Louis Begley

 3.8 Sterne bei 216 Bewertungen
Autor von Lügen in Zeiten des Krieges, Ehrensachen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Louis Begley (© Verlag Zabert Sandmann)

Lebenslauf von Louis Begley

Louis Begley kam am 6.10.1933 unter dem Namen Ludwik Begleiter als Sohn polnischer Juden in einer kleinen Stadt im Osten Polens (heute Ukraine) zur Welt. Als katholische Polen getarnt entkam er gemeinsam mit seiner Mutter dem Holocaust. Auf das Ende des Krieges folgte die Wiedervereinigung der Familie. Nach einem vier Monate währenden Aufenthalt in Paris, wo Vater und Sohn Englisch lernten, wanderte die Familie Begleiter im März 1947 in die USA aus und wurde in Flatbush/Brooklyn sesshaft, wo sie den Namen Begley annahm.1950 erhielt Louis Begley ein Harvard-College-Stipendium und somit die Zulassung zum Harvard College. 1954 absolvierte er sein Examen in Englischer Literatur, an das er von 1956 bis 1959 ein Studium an der Harvard Law School anschloss. Im Anschluss an seinen Uniabschluss war er bis zum Jahr 2004 als Anwalt in der Kanzlei Debevoise & Plimpton tätig. Ende der sechziger Jahre war Louis Begley bei der französischen Niederlassung von Debevoise in Paris angestellt. 1991 veröffentlichte er mit "Wartime Lies" (Lügen in Zeiten des Krieges) sein Romandebüt. Sein Erstlingswerk gilt als ein wichtiges Dokument der literarischen Erinnerung an den Holocaust. Louis Begley lebt in New York.

Alle Bücher von Louis Begley

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Buchformat:
Cover des Buches Lügen in Zeiten des Krieges9783518745564

Lügen in Zeiten des Krieges

 (60)
Erschienen am 11.07.2016
Cover des Buches Ehrensachen9783518459980

Ehrensachen

 (28)
Erschienen am 21.07.2008
Cover des Buches Schmidt9783518395004

Schmidt

 (19)
Erschienen am 26.04.1999
Cover des Buches Erinnerungen an eine Ehe9783518465493

Erinnerungen an eine Ehe

 (14)
Erschienen am 20.10.2014
Cover des Buches Mistlers Abschied9783518466834

Mistlers Abschied

 (14)
Erschienen am 13.06.2016
Cover des Buches Schmidts Bewährung9783518754344

Schmidts Bewährung

 (10)
Erschienen am 16.09.2013
Cover des Buches Die ungeheuere Welt, die ich im Kopfe habe9783570550953

Die ungeheuere Welt, die ich im Kopfe habe

 (7)
Erschienen am 14.09.2009
Cover des Buches Zeig dich, Mörder9783518466827

Zeig dich, Mörder

 (7)
Erschienen am 13.06.2016

Neue Rezensionen zu Louis Begley

Neu

Rezension zu "Killer's Choice" von Louis Begley

Louis Begley - Killer's Choice
miss_mesmerizedvor 4 Monaten

Jack Dana dachte nach den Ereignissen in der Vergangenheit nun endlich mit Heidi ein ruhiges Leben führen zu können, sein Erzfeind Abner Brown ist tot und stellt keine Bedrohung mehr da. Doch dann erhält er einen verstörenden Telefonanruf und muss live mit anhören, wie sein Freund Simon Lathrop und dessen Frau grausam gefoltert und ermordet werden. Kurz danach die zweite Nachricht auf seinem Laptop: offenbar ist Abner Brown zurück – doch das ist unmöglich! Brown ist tot wie man es nur sein kann, aber wer sonst wählt einen solchen Duktus und hegt einen unbändigen Groll und Rachegelüste gegen ihn? Dass es nicht nur bei verbalen Drohungen bleibt, muss Jack Dana bald erkennen und ebenso, dass auch seine Lebensgefährtin und deren Familie in größter Gefahr schweben. Das grausame Spiel ist eröffnet, die Frage ist nur, wer in diesem speziellen Pokerspiel – „Killer’s Choice“ in Anlehnung an die Variante „Dealer’s Choice“, bei der der Spieler am Zug die Regeln bestimmt - am Ende die besseren Karten hat.


Louis Begley’s dritter Roman um den ehemaligen US Marine und Autor Jack Dana knüpft nahtlos an die Vorgänger an. Wie gewohnt auch die kritischen Seitenhiebe auf das amerikanische Rechts- und Ordnungssystem und nun vor allem auch auf den aktuellen Präsidenten. Dem eigentlichen Protagonisten stehlen aber zwei anderen Figuren beinahe die Show: sein chinesischer Diener/Freund/Leibwächter Feng und die französische Bulldogge Satan, deren stoische Gelassenheit man so manchem Menschen wünschen würde.


Die Erzählstimme des Elitesoldaten ist Begley wieder sehr überzeugend gelungen. Schnörkellos und effizient erzählt Jack Dana von den Begebenheiten, selbst wenn er von Heidi spricht, bleibt er in recht neutralem Ton, obwohl er bereit ist, sein Leben für sie zu riskieren. Fraglos wirkt aber auch der Abschluss der Trilogie etwas aus der Zeit gefallen und folgt nicht den Regeln der heute gängigen Kriminalgeschichten. Es mag Begleys Alter (geboren 1933) geschuldet sein oder auch seiner späten Karriere als Autor, die erst in den 1990er begann, dass er mich weitaus mehr an einen Raymond Chandler oder einen Dashiell Hammett mit ihren hard-boiled Detektivromanen erinnert. Auch wenn im dritten Band moderne Technologie eine Rolle spielt, bleibt im Zentrum doch der weitgehend auf sich gestellte Ermittler, der dem organisierten Verbrechen und dem korrupten System, das sich bis ganz nach oben in der Politik zieht, weitgehend einsam gegenüberstehen sieht. Zynisch geworden ist auch Jack Dana, der einst dem Land bedingungslos diente, das er jetzt nicht mehr erkennt:


„Ich bin nicht in den Krieg gezogen, um Amerika wieder großartig zu machen – ich fand es großartig genug. Ich wollte, dass Amerika wieder anständig würde, wieder ein Land, das armen Schluckern eine faire Chance gibt und sich um die Schwachen und Bedürftigen kümmert.“ (S. 14)


„Killer’s Choice“ reicht nicht ganz an den großartigen ersten Teil heran, dafür ist mir das Auftauchen des aktuellen Gegners nicht überzeugend genug motiviert und die Handlung doch etwas zu schematisch und voraussehbar. Dafür liefert Begley einen Roman in guter amerikanischer Tradition, die er überzeugend ins neue Jahrtausend führte.

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Rezension zu "Mistlers Abschied" von Louis Begley

Ich bin leider sehr enttäuscht
LaMenschvor 3 Jahren


Thomas Mistler ist ein erfolgreicher Geschäftsmann mit Frau und Kind. Er erhält die Diagnose Leberkrebs und hat nicht mehr lange zu leben. Das Buch erzählt über sein Leben in den letzten Monaten.

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe freute ich mich auf eine emotionale Handlung. Ich musste leider sehr schnell feststellen, dass es Buch alles andere im Sinn hat, als meine Erwartungen zu erfüllen. Mir fehlte die Tiefe, die Emotion und der Schreibstil war leider ebenso kompliziert wie verwirrend. Es ist leider vor meinen Augen kein Film entstanden, welcher bei mir häufig entsteht, wenn ich ein Buch lese. Ich bin überhaupt nicht in die Handlung hinein gekommen, konnte am Ende auch keine Zusammenhang mehr zu Geschehnissen am Anfang knüpfen. Auch eine Message konnte ich in der Geschichte dieses Buches nicht findende, was mich sehr enttäuschte, denn bei Büchern finde ich es wichtig, dass eine Message klar zu erkennen ist, gerade bei einem eigentlich so emotionalen Thema. Auch mit den handelnden Personen konnte ich mich nicht identifizieren.

Wie man merkt, bin ich sehr enttäuscht von diesem Buch, es hat mir wirklich überhaupt nicht gefallen und deswegen gebe ich 1 von 5 Sternen.

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M

Rezension zu "Ein Leben für ein Leben" von Louis Begley

Rache
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Rache

„Du bist der nächste, Scheisskerl“.

Und das, wo sich Jack Dana doch weit, weit vom Ort des letzten, schrecklichen Geschehens abgewendet hat.

Er hat Rache genommen für die Ermordung seines Onkels. Er hat den Killer Slobo mit eigener Hand gerichtet. Er hat einen hohen Preis dafür bezahlt, denn die (damalige) Liebe seines Lebens (das konnte er so sagen, auch wenn erst vier Monate gemeinsamen Erlebens im Raum standen) hat ihn deswegen verlassen. Konnte ihn und das Blut an seinen Händen nicht mehr ertragen.

So sitzt Dana nun in Europa, in Italien, in Venedig und betätigt sich nicht körperlich, sondern geistig. Zumindest versucht er, Ideen für ein Buch zu sammeln.

Da trifft ihn unverhofft die Nachricht vom Tod seiner geliebten Kerry. Die einer Überdosis an Drogen zum Opfer gefallen sein soll. Die anscheinend eine sehr dunkle Seite in sich getragen hatte, die Dana während ihres Zusammenseins nicht wirklich gefühlt, kennengelernt hatte.

Wie wenn der Boden unter den Füßen weggezogen wird, taumelt Jack Dana durch Venedig, versucht, sich zu fassen. Und bekommt dann einen solch merkwürdigen Brief zugesteckt.

Wer droht ihm? Warum? Und, viel wichtiger, könnte das mit dem Tod Kerrys zusammenhängen? Könnte s gar sein, dass sich Abner Brown, jener Hintermann hinter der Ermordung seines Onkels, rächen will, rächen muss an Jack? Dafür, dass er Abners Pläne durchkreuzt, dass er seinen Handlanger Slobo aus dem Verkehr gezogen hat?

Aber wenn das so sein sollte, warum hatte sich der düstere Geschäftsmann so viel Zeit gelassen? Immerhin ist schon ein gutes Jahr vergangen seit den damaligen Ereignissen. Und steckte Aber Brown auch hinter diesen aktuellen Drohbriefen?

Eines wird Jack Dana klar. Zum einen war von jetzt an für ihn äußerste Vorsicht geboten und zum anderen würde er keine Ruhe finden und keine Ruhe geben, bis er die Hintergründe um den Tod Kerry´s aufgeklärt hatte und, falls sein Verdacht sich erhärten sollte, Abner Brown dafür zur Rechenschaft zu ziehen.

Blutig.

Und genau dabei kann der Leser diesem Jack Dana, Kriegsveteran, hartem Kerl und so gut wie unüberwindbarem Hindernis für das Böse nun folgen. Wobei Begley, wie auch im ersten Roman um Jack Dana, zwar mit Tempo erzählt und seine Hauptfigur so trocken-lakonisch anlegt, dass es beim Leser durchaus Freude bereitet, dennoch aber schon nach den ersten Seiten klar wird, dass Begley mit dem Stereotyp des “Superhelden“ a la James Bond doch zu sehr arbeitet, um echte Spannung und Brüche in den Ereignissen und Personen zu erzeugen.

Da ist jene Kerry mit ihren dunklen Seiten und ihrer gebrochenen Vergangenheit noch die interessanteste der auftretenden Personen.

Hinzu kommt, vom Stil her, dass Begley grundlegend wörtliche Rede, Dialoge nicht kennzeichnet, sondern ohne Anführungszeichen in den Fluss des Textes mit einlaufen lässt. Das erschwert das Lesen gerade im Blick auf die zu Anfang hohe Zahl an Dialogen und Gesprächen und hinterlässt einen ziemlich gleichförmigen Eindruck der Darstellung, die so manches zunächst überlesen lässt, was eigentlich wichtig für die gesamte Geschichte sein wird.

Dennoch, im Lauf der Zeit stellt sich durchaus Spannung ein, zieht Begley den Leser mit hinein in diesen unverstellten Blick seines Protagonisten auf die Welt derer, die hinter allen Kulissen immer und immer wieder die Fäden ziehen, die vor Brutalität, Mord und Intrigen nie zurückschrecken würden und denen nun ein Mann entgegentritt, der ähnlich skrupellos in der Wahl seiner Mittel das „Gute“, die „Liebe“ gegen das Dunkle mit aller Härte verteidigt.

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Zusätzliche Informationen

Louis Begley wurde am 06. Oktober 1933 in Polen geboren.

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