Lorna Graham

 3.2 Sterne bei 37 Bewertungen

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Zwei Zimmer, Küche, Geist

Zwei Zimmer, Küche, Geist

 (37)
Erschienen am 08.11.2011
The Ghost of Greenwich Village

The Ghost of Greenwich Village

 (0)
Erschienen am 28.06.2011

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Themistokeless avatar

Rezension zu "Zwei Zimmer, Küche, Geist" von Lorna Graham

Zwei Zimmer, Küche, Geist
Themistokelesvor 3 Jahren

Dieses Buch hat mir auf jeden Fall bewiesen, dass man dem Klappentext oftmals besser keinen großen Glauben schenken sollte. Besonders falsch an diesem Klappentext war vor allen Dingen er letzte Satz, der mir den Eindruck vermittelte, dass es sich um einen lustigen Roman mit vielen witzigen Dates handelt, an deren Verlauf Donalds nicht ganz unschuldig ist. Aber weit gefehlt! Denn genau mit so was kann der Roman nicht dienen, sondern eher mit dem vollkommenen Gegenteil.

Manche Szenen in dem Roman sind zwar auch amüsant, aber insgesamt gibt es deutlich mehr ernste Szenen, denn der Roman ist doch ein Stück tiefgängiger, als man vielleicht denken mag. Statt nur um einen amüsanten Geist handelt es sich bei Donald eher um einen zu früh verstorbenen Künstler, der noch einigem in seinem alten Leben nachtrauert und tiefe Risse in seiner Seele hat. Jedoch macht seine Art ihn auch ab und an recht lustig und Eve das Leben schwer, da sie wegen Donald keins ihrer Dates, denn die gibt es schon irgendwie, in ihre Wohnung lassen mag.

Es ist aber auf jeden Fall ein interessantes Buch, wenn man sich für das leben der Beat-Generation und ihre Autoren in New York interessiert, wie auch das Leben in den 50er und 60er Jahren, da sich damit durch Eve sehr viel beschäftigt wird. Auch die Mode dieser Zeit ist ein sehr relevantes Thema für das Buch, aber vor allen Dingen die Gefühle und Erinnerungen, denen Eve nachspürt auf den Pfaden ihrer Mutter wandelnd und die Probleme mit denen Eve im Alltag kämpfen muss, um in New York bleiben zu können, da sie unbedingt ihre Forschungen in Bezug auf ihre Mutter weiterführen will.

Vieles davon ist recht tiefgreifend und emotional geschildert und einiges auch spannend oder lustig, aber allein schon von der Atmosphäre her, die versucht das New York zweier sehr unterschiedlicher Epochen zu verbinden, stimmt der Roman einfach nicht mit einer lustigen Schulze überein, wie ich sie erwartet hätte.

Es macht aber Spaß den Roman zu lesen, wenn man sich darauf einlassen kann, dass er anders ist als erwartet und doch eine sehr spezielle Zeit beleuchtet. Und man kann auch noch so einiges lernen, wenn man sich bisher mit den Autoren und dem New York dieser Zeit nicht so auskennt.

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A

Rezension zu "Zwei Zimmer, Küche, Geist" von Lorna Graham

Zwei Zimmer, Küche, Geist
allemvor 3 Jahren

Allgemeines: Das Buch wurde von Lorna Graham geschrieben, hat 446 Seiten und kostet in Deutschland 8,99€.

Klappentext: Sex, the City and the Ghost                                                                                        

Eve kann ihr Glück nicht fassen: ein traumhaft schönes Apartment im angesagtesten Viertel New Yorks, und noch dazu spottbillig. Wo ist der Haken? Der Haken heißt Donald, ist permanent schlecht gelaunt und- tot. Der Geist eines erfolglosen Dichters geht Eve nicht nur mit seinen Texten schwer auf die Nerven, zu allem Unglück mischt er sich auch noch in ihr (Liebes-) Leben ein, und seine Dating- Tipps sind leider mindestens so schlecht wie seine Stories. Blöd für Eve, lustig für alle anderen!

