Louisa Reid

 4,2 Sterne bei 131 Bewertungen
Autorin von In deinem Licht und Schatten, Jeden Tag ein bisschen mehr und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Louisa Reid ist eine britische Schriftstellerin und glückliche Mutter von zwei Töchtern. Ihr trauriges und mitreißendes Romandebüt "In deinem Licht und Schatten" wurde viel gelobt. Ihr aktuelles Werk "Jeden Tag ein bisschen mehr" erscheint im September 2015 bei Fischer. Reid lebt in der Nähe von Cambridge.

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Neue Rezensionen zu Louisa Reid

Cover des Buches In deinem Licht und Schatten (ISBN: 9783841421524)
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Rezension zu "In deinem Licht und Schatten" von Louisa Reid

Viiivian
Ziemlich heftige Geschichte

Dies ist meine persönliche Meinung. Als Allererstes möchte ich sagen, wie schön das Buchcover gestaltet ist. Mich hat es sofort in den Bann gezogen. Der Klappentext klingt vielversprechend. Und machte neugierig auf mehr
 ich hatte keinerlei Erwartungen. Allerdings hat mich die Geschichte ziemlich schockiert. 

Sie war sehr krass, heftig und schlimm. Nicht wie es geschrieben ist, sondern was in dieser Geschichte alles passiert ist und wie Rebecca damit emotional und seelisch durch die Hölle ging und wie sie das alles verarbeitete. 


In dieser Geschichte geht es um Rebecca und Hephzi. Rebecca erzählt, dass sie gezwungen wurde, von ihren Eltern zur Beerdigung ihrer Schwester zu gehen. Es war ein Januartag und sie war am zittern und es war kalt. Hephzi war ihre Zwillingsschwester, sehr hübsch. Man erfährt auch, dass ihre Großmutter verstorben ist und zwei Narben da lässt. Dann erzählt Hephzi. Das liest sich flüssiger als das mit Rebecca. Sie unterhält sich mit Freunden aus ihrer Klasse. Sie finden ihre Schwester komisch, weil sie anders aussieht. Sie hat ein Syndrom. Keiner weiß, was das für ein Syndrom ist. Dies erfährt man auch erst vielspäter. 


Hin und wieder wird von ihrer Großmutter erwähnt in der Geschichte, die genau ahnt, was der Vater mit den Kindern alles machte. 

Ihr Vater arbeitet in der Kirche als Pfarrer. Alle glauben, dass es eine perfekte Familie ist. Allerdings erleben die Geschwister Missbrauch von ihrem Vater. Ihr Vater ist ein Narzisst, ein Kontrolleur. Alles muss nach seiner Pfeife tanzen. Er trinkt Alkohol und prügelt. Ihre Mutter schweigt nur und macht mit. Aus Angst ebenfalls blaue Flecken zu bekommen. 

Keiner kann ihnen helfen. 

Sie haben kein Vertrauen zu den Menschen, weil man es ihnen nicht glaubt. Es ist ein Kampf da raus zu kommen. Den Kindern wird keine Liebe, Fürsorge, Harmonie, Freundlichkeit beigebracht. 

Die Geschichte ist spannend, schrecklich (weil schreckliche Dinge passieren nicht schrecklich, weil es schrecklich geschrieben ist) es hat mich geschockt, sprachlos gemacht. Und ganz ehrlich, sie ist sehr realitätsnah. 

Hephzi Stirbt. 

Man erfährt, wie sie stirbt erst am Ende. Es werden zwei Sichten erzählt: Rebecca davor, Rebecca danach und Hephzis davor. Manchmal haben die Geschwister Krach. Das Ende wird aufgelöst und Fragen, die man hat, werden beantwortet. Karma kommt rein. 


Die Geschichte erinnerte mich an meine Geschichte. Denn Sie hatten ebenfalls nicht wirklich viele Freunde, die ihnen halfen da raus zu kommen. So erging es mir. Hephi lernte natürlich Menschen kennen, aber sie sagte nie die Wahrheit, wie es im Haus der Familie wirklich zuging. Sie logen die Menschen an. Aus Angst, dass sie ertappt wurden oder weil man Ihnen nicht glaubte. 

Toxische Beziehungen und vergessene Poeten

Es war das erste Mal, dass ich ein Buch gelesen habe, dass in Versen geschrieben wurde. Anfangs hatte ich etwas Angst, dass ich mit dieser Art von Schreibstil nicht klarkommen würde, aber es hat mich definitiv nicht enttäuscht!
Emma ist ein Charakter, der mir gefallen hat, sie ist mir sympathisch und ich hatte während des Lesens großes Mitleid mit ihr. Als junge Frau ist sie so abhängig von Tom, dass sie ihm fast ihr ganzes Leben widmete und sich immer wieder von ihm unterkriegen lässt. Mir gefällt, dass man im Verlauf auch etwas über Charlotte Mew erfährt, weil ich davor noch gar nichts über sie wusste.
Tom ist natürlich ganz und gar nicht sympathisch, das Ende war deshalb sehr zufriedenstellend.

Der Schreibstil ist sehr gut, man kam immer gut mit und es gibt wirklich einige Stellen, die mir immer noch im Gedächtnis geblieben sind. Ich würde definitiv noch einmal etwas having der Autorin lesen! Auch das Thema ist ziemlich interessant und komplex, leider gibt es nicht viele Bücher, die solche Themen behandeln, doch auch hier wurde es wirklich authentisch dargestellt.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

Louisa Reid - The Poet

Emma is 25 and a promising poet and PhD student at Oxford. She is researching into a long forgotten female poet named Charlotte Mew whose work she uncovered and analyses. When she, the girl from the north and a middle-class family, came to the prestigious college, she felt like not belonging, her accent revealed her background, but her professor Tom saw something in her. He didn’t tell her that he was still married with kids and she didn’t mind. Now, years later, she finds herself in a toxic relationship. The renowned professor knew how to manipulate the young woman with low self-esteem doubting herself. Despite the success with her own poems, he can exert control over her, her thinking and cleverly gaslights her. He goes even further until she reaches a point where she has to decide to either give up herself or fight.

 

Louisa Reid’s novel “The Poet” is the portrait of a young woman who encountered the wrong man at the wrong time. She falls for her teacher who is charming, who sparks something in her, who makes her feel special and talented. Yet, she does not realise at which point this positive energy turns into the negative and when his second face is revealed. The power he has over her, the power his position attributes him, bring her into an inferior position from which it is hard to be believed and to escape.

 

The arrangement of power the author chooses is well-known: male vs. female, older vs. younger, rich background vs. middle class, academic vs. working class. All factors play out for Tom and from the start put him into the position of control. Emma, young and naive, is only too eager to succumb to it since she falls for his intellect and charm. He is idolised by students as well as his colleagues, quite naturally she is flattered by his attention. 

 

On the other hand, we have the manipulative scholars who knows exactly what makes his female students tick. He has noticed Emma’s talent and knows how to profit from it. Systematically, he makes her feel inferior, stresses her weak points – her background, her family, the lack of money – keeps her from progressing with her work. He makes himself the Ubermensch in her view and manages to keep her close as he needs her, too. Not emotionally, but in a very different way.

 

Wonderfully written in verse and yet, it reads like a novel. Heart-wrenching at times, analytical at others the book immediately seduces and keeps you reading on.   

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