Lori Gottlieb

 4.1 Sterne bei 22 Bewertungen

Lebenslauf von Lori Gottlieb

Lori Gottlieb ist Psychotherapeutin und Autorin mehrerer Bestseller. Sie schreibt regelmäßig für The Atlantic, The New York Times, Time, People, Elle und Slate. Lori Gottlieb lebt mit ihrer Familie in Kalifornien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lori Gottlieb

Cover des Buches Nimm ihn! (ISBN: 9783442171347)

Nimm ihn!

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Erschienen am 10.06.2010
Cover des Buches Marry Him! (ISBN: 9780525951513)

Marry Him!

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Erschienen am 04.02.2010
Cover des Buches Inside the Cult of Kibu (ISBN: 0738208159)

Inside the Cult of Kibu

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Erschienen am 01.09.2003
Cover des Buches Marry Him (ISBN: 9780451232168)

Marry Him

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Erschienen am 18.02.2011
Cover des Buches Stick Figure (ISBN: 9781439148907)

Stick Figure

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Erschienen am 17.11.2009

Neue Rezensionen zu Lori Gottlieb

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Rezension zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden" von Lori Gottlieb

Therapeutische Praxis unterhaltsam präsentiert
Kju_Bevor 5 Monaten

Das Buch „Vielleicht solltest du mal mit jemanden darüber reden“ von Lori Gottlieb gibt dem Leser einen Einblick in das spannende Feld der Psychotherapie. Auf der einen Seite werden Patientengeschichten der Autorin geschildert, aber auch der eigenen Therapie, in die sich Lori Gottlieb nach einer Trennung begibt. Vom Genre her würde ich dieses Buch am ehesten dem populärwissenschaftlichen Bereich zuordnen mit einem guten Unterhaltungswert.


Das Thema „Psychotherapie“ ist hier wunderbar dargestellt und man bekommt einen guten Einblick in psychologische Theorien und therapeutisches Handwerk. Die dargestellten Therapien sind sicherlich eher dem tiefenpsychologischem Verständnis zuzuordnen und unterscheiden sich doch deutlich von den anderen in Deutschland anerkannten Therapieverfahren, wie Verhaltenstherapie und Psychoanalyse. Hier hätte ich mir zum tieferen Verständnis im Rahmen eines Vorwortes eine Einordnung gewünscht. Das liegt sicherlich nicht in der Verantwortung der Autorin, sondern viel mehr des deutschen Verlages! Viele Menschen werden vermutlich dieses Buch lesen und selbst mit dem Gedanken spielen eine Therapie zu machen und könnten daher falsche Erwartungen haben.


Den Inhalt fand ich meistens sehr spannend dargestellt. Man wird Stück für Stück mit den unterschiedlichen Klienten vertraut gemacht und mir ging es so, dass man bald den ein oder anderen Liebling hatte und wissen wollte, wie es bei ihm weiter geht. Man hatte das Gefühl als Mäuschen den Therapiesitzungen beiwohnen zu können. Die Entwicklung der Klienten über den Therapieprozess hinweg fand ich beachtlich. Vor allem gegen Ende des Buchs fühlte ich mich emotional berührt und konnte sowohl mit den Klienten als auch der Therapeutin mitfühlen. Streckenwiese fand ich die Passagen, die sich mit der Biografie der Autorin beschäftigten etwas langatmig und auch nicht wirklich notwendig. Zudem haben mir die Beschreibungen der „eigenen“ Therapie der Autorin am wenigsten zugesagt. Es fällt mir schwer zu benennen, woran das genau lag, aber ich bin erst gegen Ende mit Wendell und diesem therapeutischen Prozess warm geworden. Die Schilderung des beruflichen Werdegangs bis zur Therapeutin war mir persönlich etwas zu langweilig. Nebenbei zeigt die Autorin immer wieder existenzielle Fragen auf, mit denen sich vermutlich jeder mal rumschlägt. Durch die Schilderungen im Buch wird daher auch ein Selbstreflexionsprozess angestoßen ohne platte Ratschläge zu geben.


Die Autorin bediente sich auf der einen Seite einer alltagsnahen Sprache, aber es kommen auch immer wieder Passagen vor, die es erforderlich machten Fachsprache zu verwenden. Dies stellte für mich keine Hürde dar, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass man zeitweise von der Informationsdichte der psychologischen Theorien überfordert sein könnte.


Insgesamt ein spannendes und auch unterhaltsames Buch, dass Einblick in den „geheimen“ Bereich der Psychotherapie gibt. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich grundsätzlich für das Mensch-sein interessiert und warum man so handelt, wie man nun mal handelt. Das Buch wird jeden befriedigen der eine gesunde Neugier hat und inspiriert sicherlich auch Menschen, die sich hier und da festgefahren fühlen. Einen Stern ziehe ich ab, da es zeitweise ein paar inhaltliche Längen gab und auch Therapie etwas „zu“ idealistisch dargestellt wird.

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Rezension zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden" von Lori Gottlieb

Großartiges Buch über Psychotherapie
-Leselust-vor 5 Monaten

Kurzmeinung:

"Vielleicht solltest du mal mit jemanden darüber reden" von Lori Gottlieb ist ein großartiges Buch über Psychotherapie und übers Menschsein. Für mich schon jetzt ein Jahreshighlight!



Meine Meinung:

Ich bin von diesem Buch so sehr begeistert, dass es mir schwer fällt, die richtigen Worte dafür zu finden. Das Buch ist mit seinen über 500 Seiten nicht gerade kurz, aber ich habe jede Seite geliebt und für mich hätte das Buch gern noch 500 Seiten länger sein können. 


Lori Gottlieb ist Psychotherapeutin in den USA und berichtet von ihrem Berufsalltag. Sie stellt mehrere ihrer Patienten vor und wir dürfen ihre Entwicklung in der Therapie verfolgen. Außerdem macht Gottlieb selbst eine Krise durch, nach dem sich ihr langjähriger Lebenspartner für sie überraschend von ihr getrennt hat, was sie veranlasst, sich selbst in Therapie zu begeben. Und so erhält man als Leser*in auch Einblicke in ihre Therapiesitzungen mit ihrem Therapeuten Wendell. Außerdem erzählt Gottlieb auch aus ihrer Biografie, stellt ihren Lebensweg dar. Wie sie zunächst Drehbücher in Hollywood gelesen hat, schließlich Medizin studierte und lange mit sich haderte, ob sie Schriftstellerin oder Ärztin sein will, bis sie schließlich in der Therapieausbildung ihre Berufung fand, das Schreiben jedoch nicht aufgab. 


Ich konnte für mich aus dieser Lektüre sehr viel mitnehmen. Das Buch stellt Menschen und ihre Krisen und Probleme dar, ohne sie jedoch  bloßzustellen. Gottlieb erzählt sehr einfühlsam und wertschätzend von universelle Probleme, die in der ein oder anderen Form jede*r kennt. Es geht um Verlust und Trauer, um Liebe und Angst. Angst vor Veränderung, vor dem Tod. 

Sie stellt dar, wie sich die Patienten in der Therapie selbst besser kennen lernen, ihre eigene Geschichte verstehen lernen und wie sie ihre jeweiligen Erlebnisse geprägt haben. 

In vielen der angesprochenen Themen habe ich mich auch selbst wiedererkannt und das Buch hat mir viel Stoff zum Nachdenken und Anstoß zur Selbstreflexion gegeben. Es ist aber kein Ratgeber oder Selbsthilfebuch. Aber es leistet einen Beitrag dazu, die Themen Therapie und psychische Krankheiten zu entstigmatisieren. Gottlieb zeigt, dass Therapie harte Arbeit ist, aber auch Spaß machen kann und eine wertvolle Erfahrung sein kann, die das Leben verändert. 


Fazit:

Ich möchte eine ganz große Empfehlung für "Vielleicht solltest du mal mit jemanden darüber reden" von Lori Gottlieb aussprechen. Das Buch ist unterhaltsam, tief bewegend, zum Weinen und zum Lachen. Es bietet viel Stoff zum Nachdenken und zur Selbstreflexion. Gottlieb gibt Einblick, was eigentlich in einer Psychotherapie passiert, und lässt sie dadurch ihren Schrecken verlieren. Sie spricht die universalen Themen des Menschseins an und gibt einem das Gefühl, mit seinen Sorgen und Problemen nicht allein zu sein und mach Hoffnung, dass es immer einen Ausweg geben kann. Und sie zeigt, dass Hilfe anzunehmen keine Schande ist. 

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Rezension zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden" von Lori Gottlieb

>Dieses Buch fragt: ‚Was verändert uns?‘<
sabatayn76vor 5 Monaten

>Dieses Buch fragt: ‚Was verändert uns?‘ Und gibt uns als Antwort: ‚Unsere Beziehung zu anderen Menschen.‘<

Lori Gottlieb ist Psychotherapeutin und Autorin, und in ‚Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden‘ erzählt sie von ausgewählten Patienten, die man als Leser mit durch den therapeutischen Prozess begleitet, von der Beziehung zwischen Therapeut und Patient, von ihren Gedanken und Gefühlen gegenüber ihren Patienten sowie von ihrer eigenen Psychotherapie. Zwischen all diesen Psychotherapiethemen schreibt Gottlieb jedoch auch von ihrer Arbeit als Journalistin, von ihrem (abgebrochenen) Medizinstudium, von ihrer Schwangerschaft, ihrer Partnerschaft und ihrer Krankheit.

Ich arbeite selbst als klinische Psychologin und habe mich beim Lesen bisweilen an eigene Erlebnisse erinnert, konnte mich in Gottliebs Gedanken und Gefühle, v.a. in Zusammenhang mit Erfahrungen bei psychotherapeutischen Sitzungen, gut hineinversetzen und musste oft schmunzeln, war aber häufig auch sehr berührt.

Das Buch hat mir von Anfang an gefallen: Gottliebs Art zu erklären, die Welt und ihre Patienten zu betrachten, ihre wertschätzende Sichtweise. Zudem ist Gottlieb eine sehr gute Erzählerin, weiß zu fesseln und zu unterhalten, kann berühren, sorgt für angenehme Lesestunden, die einem zudem Wissen über heterogene Themen vermitteln.

‚Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden‘ ist auch ein Buch über das Leben und über den Tod, darüber, was wichtig ist. Ich finde es sowohl aus therapeutischer als auch aus menschlicher Sicht lehrreich, bisweilen amüsant, bisweilen tragisch, kurzum: durch und durch menschlich.

Ich empfehle das Buch für Psychotherapeuten und Nicht-Psychotherapeuten, Menschen, die sich in Psychotherapie befinden, und für diejenigen ohne Psychotherapieerfahrung sowie für alle, die sich damit auseinandersetzen möchten, was unser Menschsein ausmacht.

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