Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren ...

von Lois Pryce 
4,4 Sterne bei7 Bewertungen
Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren ...
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Ein absolut empfehlenswertes Buch. Lois Pryce nimmt uns mit auf eine lange Reise durch das echte Iran.

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Tiefe Einblicke in ein Land, von dem wir denken, viel zu wissen und in eine Kultur, die wir denken, nicht zu verstehen.

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Inhaltsangabe zu "Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren ..."

Eine Frau, ein Motorrad und die wagemutigste Reise ihres Lebens
Eines Tages entdeckt Lois Pryce in London einen Zettel an ihrem weitgereisten Motorrad: Eine persönliche Einladung in den Iran, ausgesprochen von einem Fremden namens Habib. Die Neugierde der Abenteurerin ist geweckt. Dass Frauen im Iran offiziell gar kein Motorrad fahren dürfen ... und alle Bekannten ihr dringend davon abraten ... geschenkt! Ihre ebenso mutige wie überraschende Reise in den echten Iran kann beginnen: 5000 Kilometer mit Helm und Hidschab - und zahllosen unvergesslichen Begegnungen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783770166817
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:DuMont Reiseverlag
Erscheinungsdatum:05.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Kleeblatt2804vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein absolut empfehlenswertes Buch. Lois Pryce nimmt uns mit auf eine lange Reise durch das echte Iran.
    Auf der Suche nach dem echten Iran

    In London findet Lois eine Einladung an Ihrem Motorrad das echte Iran kennenzulernen. Eine Abenteuerin wie Lois kann die Einladung nicht vergessen. Habib hat den Fremden/der Fremden mit dem Zettel nach Shiraz zu seiner Familie eingeladen. Es dauert nicht lang und der Entschluss steht fest. Sie beantragt ein Visum für den Iran. Das Visum wird bewilligt, aber ohne Motorrad, im Iran fahren keine Frauen Motorrad. Die Reiseroute und die verschiedenen Menschen, die sie trifft sind lesenswert. Mit ihrem Bike bestückt mit Bargeld und dem Benzin im Tank macht sie sich auf, mit dem Ziel das echte Iran zu entdecken, ein Schlafplätze zu finden und eine Tankstelle zu erreichen. Dabei gerät sie neben viel Gastfreundschaft auch in sehr brenzlige Situationen. Allein das Ende endet zu schnell. Die letzten 50 Seiten wurden lieblos so schnell erzählt, der Stoff hätte für zwei weitere Bücher gereicht.

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine faszinierende Reise mit einer tollen Erzählerin.
    Ein spannender Einblick in ein fremdes Land

    Lois Pryce hat schon viele Touren mit ihrem Motorrad bewältigt, als ihr mitten in London jemand einen Zettel an ihr Gefährt klebt. Sie solle den Iran besuchen schreibt ein Habib, besonders seine Heimatstadt Shiraz, denn die Darstellung des Iran in den Medien und das Auftreten der iranischen Regierung spiegelten nicht die Bevölkerung wider. Nach längeren Überlegungen wagt Lois die Reise in den Iran und verwirklicht den Wunsch des Unbekannten- mit ihrem Motorrad fährt sie von der türkischen Grenze mit vielen Umwegen bis nach Shiraz und trifft dabei die unterschiedlichsten Menschen.
    Lois Pryces Buch „Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren...“ ist mehr als ein Reisebericht, es ist ein spannender und äußerst reflektierter Einblick in ein Land, dass man zumeist nur aus den Medien kennt und mit verschleierten Frauen, einer radikalen Regierung mit geistlichen Führern und dem Atomprogramm in Verbindung bringt. Doch Lois Pryce bringt dem Leser die andere Seite des Iran nahe, die unglaubliche Offenheit und Freundlichkeit der Menschen, ihre kleinen Tricks, um das Leben unter dem strengen Regime leichter zu machen, aber auch die ständige Bewachung und Kontrolle durch den Staat, der häufig in die Privatsphäre eindringt und besonders Frauen einschränkt. Beim Lesen entsteht unweigerlich der Wunsch, dieses abwechslungsreiche Land mit seinen unterschiedlichen Menschen kennenzulernen. Und eins zeigt die Erzählung von Lois Pryce ganz deutlich, DEN Iran gibt es nicht. Die Menschen und die Regierung sind nicht identisch, sollten nicht in einen Topf geworfen werden. Wie in allen Ländern gibt es verschiedene Bevölkerungsgruppen, Stämme und Untereinheiten, die unterschiedlich Leben und verschiedene Vorstellungen davon haben, wie es dem Iran besser gehen könnte. Doch eins hatten fast alle Menschen gemeinsam, die die Autorin getroffen hat: Sie wollten ihr die schönen Seiten ihres Landes näher bringen und zeigen, dass die Darstellung ihres Landes in den westlichen Medien nicht ausreicht. Irgendwie wirkte es oft, als wollten sie auch wieder gut machen, wie radikal ihre Regierung in der öffentlichen Diskussion auftritt und zeigen, dass sie eben anders sind.
    „Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren... Was passierte, als ich es trotzdem tat“ ist ein faszinierendes Buch über ein fremdes Land, das die meisten westlichen Zeitungsleser durch eine bestimmte, eher negative Perspektive sehen. Lois Price zeigt, dass viel mehr in diesem Land steckt, als man oberflächlich zu wissen glaubt und dass es eine Reise wert ist. Besonders die Menschen, die sie dort getroffen hat, waren diese Reise wert.

