Louis Jensen 33 Cent - um ein Leben zu retten

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Inhaltsangabe zu „33 Cent - um ein Leben zu retten“ von Louis Jensen

Um ein afrikanisches Kind vor dem Verhungern zu retten, bedarf es am Tag nur 33 Cent. Diese Botschaft nimmt sich der namenlose, vierzehnjährige Protagonist zu Herzen und wird geradezu besessen von ihr. Er geht nicht mehr zur Schule, arbeitet, stiehlt, wird zum Hehler – alles für die hungernden Kinder in Afrika. Eine aufrüttelnde Geschichte über Mitgefühl und Gerechtigkeit.

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  • Tolle Geschichte, aber das Ende...!

    33 Cent - um ein Leben zu retten
    Primrose

    Primrose

    07. April 2013 um 21:13

    Man braucht nur 33 Cent, um einem Kind Essen für einen Tagen zu geben. Mehr nicht. Der Erzähler der Geschichte wird nachdenklich, als er von dieser Tatsache erfährt. Er möchte etwas verändern in der egoistischen Welt, er möchte Verantwortung übernehmen und er möchte helfen. Wenn der Hunger so leicht zu bekämpfen ist, warum tut es dann niemand? So beschließt der Erzähler, nur noch jeden zweiten Tag zur Schule zu gehen. An den Tagen, an denen er nicht lernt, geht er arbeiten und sammelt das verdiente Geld, um Essen für die Kinder in Afrika kaufen zu können. Doch er hat das Gefühl, nicht genug zu tun. So beschließt er, wie Robin Hood zu handeln. Er nimmt von den Reichen und gibt es den Armen. Der Erzähler muss zusehen, wie die Erwachsenen bei dem Thema Armut nur ein Achselzucken übrig haben und so greift er zu immer radikaleren Maßnahmen. Schließlich bricht er zusammen mit seiner Freundin Anne und einem gestohlenen Kühlwagen voller Lebensmittel in Richtung Afrika auf, um den dortigen Kindern zu helfen. Die Geschichte ist interessant und ganz anders. Anders als andere Romane. Das liegt zum einem am Thema und zum anderen an dem Schreibstil des Autors. Der Roman handelt von einem nachdenklichen Jungen, der für Gerechtigkeit auf der Welt kämpft. Ich finde es mutig, dass die Hauptfigur mit solcher Willensstärk an das Thema herangeht, Berechnungen anstellt und sich fragt, wie viele Leben man mit einem bestimmten Betrag retten kann. Wofür soll man eine bestimmte Geldsumme ausgeben? Man kann mit dem Geld ein Kind vor dem Verhungern bewahren. Oder aber ein Schnitzel mehr essen. Warum muss die Familie des Erzählers bloß so viel essen? Weniger Fleisch tut es doch auch. Die Geschichte hat mich nachdenklich gestimmt und mich zutiefst beeindruckt. Ein kleiner Junge mit einem großen Herzen. Jemand, der die Welt retten will und eine ganze Welt, die sich gegen ihn stellt. Wenn alle eine kleine Summe Geld spenden, kommt eine große Summe dabei heraus. So denkt der Erzähler. Wie wahr! Die Botschaft der Geschichte sollte jeder Leser sich zu Herzen nehmen. Das Hörbuch besteht aus zwei CDs. Die Lesung mit Dominik Freiberger ist angenehm zu hören. Er hat eine schöne Stimme. Zwar ist er natürlich älter als die Hauptfigur von „33 Cent, um ein Leben zu retten“, aber dennoch habe ich beim Hören das Gefühl, als würde der kleine Junge die Geschichte erzählen. Zudem gefällt mir die Musik auf dem Hörbuch richtig gut. Das ist das Tolle an den Hörbüchern/-spielen von IGEL RECORDS. Es wird nicht nur gesprochen und gelesen, sondern man bekommt auch noch ein wenig Musik zu hören, sodass der Hörer vollends sich von der Geschichte treiben lassen kann. Der Schreibstil des Autors Louis Jensen ist ungewöhnlich. Er schreibt auch der Sicht des Jungen, der oft nur einzelne Wörter in den Raum wirft. Wenn man ihn nach den Gründen für sein Handeln fragt, sagt er oft nur „Robin Hood“. Zudem wiederholt er viele Dinge, so erwähnt er immer wieder, dass er Anne liebt. Seine abgehackte Sprache und die vielen Wiederholungen fangen nach einer gewissen Zeit an zu nerven. Vielleicht wollte der Autor mit den abgehackten Sätzen des Jungen und den vielen Wiederholungen dem Erzähler einen persönlichen Stil geben, aber auf mich wirkt dieser Stil eher nervig. Ich kann den Erzähler gut nachvollziehen. Sein dringender Wunsch, den Kindern zu helfen, seine Enttäuschung über die Ignoranz der Erwachsenen und seine Willensstärke werden in der Geschichte deutlich zum Ausdruck gebracht. Von den anderen Figuren erfährt man nicht viel. Die Geschichte wird am Anfang in die Länge gezogen und hört am Ende ganz abrupt auf. Das Ende ist dramatisch, konnte mich aber leider nicht zufriedenstellen. Ich habe darüber nachgedacht, was der Autor uns mit so einem Ende mitteilen möchte, ob es eine versteckte Botschaft gibt, konnte aber leider keine Botschaft erkennen, die auf mich Sinn gemacht hätte. Schade. Ich finde, dass das Ende die gesamte Geschichte runterzieht. „33 Cent, um ein Leben zu retten“ ist eine tolle Geschichte mit einem grausigen Ende. Eindrucksvoll gelesen von Dominik Freiberger, regt der Inhalt zum Nachdenken an. Für alle Weltverbesserer und solche, die es werden wollen, zu empfehlen.

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