Lori Wilde Schneegestöber im Herzen

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(1)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Schneegestöber im Herzen“ von Lori Wilde

Nora-Roberts-Leser werden dieses Buch lieben! Ein schweres Schicksal hat Jane und ihren kleinen Sohn Ben nach Twilight verschlagen. Dort lebt sie zusammen mit Ashley, einer anderen jungen Mutter, und deren Tochter Kimmie. Endlich hat Jane das Gefühl, in Sicherheit zu sein. Sie fühlt sich wohl in der Stadt, und in Ashleys Bruder Hutch findet sie nicht nur einen Freund, sondern einen Seelenverwandten. Bald schon spürt sie, wie sehr sie sich zu Hutch hingezogen fühlt. Doch gerade als sie das Gefühl hat, ihr Leben könnte sich zum Besseren wenden, da holt ihre Vergangenheit sie ein. Ausgerechnet zu Weihnachten geraten Jane, Ben und alle ihre Lieben in tödliche Gefahr ... Spannend, zärtlich und voller Humor: eine wunderbare Weihnachtsgeschichte

2 gebrochene Seelen, einige kritische Themen, etwas weihnachtliche Stimmung und die Kraft der Liebe: ergibt einen netten Roman

— MamaSandra
MamaSandra
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • 2 gebrochene Seelen, die zueinander finden – und das noch an Weihnachten

    Schneegestöber im Herzen
    MamaSandra

    MamaSandra

    16. January 2017 um 08:23

    Zum Inhalt: Meredith lebt derzeit mit ihrem 5-jährigen Sohn in Twilight, einem kleinen Ort im Norden von Texas. Sie nennt sich dort allerdings Jane Brown und ist von Beginn an ein sehr vorsichtiger Mensch. Schnell erfährt man auch warum: Meredith ist auf der Flucht vor ihrem Ex-Mann, ein gewalttätiger Mensch, der sie immer wieder aufspürt und nicht in Ruhe lässt. In Twilight lebt sie bei Ashley und ihrer ebenfalls 5-jährigen Tochter. Von einem Tag auf den anderen, kurz vor Weihnachten, verschwindet Ashley, reist mit einem neuen Bekannten einfach ins Ausland aus einer verliebten Laune heraus. Meredith kümmert sich nun um beide Kinder, versucht täglich Ashley zu erreichen, erfährt erstmals von deren Bruder und muss zudem noch bedeckt bleiben und sich im Ort nicht zu auffällig verhalten.  Hutch ist bei der Delta Force bzw. war es. Bei einem Angriff ist sein ganzes Team umgekommen, er war einziger Überlebender, leidet nun unter einer PTBS (Post-Traumatische-Belastungs-Störung) und kann nicht mehr sprechen. Letzteres ist aber laut Ärzten nur psychischer Natur. Hutch wird entlassen und nach Hause geschickt. Und zu Hause ist derzeit nur Meredith da, die ihn erstmal mit Pfefferspray begrüßt, weil sie dachte, dass ihr Ex-Mann sie wieder aufgespürt hat. Nun wollen bzw. müssen sich Meredith und Hutch arrangieren, die Kinder gemeinsam betreuen solange Ashley weg ist. Dafür werden von Meredith Regeln aufgestellt, auch zum Selbstschutz. Denn sofort ist eine Anziehung zu spüren, die Meredith Sorge bereitet. Außerdem fühlt sie sich einfach zu wohl in Twilight, aber kann eigentlich nicht mehr länger bleiben. Doch die Weihnachtstage stehen vor der Tür. Das Fest wollen sie für die Kinder schön gestalten, sich zusammen reißen und ihre Ängste besiegen. Ob ihnen das gelingt, wird sich zeigen. Auch, ob die Angst von Meredith vor ihrem Ex-Mann begründet ist und was eigentlich mit Ashley ist. Und natürlich ob die Regeln etwas nützen, um Meredith und Hutch auf Abstand zueinander zu halten.    Zum Schreibstil: Das Buch ist in 22 Kapitel unterteilt, erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten Meredith und Hutch. Beiden wird mehr oder weniger aus der Seele gesprochen, sodass man einen guten und tiefen Einblick in ihre Gefühlswelten bekommt. Die innere Zerrissenheit von Meredith wird auch in den Vordergrund gerückt, da sie in der Geschichte einen gewichtigeren Stellenwert hat. Die Art und Weise wie man Stück für Stück auf ihre Erfahrungen mit Sloane – dem Ex-Mann – hingeführt wird, ist der Autorin gut gelungen. Eine gewissen Spannung wird aufgebaut, da man natürlich Näheres erfahren möchte wer dieser Mann eigentlich ist und was genau ihr widerfahren ist. Zu Beginn des letzten Drittels werden der Leser und Meredith in Sicherheit gewogen, was man natürlich gleich als Finte ahnt. So wird auch bis zum Ende des Buches der Leser etwas gefesselt und überrascht.   Meine Einschätzung: Gekauft habe ich das Buch mit einigen Weihnachtsromanen, die mich kurzweilig und unterhaltsam auf die Feiertage einstimmen sollten. Ich habe dieses Buch zwar leider erst nach Silvester begonnen, aber Weihnachtsstimmung wäre mir auch im Dezember nicht aufgekommen. Es handelt sich bei diesem Buch um eine Mischung aus Liebesroman und Krimi. Wirklich kurzweilig war es nicht, man musste schon dran bleiben, um das Geschehen gut verfolgen zu können. Es wurden ernste Themen angeschnitten: Borderline, PTBS, Trauma der Kriegsveteranen, Soziopathen, kriminelle Hüter des Gesetzes, Gewalt in der Ehe… Teilweise keine leichte Kost. Nichts davon wurde heruntergespielt oder als gewöhnlich abgetan, sondern mit einer gewissen Ernsthaftigkeit in die Geschichte eingefügt. Nicht zu viel Ärzte-Deutsch, nicht zu wenig Informationen für Außenstehende. Man konnte mit allen Themen etwas anfangen, fühlte sich nicht damit überfordert oder genervt. Das ist der Autorin gut gelungen. Das ist für einen gemütlichen Weihnachtsroman etwas zu schwer, zumal die Geschichte nahezu in jeder Jahreszeit hätte spielen können. Lediglich die weihnachtliche Atmosphäre für die Kinder, die besonders empfindliche Jahreszeit für schwierige Lebenssituationen rechtfertigen wohl den Zeitraum der Geschehnissen und die Kategorisierung Weihnachtsroman.  Die Geschichte an sich war nicht schlecht. Spannung wurde sehr gut aufgebaut, der Leser ab und zu nochmal überrascht. Auch wenn ich nicht der Krimi-Leser bin, schaue ich solche doch gern im TV und empfand es in dieser Geschichte eher als gutes Topic. Es blieb wirklich bis fast zur letzten Seite interessant. Ich kann auch nicht sagen, dass es mir zwischendurch zu langatmig wurde, wenn auch manche Situationen ziemlich gedehnt wurden. Das hat der Geschichte gesamt aber nicht geschadet.  Der Schluss an sich, der Abschnitt mit Ashley, hat mir allerdings gar nicht gefallen. Auch wenn sie krank war und dadurch ihre Fehlerchen hat, so hat man sie zum Schluss der Geschichte nicht ausreichend gewürdigt. Die Protagonisten und auch die Kinder sind ziemlich locker mit allem umgegangen was in der Geschichte geschehen ist, als wäre es alles nicht so wild. Das hätte ich mir weitaus emotionaler vorgestellt, vor allem von Seite des Bruders. Aber das Happy End an sich war weihnachtlich romantisch.

