Lorrie Moore

 3.6 Sterne bei 28 Bewertungen

Lebenslauf von Lorrie Moore

Lorrie Moore, eigentlich Marie Lorena Moore, wurde im Januar 1957 in der Nähe von New York geboren. Sie studierte Anglistik an der St. Lawrence University und ist seit vielen Jahren als Dozentin für dieses Fach tätig. Nebenbei widmet sie viel Zeit dem Schreiben. Bekannt ist Lorrie Moore vor allem für ihre Kurzgeschichten, für die sie auch schon mehrfach ausgezeichnet wurde, zum Beispiel mit dem Rea Award for the Short Story. Zudem schaffte es einer ihrer Kurzgeschichtenbände auf die New York Times Bestsellerliste.

Alle Bücher von Lorrie Moore

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Lorrie MooreEin Tor zur Welt
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Ein Tor zur Welt
Ein Tor zur Welt
 (6)
Erschienen am 21.04.2012
Lorrie MooreWas man von einigen Leuten nicht behaupten kann
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Was man von einigen Leuten nicht behaupten kann
Lorrie MoorePepsi Hotel
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Pepsi Hotel
Pepsi Hotel
 (7)
Erschienen am 09.01.2007
Lorrie MooreLeben ist Glückssache
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Leben ist Glückssache
Leben ist Glückssache
 (4)
Erschienen am 23.02.2008
Lorrie MooreDer vergessene Wichtel
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Der vergessene Wichtel
Der vergessene Wichtel
 (2)
Erschienen am 01.08.2004
Lorrie MooreDie Froschkönigin
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Die Froschkönigin
Die Froschkönigin
 (1)
Erschienen am 16.04.2011
Lorrie MooreDanke, dass ich kommen durfte
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Danke, dass ich kommen durfte
Danke, dass ich kommen durfte
 (1)
Erschienen am 11.05.2015
Lorrie MooreZwei Männer
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Zwei Männer
Zwei Männer
 (0)
Erschienen am 01.01.1996

Neue Rezensionen zu Lorrie Moore

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Rezension zu "Danke, dass ich kommen durfte" von Lorrie Moore

Kurzgeschichten
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

In acht Kurzgeschichten stellt Lorrie Moore ihren Lesern zahlreiche Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen vor.
Da gibt es z.B. den Ehemann, der zum ersten Mal wieder mit einer anderen Frau ausgeht. Er kann seinen Ehering leider nicht mehr vom Finger lösen und die neue Bekannte, die er kennen gelernt hat, kann sich leider nicht mehr aus der ungesunden Partnerrolle zu ihrem Sohn lösen.
Oder eine Frau, die um ihre verstorbene Freundin trauert und ein schlechtes Gewissen hat, da sie den Besuch bei ihr am Vortag aus Müdigkeit verschoben hat. Unverhofft "begegnet" sie ihrer Freundin dann aber doch noch ein letztes Mal...
Die einzelnen Geschichten haben mehr oder weniger ein offenes Ende, wie ich finde. Der Leser kann sich seine eigenen Gedanken zur Geschichte machen und sich überlegen, wie es wohl weiter gehen könnte. So bleiben in der Geschichte mit der trauernden Frau z.B. viele Punkte ungeklärt, die zum Nachdenken einladen.
Die Autorin schreibt über Situationen, in die generell jeder kommen kann bzw. über Situationen, die man selbst schon erlebt hat. Die Identifikation mit den Charaketeren fällt daher recht leicht.
An einigen Stellen wirken Lorrie Moores Beschreibungen ein wenig skuriell und sorgt damit für so manches Schmunzeln bei ihren Lesern.
Letztendlich eint aber alle Protagonisten eins. Sie befinden sich an einem kritischen Punkt in ihrem Leben. Danach sind sie vermutlich nicht unbedingt glücklicher, doch sie können stolz auf sich sein, dass sie die Situation gemeistert haben.

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Rezension zu "Ein Tor zur Welt" von Lorrie Moore

Rezension zu "Ein Tor zur Welt" von Lorrie Moore
lokoschadevor 7 Jahren

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Berlin Verlag (12. März 2011)
ISBN 978-3827009326
Preis: € 24,--

Kurzbeschreibung
Wenn Tassie abends ihr Vogelkostüm anlegt und in wildem Lauf über die Kartoffelfelder stürmt, um Mäuse und andere Schädlinge zu vertreiben, hat sie ganz kurz das Gefühl, wirklich zu fliegen. Tassie Keltjin ist zwanzig Jahre alt und verlässt die elterliche Farm irgendwo im Mittleren Westen. Amerika rüstet zum Einsatz in Afghanistan, und sie beginnt zu studieren, ahnungslos und rührend entflammt für Sylvia Plath und Simone de Beauvoir. Sie braucht einen Job und findet ihn als Teilzeit-Kindermädchen bei Sarah und Edward, die dabei sind, ein Kind zu adoptieren. Aus Mary, zwei Jahre alt, weiße Mutter, schwarzer Vater, wird Emmie, Kind weißer Mittelschichteltern, und Tassie zu ihrer Hauptbezugsperson. Mit der fragilen Anmut einer Schlafwandlerin gerät Tassie in eine erste Liebe und immer tiefer hinein in das komplizierte Leben einer fremden Familie. Wie fern ihr in einem knappen Jahr die ländliche Kindheit, Eltern und Bruder gerückt sind, merkt Tassie, als sie jäh sowohl ihre Liebe als auch ihren Job verliert. Die Schlafwandlerin wacht auf und nichts ist mehr, wie es war, am wenigsten sie selbst. Mit ihrem neuen Roman zeigt Lorrie Moore, was Literatur im besten Fall zu leisten vermag. Mit Tassie schenkt sie dem Leser eine ganz und gar lebendige, ganzund gar zauberhafte und ergreifende Figur, und während sie mit dem Witz, der zarten Klugheit, für die sie berühmt ist, deren Geschichte erzählt, packt sie wie nebenbei große gesellschaftsrelevante Themen an: Adoption und unterschwelligen Rassismus, Amerikas kriegerische Außenpolitik.

Über die Autorin:
Lorrie Moore wurde 1957 in Glens Falls, New York, geboren. Sie lebt in Madison und lehrt Anglistik an der University of Wisconsin. Moore gehört zu den renom miertesten Autorinnen zeit genössischer amerikanischer Literatur. Im Berlin Verlag erschien 2002 ihr legendärer Erzählungsband Was man von einigen Leuten nicht behaupten kann (BvT 2002). Im Berliner Taschenbuch Verlag liegen außerdem vor die Erzählungsbände Pepsi Hotel (2007) und Leben ist Glückssache(2008) sowie der Roman Die Verrückungen der Benna Carpenter (2007).

Mein Eindruck:
Tassie, 20 Jahre jung, Studentin, findet einen Job als Babysitter bei dem "noch kinderlosen" Ehepaar Sarah und Edward. Sie wird zu einem Zeitpunkt engagiert als noch kein Kind im Haus ist. Die Eheleute möchten adoptieren und beziehen Tassie in den ganzen Prozeß mit ein.

Tassie ist dabei als Sarah sich bei den Behörden anbiedert um das gewünschte Kind zu bekommen. Anhand eines Fotos entscheidet sie sich für ein biethnisches Kind (Mischling sagt man nicht mehr!) und als die Vermittlerin sie darauf hinweist daß die Kleine "aber wahrscheinlich noch nachdunkelt" ist Sarah leicht entrüstet....und so kommt die kleine wunderschöne Mary, fortan Mary-Emma, schließlich in ihre Obhut. Tassie wird immer mehr zu ihrer Bezugsperson da Sarah als Restaurantbesitzerin, massiv in ihren Job eingebunden ist. Edward der Ehemann bleibt die ganze Zeit eher farb- und konturlos im Hintergrund.
Und so ist es auch Tassie die auf ihren endlos langen Spaziergängen und Spielplatzbesuchen erstmals erlebt dass man die kleine Mary-Emma als Nigger bezeichnet.
Sie berichtet Sarah von diesem Vorfall, woraufhin diese kurz und wild entschlossen eine Selbsthilfegruppe gründet

"Ich werde eine Selbsthilfegruppe gründen. Ich werde die Stadt mit ihren eigenen Mechanismen bekämpfen - diese verdammte selbstgefällige Stadt..."

Die Gesprächsfetzen die Tassie während dieser Sitzungen im oberen Stockwerk auffängt (sie betreut die Kinder der Teilnehmer)spiegeln die Ansichten und Erfahrungen der (Adoptiv)Eltern mit Kindern aus anderen ethnischen Gruppen, die diese immer wieder machen. Sei es in der Schule oder mit Nachbarn.

Als Tassie sich in einen Studenten brasilianischer Herkunft verliebt, kann sich Sarah allerdings kaum von ihren eigenen Vorurteilen frei machen.

Fazit:
In einer sehr bildhaften, gewaltigen Sprache nimmt sich Lorrie Moore einiger großen Themen unserer Zeit an: Adoption, Rassismus, Krieg.
Mit hat die Autorin in ihrem Erzählband "Was man von einigen Leuten nicht behaupten kann" schon sehr gut gefallen. Dies ist der erste Roman den ich von ihr gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht der letzte.

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W

Rezension zu "Ein Tor zur Welt" von Lorrie Moore

Rezension zu "Ein Tor zur Welt" von Lorrie Moore
WinfriedStanzickvor 8 Jahren

Nach einer für ihre Verhältnisse sehr langen Schreibpause legt die amerikanische Schriftstellerin Lorrie Moore ihren neuen Roman vor, der in den USA wochenlang auf der Bestsellerliste der New York Times stand. Zu Recht, denn der Roman beschreibt meisterhaft am Beispiel seiner Protagonistin, der jungen Frau Tassie, das Lebensgefühl von Menschen in den USA nach dem 11. September 2001.

Es gelingt ihr, stellenweise regelrecht weise, und immer voller hintergründigem Witz die Geschichte der jungen Tassie und ihrer Verletzlichkeit und Orientierungslosigkeit beim schwierigen Weg zum Erwachsenwerden literarisch zu verbinden und zu verweben mit der Lage der USA nach den Anschlägen auf die Twin Towers, die das Land in eine Selbstvergewisserungskrise gestürzt haben, die noch immer nicht bewältigt scheint.

Dieser sprachgewaltige Roman, für dessen Hauptfigur Tassie sich das „Tor zur Welt“ immer nur kurz und dabei in einer meist nicht sehr glücklichen Weise öffnet, drückt so viel vom Lebensgefühl der Amerikaner aus, dass die ihn regelrecht verschlungen haben. Der deutsche Leser rezipiert diesen langen, stellenweise zu langen Roman aus einer anderen, eher beobachtenden Perspektive und ist dabei immer wieder fasziniert und beeindruckt, wie Lorrie Moore die Menschen in ihrem Roman beschreibt und ihre verzweifelten Versuche, einen Weg zu finden in ihrem Leben bzw. erst einmal in ihr Leben hinein.

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Lorrie Moore wurde am 13. Januar 1957 in Glens Falls (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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