Lola Lafon Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte

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Inhaltsangabe zu „Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte“ von Lola Lafon

1976, mit vierzehn Jahren, betritt sie erstmals olympisches Parkett – und versetzt die Welt in Staunen. Die kleine Rumänin Nadia Comăneci stellt alles auf den Kopf: das Computersystem der Punktetafel, das die perfekte 10.0 nicht anzeigen kann, die Fronten des Kalten Kriegs, die im Turnsport wie in der Politik zwischen der USA und der Sowjetunion verlaufen. Lola Lafon erzählt die Stationen eines unglaublichen Lebens und den Mythos: von dem Wunderkind, dessen Körper die Sehnsucht nach der ewigen Jugend weckt. Davon, wie Ceaușescu sie zur „Heldin der sozialistischen Jugend“ macht. Vom Drill ihres Trainers, dem sie sich unterwirft, auf der Suche nach der perfekten Bewegung. Wer ist diese Frau wirklich? Lola Lafon trägt die Schichten ab, sie demontiert den Mythos, und erzählt das hoch dramatische Leben einer Ausnahmesportlerin – wie es gewesen sein könnte. Ein sprachlicher Parforceritt, vielstimmig und unwiderstehlich rhythmisch.

Eine große Enttäuschung!

— Sophiiie

Ein Werk, das an Unverschämtheit kaum übertroffen werden kann – und das ist leider kein witzig gemeinter Werbeslogan.

— Tialda

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  • Eine Anmaßung

    Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte

    R_Manthey

    24. June 2015 um 11:03

    Nadia Comaneci war einst die beste Turnerin der Welt. Ein Platz im Olymp der Turnerinnen wird ihr auf ewig sicher sein. Zunächst dachte ich, dieses Buch wäre eine Art biografischer Roman, der vorsichtig versuchen würde, dieser außergewöhnlichen Sportlerin und den Geheimnissen ihrer Erfolge auf die Spur zu kommen. Doch schon der Titel verwirrt. Comaneci war nie wirklich eine überzeugte Kommunistin. Wenn es so gewesen wäre, hätte man schließlich selbst in diesem Text etwas davon erfahren können. Aber man findet kein Wort dazu. Und gelächelt hat sie sehr wohl, wenn auch nicht gerade häufig. Ihre grandiosen Balken- oder Stufenbarrenküren bei den Olympischen Spielen von 1976 kann leicht im Internet finden. Dort sieht man sie hinterher nicht nur lächeln, sondern man kann sich auch davon überzeugen, dass sie sehr wohl sofort verstanden hatte, dass sie die Supernote 10.0 erhielt, obwohl 1.0 auf der Anzeigentafel stand. Liest man dann, was die Autorin dazu in ihrem Buch erfindet, dann kann man schon Zweifel an ihrem Sachverstand bekommen. Die "Handlung" dieses Romans basiert auf ein paar Büchern und Zeitschriftenartikeln über die Comaneci und vielleicht auch auf Berichten des berüchtigten rumänischen Geheimdienstes. Aber da kann man sich, wie bei vielem in diesem Buch, schon nicht mehr wirklich sicher sein. Dass es nicht mehr ist, merkt man schnell, wenn man das Buch aufmerksam genug liest. Da das Material für eine differenzierte Betrachtung viel zu dünn ist, bemüht sich die Autorin nach Kräften mit zahlreichen sprachlichen Verrenkungen und anderen Tricks den Eindruck tiefer gehender Einsichten zu erzeugen. Wenn ich es richtig verstanden habe, besaß die Autorin nie einen Kontakt zu Comaneci. Dennoch findet man in ihrem Buch fiktive Dialoge mit ihr, die genau den gegenteiligen Eindruck erzeugen sollen. Obwohl man zu Beginn kleinlaut darauf hingewiesen wird, dass es sich dabei um die Ausgeburt angeblicher schriftstellerischer Freiheit handelt, muss man diesen Kniff als grenzwertige Anmaßung auffassen, die nicht nur die Füllmasse des Textes vergrößert, sondern auch einen völlig falschen Eindruck vermittelt. So mit einer lebenden Person umzugehen, offenbart mangelnden Respekt. Die Autorin kritisiert zu recht, wie die geisteskranken rumänischen Machthaber damals Nadia Comaneci für ihre Zwecke benutzt und instrumentalisiert haben. Im Grunde macht die Autorin aber auch nichts anderes, wenngleich die Dimensionen natürlich erheblich kleiner sind. Wenn man erwartet, dass man mit diesem Buch mehr über das sicher nicht einfache Innenleben und die Gefühlswelt der Comaneci erfahren würde, dann sieht man sich getäuscht. Wie soll eine Autorin das auch wissen, wenn sie nie mit der Heldin ihres Buches geredet hat? Dieses Buch ist nichts weiter als der Versuch, eine bekannte und dünne Faktenlage sprachlich so aufzublasen, dass man den Eindruck gewichtiger Literatur bekommt. Dem Menschen, um den es hier geht, wird die Autorin dabei noch nicht einmal in einer ersten Annäherung gerecht. Zu einseitig und zu oberflächlich ist ihre Herangehensweise. Vielleicht mag es dem einen oder anderen Leser dennoch gefallen, weil es wenigstens die wenigen Fakten einigermaßen deutlich macht und dabei das Leben in der Endzeit des sozialistischen Rumänien leidlich akzeptabel schildert. Wer davon bisher wenig wusste, dem bietet dieser Roman viel Anschauungsunterricht über das, was man damals als lichte Zukunft der Menschheit preisen ließ.