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    monerls avatar
    monerlvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Sollte jeder lesen, damit die Empathie den Menschen gegenüber wächst + den Leuten verhilft zwischen Menschen + einem Regime zu unterscheiden
    Dieses Buch öffnet Augen und Herz!

    Dieses Buch ist wahrlich eine Offenbarung! Es öffnet die Augen und macht deutlich, wie negativ die Berichterstattung über den Iran in unseren Zeitungen, im Fernsehern und im Netz ist. Kaum fällt das Wort Iran, werden wir von einem negativen Gefühl und von schlechten Gedanken und Geschichten überflutet. Und doch wissen wir eigentlich nichts über die Menschen, die dort Leben, wer sie sind, wie sie sind, wie sie leben und wie sie über den Westen denken.

    Lois Pryce hat sich aufgrund einer ungewöhnlichen Einladung, die an ihr Motorrad gepinnt war, auf den Weg in den Iran gemacht, um zu erkunden, ob der Einlader recht hat mit seiner Behauptung:

    "... WIR SIND KEINE TERRORISTEN!!! Bitte kommen Sie in meine Stadt Schiraz. Sie gilt überall als die freundlichste Stadt Irans, sie ist die Stadt der Dichtkunst und des Weins!!! Ihr persischer Freund Habib" (Seite 12)

    Lois fasst Mut, stürzt sich in die Bürokratie für die Visabeantragung und schließlich betreten ihre Füße tatsächlich iranischen Boden. Und ihr Motorrad hat sie auch dabei. Nun blickt sie nach vorne. Sie hat ein paar Wochen, in denen sie Land und Leute erforschen und kennenlernen kann. Sie ist zuversichtlich, aber so ganz konnte sie die Sorgen und Warnungen der Mitmenschen, denen sie über ihren Trip in den Iran berichtet hat, nicht abschütteln.

    Gegen alle Voraussagen, brennt nach 4 erlebnisreichen Wochen ihr Herz für dieses Land und seine Menschen. Sie möchte in die Welt hinausposaunen, welch Woge der Menschlichkeit sie überrollt hat, die sie "in dieser Form nirgends auf der Welt erlebt hat." (Seite 314). Wie fantastisch muss es sein, wenn man am Ende einer Reise sagt:

    "Der Iran hatte mich auf eine essenzielle Weise verändert. Das Land hatte Hirn, Herz und Seele bei mir neu ausgerichtet, und das ist sicherlich das beste Resultat eines Abenteuers." (Seite 315)

    Nachdem ich es mir als virtuelle Sozia auf dem Rücksitz des Motorrads gemütlich gemacht habe, war ich begeistert von den Menschen, ihrer Aufgeschlossenheit und Gastlichkeit, denen die Autorin begegnet war. Obwohl sie permanent auf dem Präsentierteller stand, eine ausländische, motorradfahrende Frau mit leuchtend roten Haaren, wurde sie die meiste Zeit weder angefeindet noch gemieden oder attackiert. Bis auf drei negative und recht gefährliche Vorfälle, wurde alles dafür getan, um ihr den Aufenthalt so schön und angenehm wie möglich zu machen.

    Eine weitere sehr positive Erfahrung für Lois als auch für mich war, dass sie ihre Vorstellung von iranischen Frauen revidieren musste. Sie waren keineswegs unterdrückte und kuschende Frauen. Eine Menge ist gebildet, berufstätig, arbeiten in gehobenen Berufen wie Ärztinnen und Anwältinnen. Im Iran studieren mehr Frauen als Männer. Shirin, eine Frau, die Lois kennengelernt hat, fasste dies prägnant zusammen:

    >>"Im Westen denken die Leute, wir würden uns alle unter schwarzen Tschadors verstecken", "Dass wir unseren Männern gehorchen, dass wir nicht Auto fahren oder arbeiten gehen dürfen. Ich glaube, die Leute verwechseln uns mit Saudi-Arabien!"<< (Seite 102)

    Abgesehen von den Menschen, die sehr viel Lebensfreude versprühen und zu jeder Zeit versuchen das Maximum für sich an Lebensqualität herauszuholen, kann die Autorin auch das Land ganz wunderbar vor Augen bringen. Der Iran, das ehemalige Persien, tiefe, historisch getränkte Geschichte über Königreiche, Handelsstraßen, Kultur, Dichter unvm. Habib, der mysteriöse Einlader hat nicht übertrieben. Das Schönste zum Schluss, die Stadt Schiraz. Lois gelingt es die Andersartigkeit der Heimatstadt der Dichter Hafis und Saadi zu beschreiben. Sie strahlt einen besonderen Esprit aus, eine gewisse Leichtigkeit und Freiheit, die den anderen Städten fehlt. Woran es liegt, kann wohl keiner sagen. Doch diese Stadt pulsiert anders.

