Lorenzo Licalzi

 4.4 Sterne bei 40 Bewertungen

Alle Bücher von Lorenzo Licalzi

Lorenzo LicalziSignor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman
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Signor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman
Signor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman
 (14)
Erschienen am 22.09.2017
Lorenzo LicalziSignor Rinaldi kratzt die Kurve
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Signor Rinaldi kratzt die Kurve
Signor Rinaldi kratzt die Kurve
 (4)
Erschienen am 22.09.2017
Lorenzo LicalziSignor Rinaldi kratzt die Kurve
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Signor Rinaldi kratzt die Kurve
Signor Rinaldi kratzt die Kurve
 (22)
Erschienen am 27.10.2017
Lorenzo LicalziL'ultima settimana di settembre
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L'ultima settimana di settembre
L'ultima settimana di settembre
 (0)
Erschienen am 01.08.2015

Neue Rezensionen zu Lorenzo Licalzi

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Rezension zu "Signor Rinaldi kratzt die Kurve" von Lorenzo Licalzi

Ist man irgendwann zu alt zum Leben?
Karschtlvor 2 Monaten

3,5 Sterne

Der Titelheld ist zugleich Ich-Erzähler des Romans, ein des Lebens überdrüssiger Zyniker, der mit beißendem Spott beschreibt wie ihm die Mehrheit aller Menschen in seiner näheren aber auch ferneren Umgebung auf den Sack gehen. Als Misanthrop möchte ich ihn aber dennoch nicht bezeichnen, dafür hat er sich einen viel zu herrlichen Humor bewahrt!
Nun also hat er, nachdem er gerade das stolze Alter von 80 erreicht hat, beschlossen freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Es gibt für ihn anscheinend nichts mehr, wofür sich das Leben lohnt. Und er will auf gar keinen Fall als Pflegefall enden, und dann wäre es sowieso schon zu spät noch selbst Hand an sich zu legen.

Rinaldi legt seine Gedankengänge derart vernünftig und schlüssig dar, dass ich im ersten Moment gar keine Gegenargumente hatte. Aber so ein 'Gegenargument' kommt dann ja doch, in Form seines Enkels Diego, um den er sich kurzfristig kümmern muss, und mit dem er schließlich eine Fahrt nach Rom unternimmt. Ab dieser Stelle wird das Buch vom Thema her auch deutlich ernster, das hat mich erstmal sehr überrascht und aufgrund persönlicher Erfahrungen damit war ich da auch emotional berührt. 

Vom Klappentext erwartete ich ein Roadtrip-Buch, bei dem sich Rinaldi und Diego näher kennen lernen. Es war auch ein Roadtrip, für meine Begriffe aber doch irgendwie zu wenige "Stationen" bzw. Ereignisse, oder wenigstens kleine Anekdoten. Und ich habe auch nicht das Gefühl gehabt, Diego sehr viel näher kennen gelernt zu haben. Sicherlich auch deshalb, weil ja alles aus der Sichtweise des Großvaters geschrieben ist. Hat er also seinen Enkel auch nicht näher kennen gerlernt. Ein bißchen wohl schon, er sagt es zumindest mehrmals, dass er dieses oder jenes bisher nicht über Diego gewusst hatte. Dennoch blieb der Junge für mich eine Randfigur, erst im Epilog konnte ich mir dann ein Bild von ihm formen.

Dennoch war es eine große Freude, einen humorigen Blick auf das Leben aus der Warte eines 80jährigen zu erhalten. Besonders die Stelle an der er darüber redet, dass man immer denkt (egal wie alt man ist): vor 10 Jahren war ich noch ein Jungspund - obwohl man sich damals vor 10 Jahren auch schon alt gefühlt hatte. Aber verglichen mit jetzt... Das sollte man sich vielleicht öfter mal vor Augen halten, wenn man mal wieder denkt "hach, ich bin so alt, mein Leben schon bald vorbei". 

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Rezension zu "Signor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman" von Lorenzo Licalzi

Kurve kratzen
Bibliomarievor 2 Monaten

Der alte und zynisch gewordene Schriftsteller Pietro hat eben sein Abschiedsbrief beendet, alle Vorbereitungen für seinen Selbstmord sind getroffen, die ersten 3 Tabletten bereits mit einem Glas Prosecco hinabgespült, als seine Tochter Roberta vor der Tür steht. Sie muss mit ihrem Mann zur Beisetzung der Schwiegermutter nach Paris fahren und bittet ihren Vater, Haus, Hund und den 15jährigen Enkel Diego zu hüten. Was für eine Zumutung für Pietro, der sich nach dem Tod seiner Frau immer mehr zum Misanthropen entwickelt hat und kaum weiß, wann er mit seinem Enkel die letzten Sätze gewechselt hat.

Doch Roberta und ihr Mann kommen nicht mehr zurück. Sie wurden auf der Autobahn in einen tödlichen Unfall verwickelt und als Pietro wieder klar denken kann, beschließt er seinen Enkel zu einem Onkel zu bringen. Der war zwar mit seinem Bruder seit Jahrzehnten verstritten, aber er ist bereit, den verwaisten Jungen zu sich zu nehmen. Doch auf der Fahrt geschieht etwas, mit dem niemand gerechnet hätte…..

Was für ein kleiner, besonderer Roman. Der Zynismus und die rabenschwarze Ironie des Alten haben mich tatsächlich amüsiert und dennoch spürt man hinter jedem Satz seine Einsamkeit. Die Verbitterung hat sich ja nur langsam in sein Leben geschlichen. Die Zwiegespräche mit seinem Enkel lassen ihn erkennen, was er mit seiner Ablehnung versäumt hat. Jede Minute mit ihm öffnet seine Verschlossenheit. Es ist ein Road Trip der besonderen Art, der einen Weg in Zukunft zeigen könnte.

Es ist eine warmherzige, sehr emotionale Geschichte, die mich einige Male zu Tränen rührte, aber immer reißt mich Pietro mit einer spitzen Bemerkung aus der traurigen Stimmung. Abschiednehmen, Neubeginn – das sind die Themen und ich fand, der Autor hat dafür eine sehr schöne Sprache gefunden. Lebendig erzählt, so dass ich das Gefühl hatte, ich sitze selbst mit am Tisch und lausche Pietros Geschichte. Auch wenn mich der Roman ein wenig wehmütig zurück ließ, es ist ein wunderschönes Buch, das mich sicher noch länger begleiten wird.

Kommentare: 1
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Rezension zu "Signor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman" von Lorenzo Licalzi

Ich liebe diesen wunderbaren mehrdeutigen Titel! :-)
Nadezhdavor 3 Monaten

Anfangs hat der selbstmordgedankenschwere Signor Rinaldi es mir wirklich nicht leicht gemacht. Ein verbitterter, zynischer Misanthrop, der mir – ohne jetzt in seinen zweifelhaften Jargon verfallen zu wollen – gehörig auf die Nerven ging. Natürlich musste das zu Beginn des Buches so sein, denn er muss ja auch in dieser Hinsicht die Kurve kratzen können: vom Ekelpaket zum wenn auch nicht komplett weichgespülten, aber dennoch aufrichtig liebenden Großvater (diese Entwicklung ist anhand des Klappentextes vorhersehbar, daher verrate ich hier bestimmt nicht zu viel). Aber es hat grenzwertig lange gedauert, der Autor reizt hier die Geduld der Leserschaft wirklich aus und beinahe hätte ich das Buch darüber weggelegt.

Das wäre allerdings schade gewesen, denn nach dem (gewollt) sperrigen Anfang entwickelt es sich zu einem gut zu lesenden Roman über das Lebendigsein, das Sterben und den Tod, über die schmerzvollsten und glücklichsten Momente im Leben, über die Liebe, die zu zeigen man nicht in der Lage war, und die Liebe, die man gerade noch so am Zipfel erwischt hat. Es gibt berührende Betrachtungen über das Leben im Hier und Jetzt, doch auch mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder und EnkelInnen. Das Ganze ist gespickt mit durchaus oft bissigem Humor, über den ich aber, nachdem dem guten Signor Rinaldi seine anfängliche Menschenverachtung ein wenig abhandengekommen war, wieder schmunzeln konnte.

 

Nicht gebraucht hätte ich den Perspektivwechsel gegen Ende des Buches; das hat sich, wenn es auch sicher nicht so gedacht war, weitgehend so gelesen, als würde der Autor mir sein Buch erklären. So etwas kann ich leiden wie Zahnweh – und damit straft der Autor auch die Aussagen, die er Signor Rinaldi diesbezüglich in den Mund gelegt hat, Lügen. Hier wäre aus meiner Sicht ein früherer Abschluss des Buches passender gewesen.

 

Die vom Original abweichende Übersetzung des Titels gefällt mir sehr gut; das Wortspiel vom Kurvekratzen finde ich viel spritziger als „Die letzte Woche im September“, wie der Roman im Original heißt.

 

Ärgerlich finde ich jedoch so vermeidbare Fehler bei der Covergestaltung, wo ein rotes Auto abgebildet ist (was zugegebenermaßen schnittiger aussieht), während es im Buch ein blaues ist.

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Gespräche aus der Community

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Steinbach_SprechendeBuechers avatar
„Humorvoll und bewegend!“
LA GAZZETTA DI PARMA

Ein herzliches Hallo an alle Leseratten und Hörbuchfans da draußen!
Aus der Feder des italienischen Autors Lorenzo Licalzi ist ein weiteres Werk entsprungen. Nach seinem Erfolg mit „Io no“ und vielen weiteren Romanen ist im September 2017 sein neues Buch „Signor Rinaldi kratzt die Kurve“ erschienen. Der für den Premio Bancarella nominierte Autor veröffentlicht damit zum ersten Mal in deutscher Sprache. Zu diesem besonderen Anlass möchten wir mit euch zu einer neue Hör-und Leserunde einladen, um euch ein wirklich gelungenes Werk nicht weiter vorzuenthalten.
Um in den Genuss dieses Werkes zu kommen, könnt ihr euch einfach bewerben. Insgesamt verlosen wir gemeinsam mit dem Eisele-Verlag 15x das Hörbuch und 15x die Printausgabe von „Signor Rinaldi kratzt die Kurve“.

Beschreibt bitte dafür eure Erwartungen an das Buch bzw. das Hörbuch und lasst uns wissen, was euch persönlich mit Italien verbindet. Vielleicht seid ihr ja beispielsweise bereits dort gewesen oder seid ein Fan der italienischen Küche. Diese Erfahrungen könnt ihr gerne mit uns teilen. Bis zum 13. November habt ihr Zeit euch zu bewerben. Wir freuen uns auf euch!

Es heißt nicht umsonst: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dennoch bitten wir euch um eine Entscheidung. Daher vergesst bitte nicht bei einer Bewerbung anzugeben, ob ihr entweder die Hörbuch- oder die Buchvariante gewinnen möchtet.
Nach den bisherigen und wirklich großartigen Erfahrungen freuen wir uns sehr auf eine neue Hör- und Leserunde mit euch und wünschen viel Vergnügen.

Zum Inhalt: Pietro Rinaldi ist achtzig Jahre alt und hat genug vom Leben. Er ist an der Endstation angelangt, findet er, während er Penne all’arrabbiata isst und darüber nachsinnt, wie viel mehr Trost doch in Büchern liegt als in den Menschen. Es ist ja schon schwer genug, sich selbst zu ertragen, aber die anderen erst! Und dann platzt Diego, sein fünfzehnjähriger Enkel, in seine Welt. Mit jugendlichem Überschwang und dem Willen, sich auch von den widrigsten Umständen nicht niederringen zu lassen, bietet er der chronischen Übellaunigkeit seines Großvaters Paroli. Das ungleiche Paar setzt sich in Pietros altes Citroën DS Pallas Cabriolet und fährt von Genua nach Rom. Die Fahrt entwickelt sich zu einem Abenteuer »on the road« voller Umwege und Abschweifungen, Begegnungen mit alten Lieben und neuen Bekanntschaften…

Zum Autor:
Lorenzo Licalzi, geboren 1956 in Genua, leitete ein von ihm selbst gegründetes Seniorenheim, bevor er das Schreiben zum Beruf machte. Lorenzo Licalzi lebt in Pieve Ligure.







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