Lorenz Gallmetzer Süchtig

(10)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 9 Rezensionen
(4)
(3)
(1)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Süchtig“ von Lorenz Gallmetzer

Lorenz Gallmetzer war jahrelang ORF-Korrespondent in Washington und Paris, und er war Alkoholiker. In Kalksburg, der größten Suchtklinik Europas, gelang ihm der Entzug. Dort traf er auf Menschen, die wie er den Kampf gegen die Sucht nicht aufgegeben haben.
Etwa B.S., gutbürgerliche Ehefrau eines Anästhesisten, die zu trinken begann, nachdem ihr Mann Selbstmord begangen hatte.
Oder C.K., leitender Angestellter, der ins Trinken „hineingerutscht“ ist: vom Genusstrinken über das Frust- und Kompensationstrinken zum Trinkzwang.
Aber auch C.P.: Als Kind missbraucht, hatte sie zwei gewalttätige Lebensgefährten und wurde zur Prostitution gezwungen. Amphetamine und Alkohol gehörten zum Alltag. Sie hat sieben Kinder und keine Arbeit. Es sind dramatische Geschichten, die Lorenz Gallmetzer in diesem Buch erzählt, nicht zuletzt seine eigene: Der erfolgreiche Journalist hält seine Depressionen über viele Jahre mit Alkohol im Zaum, bezwingt damit Stress und Versagensängste, bis er sich eines Tages eingestehen muss, dass ihn die Sucht im Griff hat.
Die Gefahr, süchtig zu werden, lauert an vielen Orten. Wer dieses Buch gelesen hat, versteht, warum.

Falsche Vorstellung vom Buch :(

— testmaus

Informatives Buch über Suchtkrankheiten

— Vampir989

Ein Buch, dass aufmerksam macht über die verschiedenen Arten von Suchtkrankheiten und Fallbeispiele aufzeigt!

— Zwillingsmama2015

Fallbeispiele nach Schema F, weder hilfreich noch informativ

— Huschdegutzel

Vor allem Erziehende und Eltern sollten dieses Buch lesen!

— wandablue

Sehr gut geschrieben! Authentisch, informativ und ehrlich. Gibt einen Einblick in die Formen der Sucht und den schwierigen Kampf dagegen.

— Julitraum

Stöbern in Sachbuch

Kann weg!

Herrliche Lachflashs garantiert!

Lieblingsleseplatz

Zwei Schwestern

Ein wichtiges Buch.

jamal_tuschick

Die Entschlüsselung des Alterns

Ein tolles Sachbuch - leicht verständlich, fundiert und sehr interessant.

HensLens

Planet Planlos

sehr informatives Sachbuch über den Klimawandel

Vampir989

Hass ist keine Meinung

Glaubt nicht alles, was man euch erzählt. Vor allem nicht, was das Internet euch erzählt! Bleibt skeptisch und setzt euer Gehirn ein.

DisasterRecovery

LYKKE

Ein Buch, dass lykkelig macht. Ich kann es euch nur ans Herz legen. Mir hat es sehr gefallen!

KleineNeNi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Endstation - süchtig