    Mehr
  • Winterzeit ist Weihnachtszeit

    Schneegestöber im Herzen
    Freyheit

    Freyheit

    09. January 2017 um 20:05

    Ein Liebesroman mit ernstem Hintergrund. Spannend, aufreibend und romantisch. Erst war ich ja etwas genervt. Irgendwie sind es in amerikanischen Romanen immer irgendwelche Soldaten (meist der Special Forces), die in den Himmel gehoben werden. Maskulin, muskelbepackt, dominant und jederzeit zum Töten bereit. Von den Frauen vergöttert erfüllen sie jedes Heldenbild – so auch Hutch. Trotzdem bringt Wilde mir die Geschichte der Protagonisten einfühlsam nahe. Ihre Vergangenheit, Erlebnisse aus der Kindheit und was zur derzeitigen Situation geführt hat. So schafft sie es nicht nur, dass Meredith sich Hutch öffnet und vertraut, sondern auch ich fühle mich immer mehr von ihm angezogen. Aus einem Soldaten wird der verständnisvolle Ersatzvater mit Charme und Humor. Und ja, er hat den Titel „Held“ definitiv verdient. :-) Auch Meredith wird mir immer sympathischer. Eine tapfere, kluge und liebevolle Mutter. Das Buch bekommt nochmal einen richtigen Schupps, als es Tote gibt. Damit habe ich nun gar nicht gerechnet. Das macht es nochmal um so einiges lesenswerter. Alle aufkommenden Fragen werden im Verlauf der Geschichte aufgeklärt, was ich sehr wichtig finde. Fazit: Ein schönes Buch für die Frau, die mal nicht nur von Liebe, Herzschmerz und Erotik lesen will. So darf es zur Abwechslung auch mal eine Brise „Krimi“ sein. Sehr gelungene Winterlektüre, da auch die Weihnachtsstimmung nicht zu kurz kommt.

    Mehr