Lorie Karnath

 2,7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor*in von Sam Shaw, Verwegene Frauen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Lorie Karnath

Cover des Buches Sam Shaw (ISBN: 9783775726948)

Sam Shaw

(1)
Erschienen am 11.10.2010
Cover des Buches Verwegene Frauen (ISBN: 9783724310235)

Verwegene Frauen

(1)
Erschienen am 18.09.2009
Cover des Buches Eine kurze Geschichte des Vermessens (ISBN: 9783776625806)

Eine kurze Geschichte des Vermessens

(1)
Erschienen am 01.09.2008
Cover des Buches Sam Shaw (ISBN: 9783775726955)

Sam Shaw

(0)
Erschienen am 11.10.2010

Neue Rezensionen zu Lorie Karnath

Cover des Buches Eine kurze Geschichte des Vermessens (ISBN: 9783776625806)
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Rezension zu "Eine kurze Geschichte des Vermessens" von Lorie Karnath

FerdiArden
Eine lange Geschichte von Fehlern

Das Buch besteht aus einer zusammenhanglosen Aneinanderreihung von Fakten, die teilweise unverständlich, aber oft falsch dargestellt werden. Man hat den Eindruck, dass die Autoren selber nicht verstanden haben, worüber sie schreiben. Dabei handelt es sich laut Klappentext um „eine Beraterin namhafter wissenschaftlicher Institutionen“ und einen „Wissenschaftshistoriker“ – kaum zu glauben.

Wenn man genauer hinschaut findet man auf jeder Seite mehrere Fehler. Das können harmlose sein, wie die Länge der Marathonstrecke, die mit 41,195 km einen Kilometer zu kurz angegeben ist oder ein Olympiasieger, der Thomas Wasserberg genannt wird, aber Wassberg heißt (Seite 28).

Schlimmer wird es auf der Seite 29: „Ole Römer stellte 1671 fest, dass die Zeitabstände zwischen den Eklipsen des Jupitermondes Io zwanzig Minuten kürzer waren, wenn die Erde Jupiter in größerer Nähe umkreiste, als wenn sich die beiden Gestirne auseinander bewegten.“ Die Autoren haben es hier geschafft, in einem Satz vier fachliche Fehler unterzubringen. Die hier beschriebenen Beobachtungen hat Römer erst 1676 gemacht und die Erde umkreist bekanntlich die Sonne und nicht den Jupiter. Bei den erwähnten zwanzig Minuten (bei Römer waren es übrigens 22) geht es nicht um den Zeitraum zwischen den Eklipsen, sondern darum, dass die Eklipsen zwanzig Minuten früher als erwartet eintraten, wenn sich die Erde in Jupiternähe befand als wenn sie in maximaler Entfernung war. (In dieser Zeit durchläuft das Licht den Durchmesser der Erdbahn.)

Nicht besser wird es auf Seite 30: „Albert Einstein führte diesen Gedankengang (dass die Zeit ein relativer Begriff sei) fort. In einer Reihe von Artikeln, erläuterte er die Quantentheorie des Lichts und führte das Konzept einer vierten Dimension – die Raumzeit – in seiner Speziellen Relativitätstheorie ein.“ Einstein hat zwar Artikel über die Quantentheorie des Lichts geschrieben und dafür auch den Nobelpreis gewonnen, nur hat das mit der Relativität der Zeit, um die es hier geht, nichts zu tun. Richtig ist ferner, dass Einstein das Konzept einer vierten Dimension eingeführt hat, allerdings ist die vierte Dimension die Zeit und nicht die Raumzeit. Ein kleiner aber wichtiger Unterschied, denn unter Raumzeit versteht man das vierdimensionale Gebilde aus drei Raumdimensionen und der Zeit.

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Übersetzung aus dem Englischen, allerdings ist das Manuskript im Englischen nie erschienen. Jetzt verstehe ich auch warum.

Cover des Buches Sam Shaw (ISBN: 9783775726948)
W

Rezension zu "Sam Shaw" von Lorie Karnath

WinfriedStanzick
Rezension zu "Sam Shaw" von Sam Shaw

Die langjährige Kollegin und Freudnin des 1999 verstorbenen genialen Fotografen und Zeithistorikers Sam Shaw, Lorie Karnath, die ihn über viele Jahre auf seinen unzähligen Reisen durch die ganze Welt begleitete, ist ein Meisterwerk und setzt dem Leben und dem einzigartigen fotografischen Werk Sam Shaws ein würdiges Denkmal.

Sam Shaw hat immer wieder berühmte Menschen fotografiert, Schauspieler vorzugsweise. Seine Bilder von Marilyn Monroe sind als Ikonen rund um die Welt gegangen. Viele davon sind auch in diesem Band abgedruckt. Obwohl Sam Shaw die erst 2007 in den USA entdeckten Tagebücher und Gedichte von Marilyn Monroe nicht kennen konnte, hat er etwas vom Innenleben dieser Ikone, von der man schon zu Lebzeiten ahnte, dass das nach außen gezeigte Bild nicht dem entsprach, was diese als Sexidol verkannte Frau in ihrem Inneren erlebte, wahrgenommen und auf seinen Bildern eingefangen. Wie die
wunderbaren, bewegenden und wirklich schönen Gedichte (Tapfer Lieben, S. Fischer 2010) ,die einen verletzten Menschen zeigen, der schon lange, bevor er sich das Leben nahm, mit dem Gedanken daran spielte, zeigen auch Shaws Bilder schon die zarte Verletzlichkeit einer Frau, die aber dennoch das Schöne am Leben und vor allem die Liebe, die sie in sich trug, in poetischen Worten beschwören konnte.

Doch die Bilder von Marilyn Monroe sind nur ein Teil dieses Werkes, das auch erzählt von der Geschichte der USA, von Armut und Glanz, von Gewalt und Krieg, von Rassismus und Unterdrückung. Diese Bilder Shaws haben Geschichte geschrieben. Auch aus anderen Ländern, etwa aus Irland, sind hier Bilder versammelt.

Die erinnernden Texte von Lorie Karnath machen das in Leinen gebundene, wertvolle Buch zu einer einzigartigen Biographie eines genialen Fotgrafen und Filmproduzenten.

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