Louis de Bernières Traum aus Stein und Federn

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Inhaltsangabe zu „Traum aus Stein und Federn“ von Louis de Bernières

In einem atemberaubenden epischen Roman macht Louis de Bernières eine vergessene Stadt im Südwesten Anatoliens zur Mitte der Welt. Mit schillernden Farben erschafft er einen Kosmos, in dem vor 100 Jahren Türken und Griechen, Christen und Muslime in Frieden nebeneinander lebten. Louis de Bernières lässt Iskander den Töpfer auftreten, dessen skurrilen Sprichworte als weise gelten, Georgio den Händler, der sein Glück sucht und einen Brunnen stiftet, Rustem Bey, der osmanische Landbesitzer, der eine Frau verliert und in Istanbul eine Mätresse findet, und schließlich die schöne Philotei, an deren Liebe zu Ibrahim sich die Stadt entzweit. An ihrer Leidenschaft zerreißt das fragile Gewebe aus gemeinsamer Not und karger Freundschaft, aus kleinen Betrügereien und großen Heldentaten. Hatte man bis vor kurzem noch Türkisch mit griechischen Buchstaben notiert, stirbt die Toleranz über Nacht und werden Nachbarn zu Mördern, bis im Untergang des Osmanischen Reiches ganze Völker ihr Land verlieren. Die Stadt wird zerstört und schließlich leben nur noch Eidechsen in den Ruinen. »Ein überwältigender, poetischer Roman über die wichtigen Dinge des Lebens: Liebe, Tod, Ehre, Scheitern und Schuld. Großartig geschrieben, in jeder Hinsicht hervorragend.« New York Times

Trotz brillianter Schreibe habe ich abgebrochen. Einfach zu unspannend für mich.

— EFST79

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  • Frage zu "Das Geisterhaus" von Isabel Allende

    Das Geisterhaus

    Maria

    Ich fahre in den Urlaub und brauche luftig leichte Sommerlektüre, also so etwas, was man auch am Strand lesen kann. Gerne richtig dick, Schmöcker halt, so in die Richtung das Geisterhaus. Habt ihr Tipps für mich? Viele Grüße Maria

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  • Rezension zu "Traum aus Stein und Federn" von Louis de Bernières

    Traum aus Stein und Federn

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. May 2010 um 11:26

    Seite 644: "Die liebliche Philotei, die fürchten musste, dass sie Ibrahim nie wieder sah, war von ihrem Elternhaus hinauf zu den alten Gräbern gelaufen, dort wo der Hund lebte, und suchte nach ihrem Verlobten. Er war ja noch immer ihr Verlobter, weil sie nie die Chance gehabt hatten zu heiraten, und nie geheiratet hatten sie, weil Ibrahim fort zum Militär musste, und dann war er fast acht Jahre im Krieg gewesen, zuerst gegen die Franken, dann gegen die Griechen. Er und Philotei hatten nie heiraten können, aber verlobt waren sie nach wie vor. " [Zitat Ende] Das Lexikon dezenteren Wissens bezeichnet sollch ein Verhalten als zwanghaft repetitiv, immer und immer wieder bekommt man in diesem Buch die selben abgelutschten Phrasen vorgesetzt. Man darf mich nicht falsch verstehen. Louis de Bernières ist ein wundervoller Erzähler. Er weiss wie man die Worte richtig setzt und auch seine Regergen sind verblüffend umfangreich, bis hin zur Akribie. Was der Mann aber nicht kann ist mit seinen Figuren umgehen. Es ist ein Jammer mitansehen zu müssen wie er zwar immer wieder schöne Geschichten zusammenbaut aber jene ohne Seele und Leben sind. Ihnen fehlen jegliche Dramatik oder auch Moral. Leere, abgestreifte Worthülsen die überall in diesem Buch herumliegen und die er einfach nicht zu einem ganzen verbinden kann. Das Buch hat keine Struktur. Ständig springt man zwischen dem Hier und Jetzt, zwischen den Ereignissen Jahre nach dem Krieg und zwischen der Biografie von Mustafa Kemal. All diese Ebenen sind nicht miteinander verbunden und interagieren auch nicht miteinander womit eigentlich auch keine Zeitlinie, einen historisch roten Faden gibt. Kemals Biografie ist so scharf und stümperhaft in dieses Buch gepresst das man immer an ein Sachbuch als an einen Roman denken muss. Jene Kapitel kann man aber auch getrost überspringen und statt dessen den ausführlichen Wikipedia Artikel dazu lesen was einem sehhhr viel Zeit spart. Und wenn man schon mal dabei ist kann man auch die ersten 150 Seiten getroßt überblättern weil alle Charaktere noch einmal! eingeführt und vorgestellt werden. Auch die Konzeption als Kurzgeschichtenband, mit verschiedenen Erzählern und Blickwinkeln, erweisst sich als ordentlicher Fehlgriff. Die Kurzgeschichten triefen vor Gutmenschlichkeit und kitschigen Klischees und ergeben meist keinen wirklichen Sinn. Fügen dem Buch als sollches keine dramatische Komponennte dazu wesswegen ich begonnen habe sie vielleicht als Parabel oder Märchen zu sehen. Natürlich hat auch das nicht funktioniert weil es keine Moral, keine Lehren am Ende der Geschichten gegeben hat. Den Todesstoß versetzt der Autor dem Buch mit seiner dogmatischen Hörigkeit dem Handbuch für Creative Writing. Einfach nur grausam wie er seine Wortschwälle über den Leser ergiesst der jedoch schon einen ganzen Absatz weiter ist in der Hoffnung das hier nun die Erzählung weitergeht. Meist hat der Leser kein Glück und muss sich durch die halbe Lebensgeschichte eines Charakters wursteln bis er endlich erfährt ob der Charakter nun sein Pausenbrot gegessen hat oder nicht. Dieses Buch ist ein einziges Ärgerniss gewesen...

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  • Rezension zu "Traum aus Stein und Federn" von Louis de Bernières

    Traum aus Stein und Federn

    FreddaBerghutze

    23. November 2008 um 01:25

    EIn aufrüttelndes, berührendes Buch. Wie auch die anderen von Bernières einfach gut geschrieben mit sehr viel Ironie und Tiefgang

  • Rezension zu "Traum aus Stein und Federn" von Louis de Bernières

    Traum aus Stein und Federn

    daggi21

    15. June 2008 um 11:04

    Habe mich schwer getan,musste immer wieder aufhören,aber zu interresant es zu lassen.Erstaunlich,dass trotz verschiedenen Glaubensrichtungen und Ansichten,es möglich war zusammen zu leben.heute leider nicht mehr möglich?!?

  • Rezension zu "Traum aus Stein und Federn" von Louis de Bernières

    Traum aus Stein und Federn

    Marco

    12. April 2008 um 15:58

    Vor etwa hundert Jahren lebten im osmanischen Reich Muslime, Christen und Juden einträglich nebeneinander. So auch in einem kleinen westanatolischem Ort, dem Hauptschauplatz dieses Romans. Bernières schildert mit kleinen Geschichten das Leben, die Gewohnheiten, die Ansichten der Bewohner. Er hat einen atemberaubend epischen Roman, einen schillernden Ausschnitt eines Kosmos geschaffen, der die volle Schönheit und Grausamkeit des Lebens zeigt. Es erzählt die Geschichte zweier Freunde, die gerne frei wie Vögel wären und die alle Erfahrungen miteinander teilen; eines Moslems, der von Kindheit an eine Christin liebt und nach und nach ihr Herz gewinnt; eines Imans, der das Leben einer zur Steinigung geführten Frau rettet; eines griechischen Lehrmeisters, der von der Auferstehung des byzantinischen Reiches träumt und einiger anderer Menschen, die es überall so geben könnte. Dazwischen skizziert der Autor das Leben von Mustafa Kemal, der als Kemal Atatürk zum Begründer des modernen türkischen Staates wird. Das marode überkommende osmanische Reich zerfällt. Nationalismus und Krieg prägen das Weltgeschehen und einst verbundene Menschen werden gegeneinander aufwiegelt. Grausam werden auch viele der Dorfbewohner in den Sog dieser Auswirkungen hineingerissen. Bernières Schilderungen über den 1. Weltkrieg offenbaren die volle brutale Härte der Auseinandersetzung und zeigen die Sinnlosigkeit des Krieges. Auch die ethnischen Vertreibungen und Verfolgungen auf allen Seiten werden dem Leser drastisch und real vor Augen geführt. „Gott hat sie als Kain und Abel geschaffen, und wer immer gerade den Knüppel in der Hand hat, übernimmt den Part des Kain. Wer gerade Pech hat und den Abel spielen muss, nützt die Gelegenheit und bejammert die Grausamkeit des anderen.“ Schonung gibt es nicht, Hoffnung nur wenig. Dabei bleiben die Romanfiguren trotz aller Grausamkeiten Menschen, mit ihren Stärken, mit ihren Schwächen, mit ihren Irrungen und den Versuchungen, denen sie nur zu gern erlegen sind. Bernières Ausführungen beschönigen wenig, dennoch sind sie einfühlsam und poetisch geschrieben. „Selbst wenn die Schuld ein Pelzmantel wäre und die Erde läge unter dickem Schne, ich würde lieber erfrieren, als diesen Mantel anzuziehen“. Es erwarten einen 700 hundert pralle Seiten voller Liebe, Leid, Hoffnung, Hass und Vergänglichkeit. Eine Schilderung des Lebens, wie es überall vorkommt. Eine Offenbarung und Enttarnung der menschlichen Natur in allen Facetten. Die Lektüre kostet Durchhaltevermögen, einige Nerven und zieht viele Gedanken nach sich. Doch die Entschädigung ist wertvoll. Es ist eines der Bücher, von denen man zehren kann und die man sich zurückerinnert, wenn die Handlungen der meisten anderen gelesenen Romane schon verblasst sind. Wenn Bernières eine seiner kleinen Geschichten ausgebaut hätte, wenn er den vorhandenen hoffnungsvollen Momente etwas mehr Raum gegeben hätte, dann wäre der Roman nicht besser, aber sicher noch erfolgreicher. Dennoch, wer statt der üblichen historischen Berieselungsunterhaltung, auf einen anspruchsvollen Geschichtsroman setzt, der sollte sich unbedingt an Bernières „Traum aus Stein und Federn“ heranwagen.

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  • Rezension zu "Traum aus Stein und Federn" von Louis de Bernières

    Traum aus Stein und Federn

    Anja_Lev

    07. March 2008 um 16:28

    Beeindruckende Geschichte über das Verhältnis zwischen Muslimen und Christen im Osmanischen Reich am Beginn des 20. Jahrhunderts. Leider werden im letzten Drittel für meinen Geschmack die (sicherlich wichtigen) politischen Entwicklungen zu sehr betont und die Geschehnisse im beschriebenen Dorf zu kurz gefasst.

  • Rezension zu "Traum aus Stein und Federn" von Louis de Bernières

    Traum aus Stein und Federn

    Ay73

    22. February 2008 um 17:26

    eine schöne Geschichte über die verschiedenen Ethnien die damals friedlich im osmanischen Reich zusamengelebt haben.

  • Rezension zu "Traum aus Stein und Federn" von Louis de Bernières

    Traum aus Stein und Federn

    Katja

    08. October 2007 um 13:32

    Ein wirklich großartiger historischer Roman, verblüffend in seiner Reichhaltigkeit und aufgrund der wunderbar poetischen Sprache ein ganz außergewöhnliches Lese-Erlebnis!

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