Lojze Wieser Kochen unter anderen Sternen

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Inhaltsangabe zu „Kochen unter anderen Sternen“ von Lojze Wieser

Wie die Literatur gehören für Lojze Wieser auch das Kochen und die Speisenbereitung zu den Eckpfeilern der jeweiligen Kulturen. Der Autor und Verleger führt uns nicht nur zu entlegenen Speisen sondern auch in die prägenden Orte seiner Kindheit. Er spürt nach, wie die regional bedingte Einfachheit der Zubereitung zu einer erhaltenswerten Vielfalt verknüpft wird. Da wird von Ponzgern und Zwetschken erzählt, vom Lardo und der Frigga, vom Speck und der Polenta, vom Haidenschmalzmus und Haidenwickel, von Olivenöl und Mäusen, von Austern und Äpfeln und von Hexen und Eiern. Da wird geschlachtet, geteilt, faschiert, gekocht, gegart, gesotten und gebraten. Der Kopf wird zu Meischerln und Sulzen, das Fett zu Grammeln und Schmalz, der Knoblauch zum Auszug, das Blut zur Hodla, die Lunge zum Lingerl und Kutteln zum Fleck verkocht.

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  • Nichts für Vegetarier

    Kochen unter anderen Sternen
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    27. January 2014 um 03:45

    Überall auf der Welt werden Bohnen gegessen, aber nirgends stellen sie eine eigene Speise dar – außer in der Heimat des Autors, wo seine Mutter Bohnen, Zwetschgenmarmelade und Milch auf den Tisch gestellt hat, die Bohnen also zur Hauptsache wurden. In diesem Buch wimmelt es von ungewohnten Begriffen und Bezeichnungen. Manche Stellen wirken wie aus der Zeit gefallen, wenn z.B. „Hadnmehl gelunden“, den Holzfällern „Frigga“ mitgegeben und ein Hexenei verzehrt wird. Für Vegetarier ist dieses Buch nichts, denn es geht hier um traditionelle Küche – wobei traditionell so ziemlich überall auf der Welt ein anderes Wort für „fleischlastig“ zu sein scheint – und auch die Schlachtung und Verwertung eines Schweins wird beschrieben. Vom Schwein wurde alles, aber auch wirklich alles, verwendet (selbst die vermeintlich unappetitlichen Teile) und zu Würsten, Pastete und Sülze verarbeitet. Mit den Gerichten verbinden sich die Kindheits- und Reiseerinnerungen des Autors, und beim Lesen wird man ganz neidisch auf all diese Genüsse. Genuss spielt überhaupt eine große Rolle in diesem Buch, und so ist auch immer wieder die Qualität des Fleisches und generell der Lebensmittel ein Thema. So waren z.B. früher in der Wurst noch die einzelnen Bestandteile (und damit auch die Qualität) sichtbar, während heute alles durch den Fleischwolf gedreht wird. Von den ganzen Zusätzen einmal ganz zu schweigen.

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