Lorenzo Marone Der erste Tag vom Rest meines Lebens

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Inhaltsangabe zu „Der erste Tag vom Rest meines Lebens“ von Lorenzo Marone

Cesare ist 77 und zieht Bilanz. Von seinen einst hochfliegenden Träumen ist wenig aufgegangen. Seine Methode, mit den Enttäuschungen des Lebens umzugehen: Ironie und Sarkasmus. Das kommt bei seinen Mitmenschen nicht immer gut an. Bis Emma in die Nachbarwohnung zieht. Irgendetwas stimmt nicht mit ihr und ihrem Mann. Das sieht Cesare an Emmas traurigen Augen. Und plötzlich mischt sich Cesare ein. Er hat wieder Mut zu kämpfen. Für seine junge Nachbarin. Für die Liebe. Für das Glück, am Leben zu sein ...

Ich habe den griesgrämigen Cesare sofort ins Herz geschlossen. Eine wirklich tolle Geschichte aus der man so einiges mitnehmen kann!

— Mintasticxo
Mintasticxo

Ein ganz wunderbarer Roman!

— Monika58097
Monika58097

Plätschert so dahin...

— Wichmann
Wichmann

Leider fehlt es dem Protagonisten an Authentizität und die Handlung scheint sich nicht zu entwickeln. Gute Idee, nur nicht gut umgesetzt.

— Josi93
Josi93

Ein tolles Buch, wachrüttelnd, nachdenklich, humorvoll, ich kann es nur empfehlen :)

— sabine399
sabine399

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  • Ein ganz wunderbarer Roman über einen alten kauzigen Mann, der endlich beginnt zu leben.

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    Monika58097

    Monika58097

    05. November 2016 um 17:55

    Cesare Annunziata ist 77 Jahre alt, als er beschließt, das Leben endlich in vollen Zügen genießen zu wollen. Er ist Witwer und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Die Tochter ist unglücklich verheiratet, der Sohn ein Künstler, der einen Mann liebt. In der Familie wird nicht darüber geredet; dabei weiß Cesare es längst. Das Verhältnis zu den Kindern ist angespannt. Dann eines Tages zieht die junge Emma mit ihren Mann ins selbe Haus. Irgendetwas stimmt mit Emma nicht. Ganz ungewöhnlich für Cesare – er kann es selbst kaum glauben – berührt in die junge Frau und ihr Schicksal. Cesare fängt an sich zu kümmern. Der Beginn seines neuen, anderen Lebens. „Der erste Tag vom Rest meines Lebens“ - ein Roman, aus der Sicht eines alten Mannes geschrieben – einfach wunderbar! Ich habe jede Zeile genossen. Der alte Nörgler, der Miesepeter, launisch, sarkastisch zu Beginn, macht eine Erfahrung und wird zum Kümmerer. Eine Geschichte, die mich begeistert hat. Cesare, ich habe mir den alten Mann bildlich vorstellen können. Es war, als wäre er mein Nachbar, der immer wieder von seiner Tochter kritisiert wird, weil er heimlich eine Zigarette raucht oder ein Glas Wein trinkt, was ihm eigentlich nicht erlaubt ist. Cesare pfeift drauf. Er sagt sich, er hat sein Leben gehabt. Die letzten Tage will er in vollen Zügen genießen. Und dann ist da Emma, die junge und unglückliche Nachbarin, die sich nicht helfen lassen will. Wunderschön zu lesen und mitzuerleben, wie aus dem alten kauzigen Mann ein Jemand wird, den man gerne zum Opa haben würde. Ein großartiges Buch, das aber auch zum Nachdenken anregt, zum Hinschauen. „Der erste Tag vom Rest meines Lebens“ - Lesegenuss vom Feinsten!

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  • Mit siebenundsiebzig mitten im Leben!

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    kassandra1010

    kassandra1010

    30. October 2016 um 22:36

    Siebenundsiebzig Jahre alt und jetzt beginnt das Leben? Ein alter Mann will nichts anderes mehr, als seine letzten Tage in seiner Wohnung mit den Frauen die er liebt zu verbringen. Doch das Altwerden fällt ihm nicht leicht und der Kontakt zu seinen Kindern hält er in Grenzen.  Doch dann taucht Emma in der Wohnung gegenüber auf und sein Leben bessert sich von Tag zu Tag. Als Emmas Ehemann wieder einmal mit den Fäusten zeigt, wer der Herr im Haus ist, beschließen Marino, sein uralter Nachbar und er gemeinsam, Emma zu retten.  Eine wunderbarer Roman über die Freundschaft, das Leben im Alter und der Rückkehr zur eigenen Familie.

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  • Er hasst es, alt zu sein! Er nörgelt herum und er schreibt mit purer Ehrlichkeit!

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    Wichmann

    Wichmann

    21. October 2016 um 18:25

    Redaktioneller Hinweis: Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.Cover‚Der erste Tag‘ und ‚Rest meines Lebens‘ sind jeweils starke Statements und entsprechend durch das kleine Wörtchen ‚Roman‘ voneinander getrennt. Der Hut fliegt verspielt ausgerechnet in das Wort ‚Lebens‘. Wenn das kein gekonnt umgesetztes Cover ist!Inhalt und Aufteilung des BuchesEin alter Mann erzählt aus seinem Leben. Er beginnt nicht vorn, sondern damit, dass er das Geheimnis seines Sohnes durchaus kennt. Heimlich. Auch seine Kinder kennen nicht seine Geheimnisse und der Leser lernt sich nacheinander kennen, soll mitfühlen, miterleben, wie es zu der Geheimniskrämerei kam, wie ein jeder der Betroffenen mit der Situation und dem alten Kauz umgeht, der von seinen Ecken und Kanten durchaus weiß und sie liebt und pflegt.  Tatsächlich fehlt ein Spannungsbogen, denn die ‚Biographie‘ plätschert so durch die Zeit eines gelebten Lebens, erzählt von verpassten Chancen und einer verpatzen großen Liebe. Wie das Leben halt so spielt, könnte man meinen, wobei es auch um ein Geheimnis geht, dass ein Sterbebett überdauerte.Insgesamt wird vom Erleben ruhig und etwas zu entspannt berichtet. Wie ein breiter Fluß, der das Reißende verlor und sich anschickt, sich in die breite Meeresöffnung zu ergießen. Mit einem Hauch von Witz und Lebensfreude vermag es der Autor das Zittern der Hand zu beschreiben, dass einen Lebenserfahrenden befällt, nicht weil er alt geworden ist, sondern weil er ausspricht, was ihn berührt.ZielgruppeJugendliche werden sich durchkämpfen, Ältere sich teils selbst erkennen und Alte es lieben.StilIn der Ich-Form geschrieben lebt das Buch von manchem Zeitsprung, manch einer Erinnerung und manchen Offenbarungen des Protagonisten, wobei der Autor durchgängig eine authentische Sprache mit leichtem Zugang zum Text verwendet und erfrischende Dialoge einstreut, aus denen sich die Figuren formen.AutorDer Anwalt Lorenzo Marone widmete sich seiner Leidenschaft, dem Schreiben. Dies ist sein erster Roman.FazitDie Geschichte plätschert so dahin wie das Leben.

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  • Mit 77 Jahren fängt das Leben zwar nicht an, aber es ändert sich Manches!

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    Callso

    Callso

    23. April 2016 um 10:47

    Es gibt bestimmt viele Leser, die sich von dieser bestimmtem Stimmung des Buches anstecken lassen, die hingebungsvoll folgen und das muntere Treiben des Protagonisten mit viel Aufmerksamkeit und Augenzwinkern folgen. Mir ist das nur bedingt geglückt.Ich konnte mich nicht ganz einlassen auf den zwar starken Charakterkopf von Cesare, der immer so schwankend zwischen Ironie, Starrsinn und Biederheit und mininmalen Ausbrüchen schwankt. Sicher, das Buch bietet einen Schuß Melancholie, ein Prise Tragik und einen Blick auf das Leben und seine vielen Mitmenschen. Von allem ein wenig, aber eben ohne klare Linie.Es geht um einen 77-jährigen Rentner aus Italien, der zwischen Familie, Sex, zwischen den eigenen vier Wänden und der Hausgemeinschaft pendelt.Der Sohn ist schwul, die Tochter hat eine Affäre, die Nachbarin wird mißhandelt und sein bester Freund verlässt die eigenen vier Wände nicht mehr. Reichlich sorgen, die den einsamen Cesare beschäftigen. Zwischendurch nähert sich Cesare immer mehr einer sympathischen Prostituierten an. Viel Stoff für das dünne Buch. So kommt die Story tatsächlich etwas überfrachtet daher. Der Roman kann sich meiner Meinung nach nicht so ganz entscheiden, welche Kernaussage, welche Handlung im Vordergrund stehen soll.Mir fehlte somit die Bindung zur braven Story, die am Anfang noch so belanglos daherkommt.Dennoch hat das Buch mit dem schönen Titel durchaus auch seine guten Seiten...

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  • Nie ist es zu spät, seinem eigenen Leben eine Wendung zu geben

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    05. February 2016 um 11:56

    Mit seinem 77 Jahre alten Erzähler Cesare Annunziata hat der italienische Schriftsteller Lorenzo Marone eine literarische Figur erschaffen, die dem Leser mit jeder Seite mehr ans Herz wächst. Dabei ist er selbst nach eigener Auffassung, wenn er auf sein langes Leben zurückblickt, ein wenig sympathischer oder gar liebevoller Mensch gewesen. Und erfolgreich schon gar nicht, weder im Beruf noch privat. Er hat keine Karriere gemacht und auch als Ehemann und Vater auf voller Linie versagt. Der schrullige alte Mann blickt sehr kritisch auf seine angespannte Beziehung zu seinen Kindern Dante, ein Galerist, den Cesare verachtend für schwul hält und Sveva, die er für eine unglückliche und deshalb auch wenig erfolgreiche Frau und Mutter hält. Zu anderen Menschen pflegt Cesare keinen Kontakt mehr. Er hält sich für einen Versager, und wer ihm begegnet, hält ihn für einen unverbesserlichen Egoisten. Vielleicht machen seine beiden Nachbarn Marino und Eleonora da eine Ausnahme, insbesondere dann, als  in das andere Nachbarhaus eines Tages Emma und ihr Mann einziehen und Cesare sich bald schon zum Handeln gezwungen sieht. Denn als er immer wieder aus dem Nachbarhaus die unzweifelhaften Geräusche, Töne und Stimmen von lautstarken Auseinandersetzungen des neuen Ehepaars hört, beschließt er, mit Hilfe von Marino und Eleonora den beiden zu helfen. Denn sie sollen, so hat er entschieden, nicht dieselben Fehler begehen wie er, mit denen er sein ganzes Leben ruiniert hat. Immer wieder von Rückblenden auf sein Leben, seine Ehe und vor allen Dingen seine zahlreichen Affären mit anderen Frauen unterbrochen, lädt Cesare seine Leser schon bald ein, ihr eigenes Leben mit seinen Augen zu betrachten und vielleicht das eine oder andere zu erkennen und zu erinnern. Nie ist es zu spät, seinem eigenen Leben eine Wendung zu geben, es mit Sinn aufzufüllen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Das ist die Botschaft eines Buches, das wundervolle Unterhaltung bietet.

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  • So ein alter Knochen

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    DasBuchmonster

    DasBuchmonster

    08. December 2015 um 16:05

    Inhalt: In dem Buch geht es um Cesare Annunziata, der ein alter, verschrobener Rentner ist und laut seiner Aussage, vieles in seinem Leben bereut. Vor allem mit dem Umgang mit seinen Kindern ist er höchst unzufrieden. Beide Kinder scheinen unglücklich zu sein. Cesare wirkt wie ein hater Kerl, sehr verschlagen, hat aber tief (sehr tief) in seinem Innern einen weiches Herz. Damit seine Kinder nicht denselben Fehler machen wie er, versucht er sie zu belehren, dabei beißt er allerdings eher auf Granit. Dann jedoch erscheint seine neue Nachbarin Emma, diese wird geschlagen von ihrem Mann. Cesare will ihr helfen aus diesem Leben auszutreten, etwas, das Cesare mit seinem eigenen Leben nie geschafft hat.... Meinung: Das Cover ist sehr hübsch, dieses und der Titel lassen vermuten, dass es sich um die Geschichte eines alten Herren handelt.  Gleich am Anfang bekommt man ein Gefühl für den Protagonisten, er ist ein alter, knurriger Knochen. Kein schlechter Mensch, doch auch kein Optimist. Er hält lange hinterm Berg, was genau ihn eigentlich stört, was mich persönlich ja schon etwas erheitert hat. Die Art und Weise wie der Autor den Charakter von Cesare herüber bringt ist selbstironisch, witzig und unterhaltsam, manchmal aber auch ziemlich hart. Diese genannte Atmosphäre zieht sich durch das gesamte Buch. Obwohl ich kein Fan von alten grimmigen Herren bin, wirkt Cesare sympathisch, gerade durch seine harte aber ehrliche Art, die nichts verschönert, wirkt er authentisch. Vom Gefühl und Charakter des Protagonisten erinnert Cesare mich an den Protagonisten von "Gran Torino", der es ja schließlich auch faustdick hinter den Ohren hat. Warum genau er Emma helfen möchte, erfährt man nur Häppchenweise, die Frau scheint einfach sein Herz zu erweichen. Die Parellele bildet eigentlich die offensichtliche Problematik mit seinen Kindern.  Er kann seinen Kindern nicht helfen, aber Emma kann er helfen. Das ist schon traurig, wenn man seinem eigenen Fleisch und Blut nicht helfen kann. Die charakterliche Entwicklung stagniert phasenweise, die Handlung an sich ist auch recht kurz, doch Cesare ist einfach ein guter, ehrlicher Mensch, dem ich selbst auch gern mal begegnen möchte. Besser ein alter Stoffel mit einem weichen Kern, als jemand, der einem falsch ins Gesicht lächelt und nur Böses im Sinn hat. Cesares verstorbene Frau Caterina wird anfangs als Drache dargestellt, doch mit seiner charakterlichen Entwicklung und Reife, versteht er sie immer mehr und mehr und zollt ihr somit mehr Respekt, was ein sehr schöner, positiver Ausklang ist. Für die Frau leider etwas zu spät. Das Ende ist berührend und gut gelungen, allein für das Ende, würde ich das Buch noch einmal lesen. Zusammengefasst hat mir das Buch Spaß gemacht zu lesen, es war witzig, tiefsinnig und berührend. Leider war die Handlung etwas knapp gehalten, sodass es am Handlungsstrang teilweise etwas langweilig war.

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  • Ein geniales Buch ,das man lesen muss

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    LadySamira091062

    LadySamira091062

    09. November 2015 um 13:30

    Cesare Annunziata ist 77  und  Witwer und eigentlich ein nörgelnder alter Kauz ,aber doch mit dem Herz am rechten Fleck,wenn denn grad in seine Gemütslage passt.Aber man kann sich seinem  Charm und  manchmal rabenschwarzen Humor nicht entziehen  Sein Leben verlief ohne große Höhen und Tiefen  ,seinen Beruf  hat er nicht gerne gemacht ,seine Frau  nunja  die große Liebe war es auch nicht grad,mit seinen Kindern versteht  er sich auch nicht unbedingt gut und  über seine Freunde  da lästert er  von Herzen gerne ..Mit seiner spitzen Zunge und ironischen Sprüchen macht  er sich nicht gerade überall Freunde,doch als in der Nachbarwohnung die junge Emma  einzieht ,da kommt Farbe und Freude  in sein Leben .  Cessare ist  ein totaler Egoist und doch macht er sich um  Emma und seine beiden alten Freunde  Sorgen  und ist sogar bereit sein Leben für Emmas Wohl aufs Spiel zu setzen ,auch wenn er weiss ,das in seinem Alter  das Leben nicht mehr viele Möglichkeiten bietet . Doch während er und  sein Freund noch zaudern ,ob sie  nun was unternehmen sollen und wenn ja was  nimmt das Schicksal seinen Lauf.       Cessares bissiger ,schwarzer Humor  und das  leider doch recht traurige Ende haben mir sehr viele schöne Lesestunden geschenkt, mich  auch   ein bischen nachdenklich gemacht und  auch  von Herzen schmunzeln lassen.Denn  Cessare  ist ein Unikum ,das man heut zu Tage nur noch selten trifft  und das man oft nicht  richtig zu würdigen weiss

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  • Der erste Tag vom rest meines Leben

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    RosaSarah

    RosaSarah

    06. November 2015 um 15:02

    Das Buch von Lorenzo Marone ist ein äußerst ungewöhnliches Buch mir einem ungewöhnlichen, fast unsympathischen Helden.   Es  fiel mir schwer ihn zu mögen und konnte nicht alle Gedanken des alten schrulligen Kerls teilen.. aber mit jeder Seite, mehr und mehr, schleicht Cesare sich in die Herzen der Leser. Man kann viel aus den Gedanken lernen, die sich Cesare macht und man merkt, dass Dinge nicht immer so sind, wie sie anfangs scheinen.   Mir gefielen die lustigen Momente des Buches, manchmal hab ich mich aber auch in seinen Gedanken verloren, habe aber immer wieder zurück gefunden. Alles in allemein gutes Buch mit schönen Lesemomenten, aber leider einem sehr abrupten Ende. Ein schön illustriertes Buch. Der schon ein bisschen von der Handlung verrät. Ein kleines feines Buch, für zwischen durch. Ich werde es mit der Zeit nochmal lesen.

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  • Intelligenter Roman

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    Ayanea

    Ayanea

    *Intelligenter Roman* Der erste Tag vom Rest meines Lebens ist ein wirklich hochwertiger, intelligenter Roman, der sich mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens beschäftigt- denn mal im Ernst: warum sollte ein Mann, der sich im letzten Drittel seines Lebens befindet noch um den heißen Brei reden? Cessare ist unser Hauptheld, 77 Jahre alt, allein lebend- hat zwei Kinder. Er würde sich selbst als "Kretin" bezeichnen und als kompletten Versager (zumindest was die Erziehung seiner Kinder betrifft) und ist immer nur am zetern und mürrisch sein. Ich muss gestehen: ich mochte Cessare sehr. Er nimmt kein Blatt vor dem Mund- er lebt sein Leben wie es ihm gefällt mit all seinen tragisch-komischen Seiten. Seine Sicht auf die Dinge ist mitunter sehr unangenehm und stößte auch bei mir auf Unverständnis (ich sag nur die Erzählungen, wenn es um seine tote Frau Caterine ging, die er im Verlauf der Ehe verlernt hat zu lieben). Aber gerade diese schonungslose Ehrlichkeit war das markanteste und beste an dem gesamten Roman. Cessare muss sich nicht mehr verstellen. Er ist alt, er nimmt das Leben wie es ist, wohl wissend, dass er jederzeit seinen letzten Schnapper machen kann. Unter dem schlechten Verhältnis zu seinen Kindern scheint er doch etwas zu leiden. Seine Tochter Sveva- Anwältin und unglücklich in ihrer Ehe, kommt vom Charakter ehestens nach Cessare und gerade deswegen streiten sich die beiden immer wieder. Sein Sohn Dante, ein Künstler, ist schwul. Er traut sich nicht, es seinem Vater zu sagen, dabei weiß er das schon lange. Andere Charaktere sind die Nachbarn von Cessare. Wichtigste Nebenfigur des Weiteren ist Emma. Diese zieht mit ihrem Mann in die gleiche Etage wie Cessare. Emma wird von ihrem Mann geschlagen und Cessare tut das was er eigentlich unbedingt vermeiden wollte: er mischt sich ein- dabei weiß er es doch eigentlich besser. Wörtliche Rede gibt es in dem Roman zwar auch, aber die Gedankengänge von Cessare überwiegen bei weitem und vermitteln den Leser seine Sicht und seine Eigenheiten. Mitunter waren richtige Satzperlen- ja ganze Abschnitte dabei. Ich musste sehr oft inne halten und über das nachdenken was da stand. Dieser Roman ist wirklich sehr intelligent und macht einfach Spaß zu leben. Man fühlt sich danach etwas geläutert. Ich bin froh, dass ich zu diesem doch recht ungewöhnlichen Roman gegriffen habe und ein bisschen meiner Zeit Cessare gewidmet habe- es war keine vergeudete. Und auch wenn das Buch doch recht traurig endet, hinterlässt es mich mit einem: Lebensmut und dem Willen darum zu kämpfen jeden Tag aufs neue glücklich zu sein- ich weiß, Cessare hätte das gemocht :) L E S E E M P F E H L U N G !

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    • 2
  • 283 Seiten die zum Nachdenken anregen

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    Kenda

    Kenda

    16. October 2015 um 17:39

    MEINE MEINUNG: Der Autor hat eine gute Mischung aus Sarkasmus, Ironie, Witz und der nicht so angenehmen Realität gefunden. Die Geschichte um Cesare liest sich angenehm und flüssig, sie hat mich sehr gut mitgenommen. Ich war so gefesselt das ich es schlecht weglegen konnte und fast in einem durchgelesen habe. 283 Seiten die zum Nachdenken anregen aber auch mit Witz. Cesare, ist 77 Jahre er ist nörgelig, ironisch und sarkastisch aber er schaut nicht weg. Sein Verhalten entspricht nicht so ganz dem was man sich normalerweise vorstellt aber er ist nun mal ein Original. Manches Mal schlüpft Cesare kurzfristig in andere Rollen und verschafft sich damit Momente wo andere Menschen ihn ganz anders wahrnehmen. Ich finde Cesare gut getroffen und gerade seine „Untypischkeit“ macht ihn liebenswert. Hier waren sehr viele wunderbare Textzeilen versteckt. Eine möchte ich hier zitieren, meiner Ansicht nach passt sie wunderbar zu Cesare. „Ich mag das Surreale. Die Wirklichkeit langweilt mich.“ Für mich ein wunderbarer Roman der mich durchweg überzeugt hat. MEIN FAZIT: Mich hat der Roman sehr gefesselt und ich kann ihn unbedingt weiter empfehlen. Eine wunderbare Lektüre um mal abzuschalten aber auch um mal nachzudenken.

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  • Kauziger Held, den man trotzdem ins Herz schließt

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    Tammy1982

    Tammy1982

    28. September 2015 um 17:37

    Dieses Buch kurz zusammenzufassen, finde ich gar nicht so einfach, da es im eigentlichen Sinne gar keine große Handlung gibt. Im Mittelpunkt steht der 77jährige Cesare Annunziata, der zum einen Episoden aus seinem aktuellen Leben schildert und gleichzeitig Abstecher in die Vergangenheit vornimmt, wobei v. a. die Frauen in seinem Leben einen großen Raum einnehmen. Er selber bezeichnet sich dabei eher als Menschenfeind, jedoch wird im Laufe des Buches deutlich, dass er eigentlich gar kein so übler Kerl ist, sondern nur alles dafür tut, einen schlechten Ruf zu bekommen. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Cesare geschrieben und ich fand es sehr amüsant, seinen zum Teil nörgeligen, staubtrockenen, aber irgendwie auch wieder liebenswürdigen Gedankengängen zu folgen. Aufgrund dieser Sicht wird schnell klar, dass er gar kein so übler Mensch ist, sondern oft auch falsch verstanden wird bzw. nicht richtig weiß, wie er sich ausdrücken soll. Gleichzeitig hat Cesare im Laufe des Buches einige Erkenntnisse und man kann seine positive Entwicklung als Leser richtig gut mitverfolgen. Nach einem schließlich sehr schrecklichen Erlebnis stellt er doch noch fest, dass er das Leben und auch die Menschen eigentlich mag. Bewundernswert finde ich, dass der Autor es geschafft hat, sich in die Gemütswelt eines 77jährigen hinein zu fühlen und dadurch gleichzeitig auch noch eine wunderbare Geschichte über das Älter werden geschrieben hat. Cesare repräsentiert dabei genau einen gut vorstellbaren alten Kauz, der das Herz aber doch am rechten Fleck hat. Alles in allem ein sehr unterhaltsames kleines Büchlein, das ich sehr gerne gelesen habe und das mich oft zum schmunzeln gebracht hat. Auch wenn es in diesem Sinne keine großartige fortschreitende Handlung gibt, war ich immer neugierig darauf zu erfahren, was Cesare als nächste wieder anstellt bzw. welche Erinnerungen er noch mit dem Leser teilt. Ein schönes Buch für zwischendurch, das mich gut gelaunt zurück gelassen hat.

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  • Die Versuchung, glücklich zu sein

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    R_Manthey

    R_Manthey

    26. September 2015 um 18:40

    So lautet wohl der Originaltitel dieses ungewöhnlichen Romans. Sein deutscher Titel lässt vermuten, dass Cesare Annunziata mit seinen 77 Jahren irgendeine tiefschürfende Erkenntnis gewonnen hat und nun sein Leben entsprechend umkrempeln würde. Aber so ist es nicht. Vielmehr bringt es das Alter mit sich, dass man zurückblickt und sich von vielen Verstrickungen befreien kann, in die man unerfahren und meistens langsam und ahnungslos geraten ist. Nun endlich gönnt sich Cesare auch mal "die Extravaganz, auf seine Instinkte zu hören". Und dabei ändert sich dann vielleicht doch so einiges. Cesare wohnt alleine. Seine Frau, die er schon lange nicht mehr liebte, verstarb vor einigen Jahren. Seine Kontakte beschränken sich auf seinen schwulen Sohn, seine unglücklich verheiratete Tochter, deren Sohn und zwei schrullige Nachbarn in seinem Alter. Und natürlich auf Rossana, zu der schon eine Ewigkeit geht und blaue Pillen schluckt, um sie bezahlt lieben zu dürfen. Während Cesare über seine Tage erzählt, lässt er seine Zuhörer auch an Gedanken teilhaben, die ihm oft kommen, wenn er ganz nebenbei immer wieder an sein vergangenes Leben zurückdenkt. Genau dabei überrascht er. Denn abgesehen von seiner sympathischen Selbstironie und seiner oft ins Sarkastische gehenden Beschreibung des Alltags fesselt vor allem seine unbedingte Ehrlichkeit. Wozu in seinem Alter noch etwas verklären oder sich etwas vormachen? An dieser Stelle fasst er den Leser unausweichlich. Denn das, was er da erzählt, kennen mit Sicherheit auch viel jüngere Menschen. Dass einem anderen Menschen etwas passiert ist, was man vieleicht gerade selbst erlebt, hat etwas von einer Offenbarung, weil man nun auch den Ausgang der Geschichte kennenlernt. "Wenn du Fehler säst, kannst du keine großartige Ernte erwarten", liest man. Oder: "Du lebst dein Leben in dem Glauben, dass eines Tages das geschieht, worauf du hoffst, um dann festzustellen, dass die Realität viel weniger romantisch ist, als du dachtest. Es stimmt, manchmal klopfen die Träume an deine Tür, aber nur wenn du dir die Mühe gemacht hast, sie einzuladen. Sonst kannst du sicher sein, dass du den Abend alleine verbringst." Cesare bezieht das auf sich, weil er es nicht vermochte, die Frauen seiner Träume in sein Leben zu führen und stattdessen in einer wenig leidenschaftlichen Beziehung verharrte. Indem er seine Zuhörer an seinen Gedanken teilhaben lässt, stellen sich ganz von alleine und völlig unaufdringlich ganz ähnliche Fragen an sie selbst ein. Der Mensch neigt zu Vergleichen. Und wenn einer so ehrlich sein Leben erzählt, dann kann man dieser Neigung nur noch schwer ausweichen. Es verwundert nicht, dass dieser Roman in Italien Begeisterung hervorrief. Seinem im Verhältnis zu Cesare sehr jungen Autor kann man nur Bewunderung für diesen Erstling zollen. Cesare könnte sein Vater sein. Um so erstaunlicher ist es, dass Marone sich völlig glaubhaft in den Kopf und den Alltag eines um die Lebenserfahrung einer ganzen Generation reicheren Mannes hineindenken konnte. Er schrieb ein wunderbares Buch, das natürlich auch eine Handlung besitzt, die dem Ganzen eine nachhaltige Wirkung verleiht. Denn sie enthält auch einen tragischen Gegenentwurf zu Cesares Leben, mit dem er sich plötzlich durch eine neue Nachbarin konfrontiert sieht. Nicht umsonst ist dieses Buch den "zerbrechlichen Seelen gewidmet, welche lieben, ohne sich selbst zu lieben".

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  • Lorenzo Marone - Der erste Tag vom Rest meines Lebens

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    SABO

    SABO

    Lorenzo Marone - "Der erste Tag vom Rest meines Lebens" - Pendo Neapel, Italien Dottore Cesare Annuntiata ist 77 Jahre alt und sagt, er hätte 73 Jahre davon verplempert. Seit seine Frau Caterina gestorben ist, wohnt er allein, die Kinder sind längst flügge.  In dem Mehrfamilienhaus gibt es noch mehr gestrandete Seelen, die das Leben aussortiert hat. Die ehemalige Lehrerin, die aus ihrer Wohnung ein Katzenasyl gemacht hat. Der freundliche Marino, der seit vielen Jahren sein Appartement nicht mehr verlassen hat, der Tod seiner Frau bremste ihn in seiner Lebenslust aus. Als ein junges Ehepaar einzieht und es öfter "scheppert", beschließen die drei Rentner der Frau zu helfen, die hübsche Emma läuft ihnen einfach zu oft mit großer Sonnenbrille herum. Ihr Plan, einem Manöver gleich. Cesare besitzt mehr Mut und Kaltschnäuzigkeit, als ihm gut tut. Sein Leben lang kam er damit durch, er kann es einfach nicht gut sein lassen, dabei könnte es ihn seine spröden Knochen kosten. Seine Tochter Sveva - mit der er sich gerne zankt - ist eine erfolgreiche Anwältin, doch mit ihm gewinnt sie keinen Streit. Sein Sohn Dante ist Galerist, seit Cesare ihn in einem korallenroten Hemd gesehen hat, erwartet er sein "Outing" stündlich. Cesare liebt seine Kinder und es dauert lange, bis er es ihnen sagt. Cesare resümiert und ist mit "seinen" Lesern gnadenlos ehrlich, er verschönt seine Missetaten nicht. Er bereut so einige Seitensprünge, am meisten die, die es nicht gab.. Der alte Herr ist noch rüstig und es steht ihm frei, wie er seiner Einsamkeit den Schwung nimmt, er hat eine Freundin, die an Warmherzigkeit kaum zu überbieten ist. -- Cesare ist ein sympathisches Schlitzohr, der ein wahrer Verwandlungskünstler ist, wenn es gilt, sich und andere aus einer brenzligen Situation herauszuflunkern. Ob Polizeipräsident a.D. oder 3 Sterne-General, Cesare hat ein unerschöpfliches Repertoire. Ein charmanter Kotzbrocken, den irgendwie die Weisheit am Kragen packt. Cesare zeigt, dass es ohne den Ernst des Lebens keine Freude geben kann. Ein Roman, der für Lachfältchen und feuchte Augen sorgt. Liebenswert und spannend. Cesare vor großartiger Kulisse: "Von jedem Punkt Neapels aus sieht man das Meer - und den Vesuv.." Ein herrliches Buch! "Cesare" hat mein Herz erobert! Bitte mehr davon! Da capo!

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    • 2
  • Kaum aus der Hand zu legen

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    MrsAmy

    MrsAmy

    22. September 2015 um 06:35

    Cesare ist 77 Jahre alt und bezeichnet sich selbst als Egoist. Die größten Vorteile die ihm das Rentnerdasein bietet? Er muss zu niemanden mehr nett sein und kann immer den alten Stoffel geben. Das er auch andere Seiten hat, das würde er niemals zugeben. Beispielsweise ist da die Beziehung zu seinem Sohn Dante, der Inhaber einer Kunstgalerie ist. Heimlich ist Cesare mächtig stolz auf Dante, doch zeigen oder gar sagen kann er es ihm nicht. Das würde viel zu sehr seinem Selbstbild widersprechen. Cesare lebt schon sehr lange in einem Mehrfamilienhaus mitten in der Innenstadt von Nepal. Die Wände sind dünn und so hat jeder Nachbar am Leben der anderen teil. Eines Tages zieht eine junge Frau namens Emma mit ihrem Freund ein. Cesare wird bald aufmerksam auf Emma, die schnell durch das Treppenhaus huscht und ungewöhnlich oft blaue Flecke hat. Schnell steht für Cesare fest: die junge Frau wird von ihrem Freund misshandelt. Und plötzlich erwacht in ihm der unbekannte Wunsch, einem anderen Menschen zu helfen. Dieser plötzlich neu entfachte Lebenswille setzt verschiedene Veränderungen in Gang und offenbart mehr und mehr Cesares wahren Charakter. „Der erste Tag vom Rest meines Lebens“ ist ein grandioser Roman des italienischen Autors Lorenzo Marone. Schnell wächst einem der alte Stoffel Cesare ans Herz, der im Laufe des Buches von seinem Leben erzählt. Er ist kein einfacherer Charakter, hat viele Frauen gehabt, seine eigene Frau Caterina nicht mehr geliebt und doch nie den Mut gehabt, sie zu verlassen. Doch man merkt auch, Caterina, die vor einigen Jahren an einer Krankheit gestorben ist, fehlt dem alten Mann, der sich nun ab und zu mit der ehemaligen Krankenschwester Rosanna vergnügt. Cesare ist kein Rentner, wie man ihn sich vorstellt. Er ist ein echter Charakter, der noch genauso lebt, wie andere, jüngerer Menschen und er beweist, dass das Alter nicht dazu führt, dass man zwangsläufig ein Tattergreis wird. Cesare reflektiert sein Leben, das geschieht aber kurzweilig und langweilt nie. Manchmal möchte man als Leser verwundert des Kopf über seinen Lebensweg schütteln. Besonders gut gefallen haben mir die zahlreichen tiefen Wahrheiten, die Cesare scheinbar beiläufig in Gedanken durchläuft. Nicht selten hätte ich gerne zum Stift gegriffen, um mir ein paar Zeilen dick zu markieren. Cesare lehrt uns, das Leben zu genießen und den Mut zum Leben zu haben und auch dazu, Entscheidungen zu treffen. Denn nichts ist schlimmer, als ein nicht gelebtes Leben. Die restlichen auftretenden Charakter sind sehr gut und mit der erforderlichen Tiefe ausgearbeitet. Besonderer Bedeutung kommt Cesares Kindern Dante und Sveva zu, die beide sehr verschiedene Existenzen haben und damit auch die Unterschiedlichkeit der Menschen verdeutlichen. „Der erste Tag vom Rest meines Lebens“ ist ein Roman, der gelesen werden will. Er ruft uns auf, zu Leben, Freundschaften zu schließen und unsere Liebe zu zeigen. Und er fordert uns auf, Mut zu haben, um für sich und andere zu kämpfen. Ein großartiges Buch!

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  • Grantig aber witzig

    Der erste Tag vom Rest meines Lebens
    marimirl

    marimirl

    21. September 2015 um 23:04

    Inhalt: Cesare ist ein 77-jähriger Mann, der meint, den Großteil seines Lebens nicht richtig gelebt zu haben. Er erzählt aus seiner Vergangenheit - auf eine sehr grantige und unzufriedene Art. Er hält sich selbst für kaltherzig, doch im Laufe der Geschichte lernt er wieder Gefallen am Leben zu finden und Bindungen zu Menschen aufzubauen. Er lernt Laura, seine junge Nachbarin kennen und versucht ihr in einer sehr schwierigen Situation zu helfen. Er kommt seinen Kindern näher und steht seinem Freund Marino bei, der seit Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen hat. Meine Meinung: Obwohl der Autor noch jung ist, kann er das Leben eines älteren Mannes unglaublich gut beschreiben. Der Charakter von Cesare wird sehr detailliert und authentisch dargestellt, sodass man ihn sich als Leser gut vorstellen kann und in ihn hineinfühlen kann. Er hat diese für viele ältere Menschen typische grimmige und grantige Art. Er ist unzufrieden mit dem, was er bisher in seinem Leben geleistet und erlebt hat. Cesare wird nicht unbedingt sympathisch beschrieben - er sieht jungen Frauen hinterher, hatte viele Affären und behauptet selbst, er hätte seine Frau nicht geliebt. Dennoch kann man ihn eigentlich gar nicht nicht mögen. Im Laufe des Buches werden viele Themen angeschnitten: natürlich das Altern und das Leben im Alter, aber auch Familienzusammenhalt, Freundschaft und häusliche Gewalt werden angesprochen. Das gesamt Buch wird aus der Sicht von Cesare erzählt. Normalerweise mag ich Bücher, in denen kaum Dialoge geführt werden, nicht besonders bzw. tu ich mir sehr schwer damit. Hier war das nicht der Fall, denn was Cesare zu erzählen hat, ist spannend, witzig und interessant. Gegen Ende des Buches gab es dann aber auch einen Teil, in dem ich mich ein bisschen gelangweilt habe - ich hatte dann einfach schon ein bisschen genug. Dafür muss ich einen halben Punkt abziehen. Ansonsten hat mir das Buch aber ausgesprochen gut gefallen.

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