Lottie Moggach

 3.2 Sterne bei 90 Bewertungen
Autor von Ich bin Tess, Kiss Me First und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Lottie Moggach

Cover des Buches Ich bin Tess (ISBN: 9783839001585)

Ich bin Tess

 (90)
Erschienen am 17.02.2014
Cover des Buches Kiss Me First (ISBN: 9780345805423)

Kiss Me First

 (0)
Erschienen am 08.04.2014
Cover des Buches Dual Diagnosis (ISBN: 9780632056217)

Dual Diagnosis

 (0)
Erschienen am 09.01.2014

Neue Rezensionen zu Lottie Moggach

Neu

Rezension zu "Ich bin Tess" von Lottie Moggach

Größtenteils spannend!
Finavor 2 Monaten

Gestaltung:

Ich habe das Buch, als es rauskam, auf der Verlagsseite gesehen und es hat mich irgendwie angesprochen. Ich kann nicht genau sagen, wieso, aber die ungewöhnlichen Farben, der ausdrucksstarke Titel und die Kreuze auf den Gesichtern der Frauen haben mich sehr neugierig auf das Buch werden lassen. Ich mag es sehr, dass es sich um ein Hardcover handelt und der Schutzumschlag ist ebenso wie das Buch sehr hochwertig. Einen weiteren Pluspunkt gibt es für das pinke Lesebändchen!


Darum geht's:

Leila ist ein ziemlich einsames Mädchen, das nach dem Tod seiner Mutter die meiste Zeit in einer schäbigen, kleinen Wohnung vor dem PC hängt. Als sie auf die Webseite RedPill trifft, auf der sich Menschen über verschiedenste philosophische Themen austauschen, hat sie virtuell eine neue Familie gefunden und gerät regelrecht in einen Sog, den ganzen Tag dort zu verbringen. Bis der Admin der Seite auf sie zukommt und sie um einen sehr ungewöhnlichen Gefallen bittet. Sie soll für eine Frau, die sich umbringen möchte, die Identität übernehmen. Kann das gut gehen?


Idee/Umsetzung:

Ich finde die Idee des Buches sehr spannend und habe noch nie etwas ähnliches gelesen. Über das Thema der Sterbehilfe kommt Leila in diesen Strudel aus verzwickten Ereignissen und beginnt schließlich alles über Tess herauszufinden, um ihre Identität glaubhaft übernehmen zu können - um Freunde auf Facebook zu updaten, mit den Eltern Kontakt zu halten und E-Mails auszutauschen.

Es gibt einen Erzählstrang in der Vergangenheit, in dem wir erfahren, wie Leila auf RedPill gekommen ist, wie sie Tess kennenlernte und begann, sie zu sein. Außerdem begibt sich Leila in der Gegenwart auf eine Reise nach Spanien, in der sie Tess sucht. Wieso, weshalb, warum führe ich jetzt nicht weiter aus.

Mir haben die Zeitstränge gut gefallen, weil es abwechslungsreich war und der Vergangenheit auch deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Insgesamt habe ich das Buch vor allem bis zur Mitte als sehr spannend empfunden. Eine ominöse Webseite und diese seltsame Aufgabe mit Tess waren tolle Aspekte, die viele Fragen aufwarfen, die ich unbedingt beantwortet haben wollte. Nach dem meiner Meinung nach gelungenen Plot Twist hat die Geschichte ein wenig an Fahrt verloren, und plätschert eher zu Ende. Das war etwas schade, aber davor war es eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle.

Die Figuren fand ich ebenfalls sehr interessant.

Leila ist ein spezieller Charakter, mit dem ich mich nicht unbedingt identifizieren konnte, aber mit der ich viel Mitleid hatte und ihre Taten in Anbetracht ihrer Lage doch immer ein Stück weit nachvollziehen konnte. Ich glaube, das sie nicht vollkommen psychisch gesund war und man deshalb auch nicht erwarten konnte, dass sie immer richtig handelt. Über Tess lernt man eine Menge, aber immer durch die Augen von Leila, was auch mal eine gelungene Abwechslung war. Viele weitere Charaktere gibt es gar nicht, die man genauer kennenlernt, ein wenig Leilas Mitbewohner, Adrian, Connor und Tess' Mutter, aber diese andere Art der Figurenvorstellung und die Begrenzung auf wenige Figuren passen sehr gut zu dieser Geschichte. 

Das letzte Drittel des Buches zog sich dann etwas, da die Geschichte irgendwie zu Ende gehen musste. Ich habe diesen Abschnitt als langatmig und holprig empfunden, kann aber nachvollziehen, was die Autorin vor hatte. Generell wäre vielleicht ein schnelleres Ende nach dem Plot Twist besser gewesen, aber wenn man die Idee des Buches mag, verzeiht man der Autorin diesen Abschnitt allemal und der Gedanke, wie es mit Tess enden soll, war meiner Meinung nach auch sehr tröstlich.


Fazit:

Lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, weil viele Leute das Buch nicht mögen. Ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe, weil mir die Idee und der Ablauf der Geschichte sehr gut gefällt. Besonders der Anfang ist sehr spannend und der Plot Twist super gelungen. Am Ende zieht es sich etwas, aber ich habe Leila und Tess beide mit ihrer sehr verqueren, nicht unbedingt gesunden Denk- und Lebensweise ins Herz geschlossen. Wenn ein Buch Spuren hinterlässt, ist es auch wert, gelesen zu werden...

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Rezension zu "Ich bin Tess" von Lottie Moggach

Wer ist Tess?
Kallisto92vor 3 Jahren

Von kallistomorgenstern92

In dem Buch, Ich bin Tess von Lottie Moggach geht es um Tess und Leila.

Würdest du dein Leben aufgeben, um das eines anderen zu übernehmen? Das ist die Große Frage....

Tess möchte sich das Leben nehmen, da sie eine unheilbare Krankheit hat.
Damit niemand Verdacht schöpft und sie ihre Familie nicht verletzt, soll jemand regelmäßig ihre Mails checken.
Leila ist einsam und hat jedoch viele virtuelle Freunde und spielt online Spiele seit dem ihre Mutter an Multipler Sklerose erkrankt ist. Es wird über den Krankheitsverlauf der Mutter geschrieben. Leila kümmert sich um sie bis zum Tod. Arbeiten tut sie von Zuhause aus.
Schnell findet Leila Anschluss in Onlineforen,dort baut sie eine engere Bindung zu Adrian auf. Als er ihr einen besonderen Vorschlag macht, bei dem sie online die Rolle einer sich nach dem Freitod sehnenden Frau(Tess) übernehmen soll, ist Leila zunächst skeptisch. Jedoch willigt sie ein.Leila hat Tess noch nie getroffen,den siekommt aus Spanien. Jedoch planen beide die Identitätsübernahme per Chat und das mehrere Monate lang. Somit kennt niemand Tess so gut wie Leila.
Irgendwann versetzt sich Leila so in Tess ihr Leben, das sie es übernimmt.


Ich finde das Buch spannend geschrieben und auch erschreckend was man mit dem Internet alles bezwecken kann.Das es zu einer richtigen Onlinesucht kommen kann. Leider war das Buch etwas schwer zu lesen, man musste erstmals in das Geschehen reinkommen. Adrian finde ich auch einen sehr manipulierenden Charakter,der bei Leila nach den Schicksaalsschlack natürlich leichte Karten hat.

Das Buch ist auf alle fälle Lesenswert und ein spannendes Thema wird aufgegriffen, jedoch nicht richtig zum abschalten, da man immer wieder neue Fragen bekommt,sowie musste ich einige passagen mehrfach lesen um sie richtig zu verstehen.

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Rezension zu "Ich bin Tess" von Lottie Moggach

Hat mich nicht überzeugt
Verlobtevor 4 Jahren

Ehrlich gesagt, ich konnte mich mit diesem Buch nicht anfreunden. Vielleicht hat es grade deshalb ewig gedauert ehe ich diese Rezension geschrieben hab. Das Cover ist auf jeden Fall ganz toll, passend zum Buch und hat mich sehr angesprochen, Das Thema passt in die heutige Zeit, wo doch viele Menschen ihre Freizeit bei Facebook, in irgendwelchen Internetforen oder mit Spielen im Internet verbringen. Manchmal habe auch ich das Gefühl das halbe Leben unserer Jugendlichen spielt sich darin ab. Vielleicht gefällt mir das Buch deshalb nicht. Ich möchte mir einfach nicht vorstellen, das sich jemand anderes für einen meiner geliebten Freunde ausgibt, aus meinem Leben verschwindet und dafür einen anderen bestimmt. So ist das Buch in etwa angelegt.

Die dreiundzwanzigjährige Leila lebt nach dem Tod ihrer Mutter alleine. Sie arbeitet von Zuhause, hat keine Freunde und Kollegen. Sie verbringt ihre Freizeit im Internet und stößt dabei auf ein Philosophieforum. Der Forumsbetreiber Adrian Devlish macht sie auf Tess aufmerksam, ebenfalls ein Mitglied, das eine Krankheit hat und aus dem Leben verschwinden will. Um ihrer Familie keinen Kummer zu bereiten möchte Tess das jemand ihre Identität annimmt. Leila wird im Internet zu Tess und erfindet ein neues Leben für sie auf einer kanadischen Insel. Die Wahrscheinlichkeit das sie dort jemand besucht wird eher gering sein, so hofft Leila. Doch irgendwann will Tess Mutter mit ihr telefonieren und dann ist da auch noch Tess Exfreund Conner und Adrian wird von der Polizei gesucht. Ihr merkt schon so einfach ist das dann alles doch nicht. Während Leila so gar kein erfülltes Leben hatte, eher einsam und unerfahren ist, war Tess sehr beliebt und aufgeschlossen. Leila lernt ein ganz anderes Leben kennen.

Die Idee ist auf jeden Fall nicht schlecht, aber das Buch ist schon speziell, deshalb kann man es nicht einfach so empfehlen, Ich denke jeder Leser wird das anders empfinden. Ich möchte euch das Buch auf keinen Fall mies machen, entscheidet selbst. Von mir gibt es drei gute Sternchen.

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