Lou Andreas-Salomé Henrik Ibsens Frauen-Gestalten

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Inhaltsangabe zu „Henrik Ibsens Frauen-Gestalten“ von Lou Andreas-Salomé

Mit 'Henrik Ibsens Frauen-Gestalten' legte Lou Andreas-Salomé 1892 den Grundstock für ihren Ruhm als Autorin und Interpretin der literarischen Moderne. Nur zwei Jahre später folgte ihr Buch 'Friedrich Nietzsche in seinen Werken', das diese Bekanntheit weiter festigte. Aus der Ibsen-Forschung sind ihre einfühlenden Analysen seiner Familiendramen bis heute nicht wegzudenken. Motiviert durch ihre eigene Lebenssituation, ist es vor allem Ibsens großes Thema der 'Selbstverwirklichung in der Ehe', das Lou Andreas-Salomé interessiert. Ihre Fähigkeit, die Problematik der Frauen-Gestalten von Nora bis Hedda Gabler empathisch zu durchdringen und die Befreiungsstrategien literarischer Figuren so zu beschreiben, als seien sie reale Frauen, macht den besonderen Erkenntnisgewinn ihrer Studien aus und erhebt den Text zudem in den Rang einer eigenen Dichtung. Die Neuausgabe – ergänzt durch die wichtigsten zeitgenössischen Rezensionen, die das Buch begeistert besprachen – ermöglicht nun endlich wieder den Zugang zu einem der zentralen Werke Lou Andreas-Salomés und bietet der Ibsen- und Naturalismusforschung unverzichtbares Material.

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    Henrik Ibsens Frauen-Gestalten
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    18. December 2013 um 17:13

    Ich lese leider langsam. Und dieses Buch über die Dramen von Henrik Ibsen habe ich noch langsamer gelesen. "Nora- Ein Puppenheim" gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Aber andere Dramen kannte ich gar nicht bzw. musste mich mühsam erinnern oder im Internet nachsehen. Die Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé hat in diesem erstmals 1891 erschienenen Buch die Seelen der Frauen-Figuren (bzw. teilweise auch der Männer) zu ergründen versucht. In fast schon poetischer Sprache deutet sie die Motivation, die Bedürfnisse, Hoffnungen und Träume der Figuren und hilft so, die Dynamik der Familiendramen zu verstehen. Mich hat es sehr fasziniert, das Geschehen der sichtbaren Welt durch das Unsichtbare, also durch die Psyche, zu erklären. Beim Lesen fiel mir auf, wie selten in unserer Welt der Seele Raum gegeben wird, obwohl sie den Menschen ausmacht. Ich empfand es als erfrischend und erleichternd, ein ganzes Buch lang mich mit dem Innenleben der Figuren zu befassen. Der Druck, sich nach äusseren Zwängen auszurichten, ist immer da- momentan verstärkt durch Politik und Wirtschaft. Aber irgendwo brodelt in jedem Menschen das Innere, das man sich nicht abgewöhnen kann, das auch eine Wahrheit ist, das die eigentliche Triebfeder ist. Welche Dramen entstehen können, wenn Innen und Aussen nicht harmonieren, hat Ibsen beeindruckend geschrieben und Andreas-Salomé in Schönheit gedeutet. Besonders interessant fand ich die in diesem Buch ebenfalls enthaltenen Rezensionen von damals. Ich musste schmunzeln, wenn Kritiker betonten, Andreas-Salomé würde weder weiblich noch weichlich denken und die Emanzipation der Frau beziehe sich ja eigentlich auf die Emanzipation der Frau von ihren eigenen inneren Zwängen. Da wurde also versucht, den Problemfall "Frau" zu entschärfen, damit das Buch nicht gleich abgelehnt wird. Angefügt sind ausserdem Texte über die damaligen Reaktionen auf Ibsen. So fiel ich aus allen Wolken als ich erfuhr, dass er für den deutschen Markt ein geschöntes Ende des Puppenheims schreiben musste. Auch andere Dramen hatten Probleme mit der Zensur bzw verursachten Skandale. Ich erfuhr etwas über die Auflagenzahl und dass der Tarantella-Tanz- man ahnte es immer- wirklich etwas mit dem Biss der Horror-Spinne zu tun hat. Auffallend erschien mir, wie oft die Rede ist vom Kindlichen. Der Begriff der "Kindlichkeit" wurde damals oft verwendet und erklärt sich aus der Philosophie. Die Assoziationen sind heute etwas anders. Besonderes Highlight: ein Brief Ibsens an Andreas-Salomé. Für mich als "Nora"-Fan hat sich diese Lektüre in jedem Fall gelohnt!

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