Meine Meinung: Erstmal ist der Cover des Buches sehr ansprechend. Er ist schön gestaltet und auch das Foto der Frau im Fenster passt zu der sonst gezeichneten Umgebung. Inhaltlich möchte ich nicht sagen, dass ich von dem Buch enttäuscht war, aber es war doch anders als ich es erwartet habe. Donald, der laut Klappentext nur schlecht gelaunt ist, entpuppt sich im Buch als ein eigentlich sehr liebenswürdiger Zeitgenosse, den Eve schnell in ihr Herz geschlossen hat. Seine angeblich ständig schlechte Laune kommt nicht ganz zum Ausdruck und auch sonst hatte ich mir unter Donald etwas anderes Vorgestellt als im Buch beschrieben. Dies ist meiner Meinung nach schon ein ziemlicher Wiederspruch zum Klappentext. Trotzdem stellt er einen interessanten Charakter dar. Eve zieht auf der Suche nach Spuren ihrer Mutter nach New York. Hier finde ich das ganze etwas zu unrealistisch gehalten. Es werden teilweise Dinge genannt, die im wirklichen Leben es wohl so einfach nicht geben kann, was ich sehr schade finde. Ansonsten verleiht es dem Buch etwas Spannung und macht es interessant. Besonders Unterhaltsam ist Eves Job. Alle Buchstellen die in dem Büro spielen sind ausgesprochen gut gelungen und sehr witzig. 

Fazit: Trotz dieser kleinen Mängel ist das Buch ausgesprochen gut gelungen und absolut empfehlenswert. Es eignet sich ideal für das Lesen zwischendurch und ist wirklich spitze geworden. Das Preis- Leistungs Verhältnis ist bei diesem Buch wirklich ausgesprochen gut und ich kann es nur jedem weiterempfehlen.

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LeBoudoirs avatar

Rezension zu "Zwei Zimmer, Küche, Geist" von Lorna Graham

Besser als erwartet...
LeBoudoirvor 3 Jahren

und ich habe ehrlich gesagt bei diesem einfallslosem Titel nicht gerade viel erwartet. Aber aus irgendeinem Grund stand ich in der Bibliothek mit diesem Buch in der Hand und habe den Klappentext gelesen. Eve lebt im Greenwich Village in einem tollen Apartment, welches nur einen Haken hat - einen Geist. Donald, der Geist, war zu Lebzeiten ein erfolgloser Dichter und geht nun Eve mit seinen Texten und seinen Datingtipps auf die Nerven. Das klang witzig, also habe ich das erste Kapitel gelesen und entschieden das Buch auszuleihen und ich habe es nicht bereut. 

Eve ist nach New York gezogen um ihrer verstorbenen Mutter näher zu kommen, die vor Eves Geburt glückliche Jahre im Big Apple verbracht hatte. Eve hat die schönen Kleider von ihrer Mutter geerbt und so spaziert sie in Vintage-Designer-Kleidchen durch das Village und erkundet die verschiedenen Orte und Lokale, welche ihre Mutter früher immer erwähnt hatte. Darunter zum Beispiel "Chumley's" ein historisches Pub und ehemaliges Speak-Easy. Donald, ein narzisstischer Poltergeist, redet Eve überall rein - sowohl was ihre Arbeit, als auch was ihr Liebesleben betrifft. Weil Donald ein Dichter der Beat-Generation war, erfährt man viel über diese Zeit und Literatur. Eve erlebt viele Up and Downs während der Geschichte unter anderem in ihrem Job, aber auch in ihren Freundschaften. Die verschiedenen Stränge der Erzählung kommen am Ende zu einem sinnvollen Ganzen zusammen und Eve kann schlussendlich verstehen, warum ihre Mutter fortging von New York und doch die Stadt nie vergessen konnte.

Die Geschichte ist locker, leicht und witzig. Es ist so geschrieben, dass man sowohl Lust auf einen Trip nach New York bekommt, als auch Lust darauf Jack Kerouac zu lesen. 

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