Lothar Frenz

 3.8 Sterne bei 18 Bewertungen

Lebenslauf von Lothar Frenz

Lothar Frenz, geboren 1964, Biologe und Journalist, hat Tierfilme für den NDR und das ZDF gedreht, zahlreiche Drehbücher (u.a. für die ZDF-Sendung «Löwenzahn») geschrieben und ist Autor der Zeitschrift «Geo».

Neue Bücher

Ein Jahr mit Loki

Neu erschienen am 19.02.2019 als Hardcover bei Rowohlt Berlin.

Alle Bücher von Lothar Frenz

Nashörner

Nashörner

 (2)
Erschienen am 29.09.2017
Aha!

Aha!

 (2)
Erschienen am 01.07.2011
Ein Jahr mit Loki

Ein Jahr mit Loki

 (0)
Erschienen am 19.02.2019

Neue Rezensionen zu Lothar Frenz

Neu

Rezension zu "Riesenkraken und Tigerwölfe" von Lothar Frenz

Fakten zu verlorengeglaubten und mythischen Tieren
annluvor einem Jahr

*Die Welt scheint heute enträtselt. Die verbliebenen Geheimnisse sind „irgendwo da draußen“, im Weltall. Die Zeit großer Überraschungen im Reich der Tiere scheint lange schon vorbei. Wo soll noch zoologisches Neuland betreten werden?*


Die Kryptozoologie geht den Geheimnissen der Tierwelt nach: sind all die Tiere, die als ausgestorben gelten wirklich nicht mehr da? Wer oder was verbirgt sich hinter mysteriösen Sichtungen? Was steckt hinter den Berichten von indigenen Völkern? Und gibt es wirklich keine großen Entdeckungen mehr zu machen im Bereich der größeren Säuger, Meeresbewohner und Reptilien? Das Buch gibt dem Leser einen Einblick in die beharrliche Forschung jener Wissenschaftler, die noch an Neuentdeckungen glauben und den wahren Kern von Legenden und Mythen suchen.



Hier wird eine Sammlung an zoologischen Entdeckungen geboten, die sich mit solchen Geheimnissen mischt, die noch nicht aufgedeckt werden konnten. Je nach Vorkommen der zu entdeckenden Art mischt der Autor Zufallsfunde und langwierige Forschung mit den entsprechenden historischen Berichten, Geschichten aus der Literatur und dem Volksmund aber auch Erwähnungen indigener Völker.


So wird aus der Legende von Meeresmonstern, die große Schiffe angreifen die Entdeckung des Riesenkraken; das Wissen der Ureinwohner dafür genutzt, neue Känguruarten zu sichten aber auch die noch unbewiesene Existenz einer Primatenart, die eine Mischung aus Primat und Mensch sein soll. Jahrhunderte alte Berichte zum Zoo des Aztekenherrschers werden mit neuen Funden verglichen und die Rätsel um Bigfoot erläutert.


Der Autor passt seinen Stil den Entdeckungen an. Bleibt er bei den noch nicht bewiesenen hypothetisch, wenn auch hoffnungsvoll dass mehr hinter den angeblichen Sichtungen stecken könnte, driftet er bei anderen schnell in zoologische Beweisführungen ab. Der Schreibstil ist dabei angenehm unterhaltend trotz der Fakten, die er bietet.


Ich muss gestehen, dass ich beim Kauf des Buches noch wenig Vorstellung zur Kryptozoologie hatte. Ich war genau der Meinung, die vom Autor in der Einleitung angesprochen wird (siehe Zitat oben), dass die Welt enträtselt sei. So hatte ich am ehesten noch eine nach Aufmerksamkeit und Glauben heischende Dokumentation einer Bigfoot-Jagd im Kopf. Dabei ist dieses Buch alles andere als das. Wissenschaftlich fundiert und sehr gut nachvollziehbar spannt es einen Bogen zwischen dem was wir glauben zu wissen und überraschenden Neuheiten. Bis zuletzt habe ich mich – die vorher noch dachte, es gäbe nichts mehr zu entdecken – gefragt was sich seit dem Erscheinen des Buches (2000) wohl noch so getan hat in der Welt der tierischen Geheimnisse.

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Rezension zu "Nashörner" von Lothar Frenz

Fabelwesen Nashorn
Buchlandung_in_Muenchenvor einem Jahr

Stundenlang könnte ich über die Aufmachung und den Inhalt dieses Buches reden und dennoch würde es dem nicht gerecht. Eines nur dazu von mir: Ich mochte Nashörner schon immer sehr. Dank des Buches liebe ich sie jetzt. Die Naturkunden von Matthes&Seitz sind ein Muss für alle Buchliebhaber, Naturfreunde, Hobby-Biologen und all jenen dazwischen. Jedesmal wieder bin ich verzaubert.

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M

Rezension zu "Aha!" von Lothar Frenz

Rezension zu "Aha!" von Lothar Frenz
Mario_Veraguthvor 4 Jahren

Ein bunter Reigen sammelt sich zwischen den Buchdeckeln, von Mensch, Klima, Energie, Meer, Regenwald und Tieren erfährt man zum Teil gänzlich unbekannte Fakten, wobei eine Prise Kritik und Anregung zum Nachdenken das Gesamtbild anreichert.

So wird das Handwerk von Seuchenjägern und die Unterscheidung von Pandemie, Epidemie und Pandemie erklärt und ein faszinierendes Beispiel für potentielle Unsterblichkeit anhand eines Süßwasserpolypen mit erstaunlichen Selbstheilungskräften aufgezeigt. Gerade im Bereich natürlicher Überlebenskünstler wird sich das Plagiieren durch den Menschen in ferner Zukunft bestimmt noch bezahlt machen. Seien es Mikroorganismen, die sich selbst schneller reparieren, als Säure, Gammastrahlung oder Hitze ihnen schaden zufügen kann, Frösche samt im Blut mitgelieferten Frostschutzmittel zur theoretisch ewigen Lagerung oder eben die Polypen.

Der Treibhauseffekt wird unter dem Gesichtspunkt der Klimageschichte und anhand der Beispiele betroffener Tiere dargestellt. Hinter dem Begriff der beschriebenen Geosequestrierung verbirgt sich ein Verfahren zur Kohlendioxidlagerung in unterirdischen Hohlräumen wie Salzstöcken oder erschöpften Erdöllagerstätten. Als eine weitere Möglichkeit wird die Idee einer Lagerung in der Tiefsee ins Auge gefasst, wobei die Konsequenzen beider Verfahren aufgrund der Neuheit der Technik gänzlich im Dunklen liegen.

Methanhydrat, das dem Buch titelgebende brennende Eis, ist ein Stoff mit Zukunft. Noch ist die Förderung des an seinem natürlichen Aggregatzustand gehinderten Gases unrentabel, was man allerdings auch lange von der Ölsandförderung behauptete. Sollte sich wirklich kein Energiekonzern für den Abbau erwärmen können, dürfte eine Erhöhung der Durchschnitttemperaturen zur Freisetzung immenser, nicht seriös zu berechnender Mengen führen. Die natürliche Ergänzung zu den unterirdischen, vom Menschen gemachten Co2 Lagerstätten, Fracking, Ölsandgewinnung und den üblichen, bekannten Verdächtigen.

Verstörend sind sowohl die Kapitel über die Ausbeutung der Meere, Abholzung des Regenwaldes und die Bedrohung der Artenvielfalt durch Bioinvasoren. So ist im Fall der Ozeane sowohl der Industrielle Fischfang als auch die illegale Verklappung von so ziemlich jedem erdenklichen toxischen, nuklearen oder mutagenen Stoff ein immenses Problem. Ein Unsichtbares noch dazu und wenn man sich die an Land gelegenen illegalen Deponien und provisorischen Lagerstätten betrachtet, kann man sich ein ungefähres Bild des Zustands etlicher Quadratkilometer Ozeanboden machen. Ganz abgesehen von der Kontamination, die von diesen Bereichen in pestilenzialischen Schwaden weit über das Meer hinaus in sämtliche Ökosphären des Planeten wandert und der legalen Praxis von Industrie und Staaten, genau die gleichen Verschmutzungen zu verursachen wie die gesetzeswidrigen Handlungen. Noch dazu geht alles wesentlich einfacher und unauffälliger vonstatten als an Land und an die Ladekapazitäten eines Schiffes reicht nichts heran.

Zum nur kurz angeschnittenen Thema der Einschleppung fremder Arten würde ich bei Interesse die Lektüre von „Die Ameise als Tramp: Von biologischen Invasoren“ nahe legen. Die gesamte Bandbreite dieses, aufgrund mangelnder Finanzierung der Forschungsinstitutionen im recht dunklen Graubereich liegenden, Biologiebereichs wird wie so vieles die Zukunft zeigen.

Obwohl vom Standpunkt des arbeitslosen Biologen betrachtet es sowohl in Ozeanen, von Bioinvasion schwer betroffenen Gebieten als auch im Regenwald für Jahrtausende genug zu tun gibt. Und zwar mit der Bestimmung von nur mehr als Museumsstücken existierenden, weil ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten, die noch gar nicht benannt, erfasst und zugeordnet wurden.

Dann wird zumindest der Sozialstaat nicht durch erwerbslose Biologen belastet, was ja scheinbar angesichts der vorherrschenden Medienmeinungen eines der ganz großen, gravierenden Probleme unserer Zeit darstellt. Ganz abgesehen davon, dass es schlicht keine anderen Aufgabenbereiche mehr für praktische Naturwissenschaftler geben wird, als die genaue, bürokratische Erfassung einer einst unermesslich artenreichen Welt. Wie Archäologen werden sie eine genaue Chronik des größten und umfangreichsten Artensterbens aller Zeiten verfassen.

 

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