Die elftausend Ruten, Les onze mille Verges

von Louis Aragon 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Die elftausend Ruten, Les onze mille Verges
Bestellen bei:

Zu diesem Buch gibt es noch keine Kurzmeinung. Hilf anderen Lesern, in dem du das Buch bewertest und eine Kurzmeinung oder Rezension veröffentlichst.

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B001JJDOCM
Sprache:
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:222 Seiten
Verlag:Roger & Bernhard

Rezensionen und Bewertungen

Neu
5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne0
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    KollegeKraftwagens avatar
    KollegeKraftwagenvor 10 Jahren
    Rezension zu "Die elftausend Ruten, Les onze mille Verges" von Louis Aragon

    Apollinaire hat mit den "onze mille v(i)erges", auf deutsch "Elftausend Ruten", den wohl verrücktesten, inspiriertesten, unbekümmertsten und surrealistischsten erotischen Roman aller Zeiten geschrieben hat. Der Hauptdarsteller und Oberrutenträger Moni Vibescu ist eher eine Art James Bond der Pornographie als ein Nachkomme des Marquis de Sade; er ist in jedem Land der Erde zuhause und sich für keinen surrealistischen Spezialeffekt zu schade. Inmitten explodierender Bomben läuft er erst zu Höchstform auf. Das Kamasutra ist dagegen so phantasievoll wie ein Bußgeldkatalog, die "Justine" de Sades philosophiegetränkte Heimatliteratur. Der Surrealismus hatte eine Schwäche für Erotik (bzw. Pornographie), aber nie wurde das Niveau dieses Vorläufers wieder erreicht. Ein wirklich bewußtseinserweiterndes Buch.

    Weils so unglaublich ist, kommt hier ein kleiner, willkürlich gewählter Auszug:
    "Die Belagerung von Port-Arthur hatte begonnen. Mony und sein Bursche Cornaboeux waren dort mit den Truppen des tapferen Stoessel eingeschlossen.
    Während die Japaner versuchten, den mit Stacheldratverhauen befestigten Wall zu sprengen, trösteten sich die Verteidiger über das Kanonenfeuer, das sie jeden Augenblick zu töten drohte, damit hinweg, daß sie fleißig die geöffnet gebliebenen Konzert-Cafés und Bordelle besuchten.
    [Man speiste (Pferd, Fisch und Ananas)...]
    Allerdings war man durch den unverhofften Einschlag einer Granate beim Dessert gestört worden. Sie hatte einen Teil des Restaurants weggefegt und einige der Tischgenossen getötet. Mony, von diesem Abenteuer sehr aufgemöbelt, hatte sich an dem Tischtusch, das Feuer gefangen hatte, kaltblütig seine Zigarre angezündet. Dann ging er mit Cornaboeux weg, um ein Konzert-Café zu besuchen..." [Der Rest des Kapitels wird zunehmend pornographisch und geschmacklos und kann deshalb hier nicht wiedergegeben werden]

    Kommentieren0
    14
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks