Louise Erdrich

 4,1 Sterne bei 387 Bewertungen
Autorin von Das Haus des Windes, Der Club der singenden Metzger und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Zwischen Tradition und Moderne: Louise Erdrich kam 1954 in einem Indianerreservat in Minnesota als Tochter einer Chippewa Indianerin zur Welt und zählt heute zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Sie studierte Anthropologie an der John-Hopkins-Universität und arbeitete unter anderem als Kellnerin, Sekretärin und Literaturlehrerin in einem Gefängnis, bevor sie Redakteurin der Zeitschrift „Circle“ wurde.

Für ihre Gedichte, Erzählungen und Romane wurde sie vielfach ausgezeichnet. Die Spannung zwischen Tradition und Moderne und das Ringen um die eigene Identität sind die dominierenden Themen ihrer Werke.

Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit führt sie eine unabhängige Buchhandlung und lebt mit ihren fünf Kindern in Minnesota.

Alle Bücher von Louise Erdrich

Cover des Buches Das Haus des Windes (ISBN: 9783746631509)

Das Haus des Windes

 (105)
Erschienen am 14.01.2016
Cover des Buches Der Club der singenden Metzger (ISBN: 9783746635286)

Der Club der singenden Metzger

 (39)
Erschienen am 15.02.2019
Cover des Buches Der Nachtwächter (ISBN: 9783746640167)

Der Nachtwächter

 (33)
Erschienen am 14.03.2023
Cover des Buches Ein Lied für die Geister (ISBN: 9783746633985)

Ein Lied für die Geister

 (32)
Erschienen am 17.08.2018
Cover des Buches Die Rübenkönigin (ISBN: 9783746630120)

Die Rübenkönigin

 (24)
Erschienen am 06.04.2014
Cover des Buches Der Gott am Ende der Straße (ISBN: 9783746638027)

Der Gott am Ende der Straße

 (24)
Erschienen am 06.12.2022
Cover des Buches Von Büchern und Inseln (ISBN: 9783894052843)

Von Büchern und Inseln

 (17)
Erschienen am 01.06.2006
Cover des Buches Die Wunder von Little No Horse (ISBN: 9783351037864)

Die Wunder von Little No Horse

 (18)
Erschienen am 08.11.2019

Videos

Neue Rezensionen zu Louise Erdrich

Cover des Buches Ein Lied für die Geister (ISBN: 9783351036461)
jenvo82s avatar

Rezension zu "Ein Lied für die Geister" von Louise Erdrich

Im schlimmsten Moment das Beste versuchen
jenvo82vor 2 Monaten

Dies ist mein drittes Buch aus der Feder der prämierten, amerikanischen Autorin Louise Erdrich. Die Geschichte, die auf einer alten indianischen Tradition basiert, klang sehr verheißungsvoll: Ein Vater erschießt aus Versehen den Sohn des Nachbarn und gibt dafür sein eigenes, gleichaltriges Kind in die Obhut der trauernden Familie. Inhaltlich eine sehr ansprechende, vielschichtige Ausgangslage, der ich mich gern auf emotionaler Ebene gewidmet hätte. Doch gerade das erste Drittel des Romans verliert sich zwischen den zahlreichen Protagonisten, unrelevanten Informationen über die Vergangenheit und die diversen Beziehungsgeflechte untereinander, sowie einer erschreckend nüchternen Erzählweise, die mir in Anbetracht der Thematik leider überhaupt nicht gefallen hat.

Die dominante Erzählstimme der auktorialen Erzählfigur lässt die Distanz zwischen dem Leser und den Protagonisten nicht geringer werden. Erst ab der Mitte des Buches kommt mehr Dichte und Feinfühligkeit in den Text, es ergibt sich ein runderes Bild über die Hintergründe und die Befindlichkeiten der einzelnen Charaktere.

Abschließend muss ich wohl einsehen, dass mich der Erzählstil von Frau Erdrich bisher nie so ganz überzeugen konnte, obwohl mich die ausgewählten Themen, die erdachten Geschichten und die potentiellen Hintergründe immer wieder zu ihren Büchern führen. Möglicherweise nähert sie sich aus einer ganz anderen Richtung und deshalb bleibt mir der Mehrwert ihrer Bücher verschlossen.

Fazit

Ich vergebe 3 Lesesterne für eine umfassende, individuelle Geschichte, die voller bunter Facetten steckt und eine Palette an Möglichkeiten bietet, hier jedoch eigenwillig präsentiert wird. Der Funke wollte einfach nicht überspringen, obwohl literarisch keine größeren Mängel zu finden sind. Wer mit einer neutralen Erwartungshaltung an die Lektüre geht und sich der Thematik auf sachlich-geistiger Ebene nähern möchte, könnte daran Gefallen finden. Ich bleibe doch eher enttäuscht zurück und sollte mir vor dem nächsten Kauf nochmals vor Augen führen, welche persönlichen Kritikpunkte bei Louise Erdrich anzusetzen sind.

Cover des Buches Schattenfangen (ISBN: 9783746639901)
S

Rezension zu "Schattenfangen" von Louise Erdrich

Trauriger Zerfall einer Familie, streckenweise unplausibel
Sarangevor 5 Monaten

Das Buch hat mir mittelmäßig gefallen. Das Setting rund um die beiden Tagebücher war mir zu konstruiert, aber es wurde viel Mitgefühl mit der zerbröckelnden Familie geweckt - vor allem mit den Kindern, deutlich weniger mit den Erwachsenen, deren Benehmen sehr dumm und egoistisch wirkt und die sehenden Auges die Familie an die Wand fahren. Besonders traurig fand ich dabei dieses kranke Verhältnis von Künstler und Muse, von der "Notwendigkeit" emotionaler Ferne, von Schmerz und Wut, damit er gut malen kann – oberflächlich betrachtet widmet er seine Kunst seiner Frau, aber in Wirklichkeit opfert er seine Frau und seine Kinder seiner Kunst. Die Frau pendelt zwischen Ohnmacht und ihren eigenen Manipulationen; zerrieben werden dabei v.a. die Kinder. Kleine Hoffnungsschimmer verpuffen. Diese schrittweise eskalierende Situation wird gut eingefangen, aber mit dem Ende des Romans hadere ich, weil ich es als unplausibel empfunden habe.

Cover des Buches Jahr der Wunder (ISBN: 9783351039806)
ChrissisWortes avatar

Rezension zu "Jahr der Wunder" von Louise Erdrich

Eine Hommage an den lokalen Buchhandel
ChrissisWortevor 6 Monaten


Die Geschichte spielt in Minneapolis, den USA, wo Tookie nach ihrer Freilassung aus dem Gefängnis, wo sie aufgrund einer Intrige saß, in einer kleinen Buchhandlung als Verkäuferin anfängt. 

Dort findet sie sich allerdings in einer unruhigen Zeit mit Protesten gegen rassistische Polizeigewalt und Diskriminierung wieder. 

Tookie wird im Laden durch den Geist einer verstorbenen Stammkundin namens Flora aufgemischt und muss sich im Laufe auch ihren eigenen Geistern stellen. Ihrer Vergangenheit und vor allem ihrer indigenen Herkunft.  Es begibt sich eine innerliche Reise  von Tookie zu ihren Wurzeln, begleitet von ihrem Mann Pollux und Flora dem Geist. 

Parallel zu den Themen wie Landraub baut die Autorin sehr geschickt den Bogen zu zwei sehr einschlägigen Vorfällen des Jahres 2020. 

Der Beginn der Pandemie und der Umgang damit wird erzählerisch verarbeitet, genauso wie die Ermordung von George Floyd und den damit verbundenen enormen Unruhen in Minneapolis.                                  

Ein vielschichtiger Roman, der mit seinem unruhigen Geist in der Buchhandlung meiner Meinung doch etwas experimentell ist, aber sehr lesenswert!

Gespräche aus der Community

Sorry, hier kann kein Buch gewonnen werden.
Dies ist eine "freiwillige" Leserunde, entstanden aus dem Thread "SuB Aufbau mit Niveau" .
Jeder weitere Teilnehmer ist herzlich willkommen.
Die Leserunde soll ab April 2017 stattfinden.
Ich freue mich auf einen schönen Austausch mit allen MitleserInnen.

Die Seitenangaben be den Leseabschnitten beziehen sich auf meine eBook-Ausgabe. Doch die Kapitelangaben sollten eindeutig sein.
Hier die Seitenzahlen vom Hardcover Abschnitt 1 bis S 78 Abschnitt 2 ab S 78 beginnt "der Durchgang". Abschnitt 2 bis S 184 beginnt "Nehmt alles..." Abschnitt 3 bis S. 263 da beginnt " Der Küchenstuhl" Abschnitt 4 ab S. 415 beginnt "Die Versammlung
22 Beiträge
Gruenentes avatar
Letzter Beitrag von  Gruenentevor 7 Jahren
ich schaffe es im Moment einfach nicht. Tut mir leid.

Zusätzliche Informationen

Louise Erdrich wurde am 07. Juni 1954 in Little Falls, Minnesota (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Louise Erdrich im Netz:

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auf 139 Merkzettel

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