Hüter der Erinnerung

von Lois Lowry 
3,7 Sterne bei456 Bewertungen
Hüter der Erinnerung
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (264):
pullerentes avatar

Die Idee birgt so viel Potenzial, das man viel mehr raus holen hätte können. Trotzdem: Sehr spannend und regt zum Nachdenken an!

Kritisch (65):
Whitedragons avatar

Am Ende hatte ich die Frage im Kopf: Und jetzt?

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Inhaltsangabe zu "Hüter der Erinnerung"

Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko. Alles ist perfekt organisiert, niemand muss sich über irgendetwas Sorgen machen, sogar die Berufe werden zugeteilt. Als Jonas Nachfolger des »Hüters der Erinnerung« werden soll, beginnt er eine Ausbildung beim alten Hüter. Und hier erfährt er, welch hohen Preis sie alle für dieses scheinbar problemlose Leben zu zahlen haben. Jonas' Bild von der Gesellschaft, in der er lebt, bekommt immer mehr Risse, bis ihm klar wird, dass er seinen kleinen Pflegebruder Gabriel diesem unmenschlichen System keinesfalls ausliefern möchte. Es bleibt ihm nur die Flucht - ein lebensgefährliches Unterfangen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423086424
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.09.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 06.10.2014 bei HÖRCOMPANY erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    mistellors avatar
    mistellorvor 3 Monaten
    Beeindruckendes Buch

    Hüter der Erinnerung von Lois Lowry ist ein beeindruckendes Jugendbuch. Die Menschen leben in einer sterilen Welt , mit starren Regeln, Vorgaben und Verboten. Sie stellen ihr farbloses Leben nicht in Frage, denn Wünsche, Träume und Visionen gibt es nicht.

    Wie ein Teenager das verändern wird, das beschreibt auf sehr spannende Weise dieser Roman.
    Gut fand ich die Idee, die dahintersteht, denn sie zwingt den Leser zum Nachdenken. Ist es wirklich so, dass Erinnerungen tatsächlich für das Schlechte in der Welt verantwortlich sind? Ist eine farblose Welt besser als eine farbige Welt? Was passiert mit Kreativität, Kunst oder Musik? Wie kann man in einer farblosen Welt Phantasie in der Literatur entwickeln? Und kann die Menschheit auf die Künste verzichten?
    Lois Lowry hat all diese Fragen gut beantwortet, trotzdem habe Zweifel, dass seine Zielgruppe, die Gruppe der Teenager, wirklich der Tragweite der Fragen von Lowry bewusst ist.

    Lowry hat eine ansprechende Sprache, seine Protagonisten sind mit Tiefe ausgestattet und sein Plot ist spannend und anspruchsvoll. Ich habe das Buch genossen und gebe ihm 4 von 5 Sternen.

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    M
    mvlvssvvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Interessante Vorstellung der Zukunft, aber nicht ganz so gut umgesetzt. Offenes Ende, das irgendwie traurig macht. aber trotzdem gutes Buch
    nicht die beste umsetzung

    hab mir mehr erhofft, war teilweise langweilig zu lesen, hatte aber auch einige gute stellen. vielleicht für einen jünger Altersklasse (12+)

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    S
    Sassi103vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist fesselnd und echt gut geschrieben.
    Fesselnde Geschichte

    Dieses Buch ist fesselt einen beim Lesen und man vergisst vollkommen die Welt um sich herum, wodurch ich das Buch auch nach einem Vormittag komplett durchgelesen hatte. Es umfasst nur 250 Seiten trotzdem enthält es eine super und ausführliche Geschichte.
    Trotz, dass ich den Film kurz zuvor angeschaut habe, war ich weder vom Buch noch vom Film danach enttäuscht. Somit handelt es sich um eine gute Verfilmung der Geschichte.

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    Samantha_steuers avatar
    Samantha_steuervor 2 Jahren
    Hüter der Erinnerung


    http://samsbuchblog.weebly.com/blog/hueter-der-erinnerung


    Der zwölf Jährige Jonas lebt ein perfektes Leben in seiner Gemeinde. Er wird bald seinem perfekten Beruf zugeteilt. Nur läuft es anders als von ihm geplant und er wird zum Nachfolger des "Hüter der Erinnerung" ernannt. Nun gibt es für ihn neue Regeln und darunter ist auch erlaubt zu Lügen. Er lernt vieles, das in seiner Gesellschaft anders beschrieben wird. Gefühle, Farben, Liebe und wie ernst doch das Leben war, bevor die Ältesten diese Erinnerungen verbannt haben. Zu Hause nimmt sein Vater das Kleinkind, Gabe, auf und kümmert sich um dieses, da es noch zu klein ist um es einer Familie zu übergeben. Es dauert lange, bis dieser aufgibt und zustimmt das Kleinkind freistellen zu lassen.
    Auch lernt Jonas was das Freistellen von älteren und zu schwachen Babys bedeutet. Gemeinsam mit seinem Lehrmeister "The Giver" plant er einen Versuch die Erinnerungen an die Vergangenheit der Menschen zurück zu bringen. Mit in diesem Plan lässt er die Rettung von Kleinkind "Gabe" einfließen. 
    Zusammen mit Gabe macht sich Jonas auf den Weg ins Verborgene.

    Das Buch hat mir gefallen, es war flüssig zu lesen und auch schnell innerhalb weniger Stunden. Es hat mir bis auf das Ende gefallen. Am Ende saß ich vor dem Buch und habe mir nur gedacht; "Warum tut mir die Autorin das an? Was soll ich jetzt tun?" Es lohnt sich zu lesen, abgesehen vom Ende, da habe ich mich zu Tode geärgert.
    Dennoch kriegt das Buch 4 von 5 Sternen, wegen des Ende, ansonsten gäbe es 5 Sterne.

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    ElkeKvor 2 Jahren
    Rezension zu "Hüter der Erinnerung"

    Inhaltsangabe:

    Jonas steht kurz vor der 12. Zeremonie. Genau der Zeremonie, wo er erfahren wird, was sein späterer Beruf sein wird. Denn wie sein Leben ansonsten verlaufen wird, weiß er bereits. Alles hat seine Ordnung, es gibt keine Unwetter, keine Naturkatastrophen, kein Neid, keine Gefühle und keine Farben. Wer seine wahren Eltern sind, weiß er nicht, denn Kinder werden von Leihmüttern geboren. Jeder bekommt das gleiche Essen, die gleichen Häuser und auch die gleichen Fahrräder.

    Jonas soll zum „Hüter der Erinnerung“ ausgebildet werden. Zuerst ist er verwirrt, denn diesen Beruf kann er für sich nicht vorstellen. Aber als er bei dem alten Mann in die Ausbildung geht und Gefühle sowie Erinnerungen erlebt, erkennt er, dass seine Welt doch nicht so perfekt ist.

    Mein Fazit:

    Ich habe ja zuerst den Film dazu gesehen und war von der dystopischen Welt doch recht fasziniert. Dann erfuhr ich, dass es eine Roman-Verfilmung ist und war nicht schlecht erstaunt, wann das Buch dazu erschienen ist. Dies ist also sozusagen die Mutter aller Dystopien (wenn man von George Orwell als Vater ausgeht).

    Dem Leser präsentiert sich in einfacher Sprache eine seltsame Welt, die eigentlich an Langeweile kaum zu überbieten wäre, wäre da nicht Jonas, der hinter das Geheimnis dieser Welt kommt. Gefühle spielen in dieser Welt keine Rolle. Jonas kommt mit 12 Jahren in die Pubertät und hat daher seltsame Träume. Als er seiner Mutter davon erzählt, muss er fortan täglich eine Pille nehmen – die Pille, um die Gefühle zu unterdrücken! Sein Leben besteht aus gleichen Tagen, Wochen und Monaten. Jeder in der Gesellschaft hat eine gewisse Aufgabe, von dem Rat bestimmt, die die Menschen jahrelang mit Drohnen beobachten. Und in Zeremonien werden praktisch die Geburtstage gefeiert. Nur das niemand wirklich weiß, wann er geboren und von wem er gezeugt wurde.

    Durch den Film war ich ja schon soweit informiert, aber es gibt da doch den einen oder anderen Unterschied. Zwischendurch, weil der Film noch so frisch im Gedächtnis war, gab es dann kleine Längen. Das Ende ist ähnlich wie im Film einfach nur verwirrend und lässt mich mit einigen Fragen zurück. Ansonsten kann man sich trotz der einfachen Sprache und Ausdrucksweise ein gutes Bild machen. Jonas erlebt ein Gefühls-Chaos und es ist nachvollziehbar, wie er sich fühlt und dass er auch durchaus Angst verspürt. Denn er darf mit niemanden darüber reden und doch hat er so viele Fragen.

    Die Fortsetzung werde ich auf jeden Fall noch lesen, dieser Band bekommt vier Sterne!

    Kommentare: 1
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    MalaikaSanddollers avatar
    MalaikaSanddollervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wirklich tolle Idee aber mit ein bisschen zu wenig Spannung.
    interessantes Buch

    Wirklich viele tolle Ideen aber nicht wirklich sehr gut umgesetzt. Hat mich auch ann Delirium und Selection erinnert.
    Trotzdem möchte ich die nächsten Bände Lesen um zu wissen was passiert.

    Kommentare: 2
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    Das_Lesedings avatar
    Das_Lesedingvor 2 Jahren
    Lesenswert

    Inhalt:
    Jonas lebt in einem System, welches erschaffen wurde um die menschlichen Unterschiede auszumerzen. Es wird alles kontrolliert, von der Erziehung der Kinder bis zum Klima; nichts wird dem Zufall überlassen. Die Gemeinschaft der Gleichheit kennt nichts anderes und als Jonas nach der 12er-Zeremonie zum Nachfolger des Hüters der Erinnerungen benannt wird, gleicht dies einem Schock. Alles Wissen über die Menschheit schlägt auf ihn nieder und er erkennt, wie wichtig Individualität ist …

    Schreibstil:
    Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzulesen. Die Sätze sind kurz und einfach gehalten und ich dachte an ein Kinder- statt an ein Jugendbuch. Nach einiger Zeit wurde die Geschichte aber recht spannend und die Zerrissenheit in Jonas wurde sehr deutlich dargestellt. Wie schlimm ist es, etwas zu wissen, was andere nicht wissen? Und wie schlimm ist es, seiner Identität beraubt worden zu sein um gleich zu sein? Diese Thematik war unglaublich gut geschildert und berührt mich auch jetzt noch sehr. Allerdings hört dann die Geschichte auf, gerade da als ich dachte nun wird es ja richtig spannend … Was ist passiert?! Meiner Recherche nach gibt es noch drei weitere Bände um „The Giver“, wie die Reihe im Englischen heißt, allerdings nicht alle auf Deutsch und vom Inhalt her nicht wirklich zu Jonas Geschichte passend, was ich sehr schade finde.

    Charaktere:
    Jonas hat mir sehr gefallen, auch der Sprung vom Kind zum reifen Mitglied der Gemeinschaft war glaubhaft sowie seine Entwicklung.

    Der Geber, der alte Hüter der Erinnerungen, machte mir zu Beginn etwas Angst, aber er scheint ein herzensguter Mensch zu sein, dem nur das Wohle seiner Mitmenschen am Herzen liegt.

    Trotz der Gleichheit, waren die Charaktere auf minimale Art doch unterschiedlich, was ich auf eine Art interessant, aber auch etwas widersprüchlich fand.

    Cover:
    Das Cover wirkt leider nur, wenn man die Geschichte kennt. Im nachhinein finde ich es sehr gut gewählt, vor dem Lesen konnte ich damit nur wenig anfangen.

    Fazit:
    Eine sehr spannende und erschreckende Dystopie, welche ich schon fast als Pflichtlektüre ansehe – gerade in der heutigen Zeit wo doch aus Protest wieder mal rechts gewählt wird; Kriege ausgetragen werden, weil die Waffenlobby auf dem Rücken der Bevölkerung Geld machen will; Machtgierige Menschen sich über Gesetze stellen und so weiter und so fort. Ggf. sollten diesen Menschen mal Erinnerungen von früher eingetrichtert werden, damit sie aus Fehlern lernen und nicht glauben daraus profitieren zu können. Mir hat das Buch, trotz des eigenartigen Endes, gut gefallen, daher vergebe ich 4 Sterne.

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    lisaa94s avatar
    lisaa94vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine tolle Dystopie die Lust auf mehr macht..fesselnd und locker geschrieben, auch für jüngere Leser geeignet :)
    Hüter der Erinnerung

    Zum Autor:

    Lois Lowry ist eine US-amerikanische Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendbücher, wie zum Beispiel Hüter der Erinnerung. Ihr Vater war ein Militärzahnarzt, der häufig umzog. Lowry ist u. a. in New York, Pennsylvania und Tokio aufgewachsen.


    Zum Inhalt:

    »Stark und provokativ!« New York Times

    Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko. Alles ist perfekt organisiert, niemand muss sich über irgendetwas Sorgen machen, sogar die Berufe werden zugeteilt. Als Jonas Nachfolger des »Hüters der Erinnerung« werden soll, beginnt er eine Ausbildung beim alten Hüter. Und hier erfährt er, welch hohen Preis sie alle für dieses scheinbar problemlose Leben zu zahlen haben. Jonas' Bild von der Gesellschaft, in der er lebt, bekommt immer mehr Risse, bis ihm klar wird, dass er seinen kleinen Pflegebruder Gabriel diesem unmenschlichen System keinesfalls ausliefern möchte. Es bleibt ihm nur die Flucht - ein lebensgefährliches Unterfangen ...


    Meine Meinung:

    Vor weg möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag bedanken für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

    Cover:

    Das Cover ist passend zum Film gewählt, schließlich hatte ich die Filmausgabe.
    Wir sehen Jonas und ich denke die weibliche Person zeigt Fiona, ebenfalls eine Zwölferin, die in ihrer Ausbildung im Alterszentrum wahrscheinlich mehr als so manch ein anderer zu sehen bekommen wird, gerade in Bezug auf das "Freigeben"... Die beiden Personen oben links und rechts in der Ecke, sind meiner Meinung nach der Geber und die Chefälteste.
    Das Bild an sich und die Farben gefallen mir gut.


    Schreibstil:

    Der Schreibstil ist einfach und locker gehalten, auch passend an das etwas jüngere Leserpublikum gerichtet. Gerade durch diese eher kindliche Erzählweise wirkt es noch harmonischer und höfflicher als beschrieben, man kann sich das Leben der Gemeinschaft regelrecht vorstellen und auch die zwei Tage jährlich im Dezember wo die Zeremonien der "12 Geburtstage" quasi gefeiert werden, sieht man bildlich vorm Auge.
    Gegen Ende wurde man dann doch immer schockierte, wie locker und leicht erzählt wurde, was alles hinter dieser Gesellschaft verborgen bleibt und wie einiges von den Leuten fern gehalten wird.. dennoch wurde es nie langweilig, im Gegenteil ich mochte es trotz des einfach gehaltenen Schreibstils heute gar nicht mehr weglegen und war auch im Nu am Ende :)


    Story:

    Jonas lebt zusammen mit seiner Schwester Lily und seinen Eltern in einer perfekten und glücklichen Gemeinschaft, schließlich ist es eine Welt ohne Krieg, Armut, Hunger oder Angst. Warum sollte man es also nicht als perfekt empfinden?!

    Die Mitbewohner gehen alle sehr höflich und rücksichtsvoll miteinander um und sollte man dies einmal nicht machen, dann entschuldigt man sich zugleich, wobei schärfere Vergehen natürlich härter bestraft werden bis hin zur Freigabe.

    Jedes Jahr im Deezmeber gibt es eine zwei Tägige Zeremonie für die Kinder, die immer ein "jahr" älter werden bzw. eine Klasse höher aufsteigen und etwas neues bekommen oder ab nun tun dürfen. So ist die erste zum Beispiel eine wichtige Zeremonie, denn wenn man zum Einer wird, erhält man einen Namen, die Achter dürfen mit ihren Praktikas beginnen, die Neuner bekommen endlich ihr Fahrrad und die Zwölfer ihren zukünftigen Beruf, denn sie solange durchführen bis sie es aus Altersgründen nicht mehr können.

    Auch Jonas steht nun an dieser Stelle und soll seinen zukünftigen Beruf erfahren. Doch anstatt wie jedes andere Kind einen Beruf zugewiesen zu bekommen von den Ältesten wird er erwählt. Erwählt zum neuen Hüter der Erinnerung, schließlich ist der jetzige schon sehr lange in seinem Amt. Zunächst einmal weiß er nicht ob er sich freuen soll oder doch eher fürchten, vor dem was ihn erwartet, schließlich ist es eine der schwierigsten Aufgaben.
    Jonas wird während seiner Ausbildung immer mehr mit der wirklich Welt um ihn drum herum konfrontiert, lernt Schmerzen kennen, vor allem aber auch Schmerzen und Gefühle die nicht mit irgendwelchen Medikamenten tot geschwiegen werden können.
    Der alte Hüter bzw. Geber teilt seine Erinnerungen mit ihm und Jonas muss feststellen, wie wenig er seine Gemeinschaft noch mag...


    Fazit:

    Ich muss gestehen bisher das Buch erst noch etwas vor mich her geschoben zu haben. In letzter Zeit zogen vor allem New Adult Bücher meine Aufmerksamkeit auf sich und da war die Angst vom Buch enttäuscht zu werden groß. Als ich es gestern Abend begann viel es mir auch erst schwer reinzukommen und all die Sachen zu verstehen, vor allem wie die Gemeinschaft lebt. Nach 23 Seiten waren dann doch die Augen zu schwer und ich gab dem Buch heute morgen eine weitere Chance mich zu fesseln. Und dies geschah auch, schließlich kann ich nun behaupten 250 Seiten förmlich aufgezogen zu haben.

    Hüter der Erinnerung erschien erstmals bereits in den 90er Jahren, ich selbst wurde durch den Film der 2014 in die Kinos kam auf diese Dystopie aufmerksam. Bevor ich mir nun auch ein Bild vom Film machen möchte, wollte ich mit dem Buch starten und bereue es überhaupt nicht.


    Wir lernen eine Welt bzw. das Leben einer Gemeinschaft kennen, wo alles perfekt zu sein scheint. Was mich direkt an die Tribute von Panem und ihre Distrikte erinnerte. Es herrscht Frieden und Harmonie, jeder wird respektiert solange man sich an die Regeln hält und somit dafür sorgt dass das System funktioniert. Fällt man doch einmal aus der Reihe so wird man freigegeben, was dies allerdings bedeutet weiß keiner und es gilt zudem als äußert unhöflich dies jemals zu hinterfragen...

    Viel mehr möchte ich euch nun gar nicht mehr auf die Nase binden, hab sowieso schon wieder viel zu viel erwähnt. Erwartet bitte nicht allzu viel Action sondern eher eine Geschichte die auch mal hinterfragt und zum Nachdenken bringt, denn wer weiß schon, wie die Welt sich weiter entwickelt und wie das Leben später einmal ablaufen wird.

    Wer Dystopien gerne liest ist hier unbedingt richtig und sollte dieses Buch auf keinen Fall umgehen. Aber auch ansonsten kann ich euch nur empfehlen euch mal ran zu wagen, das Buch erzählt eine berührende und vor allem Gedanken anregende Geschichte. Nochmals vielen lieben Dank für dieses Exemplar.
    Ich hoffe sehr es gibt noch einen zweiten Teil.

    ♥♥♥♥♥

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    lunau-fantasys avatar
    lunau-fantasyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr enttäuschend - besser nur den Film ansehen!
    Tolle Story schlecht erzählt

    In dem Buch geht es um Jonas, der in einer Gemeinschaft lebt, in der alles perfekt ist. Von Geburt an werden die Kinder beobachtet, damit ihnen später zugeteilt werden kann, wohin sie gehören. Fiona, Jonas' beste Freundin, ist wie gemacht für den Beruf der Säuglingspfleger, daher wundert es niemanden, dass sie dieser Ausbildung zugeteilt wird. Doch Jonas ist mehr vorherbestimmt, als ein einfacher Beruf, denn er soll der neue Hüter der Erinnerung werden und mit jedem Tag, an dem er diese Ausbildung bestreitet, spürt Jonas, wie falsch das Leben in der Gemeinschaft ist. Ein Leben in dem alles grau ist, in dem die Wörter Liebe, Familie und Heimat nichts anderes sind als veralteter und unpräziser Sprachgebrauch, der nicht verwendet wird. Stofftiere sind nur noch Fabelwesen, deren Namen kaum einer kennt und blindlings um sich wirft. Alte Menschen, Regelbrecher und schwache Säuglinge werden aus der Gemeinschaft ausgeschlossen und nach anderswo geschickt. Doch anderswo ist nicht außerhalb der Grenzen und als Jonas merkt, was es wirklich bedeutet, wird ihm klar in welcher Lüge er gelebt hat. Jonas kann plötzlich Farben sehen, erinnert sich an Dinge wie Schnee und die Namen aller Tiere. Er lernt die Bedeutungen von Liebe und Emotionen und er will versuchen alles zu tun, damit die Menschen diese Erinnerungen zurückbekommen und erkennen, dass in ihrer "heilen Welt" nichts so ist, wie es scheint.


