Louise Carpenter Ida & Louise

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Inhaltsangabe zu „Ida & Louise“ von Louise Carpenter

Ida und Louise führen ein eintöniges Dasein als Stenotypistinnen in einer Behörde. Als sie eines Tages eine Arie aus Madame Butterfly hören, springt der Funke über und aus den Schwestern werden passionierte Opernbesucherinnen. Sie folgen ihren Stars bis an die Met nach New York, nachdem sie zwei Jahre lang eisern gespart haben. Ida schreibt über ihre New York-Reise einen Artikel, wagt sich dann an einen Liebesroman und wird zur Bestsellerautorin. Ida und Louise können nun ihre Leidenschaft leben. Oft besuchen sie Aufführungen in ganz Europa, auch in Deutschland, wo sie realisieren, dass dort für Juden kein Platz mehr ist. Juden zur Emigration aus Deutschland zu verhelfen wird zu ihrer neuen Lebensaufgabe – und die beiden schaffen es, bis 1939 unter den abenteuerlichsten Umständen zahlreichen Juden die Ausreise zu ermöglichen. Louise Carpenter erzählt die Biographie zweier Schwestern, denen es nicht zuletzt dank ihrer Leidenschaft für die Oper gelang, die Gestapo zu überlisten und 29 Menschen das Leben zu retten.

Louise Carpenter gelingt ein spannender Lebensbericht zweier ungewöhnlicher Schwestern, die über die Oper zu Lebensretterinnen wurden.

— mintundmalve
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  • Zwei Schwestern überlisten die Gestapo

    Ida & Louise
    mintundmalve

    mintundmalve

    13. June 2017 um 15:11

    Ida und Louise Cook waren zwei besondere Schwestern. Wie die Jungfrau zum Kinde kamen sie vor dem Zweiten Weltkrieg dazu, mindestens 29 Juden zur Ausreise aus Deutschland zu verhelfen und ihnen damit das Leben zu retten.



  • Rezension zu "Ida & Louise" von Louise Carpenter

    Ida & Louise
    variety

    variety

    28. October 2010 um 18:06

    Ida und Louise, zwei englische Schwestern, stehen im Zentrum des Lebensberichts. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte ("Juden zur Emigration aus Deutschland zu verhelfen wird zu ihrer neuen Lebensaufgabe - und die beiden schaffen es bis 1939 unter den abenteuerlichsten Umständen zahlreichen Juden die Ausreise zu ermöglichen."), habe ich mehr erwartet. Allerdings ist es auch schwierig, auf 120 kleinen Seiten (mit grossem Zeilenabstand und einigen Bildern) mehr an Tiefe zu erreichen. Für mich sind die Beweggründe der Schwestern nur schwach ersichtlich und viele Details bleiben unerwähnt oder werden nur kurz angetippt (z. B. die riskanten Grenzübertritte, die Kontaktaufnahme, Enttäuschungen).

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  • Rezension zu "Ida & Louise" von Louise Carpenter

    Ida & Louise
    Clari

    Clari

    12. June 2010 um 10:56

    Aus Musikliebe gewachsenes soziales Engagement; eine wahre Geschichte. Louise Carpenter erzählt die Geschichte zweier Schwestern aus England, die wirklich gelebt haben und in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu verborgenem Ruhm gekommen sind. In dunklen politischen Zeiten haben sie soziale Taten vollbrach, denn sie haben sich 1938 / 39 jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland angenommen. Ida und Louise Cook, dieses seltsame und originelle Schwesternpaar, wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts in England geboren. Sie sind nicht besonders hübsch, auch nicht übermäßig begabt und verdienen sich beide als Büro - und Schreibkräfte ihren Lebensunterhalt. Als sie eines Tages Melodien aus der Oper „Butterfly“ hören, werden sie überraschend zu passionierten Opernliebhaberinnen. Sie schreiben an ihren Star Galli Curci in New York, und, nachdem sie sich das Geld für die Reise zusammengespart haben, reisen sie nach Amerika, um die Sängerin einmal in der Metropolitan Opera in New York singen zu hören. Der Gesangsstar wird später zur Freundin der beiden umtriebigen Damen. Als Ida nach der Reise einen Bericht über ihre Erlebnisse schreibt, wird sie anschließend überraschend und schnell zu einer beliebten Romanautorin. Von ihren Einnahmen aus den Buchverkäufen können sich die Schwestern ihre Opernfreuden immer und überall erfüllen. 1938 geraten sie in Berlin an eine Jüdin, deren Rettung vor dem Naziregime ihnen gelingt. Auf ihre Weise, unscheinbar und ohne Pomp, retten sie einer Reihe von weiteren durch die Naziherrschaft in ihrer Existenz bedrohten Menschen das Leben. Louise Carpenter schreibt in sachlich nüchterner Weise über den Aufstieg dieses besonderen Schwesternpaars. Aus den beiden unscheinbaren Frauen werden zwei anerkannte, bescheidene und hilfsbereite Menschen, die mit ihrem begeisterungsfähigen Wesen die Herzen der Menschen erobern. Sie bleiben altmodisch, sind liberal-konservativ in Kleidung und Geschmack und sorgen nach dem Krieg überall für Aufsehen mit ihrer gelungenen Rettung jüdischer Bürger aus Nazideutschland. Zahlreiche Ehrungen nehmen sie bescheiden entgegen, denn ihnen wurde auch in späteren Jahren Hilfsbereitschaft zur selbstverständlichen Aufgabe. Die Autorin hat den beiden mit ihrer kleinen Niederschrift ein außerordentliches Denkmal gesetzt. Ist doch alleine die Tatsache des Aufstiegs aus bescheidenen Verhältnissen in die Welt der Opernliebhaberinnen und der Kulturreisenden mit Kontakten zu bekannten Künstlerkreisen eine Sensation. Darüber hinaus gelingt Louise Carpenter eine Charakterstudie und ein Zeitbild, das in seiner Einmaligkeit erstaunlich ist. Man liest das Büchlein schnell und ist angetan von dem liebenswerten und ungewöhnlichen Aufstieg der beiden Damen. Sie lebten und hielten immer zusammen, wurden allerdings im Alter etwas wunderlich. Eine Reihe von Fotos zeigen die Schwestern mit anerkannten Sängern, denen ihre Bewunderung galt. Die Autorin ist den Lebenswegen der beiden liebevoll nachgegangen, und Miriam Mandelkow hat das Büchlein gut ins Deutsche übertragen. Wieder einmal ist dem Dörlemann Verlag abseits vom allgemeinen Literaturbetrieb die Entdeckung einer Rarität gelungen!

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