Lotte Kinskofer

 4,1 Sterne bei 146 Bewertungen
Autor*in von Spring in den Himmel, Zum Sterben zu viel und weiteren Büchern.
Autorenbild von Lotte Kinskofer (©)

Lebenslauf

Lotte Kinskofer, geboren 1959 in Langquaid, einem Marktflecken zwischen Landshut und Regensburg, lebt heute als freie Autorin und Drehbuchautorin in München. Nach dem Studium der Germanistik, Anglistik und Kommunikationswissenschaft arbeitete sie bei verschiedenen Zeitungen und beim Bayerischen Rundfunk als Journalistin. Mitte der 90er Jahre begann sie mit dem Schreiben eigener Texte. Es gibt Bücher für ganz kleine Leser (z.B. "Der Tag, an dem Marie ein Ungeheuer war", das für den Jugendliteraturpreis nominiert wurde), für Kinder ("Der Klavierling"), für Jugendliche ("Schwarzer Schnee", "Aufgeflogen") und für Erwachsene (u.a. Regionalkrimis, die in Regensburg und Umgebung spielen). "Spring in den Himmel", das neueste Buch, wendet sich in erster Linie an jugendliche Leser und erzählt von der schwierigen Freundschaft zweier Mädchen.

Alle Bücher von Lotte Kinskofer

Cover des Buches Spring in den Himmel (ISBN: 9783423782715)

Spring in den Himmel

 (22)
Erschienen am 01.02.2013
Cover des Buches Zum Sterben zu viel (ISBN: 9783747202333)

Zum Sterben zu viel

 (20)
Erschienen am 25.03.2021
Cover des Buches Hermann für Frau Mann (ISBN: 9783942822527)

Hermann für Frau Mann

 (14)
Erschienen am 20.12.2013
Cover des Buches Die ganze Wahrheit über das Dirndl im Moor (ISBN: 9783954751051)

Die ganze Wahrheit über das Dirndl im Moor

 (13)
Erschienen am 23.06.2015
Cover des Buches Wach auf und schrei! (ISBN: 9783423716109)

Wach auf und schrei!

 (12)
Erschienen am 01.01.2015
Cover des Buches Reitinger kehrt zurück (ISBN: 9783954751280)

Reitinger kehrt zurück

 (11)
Erschienen am 21.07.2016
Cover des Buches Agentur der bösen Mädchen (ISBN: 9783942822664)

Agentur der bösen Mädchen

 (12)
Erschienen am 19.08.2013
Cover des Buches Schwarzer Schnee (ISBN: 9783423412155)

Schwarzer Schnee

 (9)
Erschienen am 01.01.2012

Neue Rezensionen zu Lotte Kinskofer

Cover des Buches Schillerwiese (ISBN: 9783747205990)
detlef_knuts avatar

Rezension zu "Schillerwiese" von Lotte Kinskofer

»Schillerwiese« und der aufkommende Nationalsozialismus
detlef_knutvor 2 Monaten

Mit diesem Roman gelingt Lotte Kinskofer ein fesselnder Krimi, der in die „goldenen“ zwanziger Jahre entführt. Doch von dem „goldenen“ bleibt nicht viel, denn er spiegelt die angespannte politische Lage der 1920er Jahre und den aufkommenden Nationalsozialismus im Milieu der einfachen Bürger wider. Mit viel Geschick strickt sie aus den historischen Hintergründe eine spannende Geschichte.

Im Mai 1925 wurde die junge Vroni Haberl tot aufgefunden – erhängt an einem Baum auf der Schillerwiese an der Donau in Regensburg. Die Umstände ihres Todes geben jedoch Rätsel auf. Trotz des ersten Anscheins eines Selbstmordes werfen bestimmte Details Fragen auf. Nicht zu vergessen ist, dass die Schillerwiese historisch als alte Hinrichtungsstätte der Stadt bekannt ist.

Für den Münchner Oberkommissär Benedikt Wurzer sollte diese Angelegenheit von keiner Bedeutung sein. Zusammen mit seiner Frau stattet er seiner verheirateten Tochter Anna in Regensburg einen Besuch ab, bevor sie ihre geplante Sommerfrische, die sie vorverlegt haben, antreten wollen.

Anna nimmt den Tod ihrer Nachbarin ernst, zu ernst vielleicht, da es mehr als nur eine nachbarschaftliche Verbindung gibt. Die Umstände erscheinen ihr mehr als fragwürdig. Wie könnte Vroni, eine Mutter, ihren zwölfjährigen Sohn Karl schutzlos in der Welt zurücklassen? Kommissar Wurzer wird erst aufmerksam, als Anna unter mysteriösen Begebenheiten spurlos verschwindet und die Gleichgültigkeit seiner Regensburger Kollegen ebenso bedrückend ist, wie der angebliche Suizid der jungen Frau.

Lotte Kinskofer präsentiert die Handlung ihrer Geschichte mit einer klaren und lebhaften Chronologie, wobei sie in jedem Kapitel das Datum und die Tageszeit angibt. Dies verleiht dem Leser einen angenehmen Überblick und erleichtert das Eintauchen in die Erzählwelt. Die Kapitel sind bewusst kurz gehalten – in der Regel umfassen sie nur eine bis drei Seiten –, was das Lesetempo beschleunigt und für eine erfrischend dynamische Leseerfahrung sorgt.

Die historischen Ereignisse werden mit einer beeindruckenden Detailtreue und Faktenreichtum lebendig gemacht. Lotte Kinskofer gelingt es meisterhaft, das Regensburg von einst in den Vorstellungen der Leserschaft zu rekonstruieren. Die Autorin wählt bewusst eine zurückhaltende Verwendung der direkten Rede und konzentriert sich stattdessen auf eine fesselnde Erzählweise, welche die ersten Kapitel dominiert. Der regionale Dialekt verstärkt das immersive Erlebnis, obwohl dessen Einsatz sinnvollerweise auf die Dialoge hätte beschränkt bleiben können. Von einem Erzähler erwartet man eine klare, dialektfreie Sprache, um die Historie präzise und verständlich zu vermitteln.

In einer Zeit, in der die Schatten der Vergangenheit gelegentlich aufzukeimen scheinen, dient dieser Roman als kraftvolle Erinnerung an die Wichtigkeit von Wachsamkeit und Zuversicht. Er ermutigt uns dazu, aus der Geschichte zu lernen und gemeinsam eine Zukunft zu gestalten, in der solch dunkle Kapitel unwiderruflich der Vergangenheit angehören.

»Schillerwiese« – ein Kriminalroman, der in leidenschaftlicher Hingabe an die Wahrheit und die zutiefst bewegte politische Landschaft der 1920er Jahre in Regensburg geschmiedet wurde. Mit jeder Seite, die man umblättert, spürt man die intensive Recherche und die feurige Verbindung zur historischen Realität, die diesem Kriminalroman seine fesselnde Authentizität verleiht.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024

Cover des Buches Zum Sterben zu viel (ISBN: 9783747202333)
Nicolai_Levins avatar

Rezension zu "Zum Sterben zu viel" von Lotte Kinskofer

Des Guten zu viel
Nicolai_Levinvor einem Jahr

Gute Krimis geben uns einen tieferen Einblick in die Zeit und die Gesellschaftsstruktur, in der sie spielen. Wem wir ans Leder gehen und aus welchen Gründen, wer es wofür riskiert bestraft zu werden, welche Verbrechen wir aufklärenswert finden, all das sagt vielleicht mehr über unser Zusammenleben und unsere soziale Struktur aus als manche soziologische oder historische Abhandlung.

Dabei können interessante und raffinierte Kriminalgeschichten eigentlich nur in reifen Gesellschaften spielen, in der relativ viele Leute über Freiheit und Wohlstand verfügen. Täter und Opfer müssen Individuen sein, deren Einzelschicksal die Untersuchung und Bestrafung lohnt, und die Untersuchung so verzwickt und wendungsreich, dass wir sie zur Unterhaltung gerne lesen. Es ist kein Zufall, dass der Kriminalroman im 19. Jahrhundert zeitgleich mit dem Aufstieg und der Emanzipation des Bürgertums entstanden ist, beginnend mit Geschichten, die in den Oberschichten spielen (wo es sich zu morden lohnt) und mit der zunehmenden Egalisierung unserer Gesellschaft in beinahe allen Schichten heimisch geworden ist. Wenn ein Neandertaler dem anderen die Büffelkeule klaut oder der SS-Mann den KZ-Häftling erschießt, dann gibt das keinen Stoff für einen guten Krimi.

