Lorraine Fouchet Ein geschenkter Anfang

(47)

Lovelybooks Bewertung

  • 34 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 38 Rezensionen
(26)
(16)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ein geschenkter Anfang“ von Lorraine Fouchet

»Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr«, hat Lou oft gewitzelt. Lou, die auf der kleinen bretonischen Insel ein echter Paradiesvogel war und von allen geliebt wurde. Lou mit ihren Spleens –Champagner, bitte, aber nur von Mercier! – und Macken – sie kochte miserabel, aber mit Liebe –, einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möwen, und einem Herzen so weit wie das Meer. Nun ist Lou tot – und die Familie droht auseinanderzubrechen. Im Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er Lous letzten Brief lesen – der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert.

Sehr schöne Familiengeschichte, die durch die verschiedenen Wechsel der Sichtweisen sehr abwechslungsreich ist .

— Marvey

Gefühlvoll Geschichte mit beeindruckender Kulisse

— Sturmhoehe88

Eine sommerliche Familiengeschichte

— lesemaedel

Ehrlich. Liebevoll. Französisch. Seelenfutter.

— conny

Schöne Familiengeschichte mit Tiefgang

— momomaus3

Ein wunderbarer Roman.

— evafl

Voller schöner und trauriger Momente. Dramatisch und spannend.

— Literaturchaos

Ein gefühlvoller Familienroman

— raven1711

Sehr gefühlvoller Roman mit konstruiert wirkendem Ende

— Schugga

Irgendwie war ich nicht in Stimmung für diese Lektüre. Sehr monotone Erzählweise, zu konstruierte Handlung!

— FrauGoldmann_Buecher

Stöbern in Romane

Die Farbe von Winterkirschen

Eine wirklich berührende Geschichte über Trauerbewältigung, Hoffnung und Glück.

TheBookAndTheOwl

Lied der Weite

Ein sehr lesenswerter, anspruchsvoller Roman von besonderer literarischer Qualität

milkysilvermoon

Das Geheimnis des Winterhauses

Eine spannende Reise in die familiäre Vergangenheit-rund um die Welt

kadiya

Highway to heaven

Amüsanter Roman über das Leben in einer schwedischen Kleinstadt und eine alleinerziehende Mutter, die sich neu orientieren muss

schnaeppchenjaegerin

Lügnerin

Die Dynamik einer Lüge. Psychologisch fein erzählt, jedoch nicht so dicht wie gehofft.

leselea

Der Weihnachtswald

ein schönes Wintermärchen mit einer Reise in die Vergangenheit

RoRezepte

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Tramhafte Kulisse für düstere Tage

    Ein geschenkter Anfang

    lesemaedel

    29. September 2017 um 20:05

    Nach dem Tod seiner geliebten Ehefrau, bekommt Jo mit der Testamentseröffnung eine letzte große Aufgabe mitgeteilt. "Bring die Familie wieder zusammen"Und so beginnt eine zu Herzen gehende Familien- und Inselgeschichte. Die Familienmitglieder kommen im Wechsel zu Wort und erzählen aus ihrem Leben. Daher ergibt sich für, uns Leser, ein vielschichtiges Bild über die Inselbewohner und der Familie von Lou & Jo. Das Buch, oder auch die Hörbuchvariante, ist genau das Richtige für kommenden Herbsttage -mit einer guten Tasse Tee im Warmen zu genießen.

    Mehr
  • Ein geschenkter Anfang

    Ein geschenkter Anfang

    Sturmhoehe88

    04. September 2017 um 07:40

    Format: Kindle Edition Dateigröße: 735 KB Seitenzahl der Print-Ausgabe: 368 Seiten Verlag: Atlantik (17. März 2017) Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. Sprache: Deutsch ASIN: B01N5C0F6S Preis GA: 20,00€ Preis Ebook: 14,99€ Inhaltsangabe zu „Ein geschenkter Anfang“ von Lorraine Fouchet »Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr«, hat Lou oft gewitzelt. Lou, die auf der kleinen bretonischen Insel ein echter Paradiesvogel war und von allen geliebt wurde. Lou mit ihren Spleens –Champagner, bitte, aber nur von Mercier! – und Macken – sie kochte miserabel, aber mit Liebe –, einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möwen, und einem Herzen so weit wie das Meer. Nun ist Lou tot – und die Familie droht auseinanderzubrechen. Im Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er Lous letzten Brief lesen – der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert. Meine Meinung Ein Buch voller wunderschöner Szenen und Schauplätze, mit Detailreichen Beschreibungen die man sich Bildlich vor Augen führen kann. Ein leichter Schreibstil wenn auch in der Wortwahl sorgfältig ausgewählt. Sichtweise der verschieden Charaktere, so das man sich genau in sie hineinversetzten und ihre Gedanken nachvollziehen kann. Ich habe solch ein Buch, das mit so viel Liebe und Kraft, so authentisch, offen und zugleich Gefühlvoll geschrieben ist, noch nicht gelesen. Auch wenn es vielleicht ein wenig ruppig zugehen mag, so hatte ich doch des öfteren ein Schmunzeln oder gar ein breites grinsen im Gesicht. Ich kann dieses Roman wirklich nur empfehlen. Klare Kauf und Leseempfehlung! 5/5 Sterne

    Mehr
  • das Schicksal geht manchmal andere Wege

    Ein geschenkter Anfang

    robbylesegern

    31. August 2017 um 19:53

    " Ein geschenkter Anfang " von Lorraine Fouchet " ist ein Buch, in das ich mich erst einlesen musste. Es hat mich nicht von Anfang an begeistert, dann aber umso mehr.Jo hat seine geliebte Ehefrau Lou verloren und dies mit Mitte 50. Das ist nicht fair und vor allem nicht leicht. Doch Lou`s Testament setzt noch eine weitere Schwierigkeit auf das Leben von Jo, der auf einer bretonischen Insel, der Ile de Groix lebt, seit er seinen Beruf als Kardiologe des Alters wegen aufgegeben hat. Lou fordert in ihrem Testament, dass Jo dafür sorgt, dass seine erwachsenen Kinder Cyrian und Sarah glücklich werden. Er, der immer in seiner Arbeit vergraben war und kaum Zeit für seine Kinder und Enkelkinder hatte ,steht damit vor einer ihm im Moment als unlösbar erscheinenden Aufgabe.Wie schon zu Anfang geschrieben, fiel es mir zu Anfang schwer in dieses Buch hineinzufinden. Als ich allerdings immer weiter gelesen habe, konnte ich mich zum Schluss kaum noch von diesem Buch lösen.Die Geschichte ist sehr liebevoll aufgebaut, die Personen sehr facettenreich beschrieben und man hat das Gefühl, man möchte zu dieser Familie gehören.Das Fazit dieses Buches für mich: Das Schicksal geht manchmal seltsame Wege.

    Mehr
  • Gefühlvoll, realistisch & so schön ...

    Ein geschenkter Anfang

    SharonBaker

    24. June 2017 um 19:06

    Jo kann es nicht fassen, seine Lou hat ihn allein gelassen, auf seiner Insel und mit ihren gemeinsamen Erinnerungen und dort hin, wo sie ist, kann er ihr nicht folgen. Seine Lou, diese übermütige vor lebensprühende Frau, deren Kochkünste ein Desaster waren, aber ihre Liebe übergroß, ist nicht mehr da, aber Lou wäre nicht Lou, wenn sie Jo einfach so zurücklässt. Bei der Testamentsverlesung kommt dann der große Paukenschlag, Jo bekommt noch eine Aufgabe, nämlich dafür zu sorgen, dass seine Kinder auch wirklich glücklich sind. Sind sie etwa nicht glücklich? Wird Jo sich dem stellen? Und wird er seinen Kindern somit näherkommen? Ich weiß nicht warum, aber ich habe ein Faible für französische Romane. Okay, daran ist wohl meine Mutter schuld, immerhin ist immer noch Dumas „Die drei Musketiere“ mein absolutes Lieblingsbuch und der Anfang von meiner großen Liebe zu Büchern. Aber hier muss ich wohl auch noch ein bisschen die Schuld an Antoine Laurain verschieben, immerhin hat er es für gut befunden und als Fangirl muss man solche Bücher dann ja erst recht lesen. Also gesagt, gelesen und für wunderbar befunden. Diese Franzosen sind irgendwann mein Untergang, aber wenn es um Gefühle geht, bleiben sie einfach Meister der Empfindungen.Jo ist nun Witwer, allein, obwohl er noch so viel mit seiner Lou vorhatte und dann kommt alles anders. Für ihn kann das doch nicht das Ende sein, er fühlt sich betrogen und versucht immer noch ein Deal mit dem Himmel zu machen, denn das alles muss ein Irrtum sein. Diese Ehe ist was ganz Besonderes, eine ganz große Liebe und unvergänglich noch dazu, aber alles hat auch eine andere Seite. Jo ist zwar ein toller Ehemann und geht in seinem Job als Arzt auf, aber seine Kinder blieben auf der Strecke. Er hat das immer Lou überlassen und merkt erst jetzt, durch seine Aufgabe, dass er sie gar nicht kennt. Es ist eigentlich die typische Entwicklung, die Kinder bekommen zu wenig Zeit mit dem Vater, weil das „Versorgen“ im Vordergrund steht und erst mit den Enkelkindern auffällt, was man bei den eigenen Kindern alles verpasst hat. Bloß das nicht Jo drauf kommt, sondern Lou ihn darauf stößt und das mit ihrer ganz eigenen Art. Nun heißt es überwinden, oder ihren Wunsch ignorieren. Natürlich mischt Jo sich ein. Hat er denn eine andere Wahl, nein! Und die Autorin erzählt mit ganz viel Fingerspitzengefühl eine wahre Entdeckungsreise der eigenen Familie. Dabei bedient sie sich mehreren Stimmen, natürlich aus der Sicht von Jo, aber auch seine Enkelin Pomme und wer glaubt, dass Lou still bleibt, hat sich geschnitten, sie muss ja den Überblick behalten. Dabei findet Lorraine Fouchet für ihren Roman einen ganz besonderen Klang, feinfühlig, zart, aber auch witzig. Diese Autorin lässt uns zu Beginn traurig sein, dann weckt sie unsere Neugier und am Ende besitzen wir alle eine Zuversicht, das es für Hoffnung, nie zu spät ist.Ich möchte eigentlich von den Kindern nichts verraten, vielleicht nur so viel, das nicht alles so ist, wie der erste Schein uns weiß machen möchte und Glück, nicht immer einfach zu finden ist. Vielleicht steckt man ja auch in einer Findungskrise. Außerdem ist für jeden ja Familie so eine eigene Sache, wer wünscht sich nicht ein gesundes Verhältnis, oder einfach das Gefühl von verstanden sein. Oft sind Familientreffen ja auch eine Last und mehr Pflichterfüllung, als Freude. Genau diesen Problemen nimmt sich die Autorin an, welche Entwicklung manche Eltern-Kind-Beziehungen nehmen und das es nicht immer mit Resignation enden muss, oder einer Lou die einen aufweckt. Mich hat das Buch sehr berührt und ich konnte mich in vielen Kleinigkeiten wieder erkennen. Ich muss sagen, ich habe es wirklich gern gelesen, auch wenn ich glaube, dass nicht alle Familien einen neuen Anfang geschenkt bekommen müssen, da spricht wohl der Pessimist in mir, aber den Grundgedanken fand ich toll und Seelen heilend.Ein geschenkter Anfang ist ein unglaublich feinfülliges Buch und hat wirklich einen ganz tollen Ton getroffen. Auf diese Insel würde ich gern fahren, um Teil dieser Familie zu sein.

    Mehr
  • Wieder eine Familie werden

    Ein geschenkter Anfang

    buecherwurm1310

    05. May 2017 um 17:25

    Lou und Jo haben das Leben geliebt und eine gute Ehe geführt. Lou hat ihre Spleens und sie hatte ihr Lachen. Alle mochten sie. Aber nun ist Lou tot und Jo ist verzweifelt. Lou hat ein Testament hinterlassen und Jo damit vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er die Champagnerflasche öffnen und die Nachricht von Lou lesen. Anfangs kam ich nicht wirklich in die Geschichte hinein. Ich kann nicht einmal genau sagen warum, vielleicht aber weil der Schreibstil gewöhnungsbedürftig ist und die Stimmung ziemlich trüb. Doch mit der Zeit habe ich mich wohler gefühlt. Jo ist verzweifelt. Lou fehlt und dann hat sie ihm auch noch diese schier unmögliche Aufgabe aufs Auge gedrückt. Aber er bekommt dann doch den Dreh. Die Familie ist zerstritten und wenig gesprächsbereit. Zudem zeigen sich einige Personen von einer wenig netten Seite. Aber mit der Zeit musste ich eine Urteile revidieren. Die Personen sind alle sehr gut gezeichnet, so dass man ihr Verhalten mit der Zeit besser beurteilen kann. Für Jo hat immer der Beruf im Vordergrund gestanden, so dass er zu seinen Kindern keine Beziehung hat. Wie der Vater, so der Sohn. Auch bei Cyrus ist es ähnlich. Er hat sich mit seiner Frau auseinandergelebt und nebenbei ein Verhältnis. Seine Töchter sind aufgrund der unterschiedlichen Erziehung sehr verschieden. Während Pomme unbeschwert aufgewachsen ist, wird Charlotte von ihrer Mutter sehr behütet und eingeengt. Lous Tochter Sarah ist sehr schön, aber sie ist krank und benötigt Gehhilfen. Eine Enttäuschung lässt sie an allen Männern zweifeln, so dass sie keine Beziehung eingehen möchte. Von allen Personen mochte ich Pomme ganz besonders, sie ist stark und weiß genau, was zu tun ist, wenn es kritisch wird. Sie sehnt sich nach der Beachtung ihre Vaters. Aber auch die Insel Groix ist sehr gut beschrieben, so dass ich mir die Landschaft und Menschen gut vorstellen konnte. Es ist eine sehr emotional Familiengeschichte.

    Mehr
  • Man hat nur ein Leben. Ich will leben, vibrieren, auf Vulkane klettern, in Wasserfällen schwimmen.

    Ein geschenkter Anfang

    evafl

    03. May 2017 um 08:20

    Lou ist tot. Jo und sie – das war die große Liebe. Und nun hinterlässt sie ihm die Aufgabe, dass ihre erwachsenen Kinder endlich glücklich werden, er soll dafür sorgen. Doch wie soll Jo Zugang zu ihnen finden? Wie soll er das alles anstellen? Mal wieder einen französischen Roman lesen, ja, ich habe mich drauf gefreut. Ich empfinde Literatur von französischen Autoren oftmals als wunderbar poetisch, durchaus sehr bereichernd. Und so war es auch bei diesem Buch. Die Geschichte ist interessant und durch die Wechsel der Sichtweisen durchaus auch sehr abwechslungsreich. So wird aus der Sicht der verschiedenen Personen das jeweils aktuelle Geschehen erzählt, man erfährt also mal etwas von Jo, der ja nun Witwer ist, dann mal aus der Sicht seiner Tochter Sarah, seines Sohnes Cyrian oder auch aus der Sicht von Lou. Wunderbar wie man ihre Sicht hier mit „Lou, dort, wohin wir alle einmal gehen“ überschreibt. (Bei den anderen Charakteren steht natürlich der jeweils aktuelle Ort dabei. Außerdem kommen auch zwei Enkelinnen sowie die Mütter der beiden und weitere Personen „zu Wort“.) Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, es ist keine leichte, einfache Sprache, sondern durchaus sehr gewählt wie man sich ausdrückt. „Hellsichtige Tage“ ist nur ein Beispiel dafür, wie ich finde. Vom Satzbau her fand ich das Buch ebenso gut geschrieben, hier war nichts großartig kompliziert verschachtelt, gut verständlich, aber eben inhaltlich bedächtig, einfach toll umgesetzt. Vielleicht zeigt ein Beispiel, was ich mit poetischer und wunderbarer Sprache meine: „. Wir sind eine sonderbare Familie. Du warst unser Mörtel, Lou. Ohne dich bröckelt das Gebäude, wankt, um mit großem Getöse einzustürzen.“ (Seite 64) Mir gefällt es, wir hier manches umschrieben wird, so schön bildlich – und imposant. Dieser Roman war keine Lektüre, die man eben mal schnell liest, für mich war es ein ziemliches Genuss-Lesen, es waren da durchaus Denkanstöße dabei. Ebenso findet man auch verschiedene französische Liedtexte (mit Übersetzung), die gut zu den jeweiligen Situationen passen. Mir hat „Ein geschenkter Anfang“ sehr gut gefallen, ein wirklich wunderbarer Roman, eine tolle Familiengeschichte, sehr poetisch, durchaus auch emotional und manchmal nachdenklich-stimmend, dann aber auch wieder sehr amüsant und lustig. Eine tolle Mischung, die ich für sehr gelungen halte. Von mir gibt es eine Empfehlung und 5 von 5 Sternen. 