    Süchtig

    awogfli

    11. March 2017 um 15:55

    Und? Wie steht es mit Deinem Alkoholkonsum?Diese Frage stellte sich mir unweigerlich bei der Lektüre dieses sehr interessanten Sachbuches, das ich terminlich sehr treffend gewählt am Aschermittwoch begonnen habe. Da ich mitten in Österreichs berühmtestem Weißweinanbaugebiet lebe, sind mir Alkoholmissbrauch getarnt als „Weinkultur“ sowohl bei mir selbst als auch in meinem Freundeskreis und eigentlich überall, wo ich mich umblicke, nicht fremd.„Gegenüber keinem anderen Suchtmittel verhält sich unsere Gesellschaft so zwiespältig, selbstbelügend und heuchlerisch wie gegenüber dem Alkohol. […] Solange jemand mitmacht, solange er mit dabei ist, solange er lustig ist, solange er eben nicht krank ist, ist alles in Ordnung. Sobald jemand aber öffentlich eingesteht, ein Problem zu haben, will man nichts mehr mit ihm zu tun haben. Ab dem Zeitpunkt, ab dem er nicht mehr die gewohnte Leistung erbringt – wenn man ehrlich ist, eigentlich ab dem Zeitpunkt, ab dem er nicht mehr erfolgreich ist, wendet man sich ab.“Lorenz Gallmetzer beleuchtet in seinem Sachbuch die Sucht umfassender und nicht nur auf den Alkohol fokussiert in unterschiedlichen Ausprägungen.Der erste Teil ist grandios und schildert sehr ehrlich und selbstkritisch im Detail wie der Autor selbst nach jahrelangem exzessivem Problemtrinken quasi in Zeitlupe in die körperliche Alkoholsucht schlittert.In Teil zwei befindet sich Gallmetzer in Therapie im Suchtzentrum Kalksburg und legt durch Interviews gewonnene Lebensbiografien einiger seiner Mitpatienten dar. In sich gesehen sind diese unterschiedlichen Suchtkarrieren bezüglich Alkohol, anderen weichen und harten Drogen, Medikamenten, Spielsucht, etc. und logischerweise auch kombinierten Substanzen sehr zahlreich, viel weniger ehrlich und detailliert analysiert, was einfach dem Umstand geschuldet ist, dass man einem Fremden eben nicht immer alles ganz so reflektiert und tiefgründig erzählt. Klar wird durch die Anzahl der qualitativen Daten aber auf jeden Fall, dass der Ursprung des Alkoholproblems in der Jugend begründet ist, und bei Männern durch das übliche Trinkverhalten beim Bundesheer und in der Lehre bzw. im Job manifestiert wird. Ein hoher Prozentsatz von Süchtigen hat eigentlich auch ganz andere Probleme, meist Depressionen, die rechtzeitig psychotherapeutisch behandelt gar nicht zur Sucht hätten führen müssen. Weiters wurde in früheren Jahren ein Alkoholkranker durch den medizinisch angeordneten und durchgeführten Entzug erst oft zum Psychopharmaka-Süchtigen gemacht, da Ärzte in der Vergangenheit die in der Therapie angewandten sehr gefährlichen Antidepressiva, Neuroleptika etc. wie die Zuckerln austeilten. Erst in den letzten Jahren fand, mit den weitaus dramatischeren Folgen der Tablettensucht konfrontiert, ein Umdenken in der Therapie statt.Im dritten Teil reflektiert der Autor die medizinische Sicht der Sucht und Therapie durch ein Interview mit dem anerkannten Experten Dr. Michael Musalek. Hier wird es nun richtig spannend, denn Musalek gibt dem Leser nicht nur einen Alkoholiker-Selbsttest zur Einschätzung des Trinkverhaltens und der Sucht an die Hand, sondern zeigt auch neue Wege in der Therapie auf. Vom historischen Odysseus Prinzip analog - wie mit den Sirenen verfahren wurde (der Patient wird mit allen Mitteln daran gehindert, Alkohol zu trinken – Odysseus band sich und seine Kumpels an den Schiffsmast) zum Orpheus Prinzip (der Patient sucht sich eine lohnendere Alternative zum Suchtmittel, etwas das mehr Spaß macht – Orpheus passierte die Sirenen unbeschadet, indem er schönere Musik als die verführerischen Damen machte).Fazit: Schlussendlich habe ich zu diesem Thema schon viel gewusst, aber der Themenkomplex Sucht wurde mir in diesem Werk sehr anschaulich und strukturiert vor Augen geführt. Zudem habe ich einige spannende und neue Aspekte gelernt. Die Interviews in Teil zwei hätte ich mir oft reflektierter und detaillierter gewünscht, auch wenn dann eben weniger zu Stande gekommen wären. Der dritte Teil mit dem Herrn Professor war grandios, aber für mich viel zu kurz, hier hätte ich mir vor allem in der Tiefe noch einiges mehr an Fachexpertise bezüglich Therapie erwartet. Für alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen, eine Leseempfehlung von mir. Ein Anfang für Betroffene und Problemtrinker, für Süchtige in Therapie zu wenig detailliert.

    Mehr
    • 5
  • Falsche Vorstellung vom Buch :(

    Süchtig

    testmaus

    23. October 2016 um 16:24

    Das Buch beinhaltet mehrere Geschichten, wie man in die ein oder andere Sucht geraten kann. Egal ob es zum Beispiel die Alkohol- oder die Spielsucht ist, nur um mal so die ein oder andere zu nennen.Von der Beschreibung des Buches hatte ich eine Art Ratgeber erwartet, welches mit Fallbeispielen bestückt ist. Dies ist leider gar nicht der Fall.Die Fallbeispiele stehen meines Erachtens an erster Stelle und nur ein wenig wird auf die verschieden Themen der Sucht eingegangen. Mich konnte das Buch leider überhaupt nicht überzeugen.

    Mehr
    • 2
  • Interessante Fälle, guter Aufbau

    Süchtig

    BooksAreGreat

    17. October 2016 um 02:14

    Meinung:Dieses Buch schildert Einzelschicksale. Es werden verschiedene Menschen mit verschiedenen Suchtkrankheiten, wie Drogensucht, Alkoholsucht oder Spielsucht, um nur einige zu nennen, vorgestellt. Das Krankheitsbild sowie mögliche Therapien werden näher vorgestellt. Als Einstieg in die Materie ist es gut geeignet. Jedoch hätten mir nur ein paar weiter reichende Informationen gefehlt, wenn ich mich tiefer mit dem Thema beschäftigen würde. Die Fälle werden eindrucksvoll geschildert. Das Buch ist interessant und lässt sich flüssig lesen. Die Sprache ist auch an schwierigeren Stellen einfach gehalten, sodass es keine Verständnisprobleme gibt. Das Thema dürfte somit für jeden zugänglich sein, ob mit oder ohne Vorkenntnissen. Die enthaltenen Fälle bringen einen zum Nachdenken und zeigen auf, dass man sich als Außenstehender gar nicht wirklich vorstellen kann, was süchtige Menschen durchmachen. Man wird überrascht sein und mehr Verständnis entwickeln. 

    Mehr
  • Buch über Suchtkrankheiten-sehr informativ

    Süchtig

    Vampir989

    05. October 2016 um 19:52

    Der Autor Lorenz Gallmetzer befasst sich mit dem Thema " Sucht".In den Kapiteln geht es um Spielsucht,Kaufsucht,Arbeitssucht,Internetsucht,Drogensucht,Alkoholsucht.dies sind nur einige Beispiele.diese werden an Einzelschicksalen vorgestellt und analysiert.Der Schreibstil ist sehr leicht und verständlich.Deshalb lässt sich das Buch sehr schnell lesen.Man bekommt viele Informationen über die jeweilige Sucht ,deren Verlauf und Ihren Therapiemöglichkeiten.Gleichzeitig wird man auch zum Nachdenken angeregt.Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und es hat mich sehr bewegt.Für Leser die Informationen über Suchtkrankheiten erfahren möchten,ist es bestens geeignet

    Mehr
  • Eine Einführung in das Thema Sucht

    Süchtig

    Zwillingsmama2015

    04. October 2016 um 11:20

    Der Autor Lorenz Gallmetzer gibt interessierten Lesern die Chance mit seinem Buch "Süchtig" in das Thema Sucht einzusteigen. Es werden Einzelschicksale vorgestellt, die ihren Suchtverlauf anonymisiert offenlegen. Es geht um Alkoholsucht, illegale Suchtmittel (Drogen, aber auch Tableten) und Spielsucht. Der Schreibstil ist sehr angenehm, es läasst sich zügig lesen, was natürlich auch an der interessanten, wenn auch bedrückenden Thematik liegt. Dem Leser wird klar, dass eine Suchterkrankung nicht mit dem sozialen Status oder Bildung zu tun hat - niemand ist davor sicher abhängig zu werden. Ich hätte mir noch mehr tiefer gehende Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten, Medikamentenunterstützung, körperlichen Auswirkungen und auch Statistiken zu Rückfallquoten etc - da ich beruflich unter anderem mit der Suchtarbeit zu tun hatte. Ich denke, dass das auch für Betroffenen - abhängig und auch Co-Abhängige sinnvoll gewesen wäre. Das Interview am Ende des Buches hat mir gut gefallen und neue Einblicke in die Therapiemöglichkeiten gegeben, jedoch hätte ich mir hier mehrere Stimmen gewünscht z.B. von Psychologen und Suchtmedizinern. Als Einstig gut geeignet, wer nähere Informationen sucht, wird jedoch nicht ganz befriedigt zurückbleiben.

    Mehr
  • Fallbeispiele nach Schema F, weder hilfreich noch informativ

    Süchtig

    Huschdegutzel

    Wie der Titel schon sagt, dreht sich in diesem Buch alles um die Sucht - ob Spielsucht, Tablettensucht, Drogen oder Alkohol.Da ich selbst eine seit vielen Jahren trockene Alkoholikerin bin, griff ich hier gern zu - vor allem, weil ein Nachwort eines Suchttherapeuten angehängt ist, und ich daher sehr gespannt war, welche Therapieansätze dieser verfolgt.Des weiteren erhoffte ich mir wesentlich mehr Einblicke in Wege aus der Sucht, nach dem Entzug und wie andre es schaffen, dauerhaft clean zu bleiben - Fallbeispiele mit Lösungsmöglichkeiten sozusagen; neue Sichtweisen und andre Bewältigungsstrategien nach einem Klinikaufenthalt. Dinge, die so individuell sind wie die Wege in die Sucht hinein eben.Leider fand ich aber nur Fallbeispiele nach Schema F vor - schlimme Kindheit, Missbrauch, schlechte Vorbilder, Stress ect und wie diese zur Sucht führten. Das Ganze geht immer nur bis zur Klinik - und nicht darüber hinaus.Sicher erzählt der Autor dabei seine eigene Geschichte sowie Schicksale vom Mitpatienten und das alles völlig wertfrei - dennoch kommt mehr und mehr der Verdacht auf, dass jede Sucht ihren Ursprung irgendwo in der Jugend hat und mehr als einmal dachte ich; klar, an deren Stelle wär ich auch nach irgendeiner Substanz süchtig geworden.Dabei sind die mit der furchtbaren Kindheit und so weiter die wenigsten , die von einer Sucht betroffen sind oder Rückfälle erleben müssen. Prozentual gesehen trinken viel mehr Menschen, die im Grunde alles haben...! Oder nehmen Tabletten oder verspielen Hab und Gut...in mir keimte der Verdacht, dass es hier auch um Effekthascherei geht.... frei nach dem Motto: guck mal, alle Süchtigen sind ganz arme Leute, die ja gar nichts dafür können.Mit solchen Fällen ist niemandem geholfen - weder dem Kranken, der sich für seine Sucht schämt und da raus will, noch sonst jemandem.Ich hätte mir viel mehr an Informationen gewünscht - der Ablauf einer Entgiftung; welche Medikamente dazu eingesetzt werden oder wann dies eben nicht der Fall ist; die Gefahren von jahrelangem Missbrauch egal welcher Natur;  Therapiemöglichkeiten und Wege zu Selbsthilfegruppen; was kann jemand tun, der zwar merkt, dass er ein Problem hat, dies aber als "noch nicht so schlimm " empfindet; Hilfe für Angehörige; die Wege, die man gehen kann, um einen Platz in einer Entzugsklinik zu erhalten und vieles mehr.Dies alles fehlt leider völlig.Sicher erklärt im Nachwort besagter Therapeut, dass er eine lebenslange Therapie als notwendig erachtet, etliche Medikamente werden erwähnt, die den Suchtdruck ( angeblich ) mildern oder verhindern sollen, aber es fehlen andere Blickwinkel. Angeblich hat jener Mann eine Erfolgsquote von 80% - mit Verlaub, aber an dieser Zahl zweifle ich ganz gewaltig, nachdem ich das gelesen habe, was dieser Klinikleiter von sich gibt.Auch hier wieder nur Schema F - leider.Ich kann dieses Buch nur für die empfehlen, die mal "durchs Schlüsselloch" gucken wollen - Betroffene suchen hier vergeblich nach Ansätzen oder Hilfen aus der Sucht heraus.

    Mehr
    • 3
  • Ernste Warnung!

    Süchtig

    wandablue

    27. September 2016 um 21:46

    Ernste Warnung! Vier substanzungebundene Süchte sind als Sucht anerkannt: Spielsucht, Internet(spiel)sucht, Kaufsucht und Arbeitssucht. Substanzgebundene Süchte sind alle Arten von Drogen und „Zaubertränke“, wie Prof. Musalek sie bezeichnet, weil sie einen „Zauber“ auslösen (positiver Impuls), Sexsucht, Esssucht/Essstörungen jedoch zählen nicht zu den klassischen Suchterkrankungen. Man behandelt sie auch anders. In „Süchtig“ zeigt der Autor Gallmetzer 14 Fallbeispiele, aufgenommen am Anton-Proksch-Institut in Kalksburg, einer Suchtklinik am südlichen Stadtrand Wiens, wovon eines davon sein eigener Fall ist. Jedes Beispiel, ob Spielsucht, Alkoholsucht, Drogensucht oder Medikamentensucht betreffend bzw. je eine andere Abhängigkeit ist ein Schicksal, das anrührt und auch Angst macht. Die Sucht kann jeden treffen, der Suchtpotential im gesellschaftlichen Kontext unterschätzt. Man begreift, man kann jederzeit in den Teufelskreis der Abhängigkeit geraten und das wieder Herausfinden funktioniert nicht mit Willenskraft oder mithilfe eines starken Charakters, da eine Suchterkrankung fast immer mit einer anderen psychischen Störung unterlegt ist. Ein Suchtkranker oder eine Suchtkranke ist eben wirklich k r a n k und stellt sich nicht einfach mal ein bisschen an. Im Nachwort des Facharztes für Psychiatrie und Neurologie, Dr. Michael Musalek, Wien, stellt der Arzt einen Paradigmenwechsel in der Suchtbehandlung, das sogenannte Orpheusprinzip vor, nicht die Abstinenz, also der Verzicht wird betont, sondern, das, was das Leben lebenswert macht, gilt es wieder zu entdecken und wieder zu gewinnen. Fazit: Suchtpotential und Verhalten, das zur Sucht führt, wird häufig unterschätzt. Es ist daher nie verkehrt, einige Berichte darüber zu lesen, mindestens zur Aufklärung. Kategorie: Sachbuch Verlag: Kremeyr & Scheriau, 2016

    Mehr
    • 3
  • Süchtige erzählen aus ihrem Leben

    Süchtig

    Mrs. Dalloway

    27. September 2016 um 15:10

    In diesem hochwertigen Hardcover verstecken sich zahlreiche Schicksalsberichte süchtiger Männer und Frauen. Der Autor Lorenz Gallmetzer will nicht hinten anstehen und beginnt mit seiner eigenen Geschichte. Ich schätze seine Offenheit sehr und es passt einfach sehr gut zu diesem Buch, dass der Autor sich mit der Thematik selber gut auskennt. Nach seiner eigenen Geschichte kommen weitere Geschichten von Süchtigen: Alkohol, Spielsucht und dergleichen mehr. Sucht hat viele Gesichter und das wird in diesem Buch besonders deutlich. Die Erzählungen machten mich beim Lesen sehr betroffen. Das ging sogar soweit, dass ich am Abend gar keine Lust mehr etwas Alkoholisches zu trinken.Am Ende des Buches folgen noch etwa 30 Seiten, die ein Gespräch mit Prof. Dr. Michael Musalek, einem Sucht-Experten, beinhalten. Hier erfährt man noch einige Zahlen und Hintergründe zum Suchtverhalten. Sie runden das Buch ab und lassen es positiv klingend enden. Fazit: ein Buch, das spannende Geschichte aus der Welt der Süchte zu erzählen weiß: traurig, ergreifend, schockierend, aber auch Mut machend, den Kampf gegen die Abhängigkeit nicht aufzugeben.

    Mehr
    • 2
  • Leserunde zu "Süchtig" von Lorenz Gallmetzer

    Süchtig

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Worum geht's?Lorenz Gallmetzer war jahrelang ORF-Korrespondent in Washington und Paris, und er war Alkoholiker. In Kalksburg, der größten Suchtklinik Europas, gelang ihm der Entzug. Dort traf er auf Menschen, die wie er den Kampf gegen die Sucht nicht aufgegeben haben. Etwa B.S., gutbürgerliche Ehefrau eines Anästhesisten, die zu trinken begann, nachdem ihr Mann Selbstmord begangen hatte.Oder C.K., leitender Angestellter, der ins Trinken „hineingerutscht“ ist: vom Genusstrinken über das Frust- und Kompensationstrinken zum Trinkzwang. Aber auch C.P.: Als Kind missbraucht, hatte sie zwei gewalttätige Lebensgefährten und wurde zur Prostitution gezwungen. Amphetamine und Alkohol gehörten zum Alltag. Sie hat sieben Kinder und keine Arbeit. Es sind dramatische Geschichten, die Lorenz Gallmetzer in diesem Buch erzählt, nicht zuletzt seine eigene: Der erfolgreiche Journalist hält seine Depressionen über viele Jahre mit Alkohol im Zaum, bezwingt damit Stress und Versagensängste, bis er sich eines Tages eingestehen muss, dass ihn die Sucht im Griff hat. Die Gefahr, süchtig zu werden, lauert an vielen Orten. Wer dieses Buch gelesen hat, versteht, warum.Lorenz Gallmetzergeboren in Südtirol, studierte Romanistik, Geschichte und Literatur in Wien und Mailand. Ab 1981 in der Auslandsredaktion des ORF, zunächst Korrespondent in Washington, dann viele Jahre Korrespondent in Paris. Nach seiner Rückkehr nach Wien ab 2001 Reporter für das ORF-Weltjournal und 2008/2009 Sendungschef des Club 2. Heute lebt er als Publizist und Autor in Wien. >> Informationen zum Buch Bewerbung zur Leserunde:  Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

