Lorraine Fouchet Die Farben des Lebens

(19)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 16 Rezensionen
(12)
(6)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Farben des Lebens“ von Lorraine Fouchet

Nichts ist so viel wert wie das Leben: Ein Roman über das Altern, den Verlust eines geliebten Menschen, den Kreislauf des Lebens – voller Lebenslust und mit einem positiven Blick auf die Welt. Nach dem Tod ihrer Großmutter flieht Kim von der bretonischen Insel Groix und reist gen Süden, um in Antibes eine dickköpfige alte Dame zu betreuen. Gilonne wird schnell zu ihrer Ersatzgroßmutter. Außer Kim kümmert sich auch Gilonnes Sohn rührend um sie. Umso überraschter ist Kim, als sie herausfindet, dass Gilonnes Sohn angeblich vor Jahrzehnten verschwunden ist. Ist die alte Dame einem Hochstapler aufgesessen? Kim will Gilonne beschützen und macht sich daran, lang gehütete Familiengeheimnisse zu lüften …

Was für ein wundervolles Buch ♥

— 19angelika63

beindruckend einfühlsame Beschäftigung mit Alter und Tod, Liebe und Vertrauen.

— katze267

„Die Farben des Lebens“ machen Lust auf das Leben, denn es ist lebenswert, auch wenn es uns manchmal an unsere Grenzen führt.

— schlumeline

Für Lorraine Fouchet gibt es kein Schwarz oder Weiß, kein Gut oder Böse, für sie gibt es tausend Facetten! Wunderbar!

— Edelstella

Ein wunderbares Buch dass zum Nachdenken anregen soll! Eine spannende Reise wie das Leben selbst.

— biggtat

sehr tiefgründiger Roman zum Thema Familie und Alter, der zum Nachdenken animiert!

— vronika22

Lorraine Fouchet konnte mich erneut begeistern. Spannend erzählt, liebevoll geformte Figuren und ein schönes Ende für fast alle!

— miro76

Ein unterhaltsamer Roman mit Tiefgang um das Alter und alt werden.

— brenda_wolf

Emotionen, Geheimnisse, die Liebe- eine Geschichte, die den Leser gefangen nimmt

— Buchraettin

Insgesamt ein schöner Roman mit einem wichtigen Thema, an dem wir alle nicht vorbeikommen.

— misery3103

Stöbern in Romane

Louis oder Der Ritt auf der Schildkröte

Die Idee ist toll. Der Stil aber ist viel zu distanziert

fuxli

Die Ermordung des Commendatore Band 2

Eigentlich liebe ich Murakamis Romane, aber dieser zweite Teil hat es mir echt schwer gemacht...

hannipalanni

Die Geschichte des Wassers

Kommt nicht an "Die Geschichte der Bienen" heran

vielleser18

Eine Liebe in Apulien

unterhaltsam, romantisch und auch etwas spannend

vronika22

Kraft

Ein pseudo-intellektueller mit Verweisen gespickter Roman über einen Pessimisten in der Midlife-Crisis. Klischeehaft & neoliberal.

simone_richter

Das schönste Mädchen der Welt

typisch nostalgisch und lebensecht. Figuren, die nicht das Leben manifestieren, sondern das Leben sind. Klassisch - Fantastisch!

Literatur-Universum

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ode an die Freundschaft

    Die Farben des Lebens

    Orisha

    17. April 2018 um 22:26

    Kim wächst bei ihrer Großmutter auf. Als die sich eines Tages das Leben nimmt, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie kann diesen Schritt nicht nachvollziehen und will erkunden, was das Alter ausmacht. Bei ihrer Suche trifft sie auf Gilonnne, die in Antibes im Altersheim lebt und nur noch ihren Sohn Côme hat. Schnell schließt sie die alte Dame ins Herz, die ihren ganz eigenen Willen hat. Als sie nach und nach in die Familiengeheimnisse eintaucht, macht sie eine Entdeckung, die das Erzählte schnell in Frage stellt.  Loirraine Fouchets Roman ist eine Ode an das Leben, an das Alter und an Familien in jeglicher Konstellation und zugleich eine Hommage an die Rothaarigen dieser Welt. Kims Suche nach dem Sinn des Lebens, den Gründen fürs Altwerden ist charmant dargestellt ohne kitschig zu sein. Fouchets Charaktere haben Ecken und Kanten, in Abgründe geschaut, wurden verstoßen und rappelten sich ganz von allein wieder auf und fanden Halt an unerwartete Stelle. So ist der Roman auch ein Loblied auf die Freundschaft, an jene Menschen, die nicht zur klassischen Familienkonstellation gehören und diejenigen, die in Freunden manchmal eher eine Familie finden, als in ihren eigenen. Kurzum Fouchets Roman macht Freude, ist kurzweilig, überraschend und macht einfach Spaß.  Fazit: Ein kurzweiliger Spaß um ernste Themen, die Fouchet gekonnt leicht verpackt. Lesenswert.

    Mehr
  • Pros und Kontras der Sache namens Leben

    Die Farben des Lebens

    Nabura

    09. April 2018 um 20:44

    Kim lebt auf der bretonischen Insel Groix und betreibt gemeinsam mit ihrem Freund Clovis einen Zeitungsladen. Außer ihm hat sie nur noch ihre Großmutter. Dass diese in die Schweiz fährt, um dort zu sterben, wirft Kim völlig aus der Bahn. Sie beginnt, in einem Notizbuch Pros und Kontras des Lebens zu sammeln und braucht dringend einen vorübergehenden Tapetenwechsel. Über eine Freundin erfährt sie, das eine Dame in einem exklusiven Seniorenheim in Antibes Unterstützung braucht. Gilonne ist in letzter Zeit immer verwirrter, akzeptiert Kim aber gleich als Mitglied in der Liga der glücklichen Rothaarigen. Die Demenz hat Gilonne verändert, und was andere über sie, ihr Verhalten und ihre Geschichte erzählen wirft für Kim so manches Rätsel auf.Ich habe mich sehr gefreut, nach „Ein geschenkter Anfang“ mit diesem Buch der Insel Groix erneut einen Besuch abzustatten. Die beiden Bücher sind nur ganz lose miteinander verknüpft, sodass man kein Vorwissen benötigt. Gleich auf den ersten Seiten erhält Kim den letzten Anruf ihrer Großmutter, die in der Schweiz nach eigener Aussage mit Stil das Handtuch wirft. Ich konnte gut verstehen, wie sehr das Kim aufwühlt – sie war ihre einzige Familie und ihre Entscheidung kommt für sie überraschend. Schade fand ich, dass nicht weiter auf die Entscheidung der Großmutter eingegangen wird und ihre Motive völlig im Dunklen bleiben. Es wird nur erwähnt, dass sie mit Kim schon einmal über das Thema Sterbehilfe gestritten hat. Stattdessen konzentriert sich die Geschichte auf Kim, die einen Tapetenwechsel als einzigen Ausweg sieht, um sich auf das zu besinnen, was das Leben für sie bereit hält. In Antibes angekommen konzentriert sie sich auf ihre neue Rolle als Gesellschafterin von Gilonne und darauf, ihr Vertrauen zu gewinnen.Parallel zum Handlungsstrang in der Gegenwart springt das Buch immer wieder in die Vergangenheit und berichtet über das Schicksal eines kleinen Jungen, bei dem eine schreckliche Tat sein Leben für immer verändert. Diese Einblicke konnten mich berühren und als Leser ahnt man bald, was das mit der Gegenwart zu tun hat. In dieser wird Kim allmählich mit den Abläufen im Seniorenheim vertraut und lernt auch einige andere mehr oder weniger liebenswerte Bewohner kennen.Bald kommt Kim einem Geheimnis auf die Spur, weshalb sie alte Bekannte von Gilonne kontaktiert, um mehr herauszufinden. Diese zeichnen ein völlig anderes Bild der alten Dame, die mich ins Nachdenken darüber brachte, wie sehr Demenz einen Menschen verändern kann und ob dies mit Vergebung einhergehen kann. Kims Liste mit den Pros und Kontras des Lebens füllt sich bei diesen ganz unterschiedlichen Begegnungen zunehmend. Die Erfahrungen, die sie in ihrer Zeit in Antibes macht, sind berührend, traurig und schön zugleich – genau wie das Ende, welches die Geschichte gelungen abrundet.In „Die Farben des Lebens“ reist Kim nach dem Tod ihrer Großmutter von Groix nach Antibes, um dort vorübergehend in einem Seniorenheim zu arbeiten und über das Leben und Sterben nachzudenken. Das Buch bringt ins Nachdenken über das Altern und den Tod, behält dabei aber stets eine gewisse Leichtigkeit. Ein Geheimnis sorgt zusätzlich für ein wenig Spannung und Überraschungen. Sehr gern empfehle ich diesen bittersüßen französischen Roman weiter.

    Mehr
  • Die Farben des Lebens

    Die Farben des Lebens

    schlumeline

    04. April 2018 um 17:29

    Kim hat nach dem Tod der geliebten Großmutter keine Verwandten mehr. Nur ihr Verlobter Clovis ist stets an ihrer Seite. Dennoch wird Kim mit dem unerwarteten Tod der Katze (Spitzname der Großmutter) nicht fertig. In gewisser Weise stellt sich ihr die Frage nach dem Sinn des Lebens und das speziell bezogen auf das Älterwerden und das Alter an sich. So entschließt sich Kim dem Leben auf der kleinen bretonischen Insel Groix für einige Zeit zu entfliehen. An der Cote D’Azur wird sie Gilonne betreuen, eine ältere, vermögende Dame. Gilonne leidet an beginnender Demenz. Kim schafft es sehr schnell das Herz von Gilonne zu erobern, obwohl diese nicht gerade einfach ist. Aber Kim passt perfekt in ihre Liga der lustigen Rothaarigen. An der Cote D’ Azur verlebt Kim trotz der zu erledigenden Arbeit eine schöne Zeit und darf dabei noch das Rätsel um Gilonnes Sohn Come lösen, der nicht der zu sein scheint, für den er sich ausgibt. „Die Farben des Lebens“ ist eine wundervolle Geschichte über das Leben, die Liebe und alles was sonst noch zum Leben dazugehört. Leben ist vielfältig. Es wird von Menschen unterschiedlich wahrgenommen und damit auch unterschiedlich gelebt. Hier ist es wichtig den anderen Menschen zu verstehen und ihn sein Leben leben zu lassen, wie er es mag.  Die Autorin Lorraine Fouchet versteht es uns dies näherzubringen. Ihre Geschichte wird uns in großen Teilen aus der Sicht von Kim präsentiert, aber auch Gegenstände kommen zu Wort, denn auch sie sind Teil eines Menschenlebens. Die Schilderungen aus der Sicht einer Sache sind teilweise höchst originell, aber auf ihre skurrile Art auch absolut treffend. „Die Farben des Lebens“ machen Lust auf das Leben, denn es ist lebenswert, auch wenn es uns manchmal an unsere Grenzen führt. Danke für diesen farbenfrohen und lebensbejahenden Roman. Die Farben des Lebens warten… Copyright © 2018 by Iris Gasper

    Mehr
  • Verlorene "Rote" halten zusammen!

    Die Farben des Lebens

    Edelstella

    03. April 2018 um 19:03

    Wenn mir im letzten Jahr jemand gesagt hätte „Ein geschenkter Anfang“, bekommt einen würdigen Nachfolger, hätte ich es wohl für vermessen gehalten. Aber Lorraine Fouchet hat es geschafft! Sie hat wieder ein wunderbares Buch geschrieben, dass einen etwas verlorenen Leser zurücklässt, nach der letzten gelesenen Seite! Kim lebt auf der Insel Groix im Atlantik mit ihrer Großmutter, die sie respektvoll „die Katze“ nennt und hat immer Halt und Liebe bei ihr gefunden. Bis sie stirbt. Kim verlässt ihre Liebe Clovis und die bretonische Insel, um sich zu sortieren. Sie geht nach Antibes an der Cote d'Azur in die Wohnung einer Freundin und tritt eine Betreungsstelle bei der alten exzentrischen Gilonne an. Die Stellung hält sie in Atem und verlangt ihr Einiges ab. Da gibt es den Sohn Come, der geheimnisvoll scheint. Zuhause bei Clovis ist auch nicht mehr alles so wie es sein soll! Kim selbst hat auch noch Dinge nicht gesagt.......Es geht um das Verlorengehen und eine Stelle in dieser Welt zu finden..... Ein wunderbares Buch! Ein trauriges und anrührendes Buch! Ein bewegender und wachrüttelnder Roman! ….Da liegt man mit den Aussagen immer richtig und ich könnte noch mal so viel aufzählen. Hier ist wieder gelungen, Geschichten miteinander zu verknüpfen, Handlungsstränge zu verweben, ohne kitschig zu wirken oder konstruiert. So könnte es sein, denke ich als Leserin. Oder so wäre es gut. Dieses Buch ist spannend bis zum Schluss, es spricht aktuelle Themen an, es geht behutsam mit seinen Protagonisten um. Die Perspektivwechsel sind sehr interessant und unterstreichen nochmal das Gesagte und Angedeutete. Vor allem wenn alte Gegenstände erzählen. Da hat die Autorin einen ganz neuen Blickwinkel eingebracht. „Der Kühlschrank hat den Unterschied sofort gemerkt, den fremden Druck der Finger, das neue Naturell, das Zögern beim Öffnen, die Sanftheit beim Schließen. Eine solche Verwandlung ist nicht normal. Der Kühlschrank hat keine Augen, kann keine Gesichter sehen. Trotzdem sagt ihm sein Instinkt, dass da etwas faul ist. Ihn fröstelt, als hätte er ein Eisfach.“ Bei Lorraine Fouchet sind die Menschen nicht einfach nur gut oder schlecht, es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß. Es gibt alle Facetten der Charaktere und vielfältige Gründe, warum sie so wurden. Es gibt die unendliche Liebe zur Insel Groix und seinen besonderen Bewohnern und die Autorin berührt durch Klarheit und Offenheit. Heikle Themen werden angesprochen und sie zeigt auch schon mal unkonventionelle Wege auf, mit ihnen umzugehen. Ein beeindruckendes Buch! Ich kann es nur unbedingt weiterempfehlen und vergebe 5 Lesesterne und bedanke mich bei der Autorin für einen ganz großen Lesegenuss!

    Mehr
  • Das Leben ist ein Erdnussknabbern...

    Die Farben des Lebens

    biggtat

    02. April 2018 um 22:49

    Nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter flieht Kim von der Bretagne in Frankreichs Süden, um die dickköpfige alte Dame Gilonne zu betreuen. Kim schließt sie gleich ins Herz und auch ihr Sohn kümmert sich rührend um sie. Alles ist gut, bis Kim herausfindet, dass Gilonnes Sohn angeblich vor Jahren verschwunden ist. Ist die liebenswerte alte Dame einem Hochstapler aufgesessen? "Die Farben des Lebens". Da begrüßt mich schon ein farbenfrohes, zum Titel passendes Cover, mit lebensfroh verschnörkelter Schrift. Bücher mit solchen hervorstechenden Cover sprechen mich gleich an. Und auch der Inhalt hat mir sehr gut gefallen. Liebevolle Charaktere, viele Emotionen verpackt mit etwas Humor. Genau die richtige Mischung für ein wunderbares Buch über das Altern. Ein Thema, dass uns alle mal betrifft. Ist das Leben im Alter noch lebenswert? Da muss man wohl das "indigoblaue Notitzbuch" fragen. Oder das Leben lieben. So wie die liebenswerte Gilonne. Denn: "Das Leben ist ein Erdnussknabbern!"Ein wunderbares Buch dass zum Nachdenken anregen soll! Eine spannende Reise wie das Leben selbst. Klare Leseempfehlung!