    Mir hat dieses Buch gar nicht gefallen, so ungerne ich das auch über Bücher sage. Die Geschichte ist langweilig beschrieben und könnte hin und wieder ein bisschen mehr Spannung und Aktion gut gebrauchen. Vor allem, da es für Jonas immer gefährlicher wird, je mehr Erinnerungen er bekommt. Stattdessen wird viel zu viel um den heißen Brei geredet, es kommt selten auf den Punkt und ist nicht präzise. Zudem ist nicht klar, welches Alter Jonas hat. Es scheint oftmals, als sei er erst 11 oder 12. Das Ende ist offen und für meinen Geschmack mehr als nur unbefriedigend.


    Neulich habe ich mir dennoch einmal den Film dazu angesehen und ich muss sagen, dass es vermutlich das erste Mal ist, dass mir der Film besser gefällt als das Buch. Hier geht es präzise zur Sache, man erfährt, welcher Gefahr sich Jonas aussetzt und was ihn antreibt.


    In diesem Falle gebe ich zwei Bewertungen ab. Zum einen das Buch, denn es hat mir nicht gefallen. Die Geschichte, die dahinter steht, ist wirklich gut und interessant, doch durch die Schreibweise ist das zerstört und macht die Freude am Lesen zunichte. Dass es sich hierbei tatsächlich um einen Weltbestseller handelt, überrascht mich sehr,

    Von mir gibt es nur einen Stern.


    Der Film hingegen, gibt die Geschichte auf eine interessante Art wieder und lässt mehr von der eigentlichen Story sehen. Daher gibt es dafür von mir auch eine Bewertung und das sind sogar ganze 4 Sterne.

    In diesem Falle kann ich den Film nur nahelegen.

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    JeannasBuechertraums avatar
    JeannasBuechertraumvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: süße kleine dystopie aber nichts weltbewegendes
    süße kleine dystopie aber nichts weltbewegendes


    Inhalt
    Der Held der absoluten Vorreiter Dystopie nennt sich Jonas. Er ist 12 Jahre alt und in der Gesellschaft der Gleichheit aufgewachsen. Der Beruf der ihm zugewiesen wird nennt sich "Hüter der Erinnerung" und ist eine ehrenvolle und sogleich schwierige Aufgabe.
    Während seiner Ausbildung, in der er Vieles über die Vergangenheit lernt wird ihm klar, dass das heutige Leben zwar ohne Schmerz, Not & Risiken geführt wird, jedoch ebenso ohne Entscheidungsfreiheit, Musik, Gefühle und Farben.
    Nachdem sich Ausbilder und Schüler einig sind, das dieses System nicht weitergeführt werden darf entwickeln sie einen Plan um es zu stürtzen - doch dann kommt alles ganz anders.

    Meinung
    Auf den 250 Seiten finden wir eine philosophisch durchdachte Geschichte, welche für jung und alt sehr geeignet ist. Einfach und schön geschrieben macht sie einem klar wie wertvoll, Selbstverständlichkeiten sind.
    Empfehlenswert für alle Dystopie Fans :)

    Info
    *Band1: (eng: The Giver), 1993 erschienen
    *Band 2: Auf der Suche nach dem Blau (eng. Gathering Blue), 2003
    *Band 3: Die Gabe des Boten (eng. messenger),2006
    *Band 4: eng. The Son, 2012 (leider noch nicht in Deutsch erschienen)

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