagonisten bei mir punkten konnte. Ein gelungenes Debüt ! Ehrlich, Authentisch, Amüsant ! ©Ina's Little Bakery

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  • eBook Kommentar zu Alle unter eine Tanne von Lo Malinke

    Alle unter eine Tanne

    Lydia

    21. December 2014 um 18:36 via eBook 'Alle unter eine Tanne'

    Welch großartiges, kurzweiliges und einfach lesenswertes Buch! Herrlich! Gern mehr danon!

  • Rezension zu Alle unter eine Tanne von Lo Malinke

    Alle unter eine Tanne

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. November 2014 um 09:11

    Mehr Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Jahre lang haben Elli und Robert ihren Kindern jedes Weihnachtsfest aufs neue die glückliche, heile Familie vorgespielt, obwohl die beiden Mitsechziger schon längst geschieden sind und mit neuen Partnern zusammen leben. Das ist die Ausgangssituation für Lo Malinkes “Alle unter eine Tanne” und natürlich fällt die Scharade der Eltern schlussendlich recht spektakulär in sich zusammen und auch die drei erwachsenen Kinder müssen dringend reinen Tisch mit ihren Eltern machen. Mit viel Sprachgefühl, spitzem Humor und bitterbösen Witz sowie einem scharfen Auge fürs Detail und die Geschichten hinter den Klischees erzähltLo Malinke von trügerischem Familienidyll, jüngeren Liebhabern, Affären mit der Angestellten, ungeplanten Schwangerschaften, abgebrochenen Studien, verschwiegenen Insolvenzen und generell von nahezu undurchdringlichen Gespinnsten aus Geheimnissen und Lügen. Ich bin nicht restlos zufrieden von diesem Roman, mir ist der Einstieg nicht ganz so leicht gefallen, weil ich mich erst einmal an Lo Malinkes Schreib- und Erzählstil gewöhnen musste, der ungewohnt wortgewandt und findig ist, obwohl der Autor hier in den einzelnen Kapiteln nach und nach erst einmal alle Spieler dieser Weihnachtsscharade vorstellt: Mutter und Therapeutin Elli, die seit der Scheidung vor drei Jahren mit dem deutlich jüngeren Micha im Familienheim lebt und alle Zeichen der Anwesenheit ihres Freundes für Familienfeiern in die Abstellkammer räumt. Vater Robert, Zahnartz, der eine Beziehung mit seiner Sprechstundenhilfe Chrissie hat. Die älteste Tochter Susanna, Mutter zweier Kinder, Kontrollfreak und mit ihrem Mann Heiner Inhaberin eines insolventen Autohandels. Sohn Tobias, der mit seinem Lebensgefährten Jakob ohne das Wissen der Eltern eine Werbeagentur aufgebaut hat. Und Nesthäkchen Leonie, die ewig Verträumte, die mit einer unerwarteten Schwangerschaft konfrontiert wird, ohne zu wissen, wer denn eigentlich der Vater ist. Jedes dieser Familienmitglieder bietet reihum aus seiner Perspektive Einblick in das Geschehen – mal liegt der Fokus dabei auf der Beziehung zwischen Eheleuten, mal dem Mutter-Tochter-Verhältnis, mal der nicht immer so innigen Geschwisterliebe, immer aber werden die Gefühlswelt, die Gedanken und Emotionen derjenigen Figur beleuchtet, aus deren Sicht das Kapitel beleuchtet. Dabei kommt es hin und wieder zu “stream of consciousness”-artigen Abschnitten, an die man sich herantasten muss und die man manchmal vielleicht lieber überblättert. Auch am Ende ist mir zumindest die Situation eines Darstellers dieses Theaters ein wenig suspekt gewesen, aber das ist natürlich nur mein persönliches Empfinden und vielleicht war das für mein Verständnis auch nur unpassend formuliert. Trotzdem, auch wenn es so die eine oder andere Stelle in diesem Roman gibt, an der ich etwas auszusetzen hätte, hat mir “Alle unter eine Tanne” doch sehr gut gefallen und ich kann Lo Malinkes Debütroman definitiv nur wärmstens empfehlen, wenn man humorvolle weihnachtliche Unterhaltung mit überraschend viel Tiefgang sucht.

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