Louisa Young Die Sommer, die wir hatten

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Inhaltsangabe zu „Die Sommer, die wir hatten“ von Louisa Young

Italien, Anfang der dreißiger Jahre. Tom arbeitet als Korrespondent einer englischen Zeitung in Rom. Die Liebe zu seiner Kindheitsfreundin Nenna hat ihn erneut in das von Mussolini beherrschte Italien geführt. Die friedliche Zeit ihrer Urlaube, die gemeinsam verbrachten Sommer mit den Familien und das Umherstreifen in der lichtdurchfluteten Stadt sind lange vorbei. Das aufkommende Unheil wirft seinen Schatten voraus. Verzweifelt versucht Tom, Nenna aus den Klauen der politischen Propaganda und ihres verblendeten Vaters zu befreien. Die Gefahr, die ihnen als Juden vom Faschismus droht, ist noch nicht offensichtlich. Ein Verrat zwingt Tom, das Land zu verlassen und nach London zurückzukehren. Aber Tom will seine Liebe nicht aufgeben. Er setzt alles daran, Nenna zu retten. Koste es, was es wolle.

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    Die Sommer, die wir hatten
    walli007

    walli007

    29. April 2017 um 15:34

    Anfang der 1930er scheinen die Auswirkungen des ersten Weltkrieges noch nicht wirklich überwunden, aber es herrscht eine Art Normalität und das Leben wird wieder einfacher. Die Kinder Kitty und Thomas, deren Vater nach dem Tod seiner Frau nicht in der Lage war, sich selbst um die Kinder zu kümmern, dürfen zum ersten Mal mit ihrer Ziehmutter Nadine nach Italien. Die Kinder sind begeistert und sie finden ihre italienischen Verwandten echt klasse. Sie beginnen Italienisch zu lernen und wollen etwas über die Lebensart erfahren. Die Züge durch das Viertel mit ihrer Cousine Nenna sind das Größte. Es könnte in jedem Sommer so sein. Doch es kommt auch die Zeit, in der Briefe die einzige Möglichkeit bieten, den Kontakt aufrecht zu halten. Die Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg wirkt wie ein Aufatmen, eine Erholung, die jedoch immer mehr in eine wachsende Sorge und die Angst vor einem neuen Krieg übergeht. Es ist aber auch die Zeit des Aufwachsens der Kinder Tom, Kitty und Nenna. Die kindliche Unbeschwertheit, die unbelastete frühe Jugend. Doch auch die langsam einsickernde Erkenntnis, dass einige Gewohnheiten der Erwachsenen nicht so leicht nachvollziehbar sind. Im Wechsel mit den Ereignissen, die das Leben der Daheimgebliebenen beeinflussen, bietet sich ein lebhaftes Bild dieser Jahre zwischen den Kriegen. Bevor man mit der Lektüre dieses Bandes beginnt, sollte man sich vielleicht auch die beiden Vorgängerbände „Eins wollt ich dir noch sagen“ und  „Alles, worauf wir hofften“ anschauen, um die Geschichte von Peter, Riley und Nadine besser kennenzulernen. Ob es sich bei dem vorliegenden Band um einen Abschluss handelt oder ob weitere Bände folgen werden, kann nicht genau gesagt werden. Zwar ist die Lektüre wohl nicht zwingend notwendig, doch es werden so viele Hinweise auf die Vorgeschichte gegeben, dass man zumindest etwas neugierig wird. Obwohl die Ereignisse in ruhigen Worten geschildert werden, baut sich doch eine immer größere Anspannung auf. Die Erkenntnis, dass der Lauf der Welt in dieser Zeit keinen guten Weg nehmen wird, wird nach und nach immer deutlicher. Man spürt das herannahende drohende Unheil, man spürt die eigene Ohnmacht, des nichts ändern zu können, die verzweifelnden Versuche, die Bedrohung deutlich zu machen, das Unverständnis gegenüber der Entwicklung, das Kopf in den Sand stecken.  Eine ruhige aber doch fesselnde Erzählung, die die Zeit zwischen den Kriegen lebendig werden lässt, die zeigt, dass es auch in diesen Jahren schöne Zeiten gab, die aber auch sehr deutlich macht, dass die Zeichen des herannahenden Unheils sehr wohl bemerkt werden sollten und dass man sein Möglichstes versuchen sollte, das Schlimmste zu verhindern.

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  • Wunderschön und lebensklug

    Die Sommer, die wir hatten
    brauchnix

    brauchnix

    26. April 2017 um 14:28

    „Die Sommer, die wir hatten“ ist der dritte Band einer wunderschönen historischen Buchreihe der englischen Autorin Louisa Young. Und hoffentlich nicht der letzte. Sicherlich kann man auch quereinsteigen und mit diesem Teil anfangen. Aber damit vergibt man sich auf jeden Fall das Vergnügen des ersten Buches „Eins wollt ich dir noch sagen“ - dem Beginn einer der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. Und auch der Nachfolger „Alles, worauf wir hofften“ sollte vorher genossen werden. Auch im dritten Teil findet die Autorin einen angenehmen, sprachlich brilliantenTon, mit dem sie die teils tragischen und dramatischen Geschehnisse ebenso einfühlsam und ehrlich erzählt, wie die scheinbaren Unzulänglichkeiten des ganz normalen Alltags. Die großen und kleine Sorgen einer ungewöhnlichen Patchwork-Familie haben mich schon nach wenigen Seiten wieder so gefesselt, dass mir beim Lesen das Herz aufging. Die Autorin ist eine hervorragende Beobachterin und lässt ihre Protagonisten vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden. Und man muss sie lieben, die Hauptdarsteller. Neben Riley und Nadine, die man schon aus den Vorgängern gut kennt, sind es diesmal vor allem die Kinder Tom und Kitty und die italienischen Bekannten, allen voran Nenna, die in einer Zeit aufwachsen, die zwischen zwei Weltkriegen eine ganz besondere ist. Die jüdische Gemeinde in Rom spielt ebenso eine große Rolle wie der neu aufflammende Antisemitismus in weiten Teilen Europas und die politischen Entwicklungen in Italien - mit dem drohenden Gespenst des zweiten Weltkrieges. Aber es ist natürlich auch die Geschichte einer weiteren großen Liebe, die in den sonnendurchfluteten Straßen Roms ihren Anfang nimmt und über alle gesellschaftlichen und räumlichen Grenzen hinweg nach einem glücklichen Ende verlangt. Das Buch ist frei von jeder Art von Kitsch. Es ist ergreifend und wunderschön. Es ist erschreckend in seiner Ehrlichkeit, lebensklug und voller menschlicher Wärme. Louisa Young schreibt sich mit jedem neuen Buch weiter in meinen ganz persönlichen Olymp der besten Schriftsteller, die ich kenne und schätze. Ich wünsche diesen drei Büchern möglichst viele Leser und Leserinnen. Damit steigt auch für mich die Chance, dass noch viele Romane von ihr in Deutschland erscheinen. Hier auch ein Lob an die Übersetzung. Ohne das Original persönlich zu kennen, scheint es mir doch eine sehr gelungene Transkription des Ursprungstextes.

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