    Mehr
  • Wenn eine Familie auseinanderbricht...

    Ein geschenkter Anfang

    Literaturchaos

    28. April 2017 um 13:02

    Als Geschichte "voller Leben, Gefühl und Zuversicht" bezeichnet der französische Autor Antoine Laurain diesen Roman. Und obwohl ich zu Anfang ein wenig brauchte, um in diese Familiengeschichte einzutauchen, muss ich ihm schlussendlich Recht geben, denn "Ein geschenkter Anfang" ist dramatisch, traurig, lustig, ärgerlich spannend und vor allem eins: Mitreissend.   Die eine Hauptprotagonistin dieser Geschichte ist die kleine Insel Groix in der Bretagne, auf die der Leser entführt wird, um dort mit allen Sinnen an der bretonischen Lebensart teilzunehmen. Die andere Hauptprotagonistin ist Lou. Und Lou ist tot. Lou, die immer sagte, dass sie kein Wort mehr mit demjenigen reden würde, der bei ihrer Beerdigung weinen würde. Lou, die von allen bewundert und verehrt wurde. Lou, die ihre scheinbar intakte Familie zusammenhielt. Lou, die sah, wofür andere blind waren.   Lous Familie trauert schrecklich um sie ... und entfernt sich dabei immer weiter voneinander. Da ist ihr Mann Jo, der seine beste Freundin und Seelenverwandte verlor und es Lou sehr übel nimmt, dass sie sich enfach davon gemacht hat, wie er es nennt. Er redet ständig in Gedanken mit ihr und droht an seinem Kummer zu zerbrechen. Auch die erwachsenen Kinder Cyrian und Sarah vermissen ihre Mutter schmerzlich. Cyrian, dessen Ehe kurz vor dem Aus steht, der eine Affäre hat, sich weder um seine eheliche noch um seine uneheliche Tochter kümmert und der von einer ständigen Rastlosigkeit und von einem großen Hass auf seinen Vater getrieben ist. Und Sarah, die einst von ihrem Verlobten quasi vor`m Altar stehengelassen wurde und seitdem niemandem mehr vertraut, jegliche Gefühle unterdrückt und dabei sich selbst am meisten schadet. Pomme, die uneheliche Tochter, ist mit ihren 11 Jahren viel zu erwachsen und vor allem eins: Einsam. Charlotte, die eheliche Tochter lebt in einem goldenen Käfig, den ihre eigene Mutter ihr gebaut hat.   Und so hat Lou, die wusste, dass ihre Familie nach ihrem Tod vollständig auseinanderbrechen würde, vorgesorgt: In ihrem Testament gibt sie Jo die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder endlich glücklich werden. Und Jo ist gezwungen, näher hinzusehen.   Die Kinder sind erwachsen und können tun und lassen, was sie wollen. Da sollten sie doch glücklich sein. Oder etwa nicht? Jo, der bisher immer nur das kannte, was an der Oberfläche schwamm, taucht tiefer in die Familiengefüge ein....und beginnt zu handeln...   Dieser Roman kommt sehr sanft und leise daher, in einer wunderschönen Sprache und mit vielen sowohl schönen als auch traurigen Momenten. Und dennoch legt die Autorin hier eine rasante Familiengeschichte vor, die den Leser an die Seiten fesselt.

    Mehr
  • Ein gefühlvoller Familienroman

    Ein geschenkter Anfang

    raven1711

    27. April 2017 um 15:50

    Klappentext:»Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr«, hat Lou oft gewitzelt. Lou, die auf der kleinen bretonischen Insel ein echter Paradiesvogel war und von allen geliebt wurde. Lou mit ihren Spleens – Champagner, bitte, aber nur von Mercier! – und Macken – sie kochte miserabel, aber mit Liebe –, einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möwen, und einem Herzen so weit wie das Meer. Nun ist Lou tot – und die Familie droht auseinanderzubrechen. Im Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er Lous letzten Brief lesen – der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert.Meinung:Viel zu früh ist die lebenslustige Lou aus dem Leben geschieden. Zurück lässt sie ihren verzweifelten Ehemann Jo, ihre Kinder Cyrian und Sarah, sowie die beiden Enkeltöchter Pomme und Charlotte. Denn Lous Tod hinterlässt eine große Lücke und jedes Familienmitglied trägt eine Last und Kummer mit sich herum, scheinbar unfähig, die sich in ihrer Trauer zu unterstützen und zu helfen. Doch Lou hat vorgesorgt und verfügt in ihrem Testament, dass Jo dafür sorgen muss, die Kinder wieder glücklich zu machen. Jo aber hat den Zugang zu ihnen verloren und leidet enorm unter dem Verlust seiner Frau. Aber er sieht sich gezwungen, sich der ihm gestellten Aufgabe zu stellen.Der Roman beginnt sehr traurig. Jeder Protagonist erzählt hier selber in der Ich-Perspektive, und so steht die Trauer um Lou zuerst im Vordergrund. Nach und nach aber stellt sich der Alltag mit all seinen Problemen wieder ein, und die Figuren müssen sich miteinander auseinandersetzen. Dabei stellt man als Leser fest, dass hier einiges im Argen liegt und Jo vor einer Mammut-Aufgabe steht. Loraine Fouchet zeichnet ihre Figuren dabei sehr fein, mit Ecken und Kanten und macht diese dadurch sehr lebendig und authentisch.Der Roman wurde von Sina de Malafosse übersetzt. Dabei hat sie den Charme des Buchs sehr gut eingefangen. Die Szenen sind lebendig und lassen leichtes Fernweh nach dem Meer und der Bretagne aufkommen. Auch handlungsmäßig konnte die Geschichte mich über weite Strecken überzeugen. Die Ereignisse greifen gut ineinander über, halten so manche Überraschung bereit und sind insgesamt gut geplottet. Leider kam ich bei den Dialogen ab und an ins Trudeln, hatte das Gefühl, die Protagonisten reden aneinander vorbei oder unterhalten sich zwischen den Zeilen. Auch der Einstieg viel mir nicht ganz so leicht, wie gehofft, war er doch sehr schwermütig. Dafür entwickelt sich aber nach und nach immer mehr Leichtigkeit, und zum Ende hin konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Auch wenn einige Ereignisse hier ein wenig aus der Luft gegriffen wirken, so hat es doch dem Zauber dieser Geschichte kaum Abbruch getan und mich das Buch mit einem guten Gefühl beenden lassen.Fazit:Lorraine Fouchet erzählt gefühlvoll und berührend eine Geschichte über Familie, Verlust, Trauer und Glück. Die Reise in die Bretagne hat Fernweh aufkommen lassen und ihre Bewohner haben einen Platz in meinem Herzen bekommen.Von mir gibt es 4 von 5 Punkten. Vielen Dank an den Atlantik Verlag für das Rezensionsexemplar.

