Ein geschenkter Anfang

von Lorraine Fouchet 
4,5 Sterne bei51 Bewertungen
Ein geschenkter Anfang
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So ein schönes, poetisches, herzerwärmendes, schön geschriebenes, subtiles Buch. Und so eine schöne Liebesgeschichte + Hommage ans Leben!

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Sehr schöne Familiengeschichte, die durch die verschiedenen Wechsel der Sichtweisen sehr abwechslungsreich ist .

Alle 51 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ein geschenkter Anfang"

Ein bewegender Roman über Familie, Freundschaft und die Liebe

Lou war auf der kleinen bretonischen Insel Île de Groix ein echter Paradiesvogel. Mit einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möwen und einem Herzen so weit wie das Meer, wurde sie von allen geliebt. Nun ist Lou tot – und in ihrem Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihren letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er ihren letzten Brief lesen – der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453421998
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:08.04.2019
Das aktuelle Hörbuch ist am 17.03.2017 bei Atlantik Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    naninkas avatar
    naninkavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: So ein schönes, poetisches, herzerwärmendes, schön geschriebenes, subtiles Buch. Und so eine schöne Liebesgeschichte + Hommage ans Leben!
    Ein geschenkter Anfang

    Lou + Jo ist die schönste Liebesgeschichte der Welt. Doch Lou stirbt mit zarten 56 und hinterlässt Jo mit ihrem letzten Willen: er soll dafür sorgen, dass ihre beiden erwachsenen Kinder endlich glücklich werden. Jo leidet, vermisst seine Frau unendlich, verübelt es seiner Seelenverwandte zu früh von ihm gegangen zu sein und nimmt das ungewöhnliche Testament seiner Frau sehr ernst. Ob es ihm gelingt, sei an dieser Stelle nicht verraten, doch an Kreativität fehlt es ihm jedenfalls nicht. Dieses Buch begeistert durch die spezielle Erzählweise, die aus der Perspektive aller Protagonisten geschrieben wird. Sogar aus der Perspektive der verstorbenen Lou. Zu Anfang anspruchsvoll, zieht diese spezielle Erzählform einen in den Bann. Man wird Teil des Geschehens. Die Sprache ist so poetisch, subtil und wunderschön. Auch die Beschreibung der Insel, die Authentizität der facettenreichen Charaktere, die alle ihren Rucksack und ihre Lebensgeheimnisse zu tragen haben, machen dieses Buch zu einem sehr besonderem Leseereignis. Fazit: ein sehr besonderes Buch, das berührt! Einfühlsam, poetisch, subtil, melancholisch und doch voller Humor. Authentisch, lebensbejahend, psychologisch raffiniert und einfach wunderschön geschrieben. Was für eine Entdeckung!

    Kommentare: 1
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    L
    lesemaedelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine sommerliche Familiengeschichte
    Tramhafte Kulisse für düstere Tage

    Nach dem Tod seiner geliebten Ehefrau, bekommt Jo mit der Testamentseröffnung eine letzte große Aufgabe mitgeteilt. "Bring die Familie wieder zusammen"
    Und so beginnt eine zu Herzen gehende Familien- und Inselgeschichte. Die Familienmitglieder kommen im Wechsel zu Wort und erzählen aus ihrem Leben. Daher ergibt sich für, uns Leser, ein vielschichtiges Bild über die Inselbewohner und der Familie von Lou & Jo. Das Buch, oder auch die Hörbuchvariante, ist genau das Richtige für kommenden Herbsttage -mit einer guten Tasse Tee im Warmen zu genießen.

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    Sturmhoehe88s avatar
    Sturmhoehe88vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gefühlvoll Geschichte mit beeindruckender Kulisse
    Ein geschenkter Anfang

    Format: Kindle Edition

    Dateigröße: 735 KB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 368 Seiten

    Verlag: Atlantik (17. März 2017)

    Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

    Sprache: Deutsch

    ASIN: B01N5C0F6S

    Preis GA: 20,00€

    Preis Ebook: 14,99€

    Inhaltsangabe zu „Ein geschenkter Anfang“ von Lorraine Fouchet

    »Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr«, hat Lou oft gewitzelt. Lou, die auf der kleinen bretonischen Insel ein echter Paradiesvogel war und von allen geliebt wurde. Lou mit ihren Spleens –Champagner, bitte, aber nur von Mercier! – und Macken – sie kochte miserabel, aber mit Liebe –, einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möwen, und einem Herzen so weit wie das Meer. Nun ist Lou tot – und die Familie droht auseinanderzubrechen. Im Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er Lous letzten Brief lesen – der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert.



    Meine Meinung

    Ein Buch voller wunderschöner Szenen und Schauplätze, mit Detailreichen Beschreibungen die man sich Bildlich vor Augen führen kann. Ein leichter Schreibstil wenn auch in der Wortwahl sorgfältig ausgewählt.

    Sichtweise der verschieden Charaktere, so das man sich genau in sie hineinversetzten und ihre Gedanken nachvollziehen kann.

    Ich habe solch ein Buch, das mit so viel Liebe und Kraft, so authentisch, offen und zugleich Gefühlvoll geschrieben ist, noch nicht gelesen. Auch wenn es vielleicht ein wenig ruppig zugehen mag, so hatte ich doch des öfteren ein Schmunzeln oder gar ein breites grinsen im Gesicht.

    Ich kann dieses Roman wirklich nur empfehlen.

    Klare Kauf und Leseempfehlung!

    5/5 Sterne

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    R
    robbylesegernvor einem Jahr
    das Schicksal geht manchmal andere Wege

    " Ein geschenkter Anfang " von Lorraine Fouchet " ist ein Buch, in das ich mich erst einlesen musste. Es hat mich nicht von Anfang an begeistert, dann aber umso mehr.

    Jo hat seine geliebte Ehefrau Lou verloren und dies mit Mitte 50. Das ist nicht fair und vor allem nicht leicht. Doch Lou`s Testament setzt noch eine weitere Schwierigkeit auf das Leben von Jo, der auf einer bretonischen Insel, der Ile de Groix lebt, seit er seinen Beruf als Kardiologe des Alters wegen aufgegeben hat. Lou fordert in ihrem Testament, dass Jo dafür sorgt, dass seine erwachsenen Kinder Cyrian und Sarah glücklich werden. Er, der immer in seiner Arbeit vergraben war und kaum Zeit für seine Kinder und Enkelkinder hatte ,steht damit vor einer ihm im Moment als unlösbar erscheinenden Aufgabe.

    Wie schon zu Anfang geschrieben, fiel es mir zu Anfang schwer in dieses Buch hineinzufinden. Als ich allerdings immer weiter gelesen habe, konnte ich mich zum Schluss kaum noch von diesem Buch lösen.Die Geschichte ist sehr liebevoll aufgebaut, die Personen sehr facettenreich beschrieben und man hat das Gefühl, man möchte zu dieser Familie gehören.Das Fazit dieses Buches für mich: Das Schicksal geht manchmal seltsame Wege.

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    SharonBakers avatar
    SharonBakervor einem Jahr
    Gefühlvoll, realistisch & so schön ...

    Jo kann es nicht fassen, seine Lou hat ihn allein gelassen, auf seiner Insel und mit ihren gemeinsamen Erinnerungen und dort hin, wo sie ist, kann er ihr nicht folgen. Seine Lou, diese übermütige vor lebensprühende Frau, deren Kochkünste ein Desaster waren, aber ihre Liebe übergroß, ist nicht mehr da, aber Lou wäre nicht Lou, wenn sie Jo einfach so zurücklässt. Bei der Testamentsverlesung kommt dann der große Paukenschlag, Jo bekommt noch eine Aufgabe, nämlich dafür zu sorgen, dass seine Kinder auch wirklich glücklich sind. Sind sie etwa nicht glücklich? Wird Jo sich dem stellen? Und wird er seinen Kindern somit näherkommen?
    Ich weiß nicht warum, aber ich habe ein Faible für französische Romane. Okay, daran ist wohl meine Mutter schuld, immerhin ist immer noch Dumas „Die drei Musketiere“ mein absolutes Lieblingsbuch und der Anfang von meiner großen Liebe zu Büchern. Aber hier muss ich wohl auch noch ein bisschen die Schuld an Antoine Laurain verschieben, immerhin hat er es für gut befunden und als Fangirl muss man solche Bücher dann ja erst recht lesen. Also gesagt, gelesen und für wunderbar befunden. Diese Franzosen sind irgendwann mein Untergang, aber wenn es um Gefühle geht, bleiben sie einfach Meister der Empfindungen.