Lotte Kinskofer führt uns mit 'Zum Sterben zu viel' ins München des Jahres 1922 und damit in einer Gesellschaft im Umbruch, die sich fantastisch für Kriminalgeschichten eignet. Auf der Suche nach Arbeit und Freiheit und ein bisschen Wohlstand strömen die Leute von den Bauernhöfen auf dem Land in die Stadt. Der Krieg und die Revolution haben auf dem Papier Standesunterschiede aufgehoben, die aber natürlich faktisch immer noch bestehen. Es gibt Herrschaften und Dienstboten, aber man spürt, dass die starre Ordnung nicht mehr lang bestehen wird. Die Inflation macht allen zu schaffen und wird die Sozialstruktur noch einmal durcheinanderwirbeln, wenn auf einmal Glücksritter und Spekulanten obenauf schwimmen, während im etablierten Bürgertum manche Existenz durch den Wertverlust des Geldes vernichtet wird.

Diesen Zeitgeist gießt die Autorin geschickt und leicht in ihre Story. Lotte Kinskofer ist historisch bewandert, und sie hat Drehbücher für Telenovelas und Seifenopern verfasst: Wie Charaktere aussehen müssen, wie sie zueinander stehen, wie sie sich wechselseitig entwickeln, das hat sie drauf und das macht sie routiniert und gut. Da ist die vermutlich stärkste Figur des Romans, Agnes, die Frau des Schreiners Benno, der im Verdacht steht, den dubiosen Heimatdichter Carus von Waldfels aus Eifersucht erstochen zu haben. Wie sie sich um die Existenz sorgt, die Kinder, die noch bei Verwandten auf dem Land leben, wie sie um die Freilassung ihres Mannes kämpft, das ist schon großes Kino.

Die Charaktere sind gelungen in Szene gesetzt, das Ensemble ist im Ganzen stimmig. Nicht bei allen Figuren gelingt die Annäherung gleichermaßen. Ermittler Wurzer bleibt für meine Begriffe blass, da kann er noch so um seine im Krieg gefallenen Söhne trauern, und der intellektuelle, extrem reflektierte preußische Anwalt Strate, der Benno verteidigt und zugleich mit seiner schwermütigen Gattin als Nachbar des Opfers im Villenviertel von Pasing wohnt, wirkt mir im Laufe der Geschichte (ich will nicht spoilern) erst zu aufgesetzt und dann ein wenig aus dem Ruder geraten.

Man verfolgt also beim Lesen die Schicksale der Figuren mit Interesse und Empathie, man will, dass alles gut ausgeht - und darüber gerät der eigentliche Kriminalfall in den Hintergrund. Der Ermittler läuft mehr so nebenher, während die Konflikte sich zwischen den übrigen Figuren abzeichnen und abspielen. Die Auflösung erscheint dann zum Ende ein bisschen zu unwahrscheinlich und zufallsgetrieben, und Tat und Motiv werden zwar psychologisch begründet, aber so recht überzeugen wollen sie mich dann doch nicht.

Gern gelesen, keine Frage, aber mehr als historische Liebesgeschichte und Gesellschaftsstudie denn als klassischen Kriminalroman.

Cover des Buches Zum Sterben zu viel (ISBN: 9783747202333)
Natalie_Güsgens avatar

Rezension zu "Zum Sterben zu viel" von Lotte Kinskofer

Armut und Not
Natalie_Güsgenvor 3 Jahren

München im Jahre 1922. Mehrere unklare Morde an Männern verübt mit einer Steinschleuder , stellen Kommissar Wurzer vor ein Rätsel.
Das Buch spricht durch sein schönes Cover an.
Mir persönlich war die Schreibweise zu Hölzern so das ich zu keinem Darsteller einen besonderen Bezug hatte. Die Handlung schweifte oft ab, so das sich kein richtiger Spannungsaufbau herstellte. Das überraschende Ende hat mich dann doch noch von dem Krimi als lohnenswert überzeugt 

Gespräche aus der Community

Genug von mittelklassiger Schokolade versteckt hinter kitschigen Motiven? Für Rätselfans, die ihren Weihnachtsblues besiegen wollen, haben wir diesen Winter ein echtes Highlight: Mit Escape Christmas erwartet euch eine raffinierte und spannende Escape-Geschichte, die es in 24 Rätseln zu lösen gilt.

Hier könnt ihr 10 Exemplare des etwas anderen Adventskalenders gewinnen. Viel Glück!

419 BeiträgeVerlosung beendet
Pitty318s avatar
Letzter Beitrag von  Pitty318vor 3 Jahren

Vielen Dank Fusselchen. Da bin ich aber froh. Das Buch war nicht lieferbar und ich habe es einfach auf Verdacht über die Buchhandlung im Städtchen bestellt. Heute ist. es angekommen. Es war eigentlich zum Verschenken gedacht, sollte ich es doch für mich behalten? ;-)

Im Rahmen meines SUB-Abbaus verlose ich einen Teil meiner gelesenen Bücher.

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Zustandsbeschreibung: Ecken gestoßen, Beginn einer Vergilbung, die letzten beiden Seiten wurden von der Druckerei nicht richtig geschnitten - sieht aus wie Eselsohren.

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Noch ein Hinweis: Sollte ich die Gewinneradresse (ich versende nur innerhalb Deutschlands) nicht innerhalb von zwei Tagen erhalten, werde ich neu auslosen. Deshalb am Besten die Following Funktion nutzen.

24 BeiträgeVerlosung beendet
Imoagnets avatar
Letzter Beitrag von  Imoagnetvor 9 Jahren
Oh juhu !!!!!! Ich hätte nie gedacht, dass ich hier Glück haben. Danke. Pn kommt gleich :-)

Liebe Leserinnen und Leser,

mein neuer Roman "Spring in den Himmel" ist erst vor wenigen Tagen bei dtv erschienen. Heute möchte ich eine Leserunde starten. Der Verlag stellt fünfzehn Bücher zur Verfügung, die ich unter all denen verlose, die sich bis zum 14. Februar zur gemeinsamen Leserunde anmelden.

"Spring in den Himmel" erzählt von einer ganz besonderen Freundschaft. Die 16-jährige Jamina lernt  Yoyo kennen, die so völlig anders ist als sie. Yoyo hat viel erlebt und erzählt offen darüber. Der frühe Tod der Mutter, das schwierige Verhältnis zum Vater ... immer wurde sie herumgeschoben. Dagegen Jaminas geordnetes Leben: Vater, Mutter, kleiner Bruder. Gut, sie müssen sehen, dass sie über die Runden kommen. Aber sie sind eine Familie, sie gehören zusammen.

Yoyo zeigt Jamina ein neues Leben, bunt, überraschend, voller Spontaneität und Abenteuer. Spätestens seit dem Bungee-Tandemsprung ist ihre Freundschaft einzigartig. Wenn wir fünfzig Meter fallen und dann noch da sind, was kann uns noch aufhalten, fragt Yoyo und Jamina glaubt ihr: Das ist die Freundin, die Farbe in ihr Leben bringt und sie selbstbewusster macht. Von den Jungs ihrer Klasse lässt Jamina sich nichts mehr gefallen und endlich werden Alexander und sie ein Paar.

Doch manchmal ist Yoyo ganz anders: misstrauisch, aggressiv, verletzend. Warum lügt sie? Warum nennt sie nicht ihren richtigen Namen, erfindet Geschichten aus ihrem Leben, setzt Jamina unter Druck, nistet sich in ihrer Familie ein? Wenigstens Alexander ist immun gegen Yoyo - oder?

Beste Freundin oder schlimmste Feindin? Jamina will ihr altes Leben zurück - doch so einfach ist das nicht.

 Wenn Ihr Lust habt, das Buch zu lesen und mit mir und anderen darüber zu diskutieren - ich freue mich auf euch!

Lotte

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