Louis Bayard

 3.7 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Die Geheimnisse des schwarzen Turms, Algebra der Nacht und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Louis Bayard

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Die Geheimnisse des schwarzen Turms

Die Geheimnisse des schwarzen Turms

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Erschienen am 16.04.2012
Algebra der Nacht

Algebra der Nacht

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Erschienen am 02.04.2012
Algebra der Nacht: Roman

Algebra der Nacht: Roman

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Erschienen am 02.04.2012
The Pale Blue Eye

The Pale Blue Eye

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Erschienen am 30.03.2005
Roosevelt's Beast

Roosevelt's Beast

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Erschienen am 20.01.2015
The Beast in the Jungle

The Beast in the Jungle

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Erschienen am 23.10.2014
MR. TIMOTHY

MR. TIMOTHY

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Erschienen am 06.06.2005
The Black Tower

The Black Tower

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Erschienen am 01.10.2009

Neue Rezensionen zu Louis Bayard

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tigerbeas avatar

Rezension zu "Die Geheimnisse des schwarzen Turms" von Louis Bayard

Rezension zu "Die Geheimnisse des schwarzen Turms" von Louis Bayard
tigerbeavor 4 Jahren

Paris im Jahre 1818. 23 Jahre zuvor ist Kronprinz Louis-Charles angeblich im schwarzen Turm gestorben. Francois Vidocq, vom Sträfling zum Chef der Geheimpolizei emporgestiegen, findet in der Tasche eines Mordopfers einen Zettel mit dem Namen Hector Carpentier, einem Medizinstudenten, dem er kurz zuvor begegnet ist. Vidocq zieht ihn in seine Ermittlungen ein, doch Hector ist zunächst wenig begeistert davon. Doch dann nimmt ihn Vidocq mit seinem Wesen gefangen. Bald entdecken sie Charles Rapskeller und die Vermutung, daß es sich bei der Leiche um Marie-Antoinettes Sohn handelt, verdichtet sich. Doch auch Rapskeller wird von Anhängern des geheimnisvollen Monsieur verfolgt. Und die wollen mit aller Gewalt verhindern, daß der Königssohn Ansprüche stellt.....

 Dieses Buch beginnt zunächst sehr gemächlich, steigert sich jedoch von Seite zu Seite und bleibt dann bis zum Schluß spannend. Hier ist alles enthalten, was man sich als Leser wünscht: Eine tolle und spannende Handlung, wunderbare Charaktere, die sehr gut beschrieben werden und die Historie ist wunderbar dargelegt. So ist z. B. in der Realität nie klar geworden, was mit Louis-Charles wirklich passiert ist. Hier werden dem Leser nun verschieden Möglichkeiten geboten, die auch nach Beendigung des Buches noch zum Nachdenken animieren.

Ein besonderes Schmankerl ist die Zeittafel sowie der Stammbaum der Bourbonen am Ende des Buches, so daß auch der geschichtlich eher nicht so gewandte Leser hier verfolgen kann, wie der Verlauf damals war.

Für mich ein tolles Buch, das Beachtung verdient!



 

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hundertwassers avatar

Rezension zu "Algebra der Nacht" von Louis Bayard

Gelungener Spagat
hundertwasservor 5 Jahren

Mit „Algebra der Nacht“ gelingt Louis Bayard der Spagat zwischen amerikanischem Akademikerroman und historischem Roman aus dem Alten England, zwischen Schatzsuche und englischer Dichtung und zwischen Info und Spannung. Angesiedelt in Washington im Jahr 2009 erzählt Bayard von Henry Cavendish, der nach dem Tod seines besten Freundes Alonzo Wax, der sich als bibliophilen Sammler englischer Literatur des 17. Jahrhunderts verdingt hat, über einen rätselhaften Brief stolpert. Dieser führt ihn zur legendären „Schule der Nacht“, die um 1600 zusammengetreten sein soll und zu deren Mitgliedern angeblich Größen wie Thomas Ralegh, Shakespeare, Christopher Marlowe und Thomas Harriot zählten. Letzterer scheint nicht nur einer der ersten Forscher in der neuen Welt gewesen zu sein – vielmehr scheint er auch einen großen Schatz irgendwo in England hinterlassen zu haben. Diese Informationen stacheln natürlich den Ehrgeiz von Cavendish an und so entspinnt sich eine Schnitzeljagd zwischen Amerika und England und zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
Mit Henry Cavendish und dem verstorbenen Freund Alonzo Wax stellt der amerikanische Autor dem Leser zwei hochinteressante Figuren vor, die in ihrer akademischen Unbeholfenheit überaus komisch sind. Gerade der verstorbenen Alonzo Wax, der in Rückblenden vorgestellt wird, ist ein Charakter, für dessen Darstellung Johnny Depp geradezu prädestiniert wäre. Der Verdienst von Louis Bayard ist es, dass er in „Algebra der Nacht“ nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern dass man nach der Lektüre des Buches das Gefühl hat, einiges gelernt zu haben. So erfährt man nicht nur, dass Thomas Harriot, der Charakter, der den Mittelpunkt der Erzählung ausmacht, unter anderem für die Algebrazeichen < und > verantwortlich ist, sondern erhält auch Einblick in die damalige Lebenswelt des Englands um 1600. Es ist Bayard hoch anzurechnen, dass das Buch nicht zu einem trockenen Sachbuch mit Krimi-Tünche wird, sondern dass Info und Schnitzeljagd gut austariert sind. Das Buch ist unterhaltsam und spannend im besten Sinne. Wer an „Algebra der Nacht“ sein Freude hatte, dürfte auch mit „Das Geheimnis des schwarzen Turms“ des Autoren gut beraten sein. Dort steht allerdings nicht das England um 1600 sondern Paris im Jahr 1818 im Mittelpunkt.

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TheRavenkings avatar

Rezension zu "The Pale Blue Eye" von Louis Bayard

The Pale Blue Eyey
TheRavenkingvor 5 Jahren

Es ist das Jahr 1830: an der US-Militärakademie West Point wird ein Kadett erhängt aufgefunden. Zunächst geht man von einem Selbstmord aus, doch als dem Opfer nachträglich noch das Herz herausgetrennt wird, ist klar: ein perfider Killer treibt auf dem Gelände sein Unwesen.

Gus Landor, ehemaliger Polizeiermittler im Ruhestand, soll auf Wunsch der Obrigkeiten die Sache aufklären. Unterstützung erhält der Detektiv von einem jungen Mann namens Edgar Allan Poe. Von dessen Scharfsinn beeindruckt, macht ihn Landor zu seinem Assistenten, und bald entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden Männern.

Der Vater der Detektivgeschichte als Detektiv in einer fiktiven Geschichte, das ist keineswegs neu. Die Idee wurde bereits in diversen Büchern und Filmen verwendet. Vom Autor Harold Schechter gibt es eine ganze Romanreihe mit Poe als Detektiv und zuletzt ermittelte der Dichter in Gestalt von John Cusack im Film The Raven.

Die Idee zu diesem Buch ist keineswegs aus der Luft gegriffen, denn Poe besuchte tatsächlich die Akademie West Point. Es geschah auf Wunsch seines Ziehvaters Arthur Allan, doch der empfindsame Dichter fühlte sich unwohl in der kargen militärischen Umgebung und verließ das Institut nach einem kurzen Aufenthalt wieder.

Louis Bayard hat sich eingehend mit Poe beschäftigt, und das Ergebnis ist ein äußerst facettenreiches Porträt des legendären Autors, der hier in seiner ganzen Komplexität zum Leben erwacht.

Dabei verbindet Bayard geschickt wahre Begebenheiten aus Poes Leben, wie sein angespanntes Verhältnis zu seinem Stiefvater oder den frühen Tod seiner Mutter mit einer fiktiven Kriminalgeschichte.

Poe war wie die meisten Genies eine widersprüchliche Persönlichkeit. Das Buch porträtiert ihn als eine Mischung aus romantischem Träumer und brillantem Analytiker. Poe deliriert, in Visionen erscheint ihm seine verstorbene Mutter und diktiert ihm dabei sogar das eine oder andere Gedicht. Gleichzeitig ist er ein scharfsinniger Beobachter seiner Umgebung und versteht sich auf die Entschlüsselung von Geheimbotschaften.

Von seinen Kameraden als verschrobener Außenseiter wahrgenommen, findet Poe in Landor eine Art Mentor und Freund. Gemeinsam versuchen sie dem rätselhaften Verbrechen auf den Grund zu gehen und den Täter zu entlarven.

Louis Bayard wählt eine klassische Erzählweise, das hyperaktive Tempo mancher moderner Kollegen ist ihm dabei vollkommen fremd. Hier wird gemächlich und langsam ermittelt, die Sprache ist bewusst altmodisch, um dem Leser das Gefühl zu vermitteln, er könnte ein Werk aus damaliger Zeit lesen. Das Verbrechen selbst bleibt verhältnismäßig unspektakulär. Hier werden keine ausgefeilten Todesmaschinen konzipiert, wie etwa zuletzt in dem Film The Raven, auf übermäßig Blut oder besonders unappetitliche Szenen wird ebenfalls verzichtet.

Schweißtreibende Spannung wird hier nicht unbedingt geboten, dafür aber altmodische Krimiunterhaltung, auch wenn das Buch am Ende ins straucheln gerät, denn die Auflösung des Rätsels erfolgt zwar auf kompetente Weise, ist aber extrem unoriginell. Hier wird ausnahmsweise nicht Poe, sondern ein weiterer Klassiker der Kriminalliteratur zitiert. In gewisser Weise verdeutlicht das Buch damit aber auch die Probleme moderner Kriminalautoren, die gezwungen sind, neue Möglichkeiten zu finden, den Leser zu überraschen, nachdem bereits jede erdenkliche Handlungsvariation ausprobiert scheint.

Als Hommage geht das durchaus in Ordnung, hinterließ bei mir aber trotzdem einen unangenehmen Beigeschmack. Vielleicht hätte sich Louis Bayard doch ein etwas originelleres Finale ausdenken können.

Letztendlich ist The Pale Blue Eye ein sehr gutes Buch über E. A. Poe, aber nicht unbedingt ein guter Kriminalroman.

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