Lois McMaster Bujold Die Quaddies von Cay Habitat

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(2)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Quaddies von Cay Habitat“ von Lois McMaster Bujold

Leo Graf war genau das, was man von einem braven Ingenieur erwartet: einen Job so gut wie möglich erledigen, sonst sich um nichts kümmern, vor allem wenn’s Politik geht, gar um Firmenpolitik, strikt Klappe halten, wegsehen. Aber dann kommt er nach Cay Habitat, und was er dort sieht, bringt selbst ihn in Rage: Hunderte von hilflosen, rechtlosen Kindern, die bis zum Umfallen zum Nutzen einer raffgierigen Corporation schuften müssen. Und er entschließt sich, tausend von diesen armen Quaddies zu adoptieren. Doch damit hat er sich ein schier unlösbares Problem an den Hals gehängt: er muß diesen Kindern erst einmal beibringen, was es heißt, frei zu sein.

Ein liebenswert moralischer SciFi, bei dem alles passt und der einen bis zum Ende mitfiebern lässt.

— thursdaynext
thursdaynext
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Quaddies von Cay Habitat

    Die Quaddies von Cay Habitat
    rallus

    rallus

    1988 gewann Lois McMaster Bujold mit diesem Roman den hochdotierten Nebula Award als bester Roman. Der Roman ist eine gelungene Vermischung aus Technik, Space Opera und moralischen, sozialen Fragen und Problemen. Die Quaddies von Cay Habitat (im Originaltitel "Falling Free") spielt in der von ihr geschaffenen bekannten Barrayar Welt, aber weitab vor dem eigentlichen Zyklus. Leo Graf ist ein bekannter und beliebter Ingenieur und arbeitet für den interstellar agierenden Konzern GalacTech. Sehr schön wird die Arbeit und Verwaltung des Konzerns beschrieben. Wer nicht kann der tut; wer nicht tut der lehrt. Und wer nicht lehrt geht in die Verwaltung. Wer schon einmal das Innere eines Konzerns betrachtet hat, wundert sich sowieso, wie dies funktionieren kann. Doch ein Konzern ist immer noch eine Versammlung von Menschen die zusammen kommen um etwas zu tun, wofür der Einzelne nicht fähig wäre - mehr nicht. Eine Ideologie daraus zu machen ist gefährlich. Bujold Zukunftsaussichten von Konzernen sind sehr lebensecht und plausibel. Leo Graf kommt nach Cay Habitat um den Quaddies Schweißtechnik beizubringen. Die Quaddies sind ein Biologieprojekt des Konzerns, Mutanten aufgezüchtet für die Schwerelosigkeit, ausgestattet mit vier Armen, aber ansonsten voll zeugungsfähig. Eine neue Rasse, aber Eigentum des Konzerns. Ein Konzern agiert hauptsächlich um Profit zu machen und so soll das "Inventar" die Quaddies, Kosten sparen. Aufgewachsen und behände in der Schwerelosigkeit, verursachen sie keine zusätzlichen Kosten für Heimaturlaub und Aufenthalt auf Planeten, wie die menschliche Rasse. Leo Graf lernt die Quddies kennen und lieben, das Projekt läuft seit 25 Jahren, aber auch die Ältesten Quaddies sind fügsam und verhalten sich sozial eher wie Kinder. Kinder mit einem messerscharfen Verstand. Nachdem durchsickert, dass die Antigravitation erfunden wurde, wird das Projekt plötzlich obsolet und das "Inventar" soll vernichtet werden. Gott macht anscheinend Urlaub und ich muss seine Stelle einnehmen. Leo Graf ist nicht nur Konzernangestellter und Lehrer - er ist auch ein pragmatischer Ingenieur und nun entwickelt sich eine turbulente und witzige Befreiungsaktion. Ein vom Thema her interessanter und auch technisch gut ausgeführter, dabei witziger und mit liebevollen Charakteren verpackter SF, dem man einzig als negativ Punkt nachsagen kann dass er schlichtweg zu kurz geraten ist. Gerne hätte man mehr über die angeschnittenen Themen erfahren über die Ansicht der Quaddies zu den Menschen über die moralischen Aspekte von Genexperimenten. Bujold streift dies alles, die Geschichte bleibt aber hauptsächlich eine Abenteuergeschichte im Weltall. 'Das ist fast noch furchtbarer als Planetarier mit Schusswaffen, weißt Du?' Freiheit - Ufff! Er schüttelte den Kopf. 'So hatte ich mir das nicht vorgestellt.' Knapp an der Höchstwertung vorbei.

    Mehr
    • 2