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  • Eine große Enttäuschung!

    Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte

    Sophiiie

    04. February 2015 um 14:15

    Inhalt Nadia Comăneci ist eine der größten Turnerinnen der Geschichte. Mit nur 14 Jahren gewann die Rumänin die Goldmedaille bei den olympischen Spielen 1976 in Montreal.Sie war die erste überhaupt die mit der Höchstnote 10,00 bewertet wurde, sodass es nicht einmal die Punktetafel anzeigen konnte. Doch was steckt hinter dem Phänomen Nadia? Meinung Das Buch habe ich von meiner Mutter zu Weihnachten bekommen. Das Cover hat mir auf Anhieb gut gefallen, auch der Inhalt hat mich angesprochen. Die Mischung Biografie- Roman mag ich sehr gerne! Auch mit dem Schreibstil der Autorin bin ich gut klar gekommen ,nur mit dem Aufbau des Buches bin ich so gar nicht warm geworden.Die Autorin Lola Lafon hat Nadias Geschichte nacherzählt und ihre Meinung dazu gesagt, finde ich auch noch ok aber auf die Kapitel folgt immer ein erfundener Dialog zwischen Nadia und der Autorin. Diese sind einfach immer gleich abgelaufen: Autorin fragt Nadia etwas- Nadia antwortet und sagt ihre Meinung- Autorin glaubt Nadia nicht und erklärt Nadias Geschichte für gelogen. Für was gibt es dann diese Dialoge , wenn Nadia sowieso nicht richtiges sagen kann?! Außerdem gab es so viele Wiederholungen von Nadjas Karierehöhepunkten, dass ich am Schluss, dass ich am Schluss die ganzen Fakten schon auswendig wusste, obwohl ich mich davor nie mit dem Thema auseinander gesetzt habe. Wenn ich schon Kritik übe, muss ich schon alles sagen. Ich finde, wenn man sich nicht näher mit der rumänischen Geschichte befasst hat, wird es mit dem Verständnis der letzten hundert Seiten sehr schwer.Es tauchen auf einmal zu viele neue Namen auf und unzusammenhängende Geschichten. Also konnte mich leider auch das Ende nicht mit dem buch versöhnen. Fazit Ein Buch das mich leider sehr enttäuscht hat. Die Grundidee war eigentlich gut, aber was daraus gemacht wurde nicht!2 von 5 Sterne

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  • Echt dreist ...

    Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte

    Tialda

    Rezension: Als ich durch Zufall über Lola Lafons “Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte” stolperte, faszinierte mich zuerst der Titel in Verbindung mit dem Bild des ernst aussehenden Mädchens. Die Turnerin Nadia Comăneci kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht, ebenso wenig hatte ich mich mit dem Thema Leistungssport hinter dem eisernen Vorhang auseinandergesetzt – der Klappentext schien aber auf ein fesselndes und interessantes Buch hinzuweisen. Noch bevor die Geschichte beginnt, findet man einen Hinweis der Autorin, dass es sich um eine fiktive Geschichte handelt, die auf Tatsachen wie Daten, Orten und Schlüsselereignissen basiert. Im Buch gebe es einen Austausch zwischen Autorin und Turnerin, welcher erfunden sei. Ich hatte zwar mit einer Art Biografie gerechnet, begann aber trotzdem, vorbehaltlos zu lesen. Der Schreibstil der Autorin ist zwar nichts außergewöhnliches, aber immerhin flüssig, und zu Anfang war die Story für mich, als kompletten Themenneuling, tatsächlich recht interessant. Die dauerhaft angespannte Stimmung, der völlig übertriebene Ehrgeiz des Trainers, der diesen auf seine Musterschülerin Nadia überträgt, die politischen Hintergründe – der Osten der 70er ist grau, trostlos und alle stehen unter Druck. Zudem erschütterte mich, dass Nadia, als sie älter wird und weibliche Formen bekommt, als fett und unförmig bezeichnet wird … Niemand kann für immer ein Kind bleiben … Doch dann schreitet die Geschichte weiter fort und es kommen die Dialoge zwischen Autorin und der mittlerweile erwachsenen Nadia ins Spiel und ich dachte mir nur noch “Oh Gott… was für eine unausstehliche, arrogante Person…”. Kurzzeitig vergaß ich, dass dieser Austausch fiktiv ist – und der lässt die ehemalige Turnerin verdammt schlecht dastehen. Sie wird als vollkommen von sich selbst überzeugt und exzentrisch dargestellt. Als eine verzogene, dumme Frau. Um herauszufinden, wer diese unangenehme Person denn war (ich ging davon aus, dass es sich um das Leben einer bereits verstorbenen Person handelt) begann ich zu recherchieren und stellte fest: Nadia Comăneci lebt ja noch. Also las ich mir das Vorwort noch einmal ganz genau durch, ob ich auch alles richtig verstanden hatte und war dann dezent entsetzt… Es ist ja schon sehr dreist, sich über eine Person, die noch am Leben ist, eine Story auszudenken und dann auch noch Dialoge zu erfinden, in denen diese Person nicht gut wegkommt. Ich konnte bei meinen Recherchen weder herausfinden, ob Frau Comăneci dem zugestimmt hat noch ob sie überhaupt etwas von dem Buch weiß. Darf man so etwas, selbst wenn es als fiktiv ausgezeichnet ist, eigentlich veröffentlichen? Zu guter Letzt driftet das Werk nach der ersten Hälfte auch noch durch Wiederholungen und ‘sich-im-Kreis-drehen’ in die Langweiligkeit ab – natürlich nicht, ohne weitere fiktive Diskussionen, die die Protagonistin dumm dastehen lassen. Empfehlen würde ich das Buch auch trotz der relativ ‘okayen’ ersten Hälfte nicht – ich finde das Ganze, trotz dem interessanten Anfang, einfach unendlich frech. Fazit: Ein Werk, das an Unverschämtheit kaum übertroffen werden kann – und das ist leider kein witzig gemeinter Werbeslogan.

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