Lothar Beutin Fallobst

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Inhaltsangabe zu „Fallobst“ von Lothar Beutin

Berlin, kurz nach dem Mauerfall 1990. In einer Behörde für Lebensmittelsicherheit kommt der frischgebackene Universitätsabsolvent und Mikrobiologe Leo Schneider mit einer Welt in Berührung, in der nur die Bedürfnisse eines bürokratischen Apparates und die persönlichen Vorlieben seines Chefs zählen. Mitten in einer persönlichen Beziehungskrise begegnet Leo Schneider seiner französischen Kollegin Sandrine Martin, die in Frankreich keine Arbeit mehr findet, weil sie mit ihren Forschungen einem kriminellen Geflecht von Alkoholpanschern und Lebensmittelvergiftern gefährlich geworden ist. Gemeinsam schaffen es Sandrine Martin und Leo Schneider in Berlin, weitere wissenschaftliche Beweise für die kriminellen Aktivitäten eines Netzwerkes aus Politik und Wirtschaft zusammenzutragen. Die Rückkehr von Sandrine nach Frankreich und Leos Suche nach der Wahrheit in der Normandie mündet in dem dramatischen und tragischen Höhepunkt dieser Geschichte um Liebe und Treue, Wahrheit und Verrat.

Die Schreibe des Autors ist flüssig, seine Aussagen aufgrund seines Hauptberufes fundiert und alle für einen Krimi erforderlichen Punkte ...

— GabiR

Ein internationaler Krimi im Forschungsmilieu: spannende, unterhaltsame und psychologisch dichte Handlung. Toll!

— Vecna

Ein ungemein spannender Krimi um Wissenschaft und Politik und welche Werte will ich leben? Klasse!!

— Hopeandlive

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  • Wissenschaftskrimi mit starken Figuren

    Fallobst

    carathis

    16. September 2017 um 14:57

    Kann man seine Ideale und moralischen Einstellungen betrügen um ein Leben in Ruhe und Trägheit zu verbringen? Diese Frage müssen sich die Figuren Sandrine und Leo in "Fallobst" stellen. Beide sind Wissenschaftler, die Lebensmittel untersuchen und dabei auch den ein oder anderen Missstand aufdecken können. Dabei stoßen sie natürlich auf Widerstand, sowohl von den Betrügern, aber auch auf Seiten der eigentlich verantwortlichen Institutsleiter. "Fallobst" ist der dritte Roman von Lothar Beutin, in dem sich Naturwissenschaftler mit kritischen Themen beschäftigen müssen. Und dabei auch ab und zu selbst in Gefahr geraten, wenn sie sich mit korrupten Politiker und undurchsichtigen gesellschaftlichen Verstrickungen herumschlagen müssen.    Der Autor schafft es in diesem Roman sowohl die Wissenschaftslandschaft in die Kritik zu nehmen, als auch traditionelle Alkoholproduzenten in Frankreich so unter die Lupe zu nehmen, dass man aufgerüttelt über die bestehenden Umstände sich auch selbst fragt, ob man in dieser Situation eher geneigt wäre seine Moral hintenan zu stellen oder doch die Zähne zusammenbeißen würde und gegen die Ungerechtigkeit und den Betrug ankämpfen würde. Mir haben die verschieden Blickwinkel gut gefallen, die Figuren waren sehr realistisch gezeichnet. Man lernt verschiedene Institute in Deutschland und Frankreich kennen und trifft auch auf eine engagierte Journalistin, die sich zum Glück am Ende noch einschaltet und die Naturwissenschaftler bei ihren Vorhaben unterstütz, nicht ganz ohne Risiko. Die mit der Zeit steigende Spannung machte die Lektüre sehr unterhaltsam, gleichzeitig konnte man einiges über Lebensmittelchemie lernen und auch Zwischenmenschliches kommt nicht zu kurz. Insgesamt war es eine sehr gute Mischung aus Wissenschaft, Krimi und Gesellschaftsroman, ein Genre, dass man leider noch nicht so häufig auf dem Markt findet. Deswegen gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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  • vom Umgang mit unbequemen Forschungsergebnissen

