Ich mag die Bücher aus der Feder von Alexa Lor / Loraine Aksander. Mit „Innere Zerrissenheit“ setzt sie die Reihe um die Wolves & Angels fort und es stand für mich außer Frage, dass ich auch Quentins und Pharrels Geschichte lesen werde.
Der erste Satz:
Mit jedem Schritt den schmalen Flur entlang, der Quentin dem Ziel näher brachte, schnürte sich ihm die Kehle weiter zu.
Bei seinen bisherigen Auftritten in den vorangegangenen Bänden hat sich Quentin nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Mir war er durch sein Verhalten ehrlich gesagt eher unsympathisch. Im Nachhinein betrachte bekommt man von ihm, vor diesem vierten Band, nur einen klitzekleinen Ausschnitt zu sehen. Quentin ist viel mehr als der ätzenden Bandcollege, als den man ihn in Cams Geschichte kennenlernt. Er ist ein Mensch ohne Anker, der mit sich ringt, der Angst hat, nicht die richtigen Entscheidungen treffen zu können und damit die wenigen Bezugspersonen, die er hat, zu verlieren. In „Innere Zerrissenheit“ geht es deswegen auch vorrangig um sein privates Leben, die Band tritt eher in den Hintergrund. Ganz außen vor gelassen werden die Grave Angels allerdings nicht, denn auch dort gibt es einige spannende Entwicklungen.
Loraine Aksander hat es mit diesem Teil geschafft meine Einstellung zu Quentin komplett über den Haufen zu werfen und ins Positive zu kehren. Ich mag ihn, mit seiner Hilflosigkeit, den Zweifeln, mit seiner Loyalität gegenüber allen, die ihm wichtig sind, und auch seiner Blindheit was Pharrell anbelangt. Es hätte so einfach und perfekt sein können.
Für mich war „Innere Zerrissenheit“ nicht ganz so stark wie der Vorgängerband über die Zwillinge, trotzdem hat es die Autorin mit Quentin und Pharrell wieder geschafft mir wundervolle Lesestunden zu bescheren. Für alle, die bisher schon gerne in die Welt der „Wolves & Angels“ eingetaucht sind, spreche ich deswegen sehr gerne eine Leseempfehlung aus. Lernt Quentin richtig kennen!