    Mehr
  • Leserunde zu "Die Farben des Lebens" von Lorraine Fouchet

    Die Farben des Lebens

    AtlantikVerlag

    Nach dem Erfolg von Ein geschenkter Anfang gibt es nun endlich den neuen Roman von Lorraine Fouchet!Wir wollen mit Euch gemeinsam Die Farben des Lebens lesen und diskutieren. Ein Buch, das nicht besser zu den (hoffentlich bald) nahenden warmen Jahreszeiten passen könnte: Voller Wärme und mit einem positiven Blick auf die Welt schreibt Lorraine Fouchet über den Kreislauf des Lebens. Gute Laune und ein breites Lächeln im Gesicht sind hier vorprogrammiert!»Eine Hymne an das Leben und die Liebe, dieser Roman verströmt Optimismus und Lebenslust.« Ouest France Zum Buch Nach dem Tod ihrer Großmutter flieht Kim von der bretonischen Insel Groix und reist gen Süden, um in Antibes eine dickköpfige alte Dame zu betreuen. Gilonne wird schnell zu ihrer Ersatzgromutter. Außer Kim kümmert sich auch Gilonnes Sohn rührend um sie. Umso überraschter ist Kim, als sie herausfindet, dass Gilonnes Sohn angeblich vor Jahrzehnten verschwunden ist. Ist die alte Dame einem Hochstapler aufgesessen? Kim will Gilonne beschützen und macht sich daran, lang gehütete Familiengeheimnisse zu lüften ... Zur Autorin Lorraine Fouchet, geboren 1956, arbeitete als Notärztin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie ist Autorin zahlreicher Romane. Sie lebt in der Nähe von Paris und auf der Île de Groix in der Bretagne. Bei Atlantik erschein von ihr Ein geschenkter Anfang (2016).In dieser Leserunde stellen wir Euch 20 Exemplare zur Verfügung. Ihr könnt Euch bewerben, in dem Ihr uns folgende Frage beantwortet:Wer oder was macht Dir im Handumdrehen gute Laune wenn es Dir schlecht geht?Wir drücken Euch die Daumen!

    Mehr
    • 299
  • schöner Roman mit sehr viel Tiefe zum Thema Alter und Familie

    Die Farben des Lebens

    vronika22

    24. March 2018 um 19:25

    Inhalt: Kim ist 26 und lebt mit ihrem Freund Clovis auf einer bretonischen Insel. Gemeinsam führen sie dort einen Zeitschriftenladen. Ihre Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben und ihr Vater wollte nichts von ihr wissen. So ist sie also bei ihrer Großmutter aufgewachsen. Nun erfährt sie, dass ihre geliebte Großmutter in die Schweiz gefahren ist, um dort ihr Leben zu beenden. Dies wirft Kim ziemlich aus der Bahn und sie benötigt eine Auszeit. Darum reist sie an die Cote d‘Azur um dort eine alte Dame zu betreuen, die früher eine bekannte Schauspielerin war und nun unter Demenz leidet. Eingestellt wird sie von ihrem Sohn Come, allerdings erfährt Kim von Gilonnes Bekannten, dass ihr Sohn nicht mehr lebt. Kim weiß nicht wem sie trauen kann und möchte dieses Rätsel um Come lösen. Meine Meinung: Der Schreibstil ist nicht so ganz einfach zu lesen, da er schon sehr ins Detail gehend und ausschmückend ist. Trotzdem ist das Buch sehr schön zu lesen, da alles sehr bildlich und voller Poesie und Metaphern dargestellt ist. Die Handlung wird in 2 verschiedenen Zeitsträngen erzählt. Zum einen die Gegenwart, die Geschichte um die alternde Dame Gilonne. Zum anderen werden die traurigen und ergreifenden Kindheitserinnerungen eines Jungen geschildert, die nie geliebt wurde. Dieser Strang beginnt 34 Jahren zuvor und nähert sich dann kapitelweise näher der Gegenwart an. Es wechselt nicht nur die Zeitebene immer wieder, sondern auch die Sichtweise der Protagonisten. Etwas irritiert hat mich dann, dass auch Gegenstände wie beispielsweise der Spiegel oder ein Kühlschrank zu Wort kommen. Das Buch hat sehr viel Tiefe und behandelt gekonnt mit einer Leichtigkeit sehr viel ernste Themen. So geht es um das Altern und das Alter, um Demenz und andere Krankheiten, um Familie und Familienzusammenhalt, um die Mutterliebe, um Tod und Verlust und um einiges andere. Mit sehr viel Gefühl schildert Autorin Lorraine Fouchet diese Geschichte und zeigt auf, was im Leben wirklich wichtig ist, und was wirklich zählt. Die Protagonisten sind teilweise etwas eigen, aber allesamt sehr liebevoll dargestellt. Die Handlung hat mich gleichermaßen begeistert, wie auch teilweise bestürzt, aber auf jeden Fall gefesselt. Fazit: Ein schöner Roman mit sehr viel Tiefgang, der zum Nachdenken anregt!

