Louise Doughty Was du liebst, gehört dir nicht

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Inhaltsangabe zu „Was du liebst, gehört dir nicht“ von Louise Doughty

Wie viel kann eine Mutter verzeihen?

Es ist der schlimmste Alptraum jeder Mutter, den die geschiedene Laura durchlebt: Ihre neunjährige Tochter wird von einem Auto überfahren. Es wirft sie aus der Bahn. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Doch wie weit wird Laura für ihre Rache gehen? Wird sie dem Unfallfahrer je verzeihen können, dass er ihr genommen hat, was sie am meisten liebt? Oder liegt in der gemeinsamen Trauer gar eine neue Chance auf Versöhnung mit ihrem Exmann, dem Vater ihrer Kinder?

Tolles, fesselndes Buch! Kann ich nur empfehlen

— Malynaa

Dieser Titel, dieses Cover, diese Geschichte. -Wahnsinn, die Autorin hat meinen vollen Respekt.

— Erika-3K

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  • Rezension zu "Was du liebst, gehört dir nicht" von Louise Doughty

    Was du liebst, gehört dir nicht

    Kossi

    08. July 2012 um 14:53

    Habt keine Angst! Die ersten 26 Seiten des Prologs empfand ich sehr angsteinflößend. Sie schildern den Tag, an dem die Protagonistin Laura erfährt, dass ihre Tochter Betty bei einem Autounfall um's Leben kommt und sie ihr Kind im Krankenhaus identifizieren muss. Ich hatte Bauchweh beim Lesen und wirklich die Bedenken, ob ich es ertragen kann, das Buch bis zum Ende zu lesen. Zum Glück nahm mir aber die Meinung von Christine Westermann diese Angst und so las ich weiter. Nach der Schilderung dieses schrecklichen Tages, blendet Laura zurück in ihre eigene Jugend. Sie erzählt von der Krankheit ihrer Mutter, von dem Kennenlernen ihres späteren Ehemannes, der Geburt ihrer Kinder und und und. Wir lernen ihr Leben quasi rückwärts kennen, doch immer wieder gewährt sie uns auch einen Blick in die Gegenwart und rund um die Geschehnisse von Bettys Tod. Die Autorin schafft es, auf wunderbar zarte Art und Weise, einen Plot zu entwickeln, von dem man den Ausgang nicht mal erahnt. Sie umschreibt Situationen und Empfindungen mit einer so gekonnten Art, in der ich mich als Leserin auch sehr oft wiederfinden konnte. Es können ganz alltägliche Dinge sein, die man plötzlich schwarz auf weiß liest und bei denen man denkt 'Hey, das kenne ich, aber ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht!' Einmal in diese Geschichte abgetaucht, habe ich alles andere um mich herum vergessen. Nur die leichte Angst nicht, die dann doch bis zur letzten Seite mitgeschwungen ist. Aber vielleicht war genau diese Angst der Motor zur Neugier auf die Geschichte. Ein wunderbar spannendes, emotionsgeladenes Buch mit einer Geschichte, die man selber sicher nicht erleben möchte.

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  • Rezension zu "Was du liebst, gehört dir nicht" von Louise Doughty

    Was du liebst, gehört dir nicht

    Buecherwurm1973

    19. June 2012 um 11:34

    Die Geschichte in vier Teile plus Prolog eingeteilt. Im Prolog erfährt Laura Needham vom Tod ihrer Tochter Betty. Sie wurde von einem Auto überfahren. Der Leser begleitet Laura zur Identifikation. Sie beschreibt ihre Gefühle und wie sie Betty sieht. Dann erzählt sie aus ihrer Kindheit. Einer Teenagerzeit zwischen Pflege der parkisonkranken Mutter, Schule und den Treffen mit ihrer Freundin. Wie sie David, den späteren Vater ihrer Kinder, kennenlernte. Daraus wurde irgendwann eine obsessive Liebesgeschichte, welche genauso auch wieder auseinander ging. Im nächsten Teil wird der Leser wieder in die Gegenwart geführt. Nun gilt es die Beerdigung zu überstehen. Da ist auch noch Bettys kleiner Bruder Rees. Laura beschreibt ihre Gefühle auf eine sehr ergreifende Art. Im weiteren Verlauf der Geschichte schwenkte sie dann wieder in Vergangenheit, von Betty Geburt bis zur Trennung von David. Im letzten Teil dann wieder die Gegenwart. Der Kontakt mit David intensiviert sich durch den Verlust ihrer Tochter wieder. Laura muss wieder in den Alltag zurückfinden. Nachdem Prolog war ich völlig gefesselt von der Geschichte. Dann kam für mich der einzige Makel an dieser Geschichte. Die Erzählung ihrer Kindheit und der Beginn ihrer Liebe zu David. Ich fand diesen Abschnitt extrem mühsam. Es zog sich wie Gummi. Obwohl es wahrscheinlich wichtig ist, um Lauras Gefühle später besser zu verstehen. Nachher war ich wieder genauso gefesselt wie beim Prolog. Ich konnte ihre Gefühle 100% nachvollziehen, ihr Handlungen allerdings nicht immer. Mein Fazit: Es ist eine absolut traurige Geschichte, welche den Leser in die Seele einer trauernde Mutter blicken lässt.

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  • Rezension zu "Was du liebst, gehört dir nicht" von Louise Doughty

    Was du liebst, gehört dir nicht

    michael_lehmann-pape

    03. May 2012 um 14:03

    Eine innere Auflösung Da war nichts. „Nur eine eigentümliche Leere, während ich zu dem Messerblock ging, der neben der Küchenspüle steht“. Bis aber Laura zu diesem Messerblock geht und sich dem Leser die Frage stellt, was genau als nächstes passieren wird (denn viele Möglichkeiten blieben noch offen an diesem Punkt zum Ende der Geschichte hin und massive Überraschungen erwarten den Leser noch), wird der Leser Zeuge einer inneren Auflösung einer Person. Ein Gesamtprozess im Übrigen, und dies arbeitet Louise Doughty in ihrem neuen Roman ganz hervorragend heraus, vom Anfang bis zum Ende des Buches, der nicht erst mit dem schrecklichen Unfalltod der kleinen Tochter Lauras beginnt (und auch nicht mit diesem Geschehe endet). Wurzeln einer inneren Entgleisung, eines „nicht ganz bei sich seins“, die schon vorher im Leben durchaus zu spüren waren. Ein Leben, welches im Buch in Rückblenden ebenso erzählt wird, wie das Zerfasern der Person Lauras in der Gegenwart. „Was Du liebst ist sterblich. Was Du liebst, gehört Dir nicht“. Laura, die nie eine war, bei der es „einfach“ ging. Eine einvernehmliche Scheidung von ihrem David, dem Vater ihrer beiden Kinder? Nie! Dreckig wurde und war es und das passt ins Bild, dass sich der Leser allmählich an der Hand Doughtys von dieser nie ganz in sich selbst ruhenden Frau im Lauf der Geschichte macht. Keine böswillige Entwicklung, im Übrigen. Auch dies ist eine große Stärke des Buches, die Unausweichlichkeit der Ereignisse im Leben Lauras intensiv in den Fokus zu rücken. Die dahinsiechende Mutter, die eigentlich von Laura nicht wirklich gewünschte Berufsorientierung zur Krankenschwester hin, David, der ehemalige Mann, der selbst seine Merkwürdigkeiten in sich trägt. Und Laura, die selbst zu ihrem anderem Kind Rees keinen wirklichen Zugang mehr findet, die nur mehr ganz in ihrer Trauer um Betty sich verliert. Die mehr und mehr im Lauf der Geschichte von dem konkreten Unfallhergang erfährt. Vom Fahrer des Geländewagens mit dem Kuhfänger am Kühlergrill. Und dann, später noch, erfährt, dass noch ein Kind beteiligt war. Vielleicht sogar ursächlich? Wer genau ist schuld? Was genau ist passiert? Allein diese Fragen treiben die Frau zunehmend um. Und was dann tun? Da kommt dann wieder der Messerblock ins Spiel, ohne dass der Leser vorhersehen könnte, was genau folgen wird. Intensiv in der Atmosphäre, allein aus Lauras „Innensicht“ geschildert, nimmt Louise Doughty den Weg der Ereignisse auf. Mit immer klaren, manchmal allerdings zu einfacher Sprache, lässt sie keinen Zweifel daran aufkommen, was in Laura vor sicht geht, schildert minutiös, schmerzhaft, die innere Zerfaserung, die zunehmende Aggression auf die Welt um sie herum. Eine zunehmende innere Eskalation, die für beständige Spannung im Buch sorgt. Auch wenn hier und da gerade die eher einfache Sprache der Autorin eine wünschenswerte noch höhere Intensität, ein noch stärkeres Akzentuieren der Emotionen hinter einer zu einfachen Bildsprache zurückbleiben lässt, das hohe Tempo, die intensive innere Beteiligung des Lesers und eine ebenso mitnehmende Geschichte machen dieses Buch zu seiner sehr guten Lektüre.

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