Das Buch besteht aus einer zusammenhanglosen Aneinanderreihung von Fakten, die teilweise unverständlich, aber oft falsch dargestellt werden. Man hat den Eindruck, dass die Autoren selber nicht verstanden haben, worüber sie schreiben. Dabei handelt es sich laut Klappentext um „eine Beraterin namhafter wissenschaftlicher Institutionen“ und einen „Wissenschaftshistoriker“ – kaum zu glauben.
Wenn man genauer hinschaut findet man auf jeder Seite mehrere Fehler. Das können harmlose sein, wie die Länge der Marathonstrecke, die mit 41,195 km einen Kilometer zu kurz angegeben ist oder ein Olympiasieger, der Thomas Wasserberg genannt wird, aber Wassberg heißt (Seite 28).
Schlimmer wird es auf der Seite 29: „Ole Römer stellte 1671 fest, dass die Zeitabstände zwischen den Eklipsen des Jupitermondes Io zwanzig Minuten kürzer waren, wenn die Erde Jupiter in größerer Nähe umkreiste, als wenn sich die beiden Gestirne auseinander bewegten.“ Die Autoren haben es hier geschafft, in einem Satz vier fachliche Fehler unterzubringen. Die hier beschriebenen Beobachtungen hat Römer erst 1676 gemacht und die Erde umkreist bekanntlich die Sonne und nicht den Jupiter. Bei den erwähnten zwanzig Minuten (bei Römer waren es übrigens 22) geht es nicht um den Zeitraum zwischen den Eklipsen, sondern darum, dass die Eklipsen zwanzig Minuten früher als erwartet eintraten, wenn sich die Erde in Jupiternähe befand als wenn sie in maximaler Entfernung war. (In dieser Zeit durchläuft das Licht den Durchmesser der Erdbahn.)
Nicht besser wird es auf Seite 30: „Albert Einstein führte diesen Gedankengang (dass die Zeit ein relativer Begriff sei) fort. In einer Reihe von Artikeln, erläuterte er die Quantentheorie des Lichts und führte das Konzept einer vierten Dimension – die Raumzeit – in seiner Speziellen Relativitätstheorie ein.“ Einstein hat zwar Artikel über die Quantentheorie des Lichts geschrieben und dafür auch den Nobelpreis gewonnen, nur hat das mit der Relativität der Zeit, um die es hier geht, nichts zu tun. Richtig ist ferner, dass Einstein das Konzept einer vierten Dimension eingeführt hat, allerdings ist die vierte Dimension die Zeit und nicht die Raumzeit. Ein kleiner aber wichtiger Unterschied, denn unter Raumzeit versteht man das vierdimensionale Gebilde aus drei Raumdimensionen und der Zeit.
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen, allerdings ist das Manuskript im Englischen nie erschienen. Jetzt verstehe ich auch warum.