    Mehr
  • Eine Homage an das Leben selbst

    Die Farben des Lebens

    Dreamworx

    24. March 2018 um 17:32

    Die 26-jährige Kim lebt zusammen mit ihrem Freund Clovis auf der kleinen bretonischen Insel Groix. Ihre Mutter starb schon bei ihrer Geburt und ihr Vater wollte von ihr nichts wissen, so wuchs Kim bei ihrer Großmutter auf. Als sie eines Abends einen Anruf von ihrer Großmutter aus der Schweiz erhält, bricht Kims scheinbar heile Welt zusammen, denn am nächsten Tag ist ihre Oma tot. In ihrer ganzen Trauer erträgt sie das Leben auf Groix nicht mehr und reist, einer Flucht gleich, an die Code d’Azur, um dort eine Stelle als Gesellschafterin der alten Madame Gilonne-Kerjeant anzutreten, die in einer exklusiven Seniorenresidenz lebt. Einst war Gilonne eine bekannte und erfolgsverwöhnte Schauspielerin, die von allen hofiert wurde. Auch heute noch gibt sie sich den alten Zeiten hin und erwartet hartnäckig sowie divenhaft die Aufmerksamkeit aller. Schnell aber gewinnt Kim ihre Sympathie und schon bald unternehmen die beiden so allerlei Dinge gemeinsam. Auch Gilonnes Sohn kümmert sich rührend um die alte Dame, doch umgibt ihn ein Geheimnis, das Kim erst noch ergründen muss ebenso wie die Dinge, die das Leben lebenswert und bunt machen…Lorraine Fouchet hat mit ihrem Buch „Die Farben des Lebens“ einen wunderschönen und gefühlvollen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und warmherzig mit einer gewissen Leichtigkeit; der Leser wird regelrecht in die Handlung hineingesogen und kann sich nicht mehr trennen, bevor die letzte Seite gelesen ist. Die Geschichte des Buches wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, allerdings nicht nur aus der Sicht der Protagonisten, sondern auch Spiegel, Kühlschrank und andere Dinge kommen zu Wort, was sich erst einmal verwirrend anhört, innerhalb der Handlung aber durchaus Wirkung zeigt. Die Autorin hält dem Leser während ihrer Geschichte immer wieder den Spiegel vor, damit dieser darüber nachdenkt, was das Leben ausmacht, was lebenswert ist und dass es das Leben so zu nehmen gilt, wie es ist, wobei man durchaus Einfluss nehmen kann, die positiven Seiten zu behalten und die negativen auszublenden, um weiterhin hoffnungsvoll nach vorn zu blicken. Zudem besteht Familie nicht nur aus den Menschen, denen man von Geburt an verbunden ist, sondern es gehören auch Freunde und Fremde durchaus dazu, mit denen man so manchen Schicksalsschlag geteilt oder so manches Glücksgefühl erlebt hat.Die Charaktere sind wunderbar und individuell ausgearbeitet, sie besitzen Herz und Verstand, Lebensweisheit und haben sich eine gewisse kindliche Naivität bewahrt, die hier durchaus positiv zu werten ist. Die Autorin zeigt ein besonderes Einfühlungsvermögen im Umgang mit ihren Protagonisten und lässt sie als ganz normale Menschen agieren. Kim ist eine junge Frau, die durch den Tod der Großmutter völlig aus der Bahn geworfen wird, war sie doch ihr ganzes Leben ihre einzige wirkliche Familie. Kim stellt ihr Leben in Frage und sucht Antworten: auf den Tod der Großmutter, in Bezug auf das Alter und auf das Leben selbst. Gilonne ist eine alte Diva, die sowohl hartnäckig als auch mit einigen Marotten ausgestattet ist. Doch sie hat ein gutes Herz und selbst in ihrem Alter ist sie noch zu manch verrückter Tat bereit. Sie versprüht Lebensfreude, aber ebenso auch Verlässlichkeit. Auch die übrigen Protagonisten wie der einfühlsame Clovis oder Gilonnes Sohn geben der Handlung zusätzlich Spannung und etwas Geheimnisvolles.„Die Farben des Lebens“ ist ein Roman über das Altern, die Liebe und vor allen über Leben selbst, das ein jeder von uns nur einmal geschenkt bekommt und jede Minute davon mit allen Fasern des Körpers auskosten sollte. Absolute Leseempfehlung für eine gelungene Homage an das Leben!

    Mehr
  • Vom Altern und der Lebenslust

    Die Farben des Lebens

    camilla1303

    24. March 2018 um 10:27

    Der Roman „Die Farben des Lebens“ von Lorraine Fouchet ist 2018 als deutschsprachige Ausgabe im Hoffmann und Campe Verlag erschienen. Die französische Originalausgabe ist bereits 2017 unter dem Titel „Les couleurs de la vie“ erschienen.Kims Großmutter hat beschlossen, genug gelebt zu haben. Sie stirbt in einer Klinik in der Schweiz und für ihre Enkelin scheint darauf hin alles zu zerbrechen. Kim, die bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist, braucht Zeit zum Nachdenken, um mit dem Verlust zurechtzukommen. Sie beschließt aus ihrem gewohnten Leben auszubrechen, ihre große Liebe Clovis zurückzulassen und an der Cote d’Azur eine ältere Dame zu betreuen. Diese ältere Dame, Gilonne, zeigt der jungen Protagonistin, was es heißt zu leben. Und das Altern nicht dem Verlust der Lebensfreude gleichzusetzen ist. Neben Kim kümmert sich auch noch Gilonnes Sohn um die ältere Dame, doch bald lernt Kim, dass nicht alles so ist, wie es zu sein scheint und ein Familiengeheimnis möchte aufgedeckt werden.Lorraine Fouchet besticht mit einem malerischen Schreibstil, verwebt gekonnt zwei Erzählstränge miteinander und schafft es, ihre Charaktere liebevoll zu zeichnen. Neben den handelnden Personen erzählt sie die Geschichte auch aus der Sicht von Gegenständen, so lässt sie beispielsweise den Kühlschrank zu Wort kommen und bezaubert durch eine ungewohnte Erzählweise. Das Buch erzählt Altern und zeigt auf, das Leben auch im Alter noch lebenswert ist. „Die Farben des Lebens“ ist ein Roman mit Tiefgang, der zum Nachdenken anregt.

    Mehr
  • Die Pros und Kontras für das Leben

    Die Farben des Lebens

    miro76

    23. March 2018 um 15:14

    Kims Großmutter hat sich entschieden, dass sie genug gelebt hat und beendet ihr Leben in einer Klinik in der Schweiz. Lautlos gleitet sie aus Kims Leben und lässt sie allein zurück, denn Eltern hatte Kim nie. "Der Tag, an dem ich zur Welt kam, war so traurig, wie ein Haus ohne Bücherregal. Es war der Todestag meiner Mutter."              S. 7 Jetzt ist es auch noch der Todestag ihrer Großmutter. Kim ist zutiefst traurig und weiß nicht, wie sie da wieder herausfinden soll. Ihr Lebensgefährte spricht ihr Mut zu und lässt ihr Raum für ihre Trauer. Um die Beweggründe der Großmutter zu verstehen, entschließt sich Kim, die Insel zu verlassen und für eine Weile für eine alte Dame zu arbeiten. Sie muss herausfinden, was es bedeutet alt zu sein und was das Leben im Alter ausmacht. Ihr Freund schenkt ihr zum Abschied ein blaues Notizheft mit dem Hinweis, eine Pro- und Kontraliste für das Leben zu erstellen. Auf ihrem Weg aus der Verwirrung lernt Kim so einiges. Sie deckt eine bizarre Lebensgeschichte auf, lernt interessante Menschen kennen und lernt was Familie alles bedeuten kann. Lorraine Fouchet erzählt und diese Geschichte nicht ganz linear. Von Anfang an ist eine zweite Geschichte eingewoben, deren Protagonist lange Zeit im Unklaren bleibt. Das gibt dem Roman eine gewisse Spannung. Man fragt sich, wie alles zusammenhängt, wer hier lügt und vor allem warum und was die Beweggründe der handelnden Personen sind. Schlussendlich klärt sich alles auf und wir stellen fest, dass "eine Lüge manchmal mehr Trost spendet, als die Wahrheit". Wir erfahren, dass man Familie auch außerhalb der Verwandtschaft finden kann und dass die Lieber stärker ist, als Hass. Lorraine Fouchet konnte mich wieder begeistern. Mir gefällt besonders ihr respektvoller Umgang mit ihren Figuren. Es gibt kein Schwarz und Weiß. Hier ist niemand nur Böse und schlussendlich ist alles was zählt Versöhnung. Mit der eigenen Vergangenheit genauso, wie mit den Entscheidungen der Anderen.

    Mehr
  • Kim und die Diva

    Die Farben des Lebens

    brenda_wolf

    21. March 2018 um 22:10

    Kim lebt auf der kleinen bretonischen Insel Groix. Sie wuchs bei ihrer Großmutter auf. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt, ihr Vater hatte sich schon lange vorher aus dem Staub gemacht. Und ausgerechnet an ihrem sechsundzwanzigsten Geburtstag fällt Kims Welt in Trümmer. Die Katze, wie sie ihre Großmutter nennt, ist mit dem Schiff aufs Festland gefahren, Freundinnen besuchen. Doch das war ein Vorwand. Am Abend erhält sie einen Anruf von ihr aus Basel. Und Kim weiß sofort, was das zu bedeuten hat. Kim will den Freitod ihrer Großmutter verstehen und beschließt ein paar Wochen mit alten Menschen zu arbeiten. Ihre Freundin verschafft ihr einen Job bei der sehr egozentrischen Madame Gilonne Kerjeant. Diese sucht eine Gesellschafterin und lebt in einer noblen Seniorenresidenz. Gilonne ist eine überspannte alte Dame. Sie war früher eine berühmte Schauspielerin und große Schönheit. Eine Diva, wie sie im Buche steht, der alle huldigten, und das erwartet sie noch immer. Die rothaarige Kim erobert jedoch sofort ihr Herz. Außerdem kümmert sich ihr Sohn liebevoll um sie. Der Haken ist nur, handelt es ich hier um einen Hochstapler? Gilonnes Sohn soll bei einem Unfall ums Leben gekommen sein? Mir gefällt der Schreibstil der Autorin sehr. Und auch die Hauptprotagonistin wirkt authentisch und sympathisch. Das Thema war eigentlich traurig, obwohl ich hin und wieder schmunzeln musste. Die alte Dame … Nein, so eine Großmutter wünsche ich mir ganz bestimmt nicht. Sie hat ihrem Sohn das Leben richtig schwergemacht. Die Hauptthematik dieses Romans ist das Alter. Es behandelt die Fragen: Lohnt es sich alt zu werden? Ist ein Leben im Alter lebenswert? Gibt es noch Dinge, worauf man sich freuen kann? Oder fallen wir unserem Umfeld/unseren Angehörigen nur noch zur Last? Kim hat eine Pro- und Kontraliste dazu angelegt. Aber auch Kim steckt in einer persönlichen Lebenskrise und muss ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen. Fazit: Ein unterhaltsamer Roman mit Tiefgang. Ich habe ihn gerne gelesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Farben des Lebens" von Lorraine Fouchet

    Die Farben des Lebens

    Rosen-Rot

    20. March 2018 um 18:10

    Kim geht der Tod ihrer Großmutter sehr nahe. So flieht sie gen Süden nach Antibes um eine alte Dame zu betreuen. Sie fühlt sich dort gleich wohl und Gilonne wird schnell zu ihrer Ersatzgroßmutter. Auch deren Sohn kümmert sich liebevoll um sie. Eines Tages findet Kim jedoch heraus, dass Gilonnes Sohn schon vor Jahren verschwunden ist. Wer ist dann der junge Mann, den Gilonne für ihren Sohn hält? Kim stellt Nachforschungen an und stößt dabei auf ein altes Geheimnis.Die Geschichte ist sehr spannend, rätselhaft und teilweise auch sehr verwirrend. Der Schreibstil ist gut, aber manchmal auch etwas gewöhnungsbedürftig. So wird hier immer wieder auch aus der Sicht von Gegenständen erzählt, was doch immer etwas seltsam ist.Die Geschichte wird nicht langweilig, dennoch ist sie etwas anders als erwartet. Das Buch erzählt vor Allem vom älter werden und beschäftigt sich mit der Frage, ob das Leben im Alter noch lebenswert ist.Insgesamt ein Roman, der sich gut lesen lässt, viel Spannung hat und auch ein wenig nachdenklich macht.

    Mehr
  • Der Sinn des Lebens ist das Leben selber

    Die Farben des Lebens

    Ulenflucht

    19. March 2018 um 14:35

    Was sind die Farben des Lebens? Auch ohne das Buch gelesen zu haben, fällt die Antwort nicht schwer: Alle. Helle wie dunkle, blasse und satte. Lieblingsfarben und Farben, die man nicht so mag. Die Frage ist, ob nicht genau darin das Glück besteht, am Leben zu sein: Dass es eben nicht nur die Lieblingsfarbe gibt, sondern es auch die anderen Farben sind, die die Lieblingsfarbe erst hervorstechen lassen. Dieser Roman füllt dieses Prinzip mit Inhalt. Wer darüber nie nachgedacht hat, wird es beim Lesen dieses Buches tun. Die Geschichte ist einfach: Kims Großmutter stirbt. Freiwillig. Kim fühlt sich alleingelassen und will der Frage nachspüren, ob das Leben im Alter wirklich nicht lebenswert ist, wie ihre Oma es fand. An der Côte d‘Azur übernimmt sie für einen Monat die Betreuung einer wirklich seltsamen alten Dame und taucht ein in ihre Lebensgeschichte, die auch ein großes Rätsel birgt. Dieses Rätsel nimmt große Teile des Buches ein, manchmal liest es sich wie ein Krimi. Es ist dabei die Aufgabe des Lesers, das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren: Was erzählt es einem über das Leben und was über das der Figuren? Eine ganze Menge. In erster Linie, dass jeder eine eigene Sicht auf die Dinge hat und jeder eine eigene Wahrheit. Es bleibt dahingestellt, ob das gut oder schlecht ist. Fakt ist: Jeder verdient die Geschichte, die er sich selber ausdenkt. Fantasie spielt eine große Rolle in diesem Roman. Dinge wie Kühlschränke und Spiegel werden belebt, erzählen Geschichten und geben damit einen Einblick in den Kosmos eines alternden Menschen, der sich wie ein Ertrinkender an Liebgewonnenem festklammert. Die Figuren sind außergewöhnlich und liebevoll gestaltet, die Protagonistin Kim sticht nicht heraus, sondern ist ganz und gar durchschnittlich. So illustriert die Autorin, dass man kein selbstbewusster und vollkommener Mensch sein muss, um Weisheit und vor allem Liebe zu erlangen. Mut machend. Es ist das Leben selber, das der eigentliche Held der Geschichte ist. Es ist permanent bedroht, egal ob alt, jung oder noch ungeboren. Und immer wieder wird es gerettet, ganz intuitiv. Warum? Weil man liebt und Liebe verdient, egal was für ein Mensch man ist. Lorraine Fouchets überragendes Talent ist es, dramatische Geschichten leicht zu erzählen, mit außergewöhnlichen sprachlichen Mitteln, die dem Geschehen mal die Schärfe nehmen, sie mal verstärken. Manchmal spielt sich ein Drama in einem Nebensatz ab und geht dem Leser ziemlich an die Nieren. Dies ist ein Buch zum Nachdenken über das Alter und den Tod. Das sollte man wissen, bevor man mit dem Lesen beginnt. Es dient nicht der mitfühligen Unterhaltung, sondern es wühlt auf und stößt einen selber mit der Nase auf die Dinge, die man gerne zur Seite schiebt. Man wird mit Ängsten konfrontiert, aber – und das ist der große Gewinn dieses tollen Romans – auch mit einer Lösung.

    Mehr
    • 2
  • Nichts ist so viel wert wie das Leben

    Die Farben des Lebens

    Biest

    16. March 2018 um 11:49

    Inhalt: Als ihre Großmutter stirbt, bricht für Kim alles zusammen. Sie ist bei ihr aufgewachsen, die Großmutter war immer für sie da. Also flieht Kim von der bretonischen Insel Groix und ihrer großen Liebe Clovis. Sie braucht Zeit zum Nachdenken und reist gen Süden, um in Antibes an der Côte d'Azur eine dickköpfige alte Dame zu betreuen. Gilonne wird schnell zu ihrer Ersatzgroßmutter, mit der sie Madison tanzt, am Meer Pommes frites isst und das Leben genießt. Außer Kim kümmert sich auch Gilonnes Sohn rührend um sie. Umso überraschter ist Kim, als sie herausfindet, dass er angeblich längst verstorben ist. Ist die alte Dame einem Hochstapler aufgesessen? Kim will Gilonne beschützen und macht sich daran, lang gehütete Familiengeheimnisse zu lüften... Meine Meinung: In diesem erfrischend anderen Roman erzählt die Autorin über den Verlust eines geliebten Menschen, den Kreislauf des Lebens, das Altern voller Lebenslust und das Ganze mit einem positiven Blick auf die Welt. Mir hat dieses Buch mit seinen vielen verschiedenen Charakteren sehr gut gefallen. Die Figuren waren menschlich und detailliert gezeichnet. Man bekommt tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt und ihr Handeln. Super gefallen hat mir, dass hier auch aus der Sicht von Gegenständen erzählt wird, zum Beispiel vom Spiegel, dem Kühlschrank und dem Flur. Mal was ganz anderes, absolut gelungen, interessant und informativ. Die Story war total spannend. Man versucht sich die einzelnen Puzzleteile zusammenzusuchen und das Familiengeheimnis aufzudecken. Die Autorin macht es einem aber fast unmöglich, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, bis kurz vor Ende. Dieses war absolut plausibel und befriedigend dargestellt. Auch der Humor kommt in diesem herzerwärmenden Buch nicht zu kurz. Der Schreibstil war sehr angenehm und ließ sich flüssig und flott lesen. Obwohl ich bunte Cover eigentlich gar nicht mag, finde ich dieses sehr gelungen, es gefäll mir und es passt zum Inhalt. Fazit: Ein Buch das ans Herz geht und das man nicht mehr aus der Hand legen kann. Eine klare Leseempfehlung für alle.

    Mehr
  • Emotionen, Geheimnisse, die Liebe- eine Geschichte, die den Leser gefangen nimmt

    Die Farben des Lebens

    Buchraettin

    16. March 2018 um 08:05

    Kim braucht Abstand. Von ihrem Leben auf einer bretonischen Insel, dem Tod der Großmutter und nimmt die Stelle als eine Art Betreuerin einer alten Dame an. Gilonne. Eine Frau mit einer bewegten Vergangenheit, in die Kim wie einer Art Detektiv eintaucht.Ich kannte die Autorin schon von einem früheren Buch und ich erwartete schon viel von diesem Buch- ich wurde nicht enttäuscht. Es ist eine wundervolle, ich würde sagen, fast poetische Sprache im Buch, mit tollen Sätzen, die auch wirklich zum Nachdenken anregen, über das Leben.Die Geschichte, die Entwicklung, die erinnerte mich teilweise an eine Art detektivischen Kriminalfall. Das immer weiter Aufdecken der Vergangenheit, das Freilegen der Eigenschaften, der dunklen Geheimnisse, das hat beim Lesen sehr viel Spannung erzeugt. Es fesselt an das Buch und es erzeugt Emotionen bei mir als Leser.Die Geschichte beginnt mit einem Paukenschlag, die den Leser ebenso wie die Ich Erzählerin ein wenig schockiert. Das Besondere an dem Stil in dieser Geschichte ist auch die wechseln Perspektive. Es kommt nicht nur die Ich Erzählerin zu Wort, sondern es gibt Rückblenden, die auch gekennzeichnet sind, in der Zeit und die von einem Jungen erzählen, der die Liebe seiner Mutter vermisst und wirklich schlimme Erlebnisse durchmachen muss. Aber auch unbelebte Gegenstände erläutern die Geschehnisse aus ihrer Sicht, erinnern sich und beobachten und kommentieren das Geschehen- ungewöhnlich und gut.Die Geschichte erzeugt Spannung. Es nimmt im Laufe der Geschichte auch ein wenig geheimnissvolle Züge an. Lässt den Leser in Abgründe des menschlichen Lebens blicken. Lässt den Leser nachdenklich zurück. Erzeugt Emotionen beim Leser und lässt einen mitfiebern beim Lesen.Es ist eine Geschichte über die Liebe, die Familie, das Altern.Abgerundet wird das Buch durch Pro und Kontras. Die Ich Erzählerin hatte sich in einem Notizbuch immer Dinge für und Wider aufgeschrieben, die auch hier noch einmal abgebildet werden. Aber auch die Autorin schreibt ihre eigenen Für und wieder auf- eine Einladung an den Leser, es ihr gleich zu tun?Es gibt auch noch eine Playlist. Toll vielleicht, wer es mag, beim Lesen Musik zu hören.Emotionen, Geheimnisse, die Liebe- eine Geschichte, die den Leser gefangen nimmt, fesselnd lesen lässt und wieder eine großartige Geschichte der Autorin über Familie und die Liebe, die Grenzen überwindet.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks