Lothar Machtan

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Autor von Kaisersturz, Hitlers Geheimnis und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Kaisersturz

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Neu erschienen am 01.10.2018 als Hardcover bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG).

Alle Bücher von Lothar Machtan

Kaisersturz

Kaisersturz

 (4)
Erschienen am 01.10.2018
Die Abdankung

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 (1)
Erschienen am 22.04.2016
Prinz Max von Baden

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Erschienen am 21.10.2013
Der Kaisersohn bei Hitler

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Erschienen am 01.04.2006
Bismarcks Tod und Deutschlands Tränen

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Erschienen am 27.03.2015
Der Endzeitkanzler

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Erschienen am 01.01.2018
El Secreto De Hitler

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Erschienen am 01.10.2002

Neue Rezensionen zu Lothar Machtan

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Rezension zu "Kaisersturz" von Lothar Machtan

Was passiert, wenn niemand zum politischen Handeln bereit ist
seschatvor 3 Monaten

Lothar Machtan, Professor emeritus für Neuere Geschichte, hat sich an ein interessantes Kapitel deutscher Zeitgeschichte, nämlich den Herbst 1918, gewagt. 


Jeder kennt wohl noch den Fakt, dass mit dem 9. November 1918 in Deutschland eine neue Staatsform eingeführt wurde und der bis dato herrschende Kaiser Wilhelm II. abdankte. So die offizielle und faktische Gemengelage. Doch was sich innerhalb weniger Monate 1918 wirklich zutrug, versucht Machtan unter Zuhilfenahme diverser Quellen zu ergründen. Er geht dabei sehr gründlich vor und versucht, alle politischen Kräfte (MSPD, USPD, OHL etc.) und Ereignisse (Erster Weltkrieg, Oktoberrevolution in Russland) mit einzubinden. Sein Fokus liegt dabei vor allem auf den drei wichtigsten Entscheidungsträgern dieser Tage. Da wäre zum einen der pragmatische Sozialist Friedrich Ebert und zum anderen die beiden überzeugten Royalisten, Kaiser Wilhelm II. und dessen Vetter Max von Baden. Allen dreien ist gemein, dass sie den Ernst der damaligen Lage nicht erkannten bzw. bis zuletzt apathisch am Weiterso festhielten. Der Hoffnungsträger und spätere Präsident Ebert wollte aus Angst vor dem Bolschewismus Wilhelm II. nicht stürzen und Reichskanzler Max von Baden steuerte eine probate Lösung für beide Gruppen - Royalisten und Sozialisten - an. Währenddessen Wilhelm II. bis zum Schluss an das Kaisertum von Gottes Gnaden glaubte. Auch die mächtige OHL, die die Kriegsniederlage kommen sah, schritt nicht ein, verlangte gar danach, den Kampf mit allen Mitteln weiterzuführen. Kurzum, die drei genannten Entscheidungsträger taumelten ohnmächtig den Ereignissen entgegen und handelten erst, als es fast schon zu spät gewesen ist. Dass damit die noch junge Demokratie im November 1918 auf noch sehr wackeligen Beinen stand, ist nicht zu übersehen. Der Kaisersturz verlief nicht blutig, sondern war ein langes Hängen und Würgen um Macht und Verantwortung.

An Machtans Darstellung hat mir vor allem gefallen, dass er den Leser einmal hinter die Kulissen der damaligen Macht blicken ließ. Detailliert und nahezu tagebuchartig gibt er Auskunft über den sog. Tanz auf dem Vulkan. Diese gedehnte, kleinteilige Darstellungsweise machte die Lektüre nicht immer leicht. Sprich, wer sich nicht 100 Prozent für die Materie interessiert, konnte leicht abschweifen. Ein konziserer Aufbau hätte dem grundgelehrten Werk gut getan und inhaltliche Wiederholungen hätten damit vermieden werden können. Auch die Verwendung von Vor- und Rückblenden hätte sparsamer ausfallen können - ein unnötiges dramaturgisches Mittel. Nichtsdestotrotz liefert Machtans Werk eine spannende Gesamtschau der Ereignisse des Herbsts von 1918 und macht diese dadurch für den Leser nachvollziehbarer und verständlicher. 

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Rezension zu "Kaisersturz" von Lothar Machtan

Ein Ende – oder doch ein neuer Anfang?
Sikalvor 3 Monaten

Das Jahr 1918 hatte es in sich, politische Umbrüche standen beinahe an der Tagesordnung. Hatte die Monarchie tatsächlich ausgedient? Oder haben die Machthabenden versagt und alles hätte anders kommen können? War die Zeit reif für einen Neuanfang?

 

Der Autor Lothar Machtan, emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Uni Bremen versucht Antworten auf diese Fragen zu finden. Gleich zu Beginn dieses aufschlussreichen Buches werden uns die Hauptakteure näher vorgestellt: Kaiser Wilhelm II., Friedrich Ebert und Prinz Max von Baden.

 

Man liest vom Auftritt Wilhelm II vor der Belegschaft der Krupp-Werke und merkt gleich, dass Empathie nicht Wilhelms Stärke war, beklagte er doch den fünften Sommer des Krieges vor versammelter Mannschaft: „Sorge und die Not, jeden Tag die Verantwortung für ein Volk von 70 Millionen zu tragen und dazu noch für die Verbündeten zu sorgen und alle die Schwierigkeiten und die zunehmende Not des Volkes zu sehen.“ Ich denke mal, dass die Bevölkerung Deutschlands zu Kriegszeiten andere Probleme hatte, als dem Kaiser Verständnis entgegenzubringen.

 

Immer wieder liest man von Wilhelms autokratischen Ansichten, vom Einfluss seiner Frau auf sein Verhalten, die offene Ablehnung seines Volkes (welche er nicht wahrhaben wollte). Er hielt fest an „seiner“ Politik, hielt sein Konzept für richtig und war überzeugt unantastbar zu sein …

 

Während Ebert unbedingt die Sozialdemokratie inkludieren wollte, hielt Kanzler Max an einem Fantasiegebilde fest, unfähig Entscheidungen zu treffen. Besonders hervorgehoben wird das Zusammenspiel der Protagonisten dieser Umbruchphase, wollten doch ursprünglich alle drei, das Deutsche Kaiserreich erhalten, den Machtanspruch festigen. Ein gemeinsames Ziel vor Augen reicht offenbar nicht aus, um auch einen gangbaren Weg zu verfolgen. Statt einem Miteinander stellten sie sich gegenseitig Hindernisse in den Weg, jeder trug letztendlich sein Schäufelchen zum Scheitern bei. Es gelingt dem Autor, dies plausibel und gut strukturiert zu analysieren und so beschert er dem Leser so manches „Aha-Erlebnis“.

 

Der Schreibstil des Autors ist trotz des schwierigen Themas flüssig und sehr informativ, das Buch liest sich spannend. Auch die eingeflochtenen Analysen finde ich sehr gelungen und veranschaulichen die politischen Netzwerke und Abläufe. Der Autor schafft es, sich nicht in Details zu verlieren und gibt einen guten Überblick darüber, welche Unfähigkeiten letztendlich zum Scheitern der Monarchie führten.

 

Ein sehr spannendes Buch, empfehlenswert für alle Leser, die an geschichtlichen Hintergründen und Veränderungen interessiert sind. Gerne vergebe ich fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Buchraettins avatar

Rezension zu "Kaisersturz" von Lothar Machtan

Anspruchsvoll zu lesen - 1918 ein Jahr der deutschen Geschichte
Buchraettinvor 4 Monaten

Wenn man das Buch zum ersten Mal aufblättert, sieht man als Leser als Erstes eine Abbildung einer Zeitung aus dem Jahr 1918 – eine Schlagzeile, die es in sich hatte. Der Kaiser und König entsagt der Krone, kann der Leser hier erfahren.
Ich mag es sehr, wenn ich nun wie in diesem Buch. ein Inhaltsverzeichnis vorfinde, das mir als Leser auch einen ersten Überblick über das Buch bietet oder ich auch gezielt lesen kann, bei evtl. Fragen.
Hier wird die Einteilung des Buches deutlich. Zu Beginn folgt eine Einleitung des Autors in dieses Jahr 1918.
In den folgenden Abschnitten werden Wilhelm der Zweite, Prinz Max von Baden und Fritz Ebert sozusagen vorgestellt. Es werden weitere Themen behandelt, z.B. welchen Anteil Ebert an dem Ende des Kaiserreiches hatte, aber auch die Novemberrevolution und auch Wilhelms letzte Tage.
Ich hätte mir zu Beginn des Buches erst einmal eine Art Einführung in den Lebenslauf des Kaisers gewünscht. Für Leser, die tief in die Geschichte und die Vorgänge der damaligen Zeit eintauchen wollen, eignet sich das Buch hervorragend.
Mich interessieren auch einfach die Dinge drumherum, das Leben damals, die Ehefrau, das Private. Da hat mir gut gefallen, dass der Autor auch auf dessen Frau näher eingeht. Wie beeinflusste sie sein Verhalten, evtl. Entscheidungen.
Gut gefallen haben mir die kleinen Details, die der Autor den Leser mitteilt, wie z.B. dass die Ehefrau größer war als Friedrich Ebert -natürlich ist das ein Detail, das interessant ist, das Leben bunt macht und ich mag solche kleinen Dinge, die einen interessieren, die aber im Geschichtsunterricht keinen Raum einnehmen. Aber diese Nebensächlichkeiten gestalten für mich das Lesen solch eines Sachbuches einfach interessanter. Ich hatte manchmal beim Lesen das Gefühl, als gebe der Autor hier auch eine Art Wertung des Geschehens ab. Es bietet dem Leser aber auch einen tiefen Einblick in das Handeln der Personen.
Ich denke, dass das Buch sehr gut geeignet ist, für Leser, die tiefer in die Geschichte dieses Jahres 1918 und damit auch einen Abschnitt der deutschen Geschichte. Für jugendliche Leser kann ich mir das Buch auch sehr gut im Rahmen eines Leistungskurses, oder z.B. für die Facharbeit in der Oberstufe vorstellen.
Was mir auffiel, der Autor hier zitiert z.B. die Rede des Kaisers und geht dann genauer darauf ein, er wertet die Situation aus. Was bewirkten seine Worte beim Volk? Auch immer wieder tauchen Zitate von Zeitzeugen auf.
Den Erzählstil des Autors Lothar Machtan empfand ich als sehr lebendig. Er vermittelt Wissen, aber auch gelingt es ihm, bei mir als Leser weiteres  Interesse zu wecken an den historischen Themen und oder den Personen.
Ich empfand es schon als anspruchsvoll zu lesen, mir fehlte als Laie da ein wenig das Unterhaltsame, das liegt auch immer am Leser, welches Fachgebiet er bevorzugt und worüber der Leser gern lesen möchte. Es braucht doch Aufmerksamkeit und man sollte schon Interesse haben, tiefer in die historischen Aspekte einzutauchen.

Den Abschluss des Buches bildet ein Epilog.
Wie kam es zu diesem Verlauf der deutschen Geschichte- Der Autor fasst für mich noch einmal kurz zusammen, wie es zu diesen Entscheidungen kam und er stellt Fragen, die den Leser noch nachdenklich machen. Das gefällt mir immer sehr an Sachbücher, dass man sich darüber hinaus für das Thema interessieren kann und evtl. noch tiefer eintauchen kann.
Was ich ebenso sehr bevorzuge in Sachbüchern sind Fotos, Dokumente, wie ich auch hier im Buch immer wieder vorgefunden habe- das lockert ein Sachbuch einfach auf und visualisiert sozusagen noch einmal den Inhalt.
Den Abschluss des Buches bildet ein reichhaltiger Anhang. Es findet sich ein Verzeichnis der Anmerkungen, die im Text mit kleinen Zahlen gekennzeichnet wurden, das nach den Abschnitten im Buch geordnet ist, hier gibt es auch Hinweise auf Literatur.
Daran an schließt sich eine Übersicht des Kaisersturzes von 1918. Es folgt ein Abbildungsverzeichnis und ein Personenregister.
Für mich ein anspruchsvolles Sachbuch, als Laie empfand ich es manchmal etwas schwer zu lesen. Es war gut gestaltet mit den Fotos und den Abbildungen und es hat mich sehr gut informiert.
Der Autor Lothar Machtan ist emeritierter Professor für Neuere deutsche Geschichte an der Universität Bremen, diese Details erfährt man hinten im Umschlagseinband.
Ich denke, für Leser, die tiefer in die Thematik eintauchen wollen und für Leser, die ein Interesse an Geschichte haben, ist das Buch sehr gut geeignet.


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