    Mehr
    • 106
  • Gibt einen authentischen und ehrlichen Einblick in Süchte und den schwierigen Kampf dagegen

    Süchtig

    Julitraum

    24. September 2016 um 10:33

    Der Autor dieses Sachbuches ist Lorenz Gallmetzer. Er lebt als Publizist und Autor in Wien, davor war er jahrelang Auslandskorrespondent des ORF in Metropolen wie Wien, Mailand, Washington und Paris.Gallmetzer war akoholkrank. Jahrelang hat er getrunken, bis er sich eingestehen mußte, daß er süchtig ist und nicht mehr vom Alkohol loskommt. Viele Drogen waren Gallmetzer nicht fremd und er berichtet uns ehrlich davon. Schon als Kind begann er zu rauchen, auch schwachen und stärkenen Drogen sprach er zu. Es war jene Zeit oder auch der gesellschaftliche Umgang, der dazu führte. Doch all diese Rauschmittel konnten Gallmezter nicht in die Abhängigkeit treiben wie der Alkohol, wobei dessen Gefahren viel zu sehr unterschätzt werden, denn Akohol gilt als gesellschaftsfähig und kaum einer würde von Krankheit sprechen, wenn wir uns schon mittags zum Essen hier und da ein Glas Wein gönnen,  zum Feierabend geht es dann weiter. Auch so ist es Gallmetzer ergangen. Für Gallmetzer war der Alkohol ein Ausgleich gegen Stress im Beruf und im Privatleben, gegen Versagensängste, gegen die Depression, die er sich eingestehen mußte. Und so fand sich Galmmetzer eines Tages in Europas größter Suchtklinik, Kalksburg, wieder, wo ihm die Abstinenz gelang. Doch auch nicht von Anfang an. Gallmezter trank auch während seiner Therapie weiter. Er berichtet uns ehrlich und schonungslos von seinem Therapieweg. Denn genau wie viele andere Suchtkranke meint auch Gallmezter, die Sucht im Griff zu haben und selbständig stoppen zu können. Doch dies ist ein Trugschluß.In vielen, sehr bewegenden und unterschiedlichen Berichten erzählt der Autor von Mitpatienten, die er in Kalksburg traf. Oft ist es Alkoholsucht, oft aber auch Medikamentensucht. Manchmal führte die eine Sucht in die nächste. Die Schicksale der Menschen sind verschieden und auch ihr soziales Umfeld. Die Sucht kann uns überall treffen, in allen Gesllschaftsschichten und in allen Lebenslagen. Sei es die gutsituiete Ehefrau eines Arztes, der Selbstmord begang und die darüber das Trinken begann, weil es ihr Ruhe vermittelte oder der strebsame Handwerker, der nicht mehr vom Alkohol lassen kann. Die ehrgeizige und strebsame Tochter aus gutbürgerlichem und liebevollem Elternhaus, die zusammen mit dem Freund ein Heim für den gerade geborenen Nachwuchs baut und plötzlich der Spielsucht verfällt. Es gibt unzählige und unterschiedliche Schicksale, die uns Gallmetzer vorführt. Zudem lässt er auch nicht die Fälle aus, die schon mehrfach in Kalksburg waren, weil sie die Sucht, die sie doch bekämpft zu haben glauben, doch wieder stärker als sie war.Professer Musalek, der weltweit anerkannte Sucht-Experte lässt uns im Anhang des Buches noch Einblick in seine Therapieansätze haben und räumt auch mit so einigen Vorurteilen auf und zeigt auch vor allen Dingen die Gefahren, die vor allem im gesellschaftsfähigen Alkohol liegen, auf. Fazit: Ein rundum spannendes, authentisches und informatives Buch, das ganz hervorragend formuliert und aufgebaut ist. Ein Buch, das uns Einblick in die Gefahren der Sucht und vor allen Dingen den schwierigen Kampf dagegen, der ein Leben lang währt, gibt. Daher von mir vollste Leseempfehlung!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks