Signor Rinaldi kratzt die Kurve

von Lorenzo Licalzi 
4,3 Sterne bei4 Bewertungen
Signor Rinaldi kratzt die Kurve
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Inhaltsangabe zu "Signor Rinaldi kratzt die Kurve"

Ein Achtzigjähriger. Sein Enkel. Ein Hund. Und ihre Reise zurück ins Leben.

Pietro Rinaldi ist achtzig Jahre alt und hat lange genug gelebt, findet er, während er Penne all’arrabbiata isst und darüber nachsinnt, wie viel mehr Trost doch in Büchern liegt als in den Menschen. Da platzt sein 15-jähriger Enkel in seine Welt und wagt es, der chronischen Übellaunigkeit seines Großvaters Paroli zu bieten. Gemeinsam mit Sid, einer furchterregenden Kreuzung aus Bernhardiner und Neufundländer, machen sie sich auf zu einem Abenteuer „on the road“ voller Umwege und Abschweifungen, Begegnungen mit alten Lieben und neuen Bekanntschaften. Denn gerade dann, wenn du glaubst, alles gesehen zu haben, gelingt es dem Leben, dich noch einmal richtig zu überraschen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783961610013
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Eisele Verlag
Erscheinungsdatum:22.09.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 27.10.2017 bei steinbach sprechende bücher erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Karschtls avatar
    Karschtlvor 2 Monaten
    Ist man irgendwann zu alt zum Leben?

    3,5 Sterne

    Der Titelheld ist zugleich Ich-Erzähler des Romans, ein des Lebens überdrüssiger Zyniker, der mit beißendem Spott beschreibt wie ihm die Mehrheit aller Menschen in seiner näheren aber auch ferneren Umgebung auf den Sack gehen. Als Misanthrop möchte ich ihn aber dennoch nicht bezeichnen, dafür hat er sich einen viel zu herrlichen Humor bewahrt!
    Nun also hat er, nachdem er gerade das stolze Alter von 80 erreicht hat, beschlossen freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Es gibt für ihn anscheinend nichts mehr, wofür sich das Leben lohnt. Und er will auf gar keinen Fall als Pflegefall enden, und dann wäre es sowieso schon zu spät noch selbst Hand an sich zu legen.

    Rinaldi legt seine Gedankengänge derart vernünftig und schlüssig dar, dass ich im ersten Moment gar keine Gegenargumente hatte. Aber so ein 'Gegenargument' kommt dann ja doch, in Form seines Enkels Diego, um den er sich kurzfristig kümmern muss, und mit dem er schließlich eine Fahrt nach Rom unternimmt. Ab dieser Stelle wird das Buch vom Thema her auch deutlich ernster, das hat mich erstmal sehr überrascht und aufgrund persönlicher Erfahrungen damit war ich da auch emotional berührt. 

    Vom Klappentext erwartete ich ein Roadtrip-Buch, bei dem sich Rinaldi und Diego näher kennen lernen. Es war auch ein Roadtrip, für meine Begriffe aber doch irgendwie zu wenige "Stationen" bzw. Ereignisse, oder wenigstens kleine Anekdoten. Und ich habe auch nicht das Gefühl gehabt, Diego sehr viel näher kennen gelernt zu haben. Sicherlich auch deshalb, weil ja alles aus der Sichtweise des Großvaters geschrieben ist. Hat er also seinen Enkel auch nicht näher kennen gerlernt. Ein bißchen wohl schon, er sagt es zumindest mehrmals, dass er dieses oder jenes bisher nicht über Diego gewusst hatte. Dennoch blieb der Junge für mich eine Randfigur, erst im Epilog konnte ich mir dann ein Bild von ihm formen.

    Dennoch war es eine große Freude, einen humorigen Blick auf das Leben aus der Warte eines 80jährigen zu erhalten. Besonders die Stelle an der er darüber redet, dass man immer denkt (egal wie alt man ist): vor 10 Jahren war ich noch ein Jungspund - obwohl man sich damals vor 10 Jahren auch schon alt gefühlt hatte. Aber verglichen mit jetzt... Das sollte man sich vielleicht öfter mal vor Augen halten, wenn man mal wieder denkt "hach, ich bin so alt, mein Leben schon bald vorbei". 

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 4 Monaten
    Planänderung

    Der achtzigjährige ehemalige Schriftsteller Pietro Rinaldi ist lebensmüde. Über den Penne all’arrabbiata, das einzige, was er kochen kann, denkt er über sein Leben nach und darüber, wie er am besten seinen selbstbestimmten Abgang macht. Er hat sich für einen Cocktail aus verschiedenen Medikamenten mit etwas Alkohol entschieden, die er seinem Arzt abgeluchst hat. Da wird er durch seine Tochter gestört, die im aufträgt für einige Tage auf Enkel Diego und Hund Sid aufzupassen. Der Suizid wird verschoben.

    Es ist ein herrliches Buch, das ich mit viel Vergnügen gelesen habe. Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Es gibt eine Menge schwarzen Humor, was die Sache trotz des ernsten Themas sehr unterhaltsam macht.

    Signor Rinaldi ist ein grantiger Typ, der alle vor den Kopf stößt. Mit seiner Tochter gerät er auch aneinander. Aber als er auf seinen Enkel Diego aufpassen muss, bietet der ihm Contra.

    Auch wenn Rinaldi alles andere als ein umgänglicher Mensch ist, mochte ich ihn sehr gerne. Aber auch Diego gefällt mir gut. Er lässt sich vom dem missmutigen alten Mann nicht einschüchtern. Mischlingshund Sid spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle.

    Pietro hat seine Pläne nur für kurze Zeit verschoben, so dachte er jedenfalls, aber das Schicksal hat noch anderes mit ihm vor. So kommt es, dass sich Pietro, Diego und Sid dann in Pietros altes Citroën DS Pallas Cabriolet auf den Weg nach Rom machen.

    Eine wundervolle Geschichte, ein wenig melancholisch, ein bisschen traurig, aber auch humorvoll.

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    Lina1001vor 8 Monaten
    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor 9 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Steinbach_SprechendeBuechers avatar
    „Humorvoll und bewegend!“
    LA GAZZETTA DI PARMA

    Ein herzliches Hallo an alle Leseratten und Hörbuchfans da draußen!
    Aus der Feder des italienischen Autors Lorenzo Licalzi ist ein weiteres Werk entsprungen. Nach seinem Erfolg mit „Io no“ und vielen weiteren Romanen ist im September 2017 sein neues Buch „Signor Rinaldi kratzt die Kurve“ erschienen. Der für den Premio Bancarella nominierte Autor veröffentlicht damit zum ersten Mal in deutscher Sprache. Zu diesem besonderen Anlass möchten wir mit euch zu einer neue Hör-und Leserunde einladen, um euch ein wirklich gelungenes Werk nicht weiter vorzuenthalten.
    Um in den Genuss dieses Werkes zu kommen, könnt ihr euch einfach bewerben. Insgesamt verlosen wir gemeinsam mit dem Eisele-Verlag 15x das Hörbuch und 15x die Printausgabe von „Signor Rinaldi kratzt die Kurve“.

    Beschreibt bitte dafür eure Erwartungen an das Buch bzw. das Hörbuch und lasst uns wissen, was euch persönlich mit Italien verbindet. Vielleicht seid ihr ja beispielsweise bereits dort gewesen oder seid ein Fan der italienischen Küche. Diese Erfahrungen könnt ihr gerne mit uns teilen. Bis zum 13. November habt ihr Zeit euch zu bewerben. Wir freuen uns auf euch!

    Es heißt nicht umsonst: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dennoch bitten wir euch um eine Entscheidung. Daher vergesst bitte nicht bei einer Bewerbung anzugeben, ob ihr entweder die Hörbuch- oder die Buchvariante gewinnen möchtet.
    Nach den bisherigen und wirklich großartigen Erfahrungen freuen wir uns sehr auf eine neue Hör- und Leserunde mit euch und wünschen viel Vergnügen.

    Zum Inhalt: Pietro Rinaldi ist achtzig Jahre alt und hat genug vom Leben. Er ist an der Endstation angelangt, findet er, während er Penne all’arrabbiata isst und darüber nachsinnt, wie viel mehr Trost doch in Büchern liegt als in den Menschen. Es ist ja schon schwer genug, sich selbst zu ertragen, aber die anderen erst! Und dann platzt Diego, sein fünfzehnjähriger Enkel, in seine Welt. Mit jugendlichem Überschwang und dem Willen, sich auch von den widrigsten Umständen nicht niederringen zu lassen, bietet er der chronischen Übellaunigkeit seines Großvaters Paroli. Das ungleiche Paar setzt sich in Pietros altes Citroën DS Pallas Cabriolet und fährt von Genua nach Rom. Die Fahrt entwickelt sich zu einem Abenteuer »on the road« voller Umwege und Abschweifungen, Begegnungen mit alten Lieben und neuen Bekanntschaften…

    Zum Autor:
    Lorenzo Licalzi, geboren 1956 in Genua, leitete ein von ihm selbst gegründetes Seniorenheim, bevor er das Schreiben zum Beruf machte. Lorenzo Licalzi lebt in Pieve Ligure.







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