    Fazit:
    Ich habe durch Lois Pryce viel gelernt und auch ich muss meine Meinung nun über den Iran und seine Menschen revidieren. Wie gerne würde ich in ihre Haut schlüpfen und nachfühlen und sehen, was sie erlebt hat. Ich bin sehr, sehr froh, dass man auch hier wieder bestätigt bekommt, dass wir nie Menschen und ihr Regime in den gleichen Topf werfen dürfen! Es ist wichtig aufgeschlossen zu bleiben, der negativen Dauerbeschallung von unseren Medien und der Politik nicht blind zu vertrauen und manchmal ein Risiko zu wagen, um so reich belohnt werden zu können wie Lois Pryce. 
    Dies ist ein Buch, das große Aufmerksamkeit verdient hat, da es zur Völkerverständigung beiträgt und eines meiner großen Lesehighlight in 2018 ist. Absolute Leseempfehlung!

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor einem Jahr
    ‚Man kann nur dann wirklich reisen [].'

    ‚Man kann nur dann wirklich reisen, wenn man loslässt und annimmt, was jeder Ort zu bieten hat, ohne ihn in eine bekannte Schablone pressen zu wollen.‘ (Freya Stark)

    Die Umstände, die Lois Pryce in den Iran führten, waren recht merkwürdig: Sie hatte ihr Motorrad im Londoner Stadtteil Kensington geparkt und fand bei der Rückkehr daran einen Zettel von einem gewissen, ihr unbekannten Habib, der ihr eine Motorradreise nach Schiraz ans Herz legte, damit sie sein Land vor Ort und jenseits der gängigen Vorurteile gegenüber dem Iran kennenlernen kann.

    In der Folge beschäftigt sich Pryce intensiver mit dem Land und beschließt letztendlich, sich auf den Weg in den Iran zu machen und sich selbst von der von Habib angepriesenen Schönheit des Landes zu überzeugen.

    Sie erhält problemlos ein Visum, aber keine Erlaubnis, mit dem Motorrad einzureisen, so dass sie einen Trick anwenden muss. Und schließlich betritt sie iranischen Boden und reist auf ihrem Motorrad quer durchs Land.

    Mir hat ‚Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren... Was passierte, als ich es trotzdem tat‘ sehr gut gefallen, obwohl ich den Titel des Buches sehr sperrig und wenig ansprechend finde. Da ich aber schon viel über den Iran gelesen habe und sehr interessiert an dem Land und seinen Bewohnern bin, habe ich das Buch trotzdem gelesen.

    Pryce erzählt auf einfache und unterhaltsame Weise von ihrer Reise, so dass man das Buch schnell lesen kann und von der ersten Seite an gefesselt ist. Dabei begleitet man die Britin bei der Lektüre durch Städte wie Täbriz, Teheran, Isfahan, Yazd, Schiraz und in verschiedene Landschaftsformen des Iran wie z.B. ins Elburs-Gebirge.

    Pryce‘ Buch ist eine gelungene Mischung aus Fakten, Freya Starks Reisebericht aus den 1930er Jahren, eigenen Erlebnissen und den Erzählungen von unterwegs getroffenen Personen. Pryce berichtet u.a. von Geschichte und Politik, Vorurteilen und Lernprozessen auf beiden Seiten, Alltag und gesellschaftlichen Besonderheiten wie tarof, Unsicherheit und Gefahren, Gefängnis und Geheimpolizei, Islam und Zoroastrismus, Gastfreundschaft und Aufeinanderprallen der Kulturen, Alkohol und Opium, Islamische und Grüne Revolution, Reza Schah Pahlavi und Ruhollah Chomeini.

    Neben den vielen Informationen über den Iran und die Iraner fand ich besonders gelungen, welche Wandlung Pryce durch ihre Iran-Reise durchgemacht hat, wie sie Vorurteile abgelegt hat und wie sie sich auf Land und Leute einlassen konnte.

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    CCS1749s avatar
    CCS1749vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Tiefe Einblicke in ein Land, von dem wir denken, viel zu wissen und in eine Kultur, die wir denken, nicht zu verstehen.
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    Buchstabenliebhaberins avatar
    Buchstabenliebhaberinvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Reisebericht über eine wagemutige Engländerin, die alleine mit dem Motorrad durch den Iran fährt, und allerlei Abenteuer erlebt.
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    LillySjs avatar
    LillySjvor 7 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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