Lois Pryce

 4.2 Sterne bei 9 Bewertungen

Neue Bücher

Mit 80 Schutzengeln durch Afrika

Neu erschienen am 06.11.2018 als Taschenbuch bei DuMont Reiseverlag.

Alle Bücher von Lois Pryce

Vollgas

Vollgas

 (1)
Erschienen am 12.02.2007
Mit 80 Schutzengeln durch Afrika

Mit 80 Schutzengeln durch Afrika

 (0)
Erschienen am 06.11.2018
Red Tape and White Knuckles

Red Tape and White Knuckles

 (0)
Erschienen am 20.03.2009

Neue Rezensionen zu Lois Pryce

Neu
K

Rezension zu "Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren ..." von Lois Pryce

Auf der Suche nach dem echten Iran
Kleeblatt2804vor 7 Monaten

In London findet Lois eine Einladung an Ihrem Motorrad das echte Iran kennenzulernen. Eine Abenteuerin wie Lois kann die Einladung nicht vergessen. Habib hat den Fremden/der Fremden mit dem Zettel nach Shiraz zu seiner Familie eingeladen. Es dauert nicht lang und der Entschluss steht fest. Sie beantragt ein Visum für den Iran. Das Visum wird bewilligt, aber ohne Motorrad, im Iran fahren keine Frauen Motorrad. Die Reiseroute und die verschiedenen Menschen, die sie trifft sind lesenswert. Mit ihrem Bike bestückt mit Bargeld und dem Benzin im Tank macht sie sich auf, mit dem Ziel das echte Iran zu entdecken, ein Schlafplätze zu finden und eine Tankstelle zu erreichen. Dabei gerät sie neben viel Gastfreundschaft auch in sehr brenzlige Situationen. Allein das Ende endet zu schnell. Die letzten 50 Seiten wurden lieblos so schnell erzählt, der Stoff hätte für zwei weitere Bücher gereicht.

Kommentieren0
1
Teilen
leserattebremens avatar

Rezension zu "Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren ..." von Lois Pryce

Ein spannender Einblick in ein fremdes Land
leserattebremenvor 7 Monaten

Lois Pryce hat schon viele Touren mit ihrem Motorrad bewältigt, als ihr mitten in London jemand einen Zettel an ihr Gefährt klebt. Sie solle den Iran besuchen schreibt ein Habib, besonders seine Heimatstadt Shiraz, denn die Darstellung des Iran in den Medien und das Auftreten der iranischen Regierung spiegelten nicht die Bevölkerung wider. Nach längeren Überlegungen wagt Lois die Reise in den Iran und verwirklicht den Wunsch des Unbekannten- mit ihrem Motorrad fährt sie von der türkischen Grenze mit vielen Umwegen bis nach Shiraz und trifft dabei die unterschiedlichsten Menschen.
Lois Pryces Buch „Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren...“ ist mehr als ein Reisebericht, es ist ein spannender und äußerst reflektierter Einblick in ein Land, dass man zumeist nur aus den Medien kennt und mit verschleierten Frauen, einer radikalen Regierung mit geistlichen Führern und dem Atomprogramm in Verbindung bringt. Doch Lois Pryce bringt dem Leser die andere Seite des Iran nahe, die unglaubliche Offenheit und Freundlichkeit der Menschen, ihre kleinen Tricks, um das Leben unter dem strengen Regime leichter zu machen, aber auch die ständige Bewachung und Kontrolle durch den Staat, der häufig in die Privatsphäre eindringt und besonders Frauen einschränkt. Beim Lesen entsteht unweigerlich der Wunsch, dieses abwechslungsreiche Land mit seinen unterschiedlichen Menschen kennenzulernen. Und eins zeigt die Erzählung von Lois Pryce ganz deutlich, DEN Iran gibt es nicht. Die Menschen und die Regierung sind nicht identisch, sollten nicht in einen Topf geworfen werden. Wie in allen Ländern gibt es verschiedene Bevölkerungsgruppen, Stämme und Untereinheiten, die unterschiedlich Leben und verschiedene Vorstellungen davon haben, wie es dem Iran besser gehen könnte. Doch eins hatten fast alle Menschen gemeinsam, die die Autorin getroffen hat: Sie wollten ihr die schönen Seiten ihres Landes näher bringen und zeigen, dass die Darstellung ihres Landes in den westlichen Medien nicht ausreicht. Irgendwie wirkte es oft, als wollten sie auch wieder gut machen, wie radikal ihre Regierung in der öffentlichen Diskussion auftritt und zeigen, dass sie eben anders sind.
„Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren... Was passierte, als ich es trotzdem tat“ ist ein faszinierendes Buch über ein fremdes Land, das die meisten westlichen Zeitungsleser durch eine bestimmte, eher negative Perspektive sehen. Lois Price zeigt, dass viel mehr in diesem Land steckt, als man oberflächlich zu wissen glaubt und dass es eine Reise wert ist. Besonders die Menschen, die sie dort getroffen hat, waren diese Reise wert.

Kommentieren0
8
Teilen
monerls avatar

Rezension zu "Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren ..." von Lois Pryce

Dieses Buch öffnet Augen und Herz!
monerlvor 7 Monaten

Dieses Buch ist wahrlich eine Offenbarung! Es öffnet die Augen und macht deutlich, wie negativ die Berichterstattung über den Iran in unseren Zeitungen, im Fernsehern und im Netz ist. Kaum fällt das Wort Iran, werden wir von einem negativen Gefühl und von schlechten Gedanken und Geschichten überflutet. Und doch wissen wir eigentlich nichts über die Menschen, die dort Leben, wer sie sind, wie sie sind, wie sie leben und wie sie über den Westen denken.

Lois Pryce hat sich aufgrund einer ungewöhnlichen Einladung, die an ihr Motorrad gepinnt war, auf den Weg in den Iran gemacht, um zu erkunden, ob der Einlader recht hat mit seiner Behauptung:

"... WIR SIND KEINE TERRORISTEN!!! Bitte kommen Sie in meine Stadt Schiraz. Sie gilt überall als die freundlichste Stadt Irans, sie ist die Stadt der Dichtkunst und des Weins!!! Ihr persischer Freund Habib" (Seite 12)

Lois fasst Mut, stürzt sich in die Bürokratie für die Visabeantragung und schließlich betreten ihre Füße tatsächlich iranischen Boden. Und ihr Motorrad hat sie auch dabei. Nun blickt sie nach vorne. Sie hat ein paar Wochen, in denen sie Land und Leute erforschen und kennenlernen kann. Sie ist zuversichtlich, aber so ganz konnte sie die Sorgen und Warnungen der Mitmenschen, denen sie über ihren Trip in den Iran berichtet hat, nicht abschütteln.

Gegen alle Voraussagen, brennt nach 4 erlebnisreichen Wochen ihr Herz für dieses Land und seine Menschen. Sie möchte in die Welt hinausposaunen, welch Woge der Menschlichkeit sie überrollt hat, die sie "in dieser Form nirgends auf der Welt erlebt hat." (Seite 314). Wie fantastisch muss es sein, wenn man am Ende einer Reise sagt:

"Der Iran hatte mich auf eine essenzielle Weise verändert. Das Land hatte Hirn, Herz und Seele bei mir neu ausgerichtet, und das ist sicherlich das beste Resultat eines Abenteuers." (Seite 315)

Nachdem ich es mir als virtuelle Sozia auf dem Rücksitz des Motorrads gemütlich gemacht habe, war ich begeistert von den Menschen, ihrer Aufgeschlossenheit und Gastlichkeit, denen die Autorin begegnet war. Obwohl sie permanent auf dem Präsentierteller stand, eine ausländische, motorradfahrende Frau mit leuchtend roten Haaren, wurde sie die meiste Zeit weder angefeindet noch gemieden oder attackiert. Bis auf drei negative und recht gefährliche Vorfälle, wurde alles dafür getan, um ihr den Aufenthalt so schön und angenehm wie möglich zu machen.

Eine weitere sehr positive Erfahrung für Lois als auch für mich war, dass sie ihre Vorstellung von iranischen Frauen revidieren musste. Sie waren keineswegs unterdrückte und kuschende Frauen. Eine Menge ist gebildet, berufstätig, arbeiten in gehobenen Berufen wie Ärztinnen und Anwältinnen. Im Iran studieren mehr Frauen als Männer. Shirin, eine Frau, die Lois kennengelernt hat, fasste dies prägnant zusammen:

>>"Im Westen denken die Leute, wir würden uns alle unter schwarzen Tschadors verstecken", "Dass wir unseren Männern gehorchen, dass wir nicht Auto fahren oder arbeiten gehen dürfen. Ich glaube, die Leute verwechseln uns mit Saudi-Arabien!"<< (Seite 102)

Abgesehen von den Menschen, die sehr viel Lebensfreude versprühen und zu jeder Zeit versuchen das Maximum für sich an Lebensqualität herauszuholen, kann die Autorin auch das Land ganz wunderbar vor Augen bringen. Der Iran, das ehemalige Persien, tiefe, historisch getränkte Geschichte über Königreiche, Handelsstraßen, Kultur, Dichter unvm. Habib, der mysteriöse Einlader hat nicht übertrieben. Das Schönste zum Schluss, die Stadt Schiraz. Lois gelingt es die Andersartigkeit der Heimatstadt der Dichter Hafis und Saadi zu beschreiben. Sie strahlt einen besonderen Esprit aus, eine gewisse Leichtigkeit und Freiheit, die den anderen Städten fehlt. Woran es liegt, kann wohl keiner sagen. Doch diese Stadt pulsiert anders.

Fazit:
Ich habe durch Lois Pryce viel gelernt und auch ich muss meine Meinung nun über den Iran und seine Menschen revidieren. Wie gerne würde ich in ihre Haut schlüpfen und nachfühlen und sehen, was sie erlebt hat. Ich bin sehr, sehr froh, dass man auch hier wieder bestätigt bekommt, dass wir nie Menschen und ihr Regime in den gleichen Topf werfen dürfen! Es ist wichtig aufgeschlossen zu bleiben, der negativen Dauerbeschallung von unseren Medien und der Politik nicht blind zu vertrauen und manchmal ein Risiko zu wagen, um so reich belohnt werden zu können wie Lois Pryce. 
Dies ist ein Buch, das große Aufmerksamkeit verdient hat, da es zur Völkerverständigung beiträgt und eines meiner großen Lesehighlight in 2018 ist. Absolute Leseempfehlung!

Kommentieren0
5
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 27 Bibliotheken

auf 9 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

Worüber schreibt Lois Pryce?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks