Louis Sachar König, Dame, Joker

(19)

Lovelybooks Bewertung

  • 18 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(5)
(9)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „König, Dame, Joker“ von Louis Sachar

Altons Großonkel Lester ist alt, blind, sehr krank - und sehr reich. Deshalb kann Alton sich nicht weigern, als Onkel Lester seinen Eltern erzählt, dass er jemanden sucht, der ihn in seinen Bridge-Club begleitet. Das Einzige, was Alton über Bridge weiß, ist, dass es ein langweiliges Spiel für alte Damen ist. Doch sehr bald stellt Alton fest, dass die Karten ganz anders verteilt sind, als es auf den ersten Blick schien: 1. ist Onkel Lester zwar zynisch und verbittert, aber das könnte auch an seiner geheimnisvollen Vergangenheit liegen. 2. scheint Bridge doch kein so langweiliges Spiel zu sein, sondern ein sehr faszinierender Sport. 3. ist Onkel Lesters Bridgepartnerin Toni gar nicht so gemeingefährlich, wie Altons Mutter behauptet, sondern ziemlich hübsch und ziemlich nett. Drei Voraussetzungen für ein aufsehenerregendes Turnier und für Sommerferien, die Altons Leben entscheidend verändern werden ...

Zu viel Bridge-Kram. Dafür liebenswerte Charaktere und ein Hauch von Philosophie!

— loveisfriendship
loveisfriendship

"Bridge ist doch total lahm!"...habe ich zumindest vor dem Lesen gedacht, doch der Roman zündet eine echt merkwürdige Unterhaltungsrakete...

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Schönes, angenehmes, realistisches (nicht deprimierendes!!) Buch mit erfüllten Kriterien, ein gutes Buch zu sein :-).

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Jugendbücher

Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel

Endlich Nachschub von Percy & Co!! Wie von Rick Riordan zu erwarten: Lustig, spannend und fantastisch bis zur letzten Seite!!

Yuria

Angst sollt ihr haben

Hochaktuell: rechter Hass und Radikalisierung!

AmyJBrown

Die Perfekten

Also ich fasse nochmal kurz zusammen, ein sehr gutes Buch was mich unterhalten konnte, mich jedoch gleichzeitig an ein paar andere Dystopien

Soley-Laley

Moon Chosen

Leider eine Enttäuschung.

charlie_books

The Promise - Der goldene Hof

Wirklich tolles & interessantes Buch, dass einen unvorhersehbaren Handlungsverlauf beinhaltet, aber trotzdem nicht perfekt ist!

cityofbooks

Kieselsommer

Ein tolles Sommerbuch mit einer sommerlichen Atmosphäre

rosazeilen

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Welche Bücher soll ich mir kaufen? Brauche Buchtipps!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo, ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese. Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!) Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben. Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben. Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen. Dankeschön! Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:

    Mehr
    • 113
  • Rezension "König Dame Joker" von Louis Sachar

    König, Dame, Joker
    Clairchendelune

    Clairchendelune

    14. May 2013 um 16:30

    Inhalt Die Sommerferien haben begonnen und für Alton scheinen sie nicht gerade zum Vergnügen zu werden, denn seine Eltern zwingen ihn, Zeit mit seinem blinden, sehr alten und genauso schwerreichen Großonkel zu verbringen. Das heißt, ihn dreimal die Woche in seinen Bridge-Club zu fahren und ihm die Karten zu legen. Das einzige, was Alton über Bridge weiß, ist, dass es ein Kartenspiel ist, das (seiner Meinung nach) vorzugsweise von alten Damen mit kleinen Hüten auf dem Kopf gespielt wird, doch erst im Laufe der Zeit merkt er, dass dieser Sommer der Sommer seines Lebens wird. Meinung Ich habe diesen Roman schon viele Male gelesen und bin nach jedem Mal verzaubert, gerührt und überwältigt gewesen. Beim allerersten Lesen war ich natürlich ein bisschen skeptisch, denn mal im Ernst: Warum sollte man ein Buch über ein Kartenspiel lesen, das man selber nicht spielt bzw. von dem vielleicht mal nur so nebenbei etwas gehört hat. Aber meine Offenheit wurde mehr als belohnt! Wie ich jetzt schon mehrmals in meiner Einleitung erwähnt habe, ist schon die Idee total interessant, etwas Neues und unverbraucht. Ich hatte noch nie ein Buch über Bridge gelesen, hatte sowieso vorher nicht viel von Bridge gehört, und so war die Geschichte Neuland für mich. Doch Louis Sachar vermag es auch unerfahrene Bridge-Menschen auf dieses ungewohnte Terrain zu führen, indem er sich zum Beispiel ein "Geheimzeichen" einfallen lässt, das anzeigt, dass er gleich ein paar Bridge-Regeln erläutern wird und das dem Leser symbolisiert: "Nicht für die Geschichte wichtig, kann man überblättern.". Auch der Prolog ist sehr unterhaltsam zu lesen, da er noch einmal auf die Kartenspiel-Thematik hinweist. (Außerdem ist es am Ende nicht nur das Kartenspiel, um das es letztendlich geht, lasst euch überraschen!) Überhaupt ist Sachars Schreibstil sehr angenehm zu lesen, man kann das Buch gut in ein paar Stunden auslesen. Er schreibt unbeschwert, witzig, aber nicht niveaulos und vermag genau den Ton der Jugend zu treffen, sodass Dialoge zwischen Alton und seinem besten Freund so gut wie nie unecht wirken. Doch was wäre eine tolle Idee, eine gute Handlung, ein genialer Schreibstil ohne klasse ausgearbeitete Charaktere. Alton, der Protagonist ist ein bisschen schräg, aber auch ein sehr sympathischer Typ und meistens ohne es zu wissen lustig. Er leidet immer noch daran, dass seine Freundin wegen seines besten Freundes Cliff mit ihm Schluss gemacht hat und hatte seitdem keine neue Freundin mehr und ist auch nicht mehr so eng mit Cliff befreundet. Alles in allem mochte ich ihn als Hauptcharakter sehr gerne, obwohl er manchmal wirklich arg auf dem Schlauch steht. Die Nebencharaktere mochte ich da fast noch lieber, ausgenommen von Cliff, wer seinem Kumpel die Freundin ausspannt, der ist unten durch. Da ist auf jeden Fall Lester Trapp, der von Altons Vater gerne mit den Worten "Herz, so kalt und hart wie Ziegelsteine" beschrieben wird und auf den ersten Blick vielleicht nicht der angenehmste Zeitgenosse ist. Aber im Laufe der Geschichte erfährt der Leser warum er so geworden ist und es gibt auch einige Momente, bei denen er durchaus Witze machen kann. Nichts geht ihm eben über sein Bridge. Mächtig aufgeregt habe ich mich über Altons Eltern, die einfach auf so eine unverschämte Art und Weise...ähm ja..unverschämt sind, dass man nur noch über sie lachen kann. Die beiden sind nämlich einzig und allein auf das Vermögen Lesters aus und erwarten deshalb, dass Alton ihm beim Kartenlegen behilflich ist, damit der reiche Großonkel sie großzügig in seinem Testament aufnimmt. Da ich mir aber gut vorstellen kann, dass es solche Leute wirklich gibt, kann man Louis Sachar da keine Übertreibung ankreiden, sondern nur hoffen, dass einem solche Verwandten später nicht passieren! Altons letztes Familienmitglied, seine Schwester, ist dagegen wirklich süß, sie hilft ihm zum Beispiel Bridge-Regeln zu üben und noch viele andere Nebencharaktere, wie die ganzen anderen Bridge-Spieler, die Alton kennenlernt, sind toll getroffen und man schließt sie sofort ins Herz. Das Ende ist dann der Teil, bei dem es rührend wird und bei dem, mir zumindest, immer wieder Tränen in die Augen schießen. Hier baut der Autor dann noch eine klitzekleine Prise Fantasie ein, aber ob man als Leser das letztendlich als Fantasie, oder einfach als logische Schlussfolgerung der Umstände akzeptiert, kann man frei entscheiden, denn ich rede wirklich von einer MINI-klitzekleinen Prise. Fazit "König Dame Joker" ist ein Buch wie kein Anderes. Es ist skurill, aufgrund der einzigartigen Thematik, es ist lustig, aufgrund der sympathischen Charaktere und es hat die perfekte Mischung zwischen der Leichtigkeit eines sommerlichen Jugendromans und der zarten Bitterkeit einer traurigen Familiengeschichte. Ich lege euch allen ans Herz: Lest dieses Buch, denn es lohnt sich wirklich! 5 von 5 Sternen und ein Top noch dazu!

    Mehr
  • Rezension zu "König, Dame, Joker" von Louis Sachar

    König, Dame, Joker
    LaLecture

    LaLecture

    01. August 2012 um 09:24

    Ein Jugendbuch über ein Kartenspiel? Kombiniert mit den Geschichten einer tragischen und einer aufkeimenden Liebe? - Ja, auch das gibt es! Altons Sommerferien versprechen nichts besonders aufregend zu werden, bis sein alter, kranker und vor allem steinreicher Erbonkel Lester ihn bittet, ihn vier Mal die Woche zum Bridge zu begleiten. "Bridge? Ist das nicht ein Kartenspiel, was nur alte Leute spielen?", denkt Alton zunächst, doch schon bald findet er heraus, dass Bridge aufregender als Football sein kann, wenn man die richtigen Mitspieler hat und außerdem noch das ein oder andere, sorgsam verschwiegene Detail aus dem Leben seines Onkels erfährt... Wie ihr euch vielleicht denken könnt, war mein erster Gedanke, als ich dieses Buch zur Hand nahm: Ein Buch über Bridge? Na super! Wie ich schnell herausgefunden habe, ist Bridge nämlich noch komplizierter als Doppelkopf (wenn es auch Parallelen gibt) und schon diese Regeln habe ich schnell wieder vergessen. Und in König, Dame, Joker wird man geradezu bombadiert mit Bridge-Begriffen (An diesem Punkt ein Kompliment an den Übersetzer, das war sicher nicht leicht!). Deshalb hat Alton eine süße Idee. Er verabredet mit dem Leser ein Zeichen, dass er immer dann ins Buch setzt, wenn er vorhat, eine etwas längere Passage über die Bridge-Regeln zu schreiben. Wenn einen das nicht interessiert, kann man die Seiten überspringen und die Kurzversion am Ende lesen. Totzdem gibt es natürlich immer noch lange Passagen, in denen Alton z.B. ein Spiel beschreibt und die mitunter ermüdend sein können. Trotz allem, ist das Buch sehr kurzweilig und ich habe es an zwei Abenden durchgelesen. Das ist wohl dem angenehmen Stil des Autors zuzuschreiben und natürlich den Geschichten, die er zwischendurch noch einflechtet. Alton verliebt sich in Toni (deren Job als Lesters Kartenleger er übernommen hat), doch die scheint sich mehr für seinen besten Freund Cliff zu interessieren, der ihm ja schon seine letzte Freundin genommen hat. Außerdem entdeckt er mysteriöse Verbindungen zwischen Lester und Tonis früh verstorbener Großmutter Annebel. Die Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen. Altons Eltern sind überaus unsympathisch und wollen die ganze Zeit nur, dass er sich bei seinem Onkel einschleimt, damit sie später im Testament berücksichtigt werden. Alton ist da ganz anders, denn er beginnt seinen ruppigen und nach außen hin abweisenden Onkel wirklich gern zu haben. Er ist außerdem sehr schüchtern und lässt sich zu viel gefallen. Trotzdem gehört er nicht zu den Personen, die ich während des Lesens die ganze Zeit innerlich anschreie, weil sie mir so doof vorkommen. Auch Onkel Lester hat mir gut gefallen, vor allem da man am Ende rausgefunden hat, wieso er sich immer so abweisend benimmt. Und Altons Vorliebe für Toni konnte ich ebenfalls nachvollziehen. Das Buch ist nicht besonders kitschig oder überhaupt emotional, was vermutlich daran liegt, dass die ständig eingestreuten, kühlen Bridge-Regeln jeglichen KItsch im Keim ersticken. Nach dem Ende der eigentlichen Geschichte wird nicht groß ein ohnehin unrealistisches Happy End beschrieben, sondern Alton erzählt nur kurz in einem Kapitel, wie es in seinem Leben jetzt weitergeht. Ein, wie ich finde, sehr gelungenes Ende. Fazit: Trotz der vielen Beschreibungen dieses scheinbar nicht sehr leichten Kartenspiels ist König, Dame, Joker ein gut unterhaltender, schön geschriebener Roman über Liebe, Freundschaft und Familienzusammenhalt, der durch die realistischen Protagonisten und den angenhemen Schreibstil punkten kann. Ich vergebe 4 Sterne, da die vielen Bridge-Beschreibungen den ein oder anderen wohl von der Lektüre ablenken würden. Mich haben sie nicht gestört.

    Mehr
  • Rezension zu "König, Dame, Joker" von Louis Sachar

    König, Dame, Joker
    Dubhe

    Dubhe

    31. December 2011 um 14:21

    Da die Inhaltsangabe ziemlich genau ist und ich nichts weiteres dazufügen möchte, werde ich dieses Mal die Inhaltsangabe auslassen. . Ein recht gutes Buch. Stil und Sprache sind recht gut, außerdem kann man sich in Alton sehr gut hineinversetzen. Dass man einen reichen Erbonkal hat ist eigentlich sehr unwahrscheinlich, aber doch relistisch, genauso wie das ganze Buch eigentlich. Dieses Buch zählt sicher nicht zu meinen Lieblingsbüchern, doch es ist durchaus zum Weiterempfehlen. Ein nettes Buch für zwischendurch.

    Mehr
  • Rezension zu "König, Dame, Joker" von Louis Sachar

    König, Dame, Joker
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    16. November 2011 um 07:22

    KLAPPENTEXT: Altons Großonkel Lester ist alt, blind, sehr krank – und sehr reich. Deshalb hat Alton keine Chance sich zu weigern, als Onkel Lester seinen Eltern erzählt, dass er jemanden sucht, der ihn viermal die Woche in seinen Bridge Club begleitet. Das Einzige, was Alton über Bridge weiß, ist, dass es ein langweiliges Spiel für alte Damen ist. Das reicht ihm eigentlich auch. Doch sehr bald stellt Alton fest, dass die Karten ganz anders verteilt sind, als es auf den ersten Blick schien: 1. ist Onkel Lester zwar zynisch und verbittert, aber das könnte auch an seiner geheimnisvollen Vergangenheit liegen. 2. Scheint Bridge doch kein langweiliges Spiel zu sein, sondern ein sehr faszinierender Sport. 3. Ist Onkel Lesters Bridgepartnerin Toni gar nicht so gemeingefährlich, wie Altons Mutter behauptet, sondern ziemlich hübsch und ziemlich nett. Drei Voraussetzungen für ein aufsehenerregendes Turnier und für Sommerferien, die Altons Leben entscheidend verändern werden... ZUM AUTOR: Louis Sachar wurde 1954 in East Meadow, New York, geboren. Die Idee zu „König, Dame, Joker“ liegt auf der Hand, denn Sachar ist nicht nur Schriftsteller und ehemaliger Anwalt, sondern auch leidenschaftlicher Bridgespieler. Er hat bereits mehrere Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Für sein Werk „Löcher (engl. „Holes“) bekam er mehrere Preise, wie z.B. den National Book Award. EIGENE MEINUNG: „König, Dame, Joker“ ist ein sehr schönes Buch, das einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Zu verdanken ist das dem Autor Louis Sachar. „Natürlich ist das dem Autor zu verdanken“, könnte man nun denken. Der entwickelt ja die Geschichte, erweckt die Figuren zum Leben und saugt sich die entsprechenden Worte aus den Fingern. Das stimmt so natürlich auch, aber dennoch gibt es diesbezüglich einige Unterschiede. Louis Sachar verfügt über eine wundervolle Schreibe, mit der er versteht, seine Leser in einen Bann zu ziehen, der auch dann nicht seine Wirkung verfehlt, wenn die Geschichte gerade mal nicht so spannend ist. Warum das so ist, kann ich gar nicht genau definieren. Ich kann nur sagen: Seine Schreibe hat mich sehr begeistert!! Seine Figuren hat er mit so viel Liebe entwickelt, dass man sie einfach nur mögen muss, egal wie schrullig und abgefahren sie auch sein mögen. Bis ins kleinste Detail hat er ihnen Charakterzüge angeschrieben, die sie zu Menschen machen, die etwas anders sind, als Andere. Das macht sie allerdings besonders liebenswert und so authentisch, dass ich an den Stellen der Geschichte, an denen sie sich gefreut haben mit ihnen lachen und an den Passagen, an denen sie traurig waren mit ihnen weinen musste. Und genau das ist einer der Punkte, die ein gutes Buch ausmachen. Ich kann gar nicht genau sagen, wen ich am meisten mochte. Vielleicht Onkel Lester, der ein genialer Kartenspieler ist und manch einen mit seiner Art verschreckt, denn er ist streng und hat so seine eigenen Vorstellungen, welche Eigenschaften und Hobbys ein Mensch haben sollte (er erinnert mich immer an den alten Reitlehrer meines Vaters, der bei der Kavallerie war, wo man noch lernte, was Ordnung und Disziplin sind). Dennoch ist er auf seine etwas schrullige Art und Weise ein Großonkel, den man gern mag. Protagonist Alton war für mich mit seiner ruhigen Art eher ein kleiner Mitläufer. Er ist halt der Erzähler und überraschte mich manchmal mit seinem Auftauchen in der Geschichte. Ganz groß herausgestochen ist Toni Castaneda, die ich sofort in mein Herz schloss und für immer dort behalten werde, auch, wenn sie etwas aufmüpfig ist und mit ihrer verstorbenen Großmutter kommuniziert... Aber auch den Nebenfiguren hat Sachar ganz liebevoll eigene Charakterzüge aufgeschrieben und so sehe ich die gutmütige und etwas großmütterliche Gloria noch am Bridgetisch sitzen und Teodoras exotischen Akzent nachahmen... Einziger Minuspunkt: Es wurde mir etwas viel über Bridge geredet. Natürlich ist das einer der wichtigsten Punkte im ganzen Buch, aber da ich so überhaupt keinen Bezug zu Gesellschafts- oder Kartenspielen habe, war es für mich auch nicht so ganz leicht den Ausführungen über Bridge zu folgen. Wobei ich gestehen muss, dass es mir ein bisschen in den Fingern gekribbelt hat, nun auch Bridge Karten in die Hand zu nehmen... FAZIT: Mit „König, Dame, Joker“ ist Louis Sachar ein sehr lesenswertes Jugendbuch gelungen, das mich mit schrulligen und liebenswerten Charakteren und einer äußerst wundervollen Schreibe dazu auffordert mehr von Louis Sachar aufzusaugen.

    Mehr
  • Rezension zu "König, Dame, Joker" von Louis Sachar

    König, Dame, Joker
    Lesemomente

    Lesemomente

    06. October 2011 um 12:19

    „Mein Verleger, mein Lektor, meine Frau und mein Agent, alle sagen, ich sei verrückt. „Kein Mensch will ein Buch über Bridge lesen!“, haben sie mir mehr als einmal vorgehalten. Trotzdem, ich liebe dieses Spiel nun mal …“ (Aus dem Vorwort des Autors) Kann ein Buch spannend sein, das als Haupthandlung vor allem Bridgespiele hat? Kann die seitenlange Beschreibung eines einzigen Bridgespiels unterhalten? Die Antwort lautet ganz klar: "Ja!" Ich selber spiele für mein Leben gerne Karten und möchte, nachdem ich das Buch gelesen habe, unbedingt Bridge lernen. Wobei ich das Gefühl habe, ich kann es sogar schon ein bisschen. Denn im Laufe der Geschichte wird dieses Spiel auch Stück für Stück erklärt. Für diejenigen, denen sich jetzt die Nackenhaare aufstellen: Keine Sorge! Die Abschnitte, die sich mit den Brideregeln beschäftigen, sind deutlich gekennzeichnet, so dass man sie überspringen kann. Aber natürlich ist Bridge nicht das alleinige Thema der Geschichte: Es geht um die vielleicht skandalöse Vergangenheit von Onkel Lester. Es geht um die ersten Verliebtheiten im Teenager-Alter. Und es geht um die ganz große Liebe. Die Geschichte wird aus Altons Sicht erzählt. Und er beschreibt die Handlung so, wie es ein siebzehnjähriger Junge vielleicht tatsächlich tun würde. Anfangs verrennt er sich noch ein bisschen und verliert den Faden, doch im Verlauf der Geschichte wird er immer sicherer und spickt die Erzählung mit amüsanten Kommentaren, die oft auf ihn selbst abzielen. Denn Alton ist absolut selbstkritisch und erkennt, wann er sich vielleicht etwas doof angestellt hat. Und nicht nur das macht ihn zu einem äußerst sympathischen Ich-Erzähler. Doch auch die Nebencharaktere sind allesamt überzeugend ausgearbeitet. Manche wie vor allem Altons kleine Schwester habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Andere wiederum mochte ich überhaupt nicht und hätte Alton gerne vom Umgang mit ihnen abgeraten. Sachar kann in allen Belangen so schreiben, dass er den Leser ganz in seinen Bann zieht. Man hat wirklich das Gefühl mittendrin und dabei zu sein. *Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite unheimlich gerne gelesen, obwohl die Handlung zum Ende hin etwas unrealistisch wird. Ein Buch, das mich durch und durch unterhalten, mich zum Lachen gebracht und mich gerührt hat. Ich vergebe gute 4 von 5 Sternen und freue mich auf das nächste Buch dieses Autors, das schon bei mir im Regal steht.*

    Mehr
  • Rezension zu "König, Dame, Joker" von Louis Sachar

    König, Dame, Joker
    Träumerin

    Träumerin

    13. September 2011 um 12:06

    Alton ist ein ganz normaler Jugendlicher. Doch eines Tages muss er seinen blinden Großonkel Lester zum Bridge fahren und dort für ihn als Kartengeber fungieren, einzige Bedingung: er darf niemals fragen, ob Lester sich mit seinem Bridgezug sicher ist. Alton tut, wie ihm gesagt wird und fängt an, sich für das Spiel zu interessieren. Doch weder Lester noch seinen habgierigen Eltern erzählt er von seinem heimlichen Üben. Als dann auch noch seine Vorgängerin im Karten legen auftaucht, ist es an Alton sich zu ändern. Lässt er wieder seinen angeblich besten Freund die Oberhand gewinnen oder steht er nun endlich selbst für sich ein. Und was geschieht mit Lester? Louis Sachar beschreibt authentisch und amüsant die Welt des Bridge und des Erwachsen werdens. Seinen Alton kann ich mir sehr gut in der heutigen Zeit vorstellen auch alle Bridge Gegner. Sehr interessant sind auch die Erklärungen, die man wahlweise überspringen kann und die dazu dienen das Bridgespiel zu erläutern. Ein Roman der nicht hundertprozentig in der Realität spielt, aber gerade deswegen so viel Spaß macht.

    Mehr
  • Rezension zu "König, Dame, Joker" von Louis Sachar

    König, Dame, Joker
    Buchhandlung_Schmitz_Junior

    Buchhandlung_Schmitz_Junior

    26. August 2011 um 23:22

    Seit ich ein kleiner Junge war, wurde mir eingetrichtert, dass mein Onkel Lester mein Lieblingsonkel sei. Meine Mutter hielt mir das Telefon hin und sagte: »Onkel Lester möchte mit dir reden.« Dabei war ihre Stimme so voller falscher Begeisterung, als wollte sie mir weismachen, Dosenerbensen wären das Köstlichste auf der Welt. »Sag ihm, dass du ihn lieb hast.« »Ich hab dich lieb, Onkel Lester«, sagte ich. »Sag ihm, er ist dein Lieblingsonkel.« »Du bist mein Lieblingsonkel.«… Altons »Lieblings«-Onkel Lester ist fast blind, schon alt und dazu auch noch ziemlich reich und krank. Als Lester jemanden sucht, der ihn bei seinen Bridge-Spielen begleitet, liegt es für Altons Eltern nahe, dass ihr Sohn dafür bestens geeignet ist. Alton hat von Bridge natürlich überhaupt keine Ahnung, hält es für die langweiligste Sache der Welt, fügt sich aber dem elterlichen Willen – denn schließlich wollen seine Eltern den Onkel möglichst bald beerben! Aber alle Vorurteile die Alton gegen Bridge und seinen Onkel hatte, muss er überdenken. Zum einen ist der Onkel ziemlich clever und verfügt durchaus über einen leicht bärbeißigen Charme, zum anderen ist Bridge viel spannender als er vermutet hatte. Tja, und dann ist da auch noch Toni, Lesters frühere Bridgepartnerin. Sehr eigenwillig, aber auch sehr hübsch und extrem nett… Und so gestalten sich die vermeintlich langweiligen Sommerferien für Alton als eine richtig aufregende Zeit, in der er in die Rolle seine Onkels schlüpft, ein altes Familiengeheimnis lüftet und seinen ersten kosmischen Kuss erlebt… Seit »Löcher« ist Louis Sachar für mich der Meister der schrägen Szenarien, skurrilen Gestalten und des klugen Humors. Zwar waren sein Verleger, sein Lektor und seine Frau der Meinung, dass kein Mensch ein Buch über Bridge lesen möchte, aber auch die können irren. Zum einen MUSS man die Regeln, dank eines Kunstgriffes von Sachar, nicht lesen, zum anderen würde man einen ganz wunderbaren, temporeichen Roman verpassen, wenn man der gleichen Meinung wäre. Also: Absolute Leseempfehlung! Ab 14 (Sandra Rudel)

    Mehr
  • Rezension zu "König, Dame, Joker" von Louis Sachar

    König, Dame, Joker
    Kaddi

    Kaddi

    11. August 2011 um 13:21

    Der Autor warnt schon zu Anfang, dass dieses Buch nicht für jedermann interessant sein wird. Da er sich in diesem Buch um das Thema Bridge auslässt und zwar sehr ausführlich. Obwohl ich von Bridge überhaupt keine Ahnung habe und auch generell wenig Kartenspiele kenne und spiele, wollte ich es trotzdem einmal versuchen. Und ich kann nur soviel sagen, enttäuscht wurde ich nicht und gelangweilt habe ich mich auch nicht. Denn der Autor schafft die Gradwanderung zwischen Roman und Ratgeber. Für all jene die kein Interesse an den unzählichen Regeln haben, hat der Autor ein Wal-Symbol eingeführt, welches bedeutet, das man den nächsten Abschnitt getrost überspringen kann um dann die Kurzfassung im Kästchen im Anschluss durchzulesen. Gut gelöst und nett zu lesen.

    Mehr