    Mehr
  • Sehr gefühlvoller Roman mit konstruiert wirkendem Ende

    Ein geschenkter Anfang

    Schugga

    26. April 2017 um 23:45

    Lou und Jo waren ein glückliches Paar, verliebt bis zum Schluss lebten sie auf der bretonischen Insel Ile de Groix in ihrem kleinen Paradies. Doch Lou ist gestorben, mit knapp 60 Jahren. Bei der Testamentseröffnung wirft sie ihrem Ehemann vor, sie betrogen zu haben - und stellt ihm die Aufgabe, ihre erwachsenen Kinder glücklich zu machen und die Familie somit wieder zusammen zu führen. Keine leichte Aufgabe für den ehemaligen Arzt, der sich stets aus den Familienangelegenheiten raushielt. Und so muss er erstmal lernen, hinter die Kulissen der anderen Menschen zu blicken, bevor er seine Aufgabe erfüllen kann. Die Sprache des Romans ist sehr gefühlvoll, wodurch schnell eine emotionale Tiefe entsteht. Gelungen ist auch die Idee, die verschiedenen Personen in Gedanken zur verstorbenen Lou sprechen zu lassen, ihr Erinnerungen, Emotionen und Beobachtungen mitzuteilen. Und als Clou kommt sogar Lou selbst nach ihrem Tod zu Wort, das verleiht dem Buch etwas Mystisches. Nicht gefallen hat mir, dass Jo und seine Enkelin Pomme ein wenig zu detailliert "denken". Dinge, welche sie der verstorbenen Lou nicht erklären müssten, werden trotzdem im Stile der "Forth Wall" erläutert. Dadurch fühle ich mich plötzlich als Leser angesprochen, die Gedanken wirken weniger authentisch, was doch sehr schade ist. Beim Lesen erlebt man die Entwicklung der unterschiedlichen Personen mit. Dabei stellt sich heraus, dass man als LeserIn nicht vorschnell urteilen sollte, manchmal scheinen die Dinge anders, als sie in Wirklichkeit sind. So hat mich der Roman stellenweise doch zum Nachdenken angeregt, was ich als sehr schönen Nebeneffekt empfinde. Einige Gegebenheiten waren jedoch zu überzogen und zu passend konstruiert, das Verhalten der Enkelkinder wirkte nicht immer altersgerecht. Ebenso lief mir zum Schluss alles zu glatt bei einigen Personen, um den Roman gekonnt abzurunden, so dass ich ein wenig enttäuscht nur 4 von 5 Sternen vergebe.

    Mehr
  • Ein trauriges Ende, das zu einem wundervollen Neuanfang wird

    Ein geschenkter Anfang

    katze267

    20. April 2017 um 22:37

    Lou war eine miserable Köchin, doch wie alles was sie tat, machte sie es voller Liebe und mit Leidenschaft. Nun ist sie gestorben, noch nicht mal 60 Jahre alt und die Familie hat ihren Mittelpunkt verloren.Dieser Verlust trifft besonders Ehemann Jo schwer, doch auch die erwachsenen Kinder, Tochter Sarah und Sohn Cyrian, und besonders die Enkelin Pomme, die uneheliche Tochter von Cyrian, die wie die Großeltern auf der kleinen bretonischen Insel Groix lebt, vermissen Lou sehr und trauern mehr oder weniger offensichtlich um sie. Doch Lou hat Jo einen Auftrag hinterlassen, wie er bei der Testamentseröffnung beim Notar erfährt. Neben dem Vorwurf, er hätte sie betrogen, den auch die Kinder hören, bekommt er den heimlichen Auftrag,den er keinem verraten darf, seine Kinder glücklich zu machen. Erst dann erhält er Lous letzten, an ihn gerichteten, in einer Champagnerflasche versiegelten Brief. Als vielbeschäftigter Arzt, der selten zuhause war, hat er viel von der Kindheit seiner Kinder verpasst, war nicht der ideale Vater für sie. So macht sich Jo daran, zunächst einmal seine Kinder besser kennen zu lernen, zu erfahren, wie es ihnen geht, ob sie eher glücklich oder unglücklich sind und beginnt dann, ihr Leben sanft zu beeinflussen.Auch Pomme, die ihrem Vater vermisst, der wenig Kontakt zu ihr hat, bemüht sich, ihm und ihrer Halbschwester Charlotte näher zu kommen. Die Autorin beschreibt aus vielen unterschiedlichen Perspektiven das Geschehen, so kommen Jo, Pomme, Sarah, Cyrian, Cyrians Frau Albane, seine Tochter Charlotte ja selbst Lou zu Wort. Der Leser erfährt also aus vielen Sichtweisen , wie sich die Familie allmählich näher kommt, wie alte Wunden und Missverständnisse aufgearbeitet werden und neue Nähe entsteht. Ein warmherziger, emotional berührender Roman vor der beeindruckenden Naturkulisse der Insel Groix, in die man sich als Leser schnell verliebt. Durch die wechselnden Perspektiven kann man sich gut in jede der handelnden Personen hineinversetzen, versteht ihre Motivationen und kann ihre Handlungen besser verstehen. Ein sehr berührender Familienroman, der eindrucksvoll zeigt, dass es jederzeit möglich ist, einen Neuanfang zu wagen und die Belohnung alle Anstrengungen wert sein kann.

    Mehr
  • Ende und Anfang

    Ein geschenkter Anfang

    19angelika63

    19. April 2017 um 14:11

    Klappentext"Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr", hat Lou oft gewitzelt. Auf der kleinen bretonischen Insel mochte sie jeder: Lou war eine verständnisvolle Mutter, eine lustige Großmutter, eine verlässliche Freundin und Nachbarin. Sie kochte miserabel, aber voller Liebe, hatte das lauteste Lachen und trank am liebsten Champagner.Doch nun ist Lou tot - und die Familie droht auseinanderzubrechen. Jo war zwar ein liebevoller Ehemann, doch seine erwachsenen Kinder Sarah und Cyrian kennt er kaum. In ihrem Testament bittet ihn Lou, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu Sarah und Cyrian kitten und die beiden glücklich machen. Erst dann darf er ihren letzten Brief lesen - der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet.Eine folgenschwere Flaschenpost und eine schwierige Mission. Doch zum Glück steht Jo seine patente Enkeltochter Pomme zur Seite, die Schicksal spielt. Und bald ist in Lous und Jos Familie nichts mehr, wie es war ..."Der Notar geht unsere Kinder holen. Das wird ein Gemetzel. Du hast mir gerade die nächsten zwei Monate versaut meine Liebe. was bleibt mir noch, ohne dich? Die zweistellige Zahl unserer gemeinsamen Jahre und die hundertstellige unserer gemeinsamen Lachanfälle?" (Seite 45)Lou ist tot und hinterlässt viele traurige Menschen, die Jo auf den richtigen Weg bringen soll.Sarah die Tochter der  beiden. Sie wurde nach einer schweren Erkrankung von ihrem Freund und zukünftigen Mann verlassen. Seither versucht sie der Liebe aus dem Weg zu gehen.Cyrian der Sohn von Lou und Jo. Lou wusste Bescheid. Wusste von Dany, seiner Freundin, mit der er seine Frau Albane betrügt. Die beiden haben eine Tochter ... Charlotte. Außerdem hat Cyrian noch eine Tochter, Pomme. Doch der Kontakt zu ihr ist sehr sporadisch. Lous Sohn hat kurz vor Pommes Geburt die Insel Groix verlassen und lebt seitdem in Paris.Albane ist eine strenge Mutter, die Charlotte ständig unter Kontrolle hält.Pomme liebt ihre Mutter und die Großeltern. Denn obwohl sie kaum Kontakt zu ihrem Vater hat, hat sie einen sehr engen Kontakt zur ihren Großeltern. Und dann ist da noch Jo. Die Beiden haben sich unendlich geliebt. Seinetwegen ist Lou mit auf die Insel Groix gezogen und hatte dort ein schönes Leben. "Wir sind eine sonderbare Familie. Du warst der Mörtel, Lou. Ohne dich bröckelt das Gebäude, wankt, um mit großem Getöse einzustürzen." (Seite 64)"Du warst die Schönste. Du hast mir beigebracht, glücklich zu sein und mich überall wohlzufühlen. Ohne dich bin ich ein Trottel." (Seite 87)Auf den ersten Blick sind die vielen Namen und Protagonisten verwirrend. Doch innerhalb der Geschichte haben alle ihren eigenen Platz. Abwechselnd erzählen sie aus ihrem Leben und dem Leben mit Lou. Sie lassen mich an ihrem Schmerz über den Verlust von Lou teilhaben. Dabei erfahre ich viele Details, die zuerst einen Blick in jedes einzelne Leben zulassen und später alle zu einem großen Geflecht innerhalb der Familie werden. Mir hat das sehr gut gefallen. Diese kleinen Einblicke, die mich an manchen Stellen zuerst einmal verwundert, manchmal auch wütend gemacht haben. Doch dann, im Großen Ganzen konnte ich jeden einzelnen Protagonisten in seinem Handeln und Leben verstehen.Fouchet gelingt es mit leisen und warmen Worten die Trauer und den Verlust  jedes einzelnen herauszuarbeiten, Ich fühlte mich allen sehr nah, doch Jo und Pomme waren die, die mein Herz am meisten berührt haben. Das mag sicherlich auch daran liegen, dass sie den größten Part in der Geschichte haben. "Nicht die Kinder oder Enkel machen uns glücklich, sondern die Liebe, die sie hervorrufen, mit der man sie umgibt, die uns durchdringt." (...)"Man kann nicht wissen, woran man einmal sterben wird, aber man kann entscheiden, wie man leben will." (Seite 358)Ein zauberhafter Familienroman mit Charakteren, die von Fouchet liebevoll dargestellt werden, mit all ihren Ecken und Kanten, in einer Kulisse mit französischem Charme. Unbedingt lesen ♥♥♥

    Mehr
    • 4
  • Ein geschenkter Anfang

    Ein geschenkter Anfang

    Blaustern

    07. April 2017 um 12:03

    Lou war immer diejenige, die die Familie zusammengehalten hat. Sie war die über alles geliebte Frau von Jo, Mutter und Großmutter. Doch nun ist sie tot, ist an Alzheimer schon mit Ende 50 gestorben. Sie hat ihrem Jo ein Testament hinterlassen. Er soll die Kinder glücklich machen. Nur dann bekommt er am Ende einen letzten Brief seiner geliebten Frau. Es scheint einfach, doch das ist es für Jo nicht. Er hat zwar seine Frau geliebt, aber wohl seine beiden Kinder Cyrian und Sarah nicht. Vor allen Dingen hat er nie für sie Zeit gehabt, denn er war die meiste Zeit mit seinem Job beschäftigt, um seiner Familie etwas bieten zu können. Und inzwischen gibt es auch noch zwei Enkeltöchter. Sie leben auf einer kleinen französischen Insel, Groix, wo sich alle kennen und jeder zu jedem steht und Jo so Hilfe erhält. Wird er Lous letzten Wunsch erfüllen können? Ein Familienroman, der vor der wunderschönen rauen französischen Küste spielt und etwas ganz Besonderes ist. Er ist berührend und wird in einer ausdrucksstarken Sprache innerhalb einer kurzen Zeitspanne erzählt. Dabei gibt es häufige Perspektivwechsel, sodass man sich ein genaues Bild über jede Figur machen kann, warum ihr Denken und Handeln so verläuft, ihr Leben danach ausgerichtet ist, und man kann sie wirklich alle verstehen. Selbst Lou erwacht dabei wieder zum Leben, denn auch sie lernen wir gut kennen. Gerade um die Weihnachtszeit hat Jo nun heftig daran zu knabbern, aber er hat auch eine Aufgabe bekommen, die er erfüllen will. Logische Wendungen und Drama, wie es im Leben passieren kann, halten uns auf Trapp und durchspielen alle Emotionen. Trotz all der Trauer gibt es auch immer wieder lustige Szenen.

    Mehr
  • Groix, das war das Sahnehäubchen

    Ein geschenkter Anfang

    Mrs. Dalloway

    06. April 2017 um 20:14

    "Danke, danke für Groix. Dieses Stückchen Himmel über der Insel ist nicht wie die anderen. Die Fluten, die die zerklüftete Küste streicheln, die Erde und die Felsen, die Ginsterbüsche und Mauern, der Thunfisch auf dem Kirchturm, der Hafen, die Buchten, die Insulaner, alles ist selten und einzigartig, wundervoll und mächtig." (S. 358)Dieser Abschnitt sagt eigentlich alles, was es über die Ile de Groix zu wissen gibt. Die kleine französische Insel in der Bretagne ist Schauplatz dieses rührenden Familien-Epos. Lou, die Ehefrau von Jo, ist gestorben und hat einen traurigen Mann hinterlassen. Er muss sich nun um seine zwei Kinder und zwei Enkelinnen kümmern, so wollte es Lou. Die Traurigkeit, die von Jo ausgeht, ist im ganzen Buch zu spüren. Doch das tut dem Buch keinen Abbruch. Im Gegenteil: es macht es authentisch und rührt den Leser beinahe zu Tränen. Ich kann mir so gut vorstellen, wie es Jo gehen muss, nachdem er seine große Liebe verloren hat.Die Geschichten rund um seine Kinder und Enkel haben mir nicht weniger gefallen. Vor allem die kleine Pomme hat es mir angetan, auch wenn sie einen furchtbaren Namen hat. Ich mochte den Charme und leisen Witz des Buches. Auch das Setting auf der Insel, am Meer, lässt ein ganz anderes Gefühl beim Lesen aufkommen... Auch die wechselnden Perspektiven sorgten für stets frischen Wind. Vor allem dass man Lou auch zu Wort kommen ließ, von dort, wohin wir alle mal gehen werden... hat mir extrem gut gefallen. Es vermittelte ein Gefühl von Geborgenheit, dass sie ihrem hinterbliebenen Ehemann auf die Finger schaute.Fazit: ein hervorragender Familienroman mit ganz viel Gefühl - dazu ein wunderschönes Setting auf einer sympathischen kleinen Insel im Meer.

    Mehr
  • Leserunde zu "Ein geschenkter Anfang" von Lorraine Fouchet

    Ein geschenkter Anfang

    AtlantikVerlag

    Hast Du Lust auf einen Inselausflug und eine ganz besonders charmante Familie? Auf Champagner, Herzensangelegenheiten, Musik, die bretonische Küche und eine Geschichte voller Leben, Gefühl und Zuversicht?  In diesem Buch findest Du genau das:  »Ein geschenkter Anfang« von Lorraine Fouchet versprüht jede Menge französischen Charme und zeigt Dir, wie eine Flaschenpost das Leben dieser Familie auf den Kopf stellt ... und, wieso in einem schmerzhaften Verlust auch der Keim für einen Neuanfang stecken kann. Komm mit uns auf die Île de Groix! Lorraine Fouchet: »Ein geschenkter Anfang« »Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr«, hat Lou oft gewitzelt. Lou, die auf der kleinen bretonischen Insel ein echter Paradiesvogel war und von allen geliebt wurde. Lou mit ihren Spleens - Champagner, aber bitte nur von Mercier! - und Macken - sie kochte miserabel, aber mit Liebe -, mit einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möven, und einem Herzen so weit wie das Meer. Nun ist Lou tot - und die Familie droht auseinanderzubrechen. Im Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er Lous letzten Brief lesen - der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert.  Zur Autorin  Lorraine Fouchet, geboren 1956, arbeitete als Notärztin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie ist Autorin zahlreicher Romane. Sie lebt in der Nähe von Paris und auf der Île de Groix, dem Schauplatz von »Ein geschenkter Anfang«. Wir möchten mit Euch gemeinsam exklusiv vor der Veröffentlichung den Roman »Ein geschenkter Anfang« lesen und diskutieren. Dafür stellen wir 30 Exemplare zur Verfügung . Ihr könnt Euch bewerben, in dem Ihr uns folgende Frage beantwortet: Was bedeutet für Euch Familie? Wir wünschen Euch viel Glück und freuen uns auf eine schöne Leserunde!

    Mehr
    • 571
  • Message in a Bottle

    Ein geschenkter Anfang

    tinstamp

    31. March 2017 um 18:02

    Bewertung: 4 1/2 Sterne Diese Geschichte beginnt, wo manch andere enden: mit dem Tod.....dem Tod von Lou, der Frau unseres Protagonisten Jo. Das Paar war eine Einheit und die Liebe überstrahlte selbst die zu ihren beiden Kindern Cyrian und Sarah. Beide sind bereits erwachsen, aber nicht wirklich glücklich in ihrem Leben. Das hat auch Lou erkannt und stellt Jo in ihrem Testament die Aufgabe, ihre gemeinsamen Kinder wieder glücklich zu machen. Falls ihm dies gelingen sollte, erhält er eine weitere Botschaft, die sie in einer Champagnerflasche aufbewahrt und beim Notar hinterlegt hat. Diese Aufgabe stellt Jo vor ein schwieriges Problem, denn seit dem Tod von Lou scheint die Familie noch mehr auseinanderzubrechen.Ein melancholischer und wehmütiger Anfang, der jedoch nicht anhält. Man spürt trotzdem den Verlust von Jo zwischen den Zeilen und obwohl Lou tot ist, steht sie im Mittelpunkt des Romans. Sie war das Herz der Familie, die alle zusammengehalten hat. Joe führt immer wieder Zwiegespräche mit ihr und hat selbst den Lebenswillen verloren. Nach und nach erfährt man woran Lou erkrankt ist und wie das Leben der Familie früher ausgesehen hat. Denn obwohl Joe ein liebevoller Ehemann war, war er kein guter Vater. Sein Beruf als Kardiologe stand stets an erster Stelle. Sein Sohn scheint nun einen ähnlichen Fehler zu begehen. Er hat zwei Töchter von zwei verschiedenen Frauen. Die eine, Maelle, liebt er noch immer und mit der anderen, Albane, ist er verheiratet. Doch das Ehepaar hat sich auseinander gelebt und denkt an Trennung. Die beiden Töchter, Pomme und Charlotte, könnten unterschiedlicher nicht sein. Pomme liebt die Insel und bewegt sich frei und unbeschwert auf Groix, vermisst jedoch die Liebe des Vaters, der sie gerade mal zu Weihnachten und zu Ostern besucht. Charlotte hingegen wird von ihrer Mutter überbehütet, darf weder Rad fahren, noch hat sie Freunde. Lou und Jo's Tochter Sarah hat ein anderes Handycap: sie ist wunderschön, aber leidet an einer seltenen Krankheit und benötigt Gehhilfen. Durch diese hat sie auch ihren Verlobten verloren und hat seitdem den Männern abgeschworen bzw. trifft keinen öfters als zweimal. Doch auch für sie hat das Schicksal etwas Besonderes vorgesehen.....Die Charaktere sind alle sehr liebevoll gestaltet und haben ihre Ecken und Kanten. Der Autorin gelingt es den Leser zu überraschen und auch Schwächen oder Stärken bestimmter Figuren aufzuzeigen, die man zuerst ganz anders eingeschätzt hat.Besonders die zehnjährige Pomme ist mir ans Herz gewachsen. Mit dem Versuch die Liebe ihres Vaters zu gewinnen, hat sie mich sehr berührt. Sehr gefallen hat mir auch ihre Idee Saxophon spielen zu lernen - wie der Papa. Und hier habe ich mit Freude entdeckt, dass ich endlich einen Roman vor mir habe, wo der Autor wirklich etwas von Musik versteht bzw. selbst Saxophon spielen muss. Wie oft habe ich schon Geschichten gelesen, wo mir bereits auf den ersten Seiten klar war, dass der/die Autor/in entweder selbst nichts von Musik versteht oder schlecht recherchiert hat. Hier erklärt Lorraine Fouchet nicht nur wie ein Saxophon aufgebaut ist, was man alles dazu benötigt, sondern auch wie man darauf spielt. Da ich aus der Musikbranche komme, war ich begeistert!Schreibstil:Der Schreibstil von Lorraine Fouchet ist poetisch und gefühlvoll, aber auch der Humor kommt zwischendurch nicht zu kurz. Die Kapitel sind eher kurz gehalten. Durch den Perspektivenwechsel der erzählenden Personen hat der Leser Einblick in die Gedanken aller Protagonisten und erhält einen perfekten Überblick in das Leben der Familie. Dabei hat die Autorin auch ein paar Überraschungen parat.Die Landschaftsbeschreibungen der bretonischen Insel Groix und die Eigenheiten der Inselbevölkerung sind sehr lebendig und bildhaft beschrieben. Man spürt auch Jo's Liebe zu diesem Eiland im Atlantik, die sein Sohn nicht mit ihm teilt. Dieser lebt in Paris und genießt die Vorzüge der Stadt. Aber vorallem seine Frau Albane ist eine Stadtfrau durch und durch. Sarah lebt ebenfalls in der Stadt, an die sie vorallem beruflich gebunden ist. Sie besucht aber Groix immer wieder gerne.Fazit:Ein sehr gefühlvoller Roman, der mich erst ein paar Tage nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte, mehr und mehr zu faszinieren begann. Die berührende Familiengeschichte mit dem französischen Flair schwirrte noch tagelang in meinem Kopf herum und hat mir so einige Gedanken über das Leben beschert.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks