Loreth Anne White

 4 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Winterjagd, Im kalten Nebel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Loreth Anne White

Winterjagd

Winterjagd

 (19)
Erschienen am 14.06.2016
Im kalten Nebel

Im kalten Nebel

 (3)
Erschienen am 04.07.2017
The Drowned Girls (Angie Pallorino Book 1)

The Drowned Girls (Angie Pallorino Book 1)

 (1)
Erschienen am 20.06.2017
The Slow Burn of Silence

The Slow Burn of Silence

 (0)
Erschienen am 24.06.2014
The Slow Burn of Silence

The Slow Burn of Silence

 (0)
Erschienen am 05.08.2014

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NataschaWahl81s avatar

Rezension zu "Winterjagd" von Loreth Anne White

Ödland ...
NataschaWahl81vor 6 Monaten

"Cole fragte sich, ob man wohl so weit fortgehen konnte, dass man den Rückweg nach Hause nicht mehr fand." 
 
Als ich die Autorin, welche ursprünglich aus Südafrika stammt, googelte, stellte ich mit Freuden fest, dass sie ebenso wie ich im "Romantic Suspense" Metier unterwegs ist und für einen ihrer Romane sogar den RITA - Award gewonnen hat, welcher unter den Romantik - Autorinnen ein sehr begehrter Preis ist. 
 
Neben "Winterjagd" ist jedoch nur "Im kaltem Nebel" von Loreth Anne White in Deutschland erhältlich, welche beide als reine "Thriller" angepriesen werden. 
 
Positiv aufgefallen ist mir die malerische und ausdrucksstarke Beschreibung des Settings, die mich stark an dem Stil von "Nora Roberts" erinnern und welche für mich ein großartiges Stilmittel ist. 
 
Der Roman wird aus der Sicht von 5 Personen dargestellt:
 
Olivia a`la Sarah Baker, Hauptprotagonistin, die zwölf Jahre zuvor vom Watt-Lake Killer entführt und vergewaltigt wurde.
Den Watt-Lake-Killer himself 
Cole McDonough - Olivias Love Interest
Gage Burton - Cop und Drahtzieher sowie seine elfjährige Tochter Tori.
 
Die verschiedenen Sichten der einzelnen Personen machen das ganze spannend sowie abwechslungsreich. 
 
Nun kommt aber das große ABER: Die eigentliche Spannung, der eigentliche Thriller fängt erst auf Seite 413 an. Davor ist es eine reine Liebesgeschichte, sowie pathetisches Sozialdrama. 
Und jener Teil kommt streckenweise so kitschig und klischeehaft wie in einer Soap-Opera vor. 
 
Zudem sind mir die drastischen Andeutungen, dass der Watt-Lake-Killer in seiner Kindheit missbraucht wurde, oftmals sauer aufgestoßen. Zudem wird die Autorin nicht müde, tausendmal zu betonen, dass der Killer gerade eine Erregung hat.  
Seine Jagdlust ..., die Aufregung ... hätte man meiner Meinung, subtiler verpacken können. 
 
Das Ende war erwartungsgemäß wenig überraschend und wurde fast schon nach Schema F abgespult. 
 
Nichtsdestotrotz ist "Winterjagd" ein stimmungsvoller Roman für kalte, kuschelige Nächte (auch wenn ich diesen im wonnigen Mai gelesen habe) 
 
"Ich habe auch das Gefühl vermisst, ein Zuhause zu haben. Du weißt schon, ein richtiges Zuhause. Wurzeln. Den Ort, an dem man aufgewachsen ist." 
 

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J

Rezension zu "Im kalten Nebel" von Loreth Anne White

Vergangenheitsbewältigung und Selbstfindung in stimmungsvoller Atmosphäre
Julia_Kathrin_Matosvor einem Jahr

Loreth Anne White hat eine altbekannte Grundidee inhaltlich und stilistisch toll umgesetzt.
Wo man andernorts auf eine naive oder konturlos anmutende Hauptfigur trifft, wirkt hier Hauptfigur Meg sehr lebendig, weist Ecken und Kanten auf, lädt zum Mitfühlen ein. Beruhend auf traumatischen Erlebnissen ist sie eine sich kühl gebende Karrierefrau, deren Fassade zu bröckeln beginnt.
Die Autorin versteht etwas davon, in das Setting einzusaugen. Es wird stets eine passende Atmosphäre erzeugt, mal bedrohlich-düster, mal zum Verlieben.
Es geht um Geheimnisse, Lügen, Selbstbetrug, Zuneigung, Eifersucht, Vertrauen, Misstrauen und die elementaren Fragen “Was macht uns zu dem, was wir sind? Was bewirken äußere Einflüsse? Was macht mich glücklich? Wie möchte ich leben? Wer möchte ich sein?”.
Eine Aufteilung in Schwarz und Weiß gibt es nicht, Motive für das jeweilige Handeln sind einfühlsam und einleuchtend dargestellt. Dadurch dass eine Vielzahl an spannenden Nebenfiguren mit ihren ganz eigenen Hintergründen, Problemen und Interessen ihren Auftritt haben, kann man lange über die 22 Jahre zurückliegenden Geschehnisse miträtseln. Immer mehr Puzzleteile fügen sich zusammen, wobei auch Rückschläge und unerwartete Wendungen nicht ausbleiben. Es werden reichlich Spannung und Emotionen geboten.
Großer Pluspunkt: Die unaufdringliche Vermittlung positiver Botschaften, die nachwirken und als Denkanstoß dienen können.

Was Interessierte wissen sollten: Umschreibungen von Gefühlsregungen nehmen textlich viel Raum ein. Dabei werden einige Phrasen zum Gemütszustand sehr oft bemüht, z. B. das gegen die Brust hämmernde/pochende oder für einen Schlag aussetzende Herz. Zudem werden Umgebung, Wetterlage und so manche banale Tätigkeit ausführlich beschrieben. Durchaus bildhaft beschrieben, z. B. mit stimmigen Metaphern, was dazu beiträgt, dass man tiefer in die Atmosphäre eintaucht und unterschwellige Stimmungen wahrnehmen kann. Aber nicht Jeder mag die hierdurch auftretenden Längen. Auch ich hätte mir manchmal mehr Tempo gewünscht. Insbesondere im Mittelteil, in dem Meg Zeitzeugen und Ermittelnde befragt, fiel die Spannungskurve ab. Und es gibt Stellen, die ein bisschen kitschig anmuten. Nicht zu sehr für meinen Geschmack, aber ich gehöre eben auch zu den Leuten, die dafür empfänglich sind.

Ich finde es super, dass mit Perspektivwechseln im personalen Erzählstil (Bewusstseinshorizont der erzählenden Figur) und mit Rückblenden gearbeitet wird. Unausgesprochene bedeutungsvolle Interpretationen zu Wahrgenommenem werden durch kursive Schrift hervorgehoben – ein Stilmittel, das mir gut gefällt.

Hat mich nicht ganz so gefesselt wie "Winterjagd”. Den Storyverlauf fand ich innovativer und unerwarteter, die inneren Kämpfe der Figuren noch intensiver und die Hauptfigur Olivia ging mir noch mehr ans Herz. Aber das ist Meckern auf sehr hohem Niveau. Ich spreche für beide Romane meine Leseempfehlung aus.
Meine 4 Sterne sind mit Tendenz zu 5 Sternen zu verstehen.
Ich freue mich auf einen dritten Roman von Loreth Anne White in deutscher Übersetzung.

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J

Rezension zu "Winterjagd" von Loreth Anne White

Emotionale Reise in stimmungsvoller Atmosphäre
Julia_Kathrin_Matosvor einem Jahr

Nichts für sensible Gemüter. Man erhält krasse Einblicke in die Gedankenwelt des Psychopathen und eindringliche Schilderungen zur Leidensgeschichte und zur Gefühlswelt der im Mittelpunkt stehenden Figur Olivia. Angst, Schmerz, Selbstzweifel und Hoffnung werden gut transportiert. Dies schuf Sympathie für die Hauptfigur und ich fieberte mit.
Ich mag es gern, wenn mit Wechseln in der Erzählperspektive und mit Rückblenden gearbeitet wird. So auch hier. Keine Figur ist nur Statist, es gibt dramatische Hintergründe für das jeweilige Handeln, die stückchenweise offenbart werden. Jeder der sich verbindenden Handlungsstränge leistet einen wertvollen Beitrag zum Lesevergnügen. Man hat einen Wissensvorsprung und ein paar Details und Rollen lassen sich früh erahnen, aber Rätsel und unerwartete Wendungen halten den Spannungslevel hoch.
Beschreibungen zur Umgebung empfinde ich bei anderen Romanen oft als langatmig und störend. Hier ist spürbar, dass die Autorin etwas davon versteht, in das Setting einzusaugen. Olivias Liebe zu ihrem landschaftlich ansprechenden Zufluchtsort wird authentisch rübergebracht.
Man erlebt mit, wie der Showdown näherrückt. Die vorherrschende Atmosphäre ist bedrohlich und düster, wird von hoffnungsvollen und herzerwärmenden Momenten angenehm durchbrochen.
Es gibt eine Liebesgeschichte, die sich schön in die Handlung einfügt. Mir egal, ob das ein bisschen klischeehaft ist. Passenderweise wirkt dieses Element nicht zu dominant und rutscht für meinen Geschmack auch nicht zu sehr ins Kitschige oder Unglaubwürdige ab.
Sprachlich keine hohe Literatur, dafür eingängig. Eine nicht ganz neue Idee wurde hier in Bezug auf Erzählstil und Aufbau von Emotionen und Spannung gelungen umgesetzt. Ein lange nachwirkender Roman, der Mut macht, sich selbst zu lieben und aus seiner Ausgangsposition das beste herauszuholen. Nicht umsonst einer meiner Lieblingsthriller.

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