Louann Brizendine

 3.6 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Das weibliche Gehirn, Das männliche Gehirn und weiteren Büchern.

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Das weibliche Gehirn

Das weibliche Gehirn

 (18)
Erschienen am 14.11.2008
Das männliche Gehirn

Das männliche Gehirn

 (4)
Erschienen am 18.07.2011
Das weibliche Gehirn

Das weibliche Gehirn

 (1)
Erschienen am 01.07.2007
Das männliche Gehirn

Das männliche Gehirn

 (0)
Erschienen am 12.05.2010
The Male Brain

The Male Brain

 (0)
Erschienen am 25.01.2011
The Female Brain

The Female Brain

 (0)
Erschienen am 21.05.2010

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Rezension zu "Das männliche Gehirn" von Louann Brizendine

Rezension zu "Das männliche Gehirn" von Louann Brinzendine
Mario_Veraguthvor 4 Jahren

Das Augenmerk auf verständliche und nachvollziehbare Erklärungen, die sich an nachvollziehbaren Lebenserfahrungen orientieren, macht das Werk sowohl für Laien als auch bereits tiefer in die Materie involvierte Leser interessant.

Die von Brinzendine geschilderten hormonellen und hirnphysiologischen Hintergründe für typische Verhaltensmuster sind, auf Forschungsergebnissen und Erfahrungen der Autorin aus ihrer Praxis fußende, Belege für die politisch nicht immer ganz korrekt vermittelbare Tatsache, dass Geschlechtsunterschiede schlichtweg bestehen.

Womit auf keinem Fall eine Legitimation für den Rückfall in dunkle Zeitalter des Sexismus gegeben werden oder Kinder in rigide Rollenbilder gedrängt werden sollen. Vielmehr wird, frei von Ideologie und auf reinen Hypothesen oder antiquierten Vorstellungen fußenden Erklärungsmustern, anhand der Kombination zweiter der profundesten Veranschaulichungswerkzeuge der Sachverhalt dargestellt. Beispiele aus verschiedenen Lebensabschnitten samt den jeweils im Hintergrund als graue Eminenz strippenziehenden Hormonen gewährleisten ein sowohl lebensnahes als auch wissenschaftliches Bild des Geschlechterdilemmas. Kaum ein Leser dürfte sich nicht in einer oder eher mehreren der Situationen wiederfinden.

Abseits von reiner Selbstbetrachtung offeriert sich die Möglichkeit zur Introspektion und des besseren Verständnisses der grundverschiedenen Motive des anderen Geschlechts, die schon in dem einen oder anderen belegten Fall zu beträchtlichen Diskrepanzen geführt haben sollen. Zur Entschärfung oder im besten Fall Prävention solch vorhersehbarer und durch die unterschiedlichen Betrachtungsweisen unvermeidlichen und immer gleichen Konfliktpotentiale bietet sich nichts besser an als die Studie der Psyche des Fein…, Partners. Wie Schuppen fallen einem beim Lesen die immer gleichen Aufschaukelungs- Eskalations- und Streitmuster auf, die auf keiner bösen Absicht, sondern gänzlich konträren Gesichtspunkten fußen. So werden für das eigene Geschlecht sinnlos und lächerlich erscheinende Verhaltensmuster nachvollziehbar und man versteht, warum so viel Mühe und Energie in subjektiv zeitverschwenderische Aktivitäten gesteckt wird. Im Umgang mit Eltern, Partnern und Kindern kann wohl nichts hilfreicher sein, als ein tieferes Verständnis ihrer Bedürfnisse und Denkweisen zu erlangen und damit den Keim für Gelassenheit und Achtsamkeit in der sozialen Interaktion zu legen.

Der Zugang zur Materie wird ausschließlich vom hormonellen und neurobiologischen Standpunkt der Autorin her geschildert, weswegen zu einer umfassenderen Bewusstseinsbildung zusätzliche soziologische und anthropologische Lektüre zu empfehlen ist, um keine Einseitigkeit der Erklärungsansätze und Meinungsbildung aufkommen zu lassen.

Leider bringt die selektive Wahrnehmung samt der Tendenz, sämtliche missliebigen kognitiven Dissonanzen auszublenden, sowohl bei den auf den biologischen Determinismus und damit einhergehender Sinnbefreitheit geschlechtsneutraler Erziehung pochenden Zeitgenossen als auch bei den Emanzipationsbefürwortern blinde Flecken und Fehlinterpretationen mit sich. Sicher weiden sich Neokonservative, Marketing- und Werbefachleute von Spielzeugherstellern und ewige Sexisten an der Vorstellung, alles wäre durch Gene und Hormone vorherbestimmt und nutzen diesen momentanen Mehrheitsstandpunkt für ihre Interessen aus. Genau so ist es aber für die Frauenbewegung und Gendering-Anliegen kontraproduktiv, zwanghaft nach Übereinstimmungen und Gleichförmigkeit in Bereichen zu suchen, in denen sie schlichtweg nicht vorhanden sein können, weil die Biologie unterschiedliche Präferenzen der Geschlechter bewirkt. Keine der beiden Parteien kann  das Recht für sich vereinnahmen, den Kindern entweder ein enges Korsett stereotyper Geschlechterklischees über zu stülpen oder sie dem Zwang auszusetzen, sich nicht ihrem Geschlecht entsprechend verhalten zu dürften, sondern immer möglichst neutral zu bleiben.

Wobei die Motive der Feministinnen hehrer, die Gesellschaft verbessernder Natur und wünschens- und förderungswerter sind als die Argumente der Gegenpartei und sich somit keiner starken Lobby im Hintergrund erfreuen können. Auf der anderen Seite profitiert eine skrupellose Wirtschaftsmaschinerie sowohl von auf Konsum und immer neue Trends konditionierter Bevölkerung und der potentiellen Verdopplung des Umsatzes, je nach Geschlecht des Kindes. Da sowohl bei Kleidung als auch Spielzeug, Sportartikeln, Hobbies und Konsorten eine deutliche Demarkationslinie zwischen feminin und maskulin gefördert und verherrlicht wird, ist für einen potentiellen Mehrbedarf Tür und Tor geöffnet. Es bietet sich an, entsprechende Bilder das ganze Leben lang von der Krabbelstube bis zur Seniorenresidenz in den Köpfen der Menschen zu verankern, um das Kaufverhalten effektiv beeinflussen zu können.

Der Mittelweg zwischen den extremen Polen wäre wie so oft das Optimum, ist jedoch dank Dogmen und Lobbyinteressen eine Utopie, deren Umsetzung nur mit einer Änderung des momentanen Gesellschafts- und vor allem Wirtschaftssystems einhergehen könnte.

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illuniss avatar

Rezension zu "Das weibliche Gehirn" von Louann Brizendine

Rezension zu "Das weibliche Gehirn" von Louann Brizendine
illunisvor 6 Jahren

Eine Freundin hat mir das Buch ausgeliehen und ich war von der ersten Seite an begeistert!
Es ist (entgegen meiner Befürchtungen) überhaupt nicht wissenschaftlich hochgestochen geschrieben, so das wirklich jeder alle Studienergebnisse etc. nachvollziehen kann.
Durch dieses Buch versteht man sich selbst (bzw. Frauen) einfach viel besser. Manchmal habe ich mich auch schon gefragt warum ich in den gleichen Situationen ganz unterschiedlich reagiere.
Jetzt haben wir die Antwort: Die Hormone sind schuld!! Zumindest oft...
Ich kann das Buch wirklich jeder Frau ab der Pubertät empfehlen, jeder Mutter aber vor allem: jedem Mann, der gewillt ist die Frauenwelt etwas besser zu verstehen!!

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Rezension zu "Das männliche Gehirn" von Louann Brizendine

Rezension zu "Das männliche Gehirn" von Louann Brizendine
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

„Ein Mann – ein Wort, eine Frau – ein Wörterbuch.“ Das sagt uns ein arabisches Sprichwort. Louann Brizendine beweist als Frau, dass zumindest "das männliche Gehirn" ein Buch füllen kann.
Dem Laien werden hormonelle Grundlagen erklärt, bevor wir verschiedene Charaktere durch unterschiedliche Lebens- und vor allem „Gehirnphasen“ begleiten. Lehrreich und amüsant finden sich Männer, wie auch Frauen in vielen Situationen wieder.
Mit Charme und dabei doch ganz sachlich erzählt, ist es Müttern ein guter Ratgeber, den Frauen aufklärende Lektüre, den Männern eine Hilfe sich der Frauenwelt zu erklären.
Bedauerlicherweise findet sich auf den Seiten keine ultimative Bedienungsanleitung mit dem Titel 'How to handle a man', mit Vorurteilen und Gerüchten wird jedoch ordentlich aufgeräumt: Liebe macht süchtig und Männer hören Frauen wirklich nicht zu. Sie können nicht anders. Sozial ist nicht gleich sozial und ein Penis hat tatsächlich ein Eigenleben. Männer sind auch Menschen, aber trotzdem ganz anders – alles wissenschaftlich bewiesen und eingehend studiert.
Lesen und sich fragen: Buch, wo warst du nur all die Jahre?

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