Lorraine Zago Rosenthal Other Words for Love

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Inhaltsangabe zu „Other Words for Love“ von Lorraine Zago Rosenthal

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  • Rezension zu "Other Words for Love" von Lorraine Zago Rosenthal

    Other Words for Love

    chrisujlo

    08. August 2011 um 15:03

    Inhalt Ari gilt bisher als die vorbildliche Tochter in ihrer Familie. Im Gegensatz zu ihrer Schwester Evelyn, die die Highschool abgebrochen und schon mit 18 ein Kind bekommen hat. Auf Ari lasten daher alle Hoffnungen ihrer Familie. Aus ihr soll einmal etwas werden, sie soll aufs College gehen und Karriere machen. Bisher hat die 16-Jährige bei diesem Plan auch brav mitgespielt. Doch dann lernt sie Leigh kennen, die ihr die Welt abseits der Schule zeigt. Es dauert nicht lange bis sich Ari in Leighs Cousin Blake verliebt. Ari, die bisher immer im Schatten ihrer hübschen Freundin Summer stand, erkennt langsam, dass auch sie attraktiv ist. Als sie dann mit Blake zusammenkommt, ist sie überglücklich. Die Beziehung der beiden ist sehr intensiv. Aris Mutter hat jedoch Angst, dass auch ihre zweite Tochter ihr Leben weg wirft, indem sie zu früh schwanger wird. Doch Blake scheint die Meinung seines Vaters wichtiger zu sein, als seine Beziehung mit Ari... Meinung "Other words for love" hat mich von Anfang an überrascht und das nur im positiven Sinne. Denn in diesem Debüt-Roman von Lorraine Zago Rosenthal passieren Dinge, die man von Jugendbüchern aus den USA nicht gewohnt ist. Vor allem der offene Umgang mit Sex war eine willkommene Abwechslung zu all den Büchern, in dem die Jugendlichen oft monatelang zusammen sind ohne Sex zu haben oder gar auf die Ehe warten. Auch Geschlechtskrankheiten und Abtreibung werden hier ganz offen angesprochen. Die Handlung beginnt im Jahr 1985, also in einer Zeit in der den Menschen immer mehr bewusst wird, dass ungeschützter Geschlechtsverkehr gefährlich ist. AIDS wurde gerade entdeckt und die Angst davor ist allgegenwärtig. Ansonsten beschäftigt sich das Buch vor allem mit den gängigen Problemen von Jugendlichen: zu strenge Eltern, Streit im Freundeskreis und die erste große Liebe. Ari ist mit all diesen Problemen konfrontiert. Vor allem ihre Mutter macht ihr das Leben schwer. Sie kann noch nicht akzeptieren, dass ihre kleine Tochter jetzt erwachsen wird und will ihr vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat. Doch Ari will endlich ihr eigenes Leben führen und lehnt sich gegen ihre Eltern auf. Gerade deshalb war mir diese Hauptperson so wahnsinnig sympathisch. Ich konnte ihre Gefühle immer nachempfinden. Wie die erste große Liebe in diesem Buch dargestellt wurde, hat mir euch sehr gefallen. Das Gefühl ohne den anderen nicht leben zu können wurde perfekt vermittelt. Ari und Blake lieben sich leidenschaftlich, alles um sie herum scheint unwichtig zu sein. Blake ist ganz nebenbei bemerkt auch der perfekte erste Freund und lässt Ari alle Zeit, die sie braucht bis die beiden den großen Schritt wagen und das erste Mal Sex haben. Sowieso scheint am Anfang alles perfekt, doch mit der Zeit wird beiden klar, dass sie wohl doch noch nicht die Liebe ihres Lebens gefunden haben. All das macht dieses Buch so authentisch, endlich treffen sich nicht zweit Jugendliche, verlieben sich und leben dann "happily ever after", sondern gehen nach einigen Monaten wieder getrennte Wege, mit der Gewissheit eine wertvolle Erfahrung für ihr weiteres Leben gemacht zu haben. Soweit ich mich erinnern kann, bereut es Ari auch nicht ihre ach so wertvolle Jungfräulichkeit an einen Jungen verschenkt zu haben, der sie jetzt gar nicht heiratet. Genau das kennt man ja aus anderen Büchern nur zu gut. Aris Reaktion auf das Beziehungsende fand ich dann schon ein wenig krass, aber andererseits auch wieder sehr realistisch. Außerdem wird die Frage aufgeworfen, ob es sich bei Aris Gefühlen überhaupt um Liebe gehandelt hat, oder um etwas anderes, wie reine Neugier oder die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit. Auch das Ende war überraschend, weil es anders war, als man es von einem Jugendbuch erwarten würde. Fazit Ein Jugendbuch, das die Fassetten des Erwachsenwerdens realistisch darstellt.

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  • Rezension zu "Other Words for Love" von Lorraine Zago Rosenthal

    Other Words for Love

    serpent

    25. July 2011 um 20:23

    Das Leben kennt die sechzehnjährige Ari bis jetzt nur als eine Aneinanderreihung von Pflichten und Verantwortung. Verantwortung für die Kinder ihrer psychisch kranken Schwester, für die Schule und ihre Zukunft. Einzig die heimliche Schwärmerei für ihren Schwager Patrick gehört ihr ganz alleine. Nicht einmal die Kunst, die ihr so viel bedeutet, kann sie ohne Druck ausüben - denn ihre Mutter erwartet von ihr eine glänzende Zukunft als Künstlerin und dafür fantastische Noten an der öffentlichen Schule um später an einem College studieren zu können. Als die Familie jedoch unerwartet eine nicht unbeträchtliche Summe erbt, scheint Ariadne ihrem Ziel etwas näher: von dem Geld kann sie sich leisten auf eine teure Privatschule mit gutem Ruf zu wechseln - was ihre Chance am College später erhöhen dürfte. Außerdem lernt sie dort die interessante Leigh kennen, ein Mädchen, das in den besten Kreisen New Yorks verkehrt und Ari in eine Welt einführt, die ihr bis dahin vollkommen fremd war. In dieser Welt lernt sie auch Leighs Cousin, Blake, kennen und bald schon ist ihre Schwärmerei für Patrick vergessen. Als der gut aussehende angehende Anwalt tatsächlich die unscheinbare junge Frau bemerkt, verliert sich Ari in dieser aufregenden, neuen Liebe. Die Schule und ihre Freunde werden zur Nebensache, Pflichten und Verantwortung sind vergessen. Doch irgendwann kann es nur noch bergab gehen... Ich weiß gar nicht, was ich erwartet hatte, als ich "Other Words For Love" anfing zu lesen. Ein Drama. Ein Buch über Teenagerliebe, Obsession und eine Rückkehr in die Realität vielleicht. Allerdings erhielt ich mit der Geschichte etwas beinahe gänzlich Anderes: zwar wurden alle diese Aspekte aufgefasst, doch ganz anders verarbeitet als erwartet. Zunächst einmal beginnt man das Buch zu lesen und entwickelt Mitleid mit Ari. Obwohl sie noch so jung ist, hat sie schon so viel Verantwortung zu tragen und muss in ihrem Leben immer zurückstecken. Ihre Schwester ist eine sehr junge Mutter und mit der Situation und ihren Kindern oft überfordert, sodass Ari für sie einspringen muss. Die Schülerin verbringt so sehr viel Zeit im Haus ihrer Schwester und ist damit beschäftig zu kochen, zu putzen, sich um die Kinder zu kümmern und zudem die Gefühlsausbrüche der bisweilen manisch Depressiven zu ertragen. Zudem steht sie ständig zwischen den Fronten, da ihre Mutter nicht müde wird auf ihrer Schwester herumzuhacken und diese als eine große Enttäuschung zu bezeichnen. Da ist es kaum verwunderlich, dass das junge Mädchen sich in die Schwärmerei zu ihrem gut aussehenden Schwager flüchtet. Mit einer Mischung aus kindlicher Naivität und der Neugier einer pubertierenden jungen Frau schleicht sie so durchs Haus und versinkt bisweilen in Tagträumen und ihrem Wunsch nach einem starken Mann der sie in den Arm nimmt. Auch ihre beste Freundin ist oft keine große Hilfe für Ari, denn diese ist meistens mit ihrem aktuellen Freund - den sie schneller wechselt, als man mitkommen kann - beschäftigt und blickt bisweilen mitleidig auf ihre unerfahrene Freundin hinab, die bis jetzt noch nie einen festen Freund hatte. Ariadne fühlt sich neben ihrer schillernden Freundin oft hässlich und unwichtig, steht permanent in deren Schatten. Erst als sie Leigh und dadurch Blake kennen lernt, ändert sich alles für das knstlerisch begabte Mädchen. Das erste Mal in ihrem Leben steht tatsächlich sie im Mittelpunkt, wird sie geliebt und begehrt, hat sie den Kontakt zu wichtigen Persönlichkeiten New Yorks. Darüber steigert sie sich in ihre naive Liebe zu Blake hinein und vergisst ihre Freundinnen das eine ums andere Mal. Es ist erstaunlich, wie sehr sie sich plötzlich verändert und alles, was ihr vorher so wichtig war und ihr Leben bestimmt hat, verdrängt. Als Leser hat man schon während dieser "Hochphase" das Gefühl auf die unausweichliche Katastrophe zu zu steuern und man ärgert sich darüber, wie übertrieben sich Ari in alles hineinsteigert und wie undurchdacht sie durchs Leben rennt. Da die Geschichte zudem über viele Jahre spielt, wächst das Unverständnis zunehmend wenn man davon liest, dass eine 19-Jährige komplett am Ende ist, als ihr Freund Schluss macht. Denn darauf läuft es hinaus und es ist keine komplett katastrophale Trennung (auch, wenn danach sehr wohl einige sehr unschöne Situationen auftreten), sondern lediglich eine unerwartete. Ari geht damit gänzlich anders um als es jeder normale Mensch machen würde und ab da wird die Geschichte nicht nur nervig deprimierend, sondern ärgerlich übertrieben dramatisch. Für mich hörte der Lesespaß spätestens dort endgültig auf. Was vorher wirklich schon kaum tragbar deprimierend war (und man sich immer fragen musste, warum dieses Mädchen alles einfach so hinnimmt), ist nun so unrealistisch, dass ich mich fragen muss, was eigentlich die Moral von der Geschichte sein soll. Relativ interessant fand ich den Umgang mit dem Thema Sexualität in "Other words for love". Nicht nur, dass das Buch in der 80ern spielt, sondern es ist auch auf amerikanischem Boden angesiedelt. Immer wieder blickt die Prüderie und gleichzeitige Scheinheiligkeit der Gesellschaft durch. Sex vor der Ehe ist nicht in Ordnung, aber die Regen etwas zu dehnen schon. Letztendlich entscheidet Ari selber, was ihrer Meinung nach in Ordnung ist und was nicht - und setzt sich damit gegenüber ihrer übertrieben strengen Mutter durch. Da es für die junge Frau aber folgend bis zum absoluten Zusammenbruch bergab geht, stellt sich mir die Frage, ob die Autorin tatsächlich verkaufen möchte, dass man mit einer offenen Einstellung auf die Nase fällt und besser auf den Ratschlag von Aris Mutter gehört hätte: Jungs sind unwichtig, kümmer dich um die Schule. Mich stört dabei diese unglaubliche schwarz-weiß-Malerei denn es gibt sehr wohl einen Mittelweg, einen Kompromiss, der Ari ein gesundes Verständnis ihrer Welt vermittelt hätte. So aber torkelt sie zwischen den Extremen hin und her und geht daran kaputt. Und anstatt darauf hinzuweisen, lässt de Autorin nur als Schluss zu, dass der Weg der Mutter der richtige sein muss, wenn doch Aris Entscheidungen zur Katastrophe geführt haben. Insgesamt war mir das Buch einfach zu viel. Zu viel Drama, zu übertrieben aufgebauscht, zu extrem, zu naiv. Ari auf ihrem Weg zu verfolgen ist nicht im Geringsten lehrreich oder bringt zum Nachdenken - es deprimiert höchstens und hinterlässt einen schalen Nachgeschmack, über den man sich aufregt. Um eine "so nicht!"-Geschichte zu lesen, ist "Other words for love" also alle male gut, tiefsinnige Unterhaltung konnte ich dort allerdings nicht finden.

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