    Jo ist nun Witwer, allein, obwohl er noch so viel mit seiner Lou vorhatte und dann kommt alles anders. Für ihn kann das doch nicht das Ende sein, er fühlt sich betrogen und versucht immer noch ein Deal mit dem Himmel zu machen, denn das alles muss ein Irrtum sein. Diese Ehe ist was ganz Besonderes, eine ganz große Liebe und unvergänglich noch dazu, aber alles hat auch eine andere Seite. Jo ist zwar ein toller Ehemann und geht in seinem Job als Arzt auf, aber seine Kinder blieben auf der Strecke. Er hat das immer Lou überlassen und merkt erst jetzt, durch seine Aufgabe, dass er sie gar nicht kennt. Es ist eigentlich die typische Entwicklung, die Kinder bekommen zu wenig Zeit mit dem Vater, weil das „Versorgen“ im Vordergrund steht und erst mit den Enkelkindern auffällt, was man bei den eigenen Kindern alles verpasst hat. Bloß das nicht Jo drauf kommt, sondern Lou ihn darauf stößt und das mit ihrer ganz eigenen Art. Nun heißt es überwinden, oder ihren Wunsch ignorieren.

    Natürlich mischt Jo sich ein. Hat er denn eine andere Wahl, nein! Und die Autorin erzählt mit ganz viel Fingerspitzengefühl eine wahre Entdeckungsreise der eigenen Familie. Dabei bedient sie sich mehreren Stimmen, natürlich aus der Sicht von Jo, aber auch seine Enkelin Pomme und wer glaubt, dass Lou still bleibt, hat sich geschnitten, sie muss ja den Überblick behalten. Dabei findet Lorraine Fouchet für ihren Roman einen ganz besonderen Klang, feinfühlig, zart, aber auch witzig. Diese Autorin lässt uns zu Beginn traurig sein, dann weckt sie unsere Neugier und am Ende besitzen wir alle eine Zuversicht, das es für Hoffnung, nie zu spät ist.

    Ich möchte eigentlich von den Kindern nichts verraten, vielleicht nur so viel, das nicht alles so ist, wie der erste Schein uns weiß machen möchte und Glück, nicht immer einfach zu finden ist. Vielleicht steckt man ja auch in einer Findungskrise. Außerdem ist für jeden ja Familie so eine eigene Sache, wer wünscht sich nicht ein gesundes Verhältnis, oder einfach das Gefühl von verstanden sein. Oft sind Familientreffen ja auch eine Last und mehr Pflichterfüllung, als Freude. Genau diesen Problemen nimmt sich die Autorin an, welche Entwicklung manche Eltern-Kind-Beziehungen nehmen und das es nicht immer mit Resignation enden muss, oder einer Lou die einen aufweckt. Mich hat das Buch sehr berührt und ich konnte mich in vielen Kleinigkeiten wieder erkennen. Ich muss sagen, ich habe es wirklich gern gelesen, auch wenn ich glaube, dass nicht alle Familien einen neuen Anfang geschenkt bekommen müssen, da spricht wohl der Pessimist in mir, aber den Grundgedanken fand ich toll und Seelen heilend.

    Ein geschenkter Anfang ist ein unglaublich feinfülliges Buch und hat wirklich einen ganz tollen Ton getroffen. Auf diese Insel würde ich gern fahren, um Teil dieser Familie zu sein.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor einem Jahr
    Wieder eine Familie werden

    Lou und Jo haben das Leben geliebt und eine gute Ehe geführt. Lou hat ihre Spleens und sie hatte ihr Lachen. Alle mochten sie. Aber nun ist Lou tot und Jo ist verzweifelt. Lou hat ein Testament hinterlassen und Jo damit vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er die Champagnerflasche öffnen und die Nachricht von Lou lesen.

    Anfangs kam ich nicht wirklich in die Geschichte hinein. Ich kann nicht einmal genau sagen warum, vielleicht aber weil der Schreibstil gewöhnungsbedürftig ist und die Stimmung ziemlich trüb. Doch mit der Zeit habe ich mich wohler gefühlt.

