Lone Theils

 4 Sterne bei 117 Bewertungen

Lebenslauf von Lone Theils

Ein weiteres Beispiel für Dänemarks brillante Krimischmiede: Lone Theils wird 1971 geboren und arbeitet mehr als 15 Jahre lang als Auslandskorrespondentin für eine dänische Zeitung in London. Anfang 2016 kehrt sie nach Dänemark zurück, um sich auf ihre Karriere als Schriftstellerin zu konzentrieren. Ihr erster Roman, der Krimi „Das Mädchen von der Englandfähre“, erscheint 2015 im dänischen Original und avanciert schnell zum Bestseller. Das Buch wird in über zehn Länder verkauft, darunter Deutschland, wo es 2017 erscheint. Der Krimi stellt den Auftakt zu einer Reihe um die Protagonistin Nora Sand dar. Diese hat viel mit der Autorin gemeinsam: Genau wie Theils ist auch Sand als Journalistin für eine dänische Zeitung in London tätig. Bei ihrer Arbeit fällt ihr ein Foto von zwei dänischen Mädchen in die Hände, die 1985 bei einer Überfahrt nach England spurlos verschwanden. Sand beginnt zu recherchieren und lernt den verurteilten Frauenmörder Bill Hix kennen. Doch als diesem die Flucht aus dem Gefängnis gelingt, gerät Sand in große Gefahr. Neben den beruflichen Gemeinsamkeiten teilt Lone Theils mit ihrer Protagonistin zudem die Leidenschaft für’s Kickboxen, außerdem liebt sie das Reisen und Kochen.

Alle Bücher von Lone Theils

Das Meer löscht alle Spuren

Das Meer löscht alle Spuren

 (66)
Erschienen am 24.04.2018
Die Mädchen von der Englandfähre

Die Mädchen von der Englandfähre

 (49)
Erschienen am 19.05.2017
Die Mädchen von der Englandfähre

Die Mädchen von der Englandfähre

 (2)
Erschienen am 19.05.2017

Neue Rezensionen zu Lone Theils

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Engelchen07s avatar

Rezension zu "Die Mädchen von der Englandfähre" von Lone Theils

Ein Koffer voller Geheimnisse
Engelchen07vor 3 Monaten

Die Journalistin Nora Sand kauft für ihr Wohnzimmer einen alten, abgenutzten Koffer. Leider kann sie vor dem Kauf nicht sehen was darin ist, weil das Schloss klemmt. Aber sie will ihn trotzdem haben und nimmt ihn mit. Daheim angekommen öffnet sie den Koffer. Ihr fällt ein Foto in die Hände auf dem 2 Mädchen zu sehen sind. Ihr kommen die Mädchen bekannt vor.

Kurze Zeit später weiß Nora woher sie die Mädchen kennt. Ein letztes Foto von den beiden wurde im TV gezeigt in einer Sendung die Cold Cases behandelt, doch das Foto das Nora hat, ist definitiv noch später aufgenommen worden!

Nora setzt sich mit dem früheren Kriminalkommissar in Verbindung, der diesen Fall bearbeitet hat. Die beiden dänischen Mädchen Lulu und Lisbeth sind 1985 verschwunden und seither fehlt jede Spur von ihnen. Doch Nora gibt nicht so schnell auf und recherchiert auf eigene Faust. Sie stößt auf Hinweise welche mit einem Serienmörder in Verbindung gebracht werden. Sind Lulu und Lisbeth auch ein Opfer von ihm?

Tolles Buch. Ich fand es von Anfang an bis zum Schluß hin sehr spannend und fesselnd. Ich kann es nur jedem empfehlen, der auf Spannung und Cold Cases steht!

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die Mädchen von der Englandfähre" von Lone Theils

Zwei verschwundene Mädchen und ein inhaftierter Frauenmörder
Bellis-Perennisvor 4 Monaten

Als die dänische Journalisten Nora Sand einem spontanen Gefühl nachgibt und einen alten Koffer bei einem Trödler kauft, weiß sie noch nicht, auf welches brisante Material sie hier stoßen wird. Der Koffer enthält nämlich alte vergilbte Fotos von jungen Mädchen und den Namen eines Frauenmörders.

 

Nora beginnt zu recherchieren und entdeckt, dass zwei der Mädchen, Lisbeth und Lulu, vor Jahren von der Fähre Dänemark – England verschwunden sind. Nach und nach dringt die Journalistin tiefer in die Welt des Bill Hix ein, der in einem englischen Gefängnis seine Haftstrafe – lebenslang – absitzt. Bald ist ihr klar, dass Hix nicht allein für alle Morde verantwortlich sein kann und Hilfe gehabt haben muss. Denn einige Morde sind nach seiner Verurteilung verübt worden. Ein Trittbrettfahrer? 


Meine Meinung:

 

Dies ist der erste Krimi rund um die Journalisten Nora Sand von Lone Theils.

Die Idee finde ich gut, denn jedes Jahr verschwinden Dutzende Jugendliche. Meistens tauchen sie nach einer Zeit wieder auf, aber manche bleiben verschollen. Die Tragödie, die sich in den Familien abspielt möchte ich mir gar nicht vorstellen.

In diesem Fall stammen die verschwundenen Mädchen aus einer sozialen Einrichtung und es scheint, als ob die Fahndung nach ihnen nur halbherzig ausgerufen worden ist. Lediglich ein Mitarbeiter von Scotland Yard hat sich der Suche nach den Mädchen verschrieben.

Mich lässt der Krimi ein wenig zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite versucht die Autorin die Polizeiarbeit möglichst wirklichkeitsnah zu schildern und andererseits hat dann eine junge Journalistin die zündende Idee. Der Zufall kommt Nora hin und wieder zu häufig zu Hilfe.

Das Ende ist ein wenig überraschend und spektakulär.

Die Charaktere haben alle so ihre Ecken und Kanten. Nora wirkt manchmal wie ein trotziges Kind auf mich. Dabei sollte sie ja langjährige Erfahrungen in Stresssituationen haben. Auch der Umgang mit Andreas ist für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig.

 

Fazit:

 

Das Verschwinden von Jugendlichen ist ein durchaus spannendes Thema und verdient hier 4 Sterne..


Kommentare: 2
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Tini2006s avatar

Rezension zu "Die Mädchen von der Englandfähre" von Lone Theils

Mittelprächtiger Thriller mit vielen Zufällen
Tini2006vor 4 Monaten

Zwei Teenager-Girlies verschwinden bei einem Ausflug von einer Fähre. Viele Jahre später gerät die dänische Journalistin  Nora, die in London als Korrespondentin arbeitet, an einen Koffer, in dessen Inneren sich Fotos von Mädchen befinden - darunter auch von den verschwundenen Teenagern. Der Koffer hat einem berühmten Serienmörder gehört, findet Nora heraus, und beißt sich an dem Fall fest. Sie stößt auf Ungereimtheiten, bekommt alsbald Drohungen und sieht sich selbst auf Listenplatz 1 der Abschussliste von Bill Hix, diesem Serienmörder, den sie sogar für ein Interview treffen darf.

Nora kennt die richtigen Leute und hat überall Bekanntschaften. Das ist für eine Journalistin nicht so ungewöhnlich, fällt aber hier schon extrem auf. Vor allem, dass diese ZUFÄLLIG auch immer an den richtigen Posten und ihr weiterhelfen können. 70 % aller Freunde und Bekanntschaften sprechen sie mit "Süße" an. Ihr zweiter Name? :-)  Süß war aber an Nora eigentlich gar nichts. Sie ist eine recht toughe Frau, ehrgeizig, selbstständig, manchmal auch ziemlich zickig. Zudem weiß sie anscheinend in Liebesdingen nie so richtig, was sie will. Ja, ihr ahnt es schon - eine kleine Romanze mit emotionalen Hindernissen darf natürlich nicht fehlen. Praktischer Weise ist Andreas, das Objekt der Begierde, auch bei der Polizei und als Döne ZUFÄLLIG in London wegen einer Spezialausbildung beim FBI.

Ansonsten gibt es viele Böse, ein paar Semi-Böse und ein paar gute Seelen. Bill Hix ist natürlich sehr böse: er tötet ein Mädchen nach dem anderen, veräppelt die Polizei, gibt sich selbst im Gefängnis geheimnisvoll. Unterstützt wird er von jemanden, der genauso böse ist. Haben die beiden sich damals zufällig getroffen? Spontan ineinander verliebt? Oder wie war das damals genau, der Beginn dieser doch recht unerwarteten Komplizenschaft? - Die Autorin lässt uns hier auf ewig im Ungewissen.
Dann gibt`s einen mit Verbindungen zur Unterwelt, der die Mädchen früher kannte und eines davon immer beschützen wollte. Gleichzeitig soll er an einer Vergewaltigung beteiligt gewesen sein. - War er nun, oder war er nicht? Das hätte mich schon interessiert. Fehlanzeige, wir erfahren es nie.
Zu guterletzt gibt es noch das Unschuldslamm, das - weil etwas unterbelichtet - alles mitmacht und erträgt und am Ende nicht einmal für all dieses Leid belohnt wird. Ein eleganter Weg der Autorin, die heikle Frage zu umgehen, inwiefern das Unschuldslamm nun doch eine Mitschuld an den Morden trägt.

Überhaupt ist die Autorin höchst begabt darin, Punkte einfach unter den Tisch fallen zu lassen, wenn sie sich nicht einfach recherchieren ließen oder heikel waren. Gefängnisausbruch? - Ging halt irgendwie, das müsse mit der Sicherheitsfirma geklärt werden. Verschwinden von der Fähre? - Ging auch irgendwie, wird aber nie wirklich geklärt usw.
Insgesamt lesbar und unterhaltsam, aber nicht wirklich die hohe Kunst des Thriller-Schreibens.


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