Lojze Wieser

 4.3 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Der Geschmack Europas, Geschmacksverwandtschaften und weiteren Büchern.

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Zmaj Direndaj auf der Suche nach dem Hochzeitsgeschenk für den Drachan Ararat

Erscheint am 31.03.2019 als Hardcover bei Drava.

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Die Zunge reicht weiter als die Hand

Die Zunge reicht weiter als die Hand

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Erschienen am 01.06.2004
Der Geschmack Europas

Der Geschmack Europas

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Erschienen am 10.08.2018
Geschmacksverwandtschaften

Geschmacksverwandtschaften

 (1)
Erschienen am 31.05.2009
Kochen unter anderen Sternen

Kochen unter anderen Sternen

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Erschienen am 27.09.2007
Europa Erlesen Dalmatien

Europa Erlesen Dalmatien

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Erschienen am 01.01.1998
Europa Erlesen Istrien

Europa Erlesen Istrien

 (1)
Erschienen am 01.01.1997

Neue Rezensionen zu Lojze Wieser

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Rezension zu "Der Geschmack Europas" von Lojze Wieser

Eine kulinarische Reise
Sikalvor 11 Tagen

Im wahrsten Sinne des Wortes ein geschmackvolles Buch. Wer allerdings denkt, hier ein Kochbuch im herkömmlichen Sinne vorzufinden, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Allerdings steckt das bereits im Titel – es handelt sich um ein Journal.

 

Und dennoch, ist es eines der besten Kochbücher – und das mit Auszeichnung. Aber der Reihe nach: Es handelt sich bei dem vorliegenden Werk um den zweiten Teil einer Reihe von Kochbüchern, die nicht einfach nur Rezept um Rezept abbilden und mit genauer Anleitung für das richtige Gelingen wiedergeben. Bereits der erste Band dieser Reihe wurde mit dem Titel „Bestes Kochbuch Europas […]“ Weltmeister.

 

Die Bücher entstehen beim Dreh einer Fernseh-Kochdokumentation als Nachlesewerk – eben als Journal. Das Buch ist eine Inspiration für die Sinne. Man spürt den Geschmack der beschrieben Speisen fast auf der Zunge – nicht weil man hier ein Rezept liest, sondern weil man hier Geschichten präsentiert bekommt und in diese eingebunden wird.

 

Es ist wie mit dem griechischen Wein, der am Strand so herrlich schmeckt, dass man sich kaum einen besseren vorstellen kann – zuhause angekommen und die erste Flasche geöffnet, weiß man nicht mehr, was man daran so toll gefunden hat. Es fehlt einfach die richtige Atmosphäre.

 

Und Atmosphäre vermittelt dieses Buch – es lässt die Leser eintauchen in die (nicht nur kulinarische) Welt der Rezepte. Land und Leute erzählen Geschichten, die es erst möglich machen, den Geschmack Europas auch zu verstehen. Man wird versetzt in die Gedankenwelt der Köche, wird Akteur in der Küche eines Landes, in dem man vielleicht noch nie war und das Essen beginnt selbst eine Geschichte zu erzählen.

 

Zugegeben, man muss sich schon in das Buch hineinlesen um die Rezepte zu finden – zwischen den einzelnen Geschichten der Köche, Hausfrauen oder eines Pferdefleischhauers versteckt. Zugegeben, man muss auch des Kochens mächtig sein, um mit diesen Rezepten arbeiten zu können – Anfänger in der Küche werden hier teilweise Schwierigkeiten haben, um mit den spärlichen Anweisungen zurechtzukommen.

 

Andererseits ist es aber genau das, was Kochen ausmacht – welche Hausfrau, welcher Hobbykoch kocht genau nach Anleitung? Ein wenig hiervon ein wenig davon – probieren, noch ein wenig würzen und schon hat man ein Gericht am Tisch, das allen schmeckt. Mit diesem Gedankengut sollte man auch an dieses Kochbuch herangehen.

 

Und vor allem: Lassen Sie die Geschichten auf sich wirken – denn so wie die Geschichten Atmosphäre bewirken, schmeckt Ihr Essen. Denken Sie an den griechischen Retsina … Gerne vergebe ich 5 Sterne für diesen kulinarischen Ausflug.

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Rezension zu "Geschmacksverwandtschaften" von Lojze Wieser

Küchentektonische Bruchlinien
Gospelsingervor 5 Jahren

Die Geschichte des Essens in Europa ähnelt der Geschichte der Sprachen. Die Küchen verändern sich hin zu einem Einheitsbrei; wie die kleinen Sprachen verschwinden auch die regionalen Rezepte zusehends. „Nicht das Bessere, sondern das Stärkere setzt sich durch.“ Leider.

Jeder von uns hat durch seine Erinnerungen an die Gerichte seiner Kindheit und auf Reisen eine persönliche europäische Tafel.

Europa besitzt „küchentektonische Bruchlinien und Lebensmittelscheiden“ (z.B. Butter – Olivenöl), die dafür sorgen, dass grundsätzlich ähnliche Gerichte regional unterschiedlich zubereitet werden. Auch gesellschaftliche Veränderungen, Kriege und Fremdherrschaft haben ihre Spuren in den Küchen hinterlassen.

Wobei die Änderungen nicht immer positiv sind. Gegen Missbrauch und Profitgier, gegen gesundheitliche Gefährdungen durch Nahrungsmittel und gegen Monopole und Zölle muss man angehen. Dringend.

Das Menü im Buch umfasst 10 Kapitel, es handelt sich also um ein herrlich üppiges Mahl mit einer Vielzahl von unterschiedlichen europäischen Gerichten.
Aufgelockert werden die Rezepte durch Texte mit Erinnerungen und mit Informationen über die Gerichte, wie Herkunft und Zubereitung.

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Rezension zu "Kochen unter anderen Sternen" von Lojze Wieser

Nichts für Vegetarier
Gospelsingervor 5 Jahren

Überall auf der Welt werden Bohnen gegessen, aber nirgends stellen sie eine eigene Speise dar – außer in der Heimat des Autors, wo seine Mutter Bohnen, Zwetschgenmarmelade und Milch auf den Tisch gestellt hat, die Bohnen also zur Hauptsache wurden.

In diesem Buch wimmelt es von ungewohnten Begriffen und Bezeichnungen. Manche Stellen wirken wie aus der Zeit gefallen, wenn z.B. „Hadnmehl gelunden“, den Holzfällern „Frigga“ mitgegeben und ein Hexenei verzehrt wird.

Für Vegetarier ist dieses Buch nichts, denn es geht hier um traditionelle Küche – wobei traditionell so ziemlich überall auf der Welt ein anderes Wort für „fleischlastig“ zu sein scheint – und auch die Schlachtung und Verwertung eines Schweins wird beschrieben.
Vom Schwein wurde alles, aber auch wirklich alles, verwendet (selbst die vermeintlich unappetitlichen Teile) und zu Würsten, Pastete und Sülze verarbeitet.

Mit den Gerichten verbinden sich die Kindheits- und Reiseerinnerungen des Autors, und beim Lesen wird man ganz neidisch auf all diese Genüsse.

Genuss spielt überhaupt eine große Rolle in diesem Buch, und so ist auch immer wieder die Qualität des Fleisches und generell der Lebensmittel ein Thema. So waren z.B. früher in der Wurst noch die einzelnen Bestandteile (und damit auch die Qualität) sichtbar, während heute alles durch den Fleischwolf gedreht wird. Von den ganzen Zusätzen einmal ganz zu schweigen.

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