Louisa Young

 4.3 Sterne bei 48 Bewertungen
Autorin von Eins wollt ich dir noch sagen, Die Sommer, die wir hatten und weiteren Büchern.
Autorenbild von Louisa Young (© Rick Pushinsky/ eyevine interTOPICS)

Lebenslauf von Louisa Young

Louisa Young wurde 1960 geboren und ist auch unter dem Pseuydonym Zizou Corder bekannt. Sie ist die Tochter des Autors Wayland Young. Nach einem Geschichtsstudium in Cambridge jobbte sie zunächst und schrieb als freie Journalisten für einige Zeitschriften. Mit "The Great Task of Happiness" debütierte die Autorin. Sie schrieb die Biografie ihrer Großmutter Kathleen Scott, der Bildhauerin und Witwe des Polarforschers Robert Falcon Scott, die später Louisas Großvater Edward Hilton Young heiratete. Ihr erstes Kinderbuch "Lionboy" schrieb sie unter dem Pseudonym Zizou Corder gemeinsam mit ihrer Tochter Isabel Adomakoh.

Alle Bücher von Louisa Young

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Cover des Buches Eins wollt ich dir noch sagen (ISBN: B005Q9996Q)

Eins wollt ich dir noch sagen

 (38)
Erschienen am 10.10.2011
Cover des Buches Die Sommer, die wir hatten (ISBN: 9783471351512)

Die Sommer, die wir hatten

 (3)
Erschienen am 07.04.2017
Cover des Buches Alles, worauf wir hofften (ISBN: 9783471351192)

Alles, worauf wir hofften

 (3)
Erschienen am 14.03.2016
Cover des Buches Engel in Schwierigkeiten (ISBN: 9783442540372)

Engel in Schwierigkeiten

 (1)
Erschienen am 01.05.1999
Cover des Buches My Dear I Wanted to Tell You (ISBN: 9780007361441)

My Dear I Wanted to Tell You

 (2)
Erschienen am 05.01.2012
Cover des Buches The Book of the Heart (ISBN: 9780007109111)

The Book of the Heart

 (0)
Erschienen am 19.01.2004
Cover des Buches Baby Love (ISBN: 9780007577989)

Baby Love

 (0)
Erschienen am 03.07.2014

Neue Rezensionen zu Louisa Young

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Rezension zu "Die Sommer, die wir hatten" von Louisa Young

Gestörtes Verwandtschaftsverhältnis
InaRomvor 4 Monaten

England 1928:

Der zwölfjährige Tom und seine jüngere Schwester
Kitty leben bei ihren Adoptiveltern Nadine und Riley, da ihr verwitweter Vater
unter einem Kriegstrauma leidet. Als Nadine eine Einladung ihres italienischen
Cousins Aldo erhält, den Sommer in Rom zu verbringen, fährt sie voller Freude
mit den Kindern in die lichtdurchflutete Stadt. Aldos Kinder freunden sich
schnell mit Tom und Kitty an und die beiden genießen die gemeinsamen Ausflüge
ans Meer und das Umherstreifen in der Umgebung. Nadine setzt die Begeisterung
von Aldo für Mussolini zu und möchte die künftigen Ferien nicht mehr in Italien
verbringen. 

Tom, der sich von Anfang an sehr zu Nenna, Aldos
Tochter, hingezogen fühlte, kehrt als junger Mann nach Rom zurück. Er möchte
Nenna seine Liebe gestehen und sie aus den Klauen des Faschismus befreien.
Nenna wird hin und her gerissen zwischen den Gefühlen für ihren Vater und Tom.

Ich habe ein sehr schönes Buch in Händen gehalten,
mit einem wunderschönen Cover, das mich auf die Geschichte aufmerksam gemacht hat.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm und lässt uns an den
Gedankengängen der Protagonisten teilhaben. Tom ist als Jungendlicher ein
richtiger Lausejunge, der von einer Schule nach der anderen fliegt. Nach seinem
Studium macht er sich ernsthafte Gedanken über die Verherrlichung Mussolinis
und lässt damit auch den Leser in die damalige dramatische Weltsituation
eintauchen. Dass die italienischen Ehefrauen ihren goldenen Ehering ablegten,
einen anderen Ring anlegten und sich so Mussolini verbunden fühlten, war mir
neu und ließ mich nachdenklich zurück. Eine sehr interessante Geschichte. 

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Rezension zu "Die Sommer, die wir hatten" von Louisa Young

Die Römische Cousine
walli007vor 3 Jahren

Anfang der 1930er scheinen die Auswirkungen des ersten Weltkrieges noch nicht wirklich überwunden, aber es herrscht eine Art Normalität und das Leben wird wieder einfacher. Die Kinder Kitty und Thomas, deren Vater nach dem Tod seiner Frau nicht in der Lage war, sich selbst um die Kinder zu kümmern, dürfen zum ersten Mal mit ihrer Ziehmutter Nadine nach Italien. Die Kinder sind begeistert und sie finden ihre italienischen Verwandten echt klasse. Sie beginnen Italienisch zu lernen und wollen etwas über die Lebensart erfahren. Die Züge durch das Viertel mit ihrer Cousine Nenna sind das Größte. Es könnte in jedem Sommer so sein. Doch es kommt auch die Zeit, in der Briefe die einzige Möglichkeit bieten, den Kontakt aufrecht zu halten.


Die Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg wirkt wie ein Aufatmen, eine Erholung, die jedoch immer mehr in eine wachsende Sorge und die Angst vor einem neuen Krieg übergeht. Es ist aber auch die Zeit des Aufwachsens der Kinder Tom, Kitty und Nenna. Die kindliche Unbeschwertheit, die unbelastete frühe Jugend. Doch auch die langsam einsickernde Erkenntnis, dass einige Gewohnheiten der Erwachsenen nicht so leicht nachvollziehbar sind. Im Wechsel mit den Ereignissen, die das Leben der Daheimgebliebenen beeinflussen, bietet sich ein lebhaftes Bild dieser Jahre zwischen den Kriegen.


Bevor man mit der Lektüre dieses Bandes beginnt, sollte man sich vielleicht auch die beiden Vorgängerbände „Eins wollt ich dir noch sagen“ und  „Alles, worauf wir hofften“ anschauen, um die Geschichte von Peter, Riley und Nadine besser kennenzulernen. Ob es sich bei dem vorliegenden Band um einen Abschluss handelt oder ob weitere Bände folgen werden, kann nicht genau gesagt werden. Zwar ist die Lektüre wohl nicht zwingend notwendig, doch es werden so viele Hinweise auf die Vorgeschichte gegeben, dass man zumindest etwas neugierig wird. Obwohl die Ereignisse in ruhigen Worten geschildert werden, baut sich doch eine immer größere Anspannung auf. Die Erkenntnis, dass der Lauf der Welt in dieser Zeit keinen guten Weg nehmen wird, wird nach und nach immer deutlicher. Man spürt das herannahende drohende Unheil, man spürt die eigene Ohnmacht, des nichts ändern zu können, die verzweifelnden Versuche, die Bedrohung deutlich zu machen, das Unverständnis gegenüber der Entwicklung, das Kopf in den Sand stecken. 


Eine ruhige aber doch fesselnde Erzählung, die die Zeit zwischen den Kriegen lebendig werden lässt, die zeigt, dass es auch in diesen Jahren schöne Zeiten gab, die aber auch sehr deutlich macht, dass die Zeichen des herannahenden Unheils sehr wohl bemerkt werden sollten und dass man sein Möglichstes versuchen sollte, das Schlimmste zu verhindern.

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Rezension zu "Die Sommer, die wir hatten" von Louisa Young

Wunderschön und lebensklug
brauchnixvor 3 Jahren

„Die Sommer, die wir hatten“ ist der dritte Band einer wunderschönen historischen Buchreihe der englischen Autorin Louisa Young. Und hoffentlich nicht der letzte. Sicherlich kann man auch quereinsteigen und mit diesem Teil anfangen. Aber damit vergibt man sich auf jeden Fall das Vergnügen des ersten Buches „Eins wollt ich dir noch sagen“ - dem Beginn einer der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. Und auch der Nachfolger „Alles, worauf wir hofften“ sollte vorher genossen werden.

Auch im dritten Teil findet die Autorin einen angenehmen, sprachlich brilliantenTon, mit dem sie die teils tragischen und dramatischen Geschehnisse ebenso einfühlsam und ehrlich erzählt, wie die scheinbaren Unzulänglichkeiten des ganz normalen Alltags. Die großen und kleine Sorgen einer ungewöhnlichen Patchwork-Familie haben mich schon nach wenigen Seiten wieder so gefesselt, dass mir beim Lesen das Herz aufging. Die Autorin ist eine hervorragende Beobachterin und lässt ihre Protagonisten vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden. Und man muss sie lieben, die Hauptdarsteller. Neben Riley und Nadine, die man schon aus den Vorgängern gut kennt, sind es diesmal vor allem die Kinder Tom und Kitty und die italienischen Bekannten, allen voran Nenna, die in einer Zeit aufwachsen, die zwischen zwei Weltkriegen eine ganz besondere ist. Die jüdische Gemeinde in Rom spielt ebenso eine große Rolle wie der neu aufflammende Antisemitismus in weiten Teilen Europas und die politischen Entwicklungen in Italien - mit dem drohenden Gespenst des zweiten Weltkrieges. Aber es ist natürlich auch die Geschichte einer weiteren großen Liebe, die in den sonnendurchfluteten Straßen Roms ihren Anfang nimmt und über alle gesellschaftlichen und räumlichen Grenzen hinweg nach einem glücklichen Ende verlangt.

Das Buch ist frei von jeder Art von Kitsch. Es ist ergreifend und wunderschön. Es ist erschreckend in seiner Ehrlichkeit, lebensklug und voller menschlicher Wärme. Louisa Young schreibt sich mit jedem neuen Buch weiter in meinen ganz persönlichen Olymp der besten Schriftsteller, die ich kenne und schätze. Ich wünsche diesen drei Büchern möglichst viele Leser und Leserinnen. Damit steigt auch für mich die Chance, dass noch viele Romane von ihr in Deutschland erscheinen. Hier auch ein Lob an die Übersetzung. Ohne das Original persönlich zu kennen, scheint es mir doch eine sehr gelungene Transkription des Ursprungstextes.

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