    Fallobst

    irismaria

    02. September 2017 um 14:41

    "Fallobst" ist ein spannender Wissenschaftskrimi von Lothar Beutin, der 1990 in Berlin und Frankreich spielt. Im Mittelpunkt stehen Untersuchungen an Calvados. Die junge Lebensmittelchemikerin Sandrine Martin arbeitet an der Uni in Paris und soll für ihre Doktorarbeit das berühmte Getränk der Normandie untersuchen. Doch als sie auf Panschereien und Giftstoffe bei einem bestimmten Produzenten stößt, wird sie gewaltsam vertrieben und an weiteren Forschungen gehindert. Zufällig bekommt sie Kontakt zu dem Berliner Mikrobiologen Leo Schneider, der ihr anbietet, bei ihm die noch ausstehenden Versuche zu machen. Es entwickelt sich eine spannende Geschichte, in der es um Wissenschaft geht, aber auch die Einflüsse von Politikern und Unternehmern auf die Forschung. Der Autor hat selbst im Lebensmittelbereich in Berlin und Paris geforscht, daher kann er den Laboralltag und die Wachtkämpfe im Wissenschaftsbetrieb an der Uni und einer staatlichen Stelle sehr gut wiedergeben. Auch das Gehabe der Politiker und anderer einflussreicher Personen kommt für mich authentisch rüber. Im Gegensatz zu vielen anderen Thrillern ermitteln in "Fallobst" keine coolen Superhelden, sondern Menschen, die in den Fall ohne wollen hineingerutscht sind und nun entscheiden müssen, wie sie mit einem Wissen umgehen, das für die Konsumenten wichtig wäre, gegen dessen Veröffentlichung es aber massive Widerstände gibt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist eine fesselnde Story mit überzeugenden Charakteren, immer mal wieder schönem Lokalkolorit und einer Botschaft, die noch lange nachklingt.

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  • Ich kann mich ganz schlecht festlegen

    Fallobst

    GabiR

    28. August 2017 um 17:33

    Ein Wissenschaftskrimi wurde bei loveleybooks.de für eine Leserunde angeboten. Da ich immer gerne neue Autoren entdecke und noch keine Verknüpfung von Wissenschaft und Krimi zu mir genommen hatte, habe ich eine Bewerbung geschrieben und gewonnen.  Das Cover ist schlicht, aber aussagekräftig. Die Geschichte, wenn auch fiktiv, erschütternd, vor allem, wenn der Leser bedenkt, dass sie knapp nach dem Berliner Mauerfall vor knapp 30 Jahren spielt. Die Schreibe des Autors ist flüssig, seine Aussagen aufgrund seines Hauptberufes fundiert und alle für einen Krimi erforderlichen Punkte sind enthalten.Trotzdem konnte ich das Buch nicht in einem Rutsch lesen, für die gut 400 Seiten benötigte ich mehr als eine Woche (was für mich sehr viel ist). Ich kann auch nicht festmachen, was die Ursache dafür war, das Buch lag immer griffbereit in der Stube, aber manchmal war ich dann in der *normalen* Lesezeit lieber surfen, hab telefoniert oder ein anderes Buch angefangen.  Nicht ohne zwischendurch einige Kapitel im *Fallobst* zu verschlingen. Ja verschlingen, denn wenn ich mich aufraffte, es in die Hand zu nehmen, konnte ich es auch ganz schlecht wieder weglegen.  Ich kann mich ganz schlecht festlegen wegen der Bewertung und schwanke, seit ich fertig bin damit, hin und her.  Kenn ich nicht von mir, entweder mir gefällt ein Buch, dann lese ich es in einem Rutsch durch oder es gefällt mir nicht, dann lege ich es nach spätestens 100 Seiten weg.  Beides trifft auf den dritten Krimi von Lothar nicht zu, daher entscheide ich mich für die goldene Mitte und vergebe drei Chaospunkte.

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  • Noch einen Calvados?

    Fallobst

    Hopeandlive

    27. August 2017 um 16:50

    Berlin kurz nach dem Mauerfall 1990. In einer Behörde für Lebensmittelsicherheit kommt der frischgebackene Universitätsabsolvent und Mikrobiologe Leo Schneider mit einer Welt in Berührung, in der nur die Bedürfnisse eines bürokratischen Apparates und die persönlichen Vorlieben seines Chefs zählen.Mitten in einer Beziehungskrise begegnet Leo Schneider seiner französischen Kollegin Sandrine Martin, die in Frankreich keine Arbeit mehr findet, weil sie mit ihren Forschungen einem kriminellen Netzwerk von Alkoholpanschern gefährlich geworden ist.Sie hat die ganze Brutalität dieser Verbrecher zu spüren bekommen und sucht nach einem Weg, diesen das Handwerk zu legen.Gemeinsam schaffen es Sandrine Martin und Leo Schneider in Berlin, weitere wissenschaftliche Beweise für die kriminellen Aktivitäten zusammenzutragen. Überraschend wird Sandrine von ihrem Professor wieder nach Frankreich zurückberufen und verschwindet auf mysteriöse Weise.Leo macht sich auf die Suche nach der Wahrheit in der Normandie und auf die Suche nach Sandrind, in die er sich verliebt hat.Die Geschichte mündet in einem dramatischen Höhepunkt um Liebe und Treue, Wahrheit und Verrat.Lothar Beutin, selbst Mikrobiologe, ist eine ganz außergewöhnliche Mischung und Wissenschaftskrimi und Politthriller, verbunden mit einer zarten Liebesgeschichte, gelungen.Die Geschichte geht von Deutschland nach Frankreich und wir bekommen ein sehr authentisches Bild von den Menschen und was es heißt, Werte zu leben und zu sich und dem was richtig ist zu stehen. Wir erfahren sehr viel wissenschaftliches zu Giften in Lebensmitteln und wie sie denn nun hineinkommen, jedoch alles sehr gut verständlich auch für Laien formuliert.Ich finde diesen Krimi sehr gut auf den Punkt gebracht und habe die Befürchtung, dass die Wirklichkeit noch schlimmer ist. In diesem Sinne: LESEN! und bitte genau prüfen, welches Getränk ich während des Lesens zu mir nehme!

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  • Fallobst. Oder... Vom Fall der Moral im Apfelschnaps

    Fallobst

    Vecna

    26. August 2017 um 14:29

    Wer auf einfache Gedanken- und Handlungsstränge hofft, sollte sich ein anderes Buch vornehmen. "Fallobst" ist ein gut durchdachter Kriminal-Mix, wo Wissenschaft, Psychologie, Politik ebenso eine Rolle spielen, wie Liebe und Freundschaft. Angesiedelt in Deutschland und Frankreich wechseln die Protagonisten die Grenzen von Land und Leuten ebenso mühelos wie die von Moral, Anstand und Legalität - immer auf der Suche nach dem perfekten Ergebnis. Ob in der Forschung, im Apfelschnapps oder in der Vergeltung. Dabei werden alle Register des menschlichen und des unmenschlichen gezogen. Die auftretenden Figuren agieren lebensnah, facettenreich, unberechenbar... so, wie es eben im echten Leben ist. Sprachlich gut geschrieben, ab und an mit Längen aber insgesamt gut gewürzt mit wissenschaftlichem Hintergrundwissen aus Biologie und Chemie und einer unfehlbaren Logik für die Psychologie des Verbrechens, schafft "Fallobst" auf unterhaltsame und spannende Weise nicht nur den Zeitgeist der 1990er Jahre wieder auferstehen zu lassen, sondern auch einen eleganten Spagat zwischen Kriminalroman und Politthriller. Eine wunderbare Lektüre für den beginnenden Herbst, vielleicht mit einem Calvados zur Seite! Lesenswert!

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  • Leserunde zu "Fallobst" von Lothar Beutin

    Fallobst

    lotharbeutin

    Mein dritter Roman "Fallobst" ist ebensogut ein Wissenschaftskrimi wie ein Gesellschaftsroman.  Er läßt sich daher, nicht zuletzt wegen der Liebesgeschichten zwischen den Hauptprotagonisten, nicht nur einem Genre zuordnen. Die Handlung spielt in Deutschland und in Frankreich. Wer ungewöhnliche Krimis liebt, an verständlich gemachter Wissenschaft und Gesellschaftsromanen interessiert ist, sollte sich für die Leserunde bewerben. Näheres (Fotostrecke, Leseprobe etc.) gibt es auf meiner Homepage. Bis bald.

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