Louis Begley Schmidt

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Inhaltsangabe zu „Schmidt“ von Louis Begley

In diesem Roman erzählt Louis Begley die Geschichte einer Lebenskrise und deren Überwindung durch die Liebe. Sein Held ist der frühpensionierte, vor nicht langer Zeit noch hochangesehene New Yorker Anwalt Albert Schmidt, ein Don Juan mit rigiden Prinzipien, dem der Ruhestand allmählich zum Alptraum wird: Ein halbes Jahr nach dem Tod seiner Frau eröffnet ihm seine Tochter Charlotte, daß sie heiraten werde, und zwar ausgerechnet Jon Riker - den ehrgeizigen, habgierigen Anwalt und Kanzleikollegen Schmidts, dem er nicht zuletzt die Kürzung seiner Pension zu verdanken hat. Schmidt wendet sich gegen die Eheschließung und verstärkt damit nur die Geschwindigkeit, mit der sich seine Tochter von ihm entfernt. Charlotte fordert schließlich vorab ihr Erbteil. Schmidts Weg in die Einsamkeit und Verbitterung, auf den Louis Begley ihn in diesem von bezaubernder Leichtigkeit gekennzeichneten Buch begleitet, scheint unausweichlich vorbestimmt, gäbe es da nicht die junge puertoricanische Kellnerin Carrie, die ihn mit allen Sinnen liebt und sein Leben von Grund auf verändert. Nach Jahrzehnten des beruflichen Erfolgs - genauer, seitdem er im Ruhestand ist - beginnt die Welt des Albert Schmidt zusammenzubrechen. Vor allem seine Tochter Charlotte wendet sich von ihm ab, weil sie einen Mann heiraten will, der Teil ihrer eigenen Welt ist: hungrig nach Erfolg, dabei skrupellos und, vor allem, ein banaler Yuppie. Der Leser begreift mit Schmidt, daß das Auftauchen einer neuen Generation immer auch den Untergang einer alten, liebgewordenen Welt bedeutet. Doch Schmidt hat noch eine Hoffnung: die Liebe.

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    Schmidt

    Duffy

    18. July 2013 um 07:37

    Der pensionierte Anwalt muss gleich zwei Schicksalsschläge hinnehmen. Der Krebstod seiner Frau stürzt ihn in eine Krise und dann will seine Tochter einen Sozius aus seiner ehemaligen Kanzlei heiraten, den er zwar gefördert hat, aber eigentlich nicht leiden kann. So scheint er auch die letzte Person zu verlieren, die ihm nahe steht. Zudem gibt es schon im Vorfeld Auseinandersetzungen darüber, wie das Erbe verteilt werden soll, denn die Lebensplanung des Jungen Paars deckt sich nicht mit den Plänen von Schmidt. Seine Isolation nimmt zu, doch die puertoricanische Kellnerin Carrie, erst 20 Jahre alt, nimmt dem totalen Absturz den Wind aus den Segeln und gibt dem Leben von Schmidt noch einen Schub nach vorne. Begley beschreibt intensiv und ausführlich den Weg eines älteren, früher recht erfolgreichen Mannes in die Einsamkeit. Damit verbunden sind die Erkenntnisse, das sich die Werte im Laufe der Zeit verändert haben. Den Verlust derselben zu verarbeiten, scheint für die Hauptperson ein fast unüberwindbares Problem zu sein. Der philosophische Hintergrund, der hier ein starkes Fundament bildet, verursacht viel Verbitterung und so manches Mal wünscht man sich beim Lesen eine Verschnaufpause, damit es nicht allzu heftig in die Depression gleitet. Dadurch empfindet man auch Längen, die eigentlich im Kontext doch nicht vorhanden sind, ein fatales Gefühl beim Lesen. Noch einmal richtig Schwung nimmt das Buch auf, wenn Carrie ins Spiel kommt, ein Gegenentwurf zu Schmidt, in jeder Beziehung. Dann lässt Begley seine Figuren auch mal agieren und das ist dann sehr hilfreich und weiterführend, denn oft genug läuft der Roman auf therapeutische Aufarbeitung des Schmidt-Zustandes hinaus. Begley schreibt sehr gut, sehr intensiv, aber man muss die Ruhe und die Geduld mitbringen, um sich auf dieses Buch einzulassen.

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  • Rezension zu "Schmidt" von Louis Begley

    Schmidt

    Holden

    04. December 2010 um 18:31

    Hat mit der Verfilmung "About Schmidt" nicht viel zu tun, sehr ungewöhnlich, wie ein Unsympath als sympathisch dargestellt wird.

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