Lothar Englert Friesisch Blau

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Inhaltsangabe zu „Friesisch Blau“ von Lothar Englert

Emden an der Wende zum 13. Jahrhundert. Der Tuchhändler Wibolt Flaskoper gerät unverschuldet in existenzielle Not. Fehler hat er nicht gemacht, aber in seinem Gewerbe wenden sich die Dinge gegen ihn. Gewinne bleiben aus oder werden durch Kosten verschlungen. Sein kaufmännischer Niedergang verschärft sich durch seine politischen Pläne in Emden. Er will dort Bürgermeister werden, doch das kann er nur als solventer Handelsherr. Als die Lage aussichtslos erscheint, bietet sich über einen Kontakt zu Fernhändlern plötzlich die Möglichkeit zur Rettung – über ein einziges großes Geschäft.
Zu dumm, dass es nicht sauber ist…!

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  • Beeindruckender Mittelalterroman um den Kaufmann Wibolt Flaskoper

    Friesisch Blau

    wampy

    04. April 2015 um 21:14

    „Friesisch Blau“ ist ein historischer Roman von Lothar Englert, der 2013 im Leda Verlag als Taschenbuch erschienen ist. Auf 480 Seiten wird die Geschichte des Kaufmanns Wibolt Flaskoper aus Emden erzählt, der im ausgehenden 12. Jahrhundert im Tuchhandel unterwegs ist. Er ist ehrgeizig und hat auch politische Pläne. Da er von den großen Londoner Kaufleuten nicht für voll genommen wird, nimmt er die Tucherzeugung in die eigenen Hände. Eine Schafseuche bringt ihn in große Bedrängnis und er lässt sich auf einen unehrenvollen Handel ein. Er sagt die Lieferung großer Mengen besten Tuches zu, ohne dies wirklich leisten zu können. Im Folgenden unternimmt Wibolt Flaskoper alles, um seine Kaufmannsehre zu behalten. Dafür verdingt er sich sogar als Gotlandfahrer. Die bildhafte und humorvolle Sprache des Autors hat mir sehr gut gefallen, Auch sind die Figuren präzise und liebevoll gezeichnet und ihr Handeln bleibt nachvollziehbar. Geschickt baut der Autor Erklärungen in die Handlungen ein, wie zum Beispiel im Gespräch mit den Gotlandfahrern, als diese Wibolt die Funktionsweise des Fernhandels erläutern. Auf den Fernreisen selber findet sich für Wibolt die Gelegenheit, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Wunderbar seine Ausführungen zu Freunden und Feinden mit dem Fazit, dass man sich auf Feinde besser verlassen kann. Insgesamt wächst Wibolt dem Leser immer mehr ans Herz und man hofft inständig, dass er einen Weg finden möge, seine Probleme zu lösen. Ich kann diesen Roman allen empfehlen, die eine ruhige Geschichte ohne umfangreiche Actionszenen mögen. meine Wertung: 85/100            

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