    Jo ist verzweifelt. Lou fehlt und dann hat sie ihm auch noch diese schier unmögliche Aufgabe aufs Auge gedrückt. Aber er bekommt dann doch den Dreh.

    Die Familie ist zerstritten und wenig gesprächsbereit. Zudem zeigen sich einige Personen von einer wenig netten Seite. Aber mit der Zeit musste ich eine Urteile revidieren. Die Personen sind alle sehr gut gezeichnet, so dass man ihr Verhalten mit der Zeit besser beurteilen kann. Für Jo hat immer der Beruf im Vordergrund gestanden, so dass er zu seinen Kindern keine Beziehung hat. Wie der Vater, so der Sohn. Auch bei Cyrus ist es ähnlich. Er hat sich mit seiner Frau auseinandergelebt und nebenbei ein Verhältnis. Seine Töchter sind aufgrund der unterschiedlichen Erziehung sehr verschieden. Während Pomme unbeschwert aufgewachsen ist, wird Charlotte von ihrer Mutter sehr behütet und eingeengt. Lous Tochter Sarah ist sehr schön, aber sie ist krank und benötigt Gehhilfen. Eine Enttäuschung lässt sie an allen Männern zweifeln, so dass sie keine Beziehung eingehen möchte.

    Von allen Personen mochte ich Pomme ganz besonders, sie ist stark und weiß genau, was zu tun ist, wenn es kritisch wird. Sie sehnt sich nach der Beachtung ihre Vaters.

    Aber auch die Insel Groix ist sehr gut beschrieben, so dass ich mir die Landschaft und Menschen gut vorstellen konnte.

    Es ist eine sehr emotional Familiengeschichte.

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    evafls avatar
    evaflvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer Roman.
    Man hat nur ein Leben. Ich will leben, vibrieren, auf Vulkane klettern, in Wasserfällen schwimmen.

    Lou ist tot. Jo und sie – das war die große Liebe. Und nun hinterlässt sie ihm die Aufgabe, dass ihre erwachsenen Kinder endlich glücklich werden, er soll dafür sorgen. Doch wie soll Jo Zugang zu ihnen finden? Wie soll er das alles anstellen?

    Mal wieder einen französischen Roman lesen, ja, ich habe mich drauf gefreut. Ich empfinde Literatur von französischen Autoren oftmals als wunderbar poetisch, durchaus sehr bereichernd. Und so war es auch bei diesem Buch.

    Die Geschichte ist interessant und durch die Wechsel der Sichtweisen durchaus auch sehr abwechslungsreich. So wird aus der Sicht der verschiedenen Personen das jeweils aktuelle Geschehen erzählt, man erfährt also mal etwas von Jo, der ja nun Witwer ist, dann mal aus der Sicht seiner Tochter Sarah, seines Sohnes Cyrian oder auch aus der Sicht von Lou. Wunderbar wie man ihre Sicht hier mit „Lou, dort, wohin wir alle einmal gehen“ überschreibt. (Bei den anderen Charakteren steht natürlich der jeweils aktuelle Ort dabei. Außerdem kommen auch zwei Enkelinnen sowie die Mütter der beiden und weitere Personen „zu Wort“.)

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, es ist keine leichte, einfache Sprache, sondern durchaus sehr gewählt wie man sich ausdrückt. „Hellsichtige Tage“ ist nur ein Beispiel dafür, wie ich finde. Vom Satzbau her fand ich das Buch ebenso gut geschrieben, hier war nichts großartig kompliziert verschachtelt, gut verständlich, aber eben inhaltlich bedächtig, einfach toll umgesetzt. Vielleicht zeigt ein Beispiel, was ich mit poetischer und wunderbarer Sprache meine: „. Wir sind eine sonderbare Familie. Du warst unser Mörtel, Lou. Ohne dich bröckelt das Gebäude, wankt, um mit großem Getöse einzustürzen.“ (Seite 64) Mir gefällt es, wir hier manches umschrieben wird, so schön bildlich – und imposant.

    Dieser Roman war keine Lektüre, die man eben mal schnell liest, für mich war es ein ziemliches Genuss-Lesen, es waren da durchaus Denkanstöße dabei. Ebenso findet man auch verschiedene französische Liedtexte (mit Übersetzung), die gut zu den jeweiligen Situationen passen.

    Mir hat „Ein geschenkter Anfang“ sehr gut gefallen, ein wirklich wunderbarer Roman, eine tolle Familiengeschichte, sehr poetisch, durchaus auch emotional und manchmal nachdenklich-stimmend, dann aber auch wieder sehr amüsant und lustig. Eine tolle Mischung, die ich für sehr gelungen halte. Von mir gibt es eine Empfehlung und 5 von 5 Sternen. 

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    Literaturchaoss avatar
    Literaturchaosvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Voller schöner und trauriger Momente. Dramatisch und spannend.
    Wenn eine Familie auseinanderbricht...

    Als Geschichte "voller Leben, Gefühl und Zuversicht" bezeichnet der französische Autor Antoine Laurain diesen Roman. Und obwohl ich zu Anfang ein wenig brauchte, um in diese Familiengeschichte einzutauchen, muss ich ihm schlussendlich Recht geben, denn "Ein geschenkter Anfang" ist dramatisch, traurig, lustig, ärgerlich spannend und vor allem eins: Mitreissend.

     

    Die eine Hauptprotagonistin dieser Geschichte ist die kleine Insel Groix in der Bretagne, auf die der Leser entführt wird, um dort mit allen Sinnen an der bretonischen Lebensart teilzunehmen. Die andere Hauptprotagonistin ist Lou. Und Lou ist tot. Lou, die immer sagte, dass sie kein Wort mehr mit demjenigen reden würde, der bei ihrer Beerdigung weinen würde. Lou, die von allen bewundert und verehrt wurde. Lou, die ihre scheinbar intakte Familie zusammenhielt. Lou, die sah, wofür andere blind waren.

     

    Lous Familie trauert schrecklich um sie ... und entfernt sich dabei immer weiter voneinander. Da ist ihr Mann Jo, der seine beste Freundin und Seelenverwandte verlor und es Lou sehr übel nimmt, dass sie sich enfach davon gemacht hat, wie er es nennt. Er redet ständig in Gedanken mit ihr und droht an seinem Kummer zu zerbrechen. Auch die erwachsenen Kinder Cyrian und Sarah vermissen ihre Mutter schmerzlich. Cyrian, dessen Ehe kurz vor dem Aus steht, der eine Affäre hat, sich weder um seine eheliche noch um seine uneheliche Tochter kümmert und der von einer ständigen Rastlosigkeit und von einem großen Hass auf seinen Vater getrieben ist. Und Sarah, die einst von ihrem Verlobten quasi vor`m Altar stehengelassen wurde und seitdem niemandem mehr vertraut, jegliche Gefühle unterdrückt und dabei sich selbst am meisten schadet. Pomme, die uneheliche Tochter, ist mit ihren 11 Jahren viel zu erwachsen und vor allem eins: Einsam. Charlotte, die eheliche Tochter lebt in einem goldenen Käfig, den ihre eigene Mutter ihr gebaut hat.

     

    Und so hat Lou, die wusste, dass ihre Familie nach ihrem Tod vollständig auseinanderbrechen würde, vorgesorgt: In ihrem Testament gibt sie Jo die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder endlich glücklich werden. Und Jo ist gezwungen, näher hinzusehen.

     

    Die Kinder sind erwachsen und können tun und lassen, was sie wollen. Da sollten sie doch glücklich sein. Oder etwa nicht? Jo, der bisher immer nur das kannte, was an der Oberfläche schwamm, taucht tiefer in die Familiengefüge ein....und beginnt zu handeln...

     

    Dieser Roman kommt sehr sanft und leise daher, in einer wunderschönen Sprache und mit vielen sowohl schönen als auch traurigen Momenten. Und dennoch legt die Autorin hier eine rasante Familiengeschichte vor, die den Leser an die Seiten fesselt.

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    raven1711s avatar
    raven1711vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein gefühlvoller Familienroman
    Ein gefühlvoller Familienroman

    Klappentext:
    »Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr«, hat Lou oft gewitzelt. Lou, die auf der kleinen bretonischen Insel ein echter Paradiesvogel war und von allen geliebt wurde. Lou mit ihren Spleens – Champagner, bitte, aber nur von Mercier! – und Macken – sie kochte miserabel, aber mit Liebe –, einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möwen, und einem Herzen so weit wie das Meer. Nun ist Lou tot – und die Familie droht auseinanderzubrechen. Im Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er Lous letzten Brief lesen – der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert.

    Meinung:
    Viel zu früh ist die lebenslustige Lou aus dem Leben geschieden. Zurück lässt sie ihren verzweifelten Ehemann Jo, ihre Kinder Cyrian und Sarah, sowie die beiden Enkeltöchter Pomme und Charlotte. Denn Lous Tod hinterlässt eine große Lücke und jedes Familienmitglied trägt eine Last und Kummer mit sich herum, scheinbar unfähig, die sich in ihrer Trauer zu unterstützen und zu helfen. Doch Lou hat vorgesorgt und verfügt in ihrem Testament, dass Jo dafür sorgen muss, die Kinder wieder glücklich zu machen. Jo aber hat den Zugang zu ihnen verloren und leidet enorm unter dem Verlust seiner Frau. Aber er sieht sich gezwungen, sich der ihm gestellten Aufgabe zu stellen.
    Der Roman beginnt sehr traurig. Jeder Protagonist erzählt hier selber in der Ich-Perspektive, und so steht die Trauer um Lou zuerst im Vordergrund. Nach und nach aber stellt sich der Alltag mit all seinen Problemen wieder ein, und die Figuren müssen sich miteinander auseinandersetzen. Dabei stellt man als Leser fest, dass hier einiges im Argen liegt und Jo vor einer Mammut-Aufgabe steht. Loraine Fouchet zeichnet ihre Figuren dabei sehr fein, mit Ecken und Kanten und macht diese dadurch sehr lebendig und authentisch.
    Der Roman wurde von Sina de Malafosse übersetzt. Dabei hat sie den Charme des Buchs sehr gut eingefangen. Die Szenen sind lebendig und lassen leichtes Fernweh nach dem Meer und der Bretagne aufkommen. Auch handlungsmäßig konnte die Geschichte mich über weite Strecken überzeugen. Die Ereignisse greifen gut ineinander über, halten so manche Überraschung bereit und sind insgesamt gut geplottet. Leider kam ich bei den Dialogen ab und an ins Trudeln, hatte das Gefühl, die Protagonisten reden aneinander vorbei oder unterhalten sich zwischen den Zeilen. Auch der Einstieg viel mir nicht ganz so leicht, wie gehofft, war er doch sehr schwermütig. Dafür entwickelt sich aber nach und nach immer mehr Leichtigkeit, und zum Ende hin konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Auch wenn einige Ereignisse hier ein wenig aus der Luft gegriffen wirken, so hat es doch dem Zauber dieser Geschichte kaum Abbruch getan und mich das Buch mit einem guten Gefühl beenden lassen.

    Fazit:
    Lorraine Fouchet erzählt gefühlvoll und berührend eine Geschichte über Familie, Verlust, Trauer und Glück. Die Reise in die Bretagne hat Fernweh aufkommen lassen und ihre Bewohner haben einen Platz in meinem Herzen bekommen.
    Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
    Vielen Dank an den Atlantik Verlag für das Rezensionsexemplar.

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    Schuggas avatar
    Schuggavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr gefühlvoller Roman mit konstruiert wirkendem Ende
    Sehr gefühlvoller Roman mit konstruiert wirkendem Ende

    Lou und Jo waren ein glückliches Paar, verliebt bis zum Schluss lebten sie auf der bretonischen Insel Ile de Groix in ihrem kleinen Paradies. Doch Lou ist gestorben, mit knapp 60 Jahren. Bei der Testamentseröffnung wirft sie ihrem Ehemann vor, sie betrogen zu haben - und stellt ihm die Aufgabe, ihre erwachsenen Kinder glücklich zu machen und die Familie somit wieder zusammen zu führen. Keine leichte Aufgabe für den ehemaligen Arzt, der sich stets aus den Familienangelegenheiten raushielt. Und so muss er erstmal lernen, hinter die Kulissen der anderen Menschen zu blicken, bevor er seine Aufgabe erfüllen kann.

    Die Sprache des Romans ist sehr gefühlvoll, wodurch schnell eine emotionale Tiefe entsteht. Gelungen ist auch die Idee, die verschiedenen Personen in Gedanken zur verstorbenen Lou sprechen zu lassen, ihr Erinnerungen, Emotionen und Beobachtungen mitzuteilen. Und als Clou kommt sogar Lou selbst nach ihrem Tod zu Wort, das verleiht dem Buch etwas Mystisches. Nicht gefallen hat mir, dass Jo und seine Enkelin Pomme ein wenig zu detailliert "denken". Dinge, welche sie der verstorbenen Lou nicht erklären müssten, werden trotzdem im Stile der "Forth Wall" erläutert. Dadurch fühle ich mich plötzlich als Leser angesprochen, die Gedanken wirken weniger authentisch, was doch sehr schade ist.

    Beim Lesen erlebt man die Entwicklung der unterschiedlichen Personen mit. Dabei stellt sich heraus, dass man als LeserIn nicht vorschnell urteilen sollte, manchmal scheinen die Dinge anders, als sie in Wirklichkeit sind. So hat mich der Roman stellenweise doch zum Nachdenken angeregt, was ich als sehr schönen Nebeneffekt empfinde.

    Einige Gegebenheiten waren jedoch zu überzogen und zu passend konstruiert, das Verhalten der Enkelkinder wirkte nicht immer altersgerecht. Ebenso lief mir zum Schluss alles zu glatt bei einigen Personen, um den Roman gekonnt abzurunden, so dass ich ein wenig enttäuscht nur 4 von 5 Sternen vergebe.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    AtlantikVerlags avatar
    Hast Du Lust auf einen Inselausflug und eine ganz besonders charmante Familie? Auf Champagner, Herzensangelegenheiten, Musik, die bretonische Küche und eine Geschichte voller Leben, Gefühl und Zuversicht
    In diesem Buch findest Du genau das:  »Ein geschenkter Anfang« von Lorraine Fouchet versprüht jede Menge französischen Charme und zeigt Dir, wie eine Flaschenpost das Leben dieser Familie auf den Kopf stellt ... und, wieso in einem schmerzhaften Verlust auch der Keim für einen Neuanfang stecken kann. Komm mit uns auf die Île de Groix!

    Lorraine Fouchet: »Ein geschenkter Anfang«



    »Wer auf meiner Beerdigung weint, mit dem rede ich kein Wort mehr«, hat Lou oft gewitzelt. Lou, die auf der kleinen bretonischen Insel ein echter Paradiesvogel war und von allen geliebt wurde. Lou mit ihren Spleens - Champagner, aber bitte nur von Mercier! - und Macken - sie kochte miserabel, aber mit Liebe -, mit einem Lachen, das lauter war als das Kreischen der Möven, und einem Herzen so weit wie das Meer. Nun ist Lou tot - und die Familie droht auseinanderzubrechen. Im Testament bittet sie ihren Mann Jo, ihr einen letzten Wunsch zu erfüllen: Er soll das zerrüttete Verhältnis zu ihren erwachsenen Kindern Cyrian und Sarah wieder kitten und beide glücklich machen. Erst dann darf er Lous letzten Brief lesen - der versiegelt, natürlich in einer Champagnerflasche, auf ihn wartet. Eine Flaschenpost, die das Leben einer ganzen Familie verändert. 

    Zur Autorin 


    Lorraine Fouchet, geboren 1956, arbeitete als Notärztin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie ist Autorin zahlreicher Romane. Sie lebt in der Nähe von Paris und auf der Île de Groix, dem Schauplatz von »Ein geschenkter Anfang«.


    Wir möchten mit Euch gemeinsam exklusiv vor der Veröffentlichung den Roman »Ein geschenkter Anfang« lesen und diskutieren. Dafür stellen wir 30 Exemplare zur Verfügung . Ihr könnt Euch bewerben, in dem Ihr uns folgende Frage beantwortet:


    Was bedeutet für Euch Familie?


    Wir wünschen Euch viel Glück und freuen uns auf eine schöne Leserunde!
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