Louise Erdrich Das Haus des Windes

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Inhaltsangabe zu „Das Haus des Windes“ von Louise Erdrich

Ausgezeichnet mit dem National Book Award – Bester Roman des Jahres.

Ein altes Haus, eine ungesühnte Schuld und die Brüste von Tante Sonja – Louise Erdrich führt uns nach North Dakota. Im Zentrum ihres gefeierten Romans steht der 14jährige Joe, der ein brutales Verbrechen an seiner Mutter rächt und dabei zum Mann wird.

Monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste überhäuft mit Kritiker- und Leserlob: Eine der großen Autorinnen unserer Tage hat ihr brillantestes Buch geschrieben – zart, sehr traurig und sehr lustig.

„Erdrich erzählt mal deftig, mal zum Weinen traurig, mal unglaublich komisch, aber immer so packend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.“ SWR3.

Eine sehr erschreckende und unter die Haut gehende Geschichte.

— Gelinde

Ein großartig erzähltes, realistisches, hochspannendes Buch über den indianischen Alltag im Reservat, eine Coming-of-Age-Story, ein Krimi...

— LitteraeArtesque

Bisher mein Jahreshighlight - deftig, traurig, komisch, packend, interessant. Hat alles, was ein guter Roman braucht...

— parden

Kriminalfall und Entwicklungsroman. Erschreckende Einblicke in das Leben in nordamerikanischen Indianerreservaten. Was ist Gerechtigkeit?

— Schmiesen

Gute Geschichte mit Einblicken ins Indianerreservat, aber manchmal zu abschweifend von der Haupthandlung.

— ANATAL

Sehr ungewöhnliche Lektüre für mich. War interessant, erschütternd, lustig und traurig. Nur kein Ende nach meinem Geschmack

— killerprincess

Anhaltend wunderbares Buch!

— Gruenente

interessant, aber sehr trocken geschrieben, was mich beim Lesen sehr gestört hat. Zu viele Abschweifungen der Haupthandlung.

— rainybooks

Ein Roman, der nicht nur über IIndianerkultur und Rechtsprobleme erzählt, sondern auch den alltäglichen Wahnsinn der Pubertät widerspiegelt.

— SaintGermain

Erschütternde Story über eine 2-Klassengesellschaft, in der selbst Gerichte in Kategorien eingeteilt sind u Selbstjustiz richtig scheint.

— Marapaya

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  • Das Haus des Windes

    Das Haus des Windes

    Gelinde

    15. November 2017 um 12:57

    Das Haus des Windes, von Louise ErdrichCover:Macht mich nachdenklich.Inhalt:Im Zentrum, steht der 13-jährige Joe.Seine Familie wird erschüttert durch ein brutales Verbrechen das an seiner Mutter begangen wird.Von einem Tag zum andern ist nichts mehr wie es war.Das Verbrechen aufzuklären und zu sühnen erweist sich als schwierig, da anscheinend niemand dafür zuständig ist.Joe fasst den Entschluss dies in seine eigenen Hände zu nehmen.Eine schwere Bürde, und ohne seinen Freund Cappy kaum zu bewältigen.Meine Meinung:Eine unglaubliche Geschichte, die vorsichtig, umfangreich und zart geschildert wird. Wir leben und erleben die Zeit aus der Sicht von Joe.Wir machen alle seine Gefühle mit durch. Wir leben sein Leben, dadurch wird auch sein ganzer Alltag geschildert und dabei erleben wir auch Dinge die sich vom Verbrechen (und dessen Aufklärung) entfernen, was zwar einen guten Einblick in das Leben eines 13-jährigen im Reservat gibt, was aber (zumindest mir beim Lesen) teilweise sehr langatmig und zäh vorkommt.Freundschaft und Zusammenhalt wird sehr gut dargestellt.Weisheiten und Überlieferungen der Indianer werden sehr geschickt eingeflochten.Ganz wichtig bei diesem Buch finde ich, ist das Nachwort.Autorin:Louise Erdrich, geb. 1954 in Little Falls Minnesota, ist die Tochter einer Indianerin und eines Deutsch-Amerikaners. Mein Fazit:Eine sehr erschreckende und unter die Haut gehende Geschichte.Wenn man dann das Nachwort liest und realisiert wie aktuell das Ganze ist, kommt man noch zusätzlich ins Nachdenken.

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  • The Round House...

    Das Haus des Windes

    parden

    30. June 2017 um 22:38

    THE ROUND HOUSE...Der englische Titel dieser Rezension ist gleichzeitig der Originaltitel des Buches und hätte mir wohl eher als der schmal gehaltene Klappentext verdeutlicht, dass dieser Roman in einem Indianerreservat spielt. So hat mich die Lektüre anfangs doch überrascht, aber auch schnell hineingezogen in das Geschehen.Der 13-jährige Joe Coutts steht im Mittelpunkt der Handlung, und das Geschehen wird allein aus seiner Sicht erzählt. Er lebt mit seinen Eltern in einem Indianerreservat in North Dakota, einem der am dünnsten besiedelten amerikanischen Bundesstaaten, und gehört wie seine Eltern dem Stamm der Ojibwe an. Joes Vater arbeitet als Richter im Reservat, seine Mutter arbeitet im Stammesbüro. In einem Safe, dessen Code nur sie besitzt, bewahrt sie kompliziert verästelte Stammesregister auf. Sie kennt jedermanns Geheimnisse und weiß von Kindern, die durch Inzest, Vergewaltigung oder Ehebruch jenseits oder innerhalb der Grenzen des Reservats gezeugt wurden.Eines Tages kommt Geraldine, Joes Mutter, sehr verstört nach Hause. Sie bleibt hinter dem Steuer sitzen und macht die Tür ihres Autos nicht auf. Als Joes Vater die Autotür öffnet, sieht er das Blut auf dem Fahrersitz. Und ihr grün und blau geprügeltes Gesicht. So beginnt ein Kriminalfall, der viel komplizierter und komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheint. Zum einen zieht sich Joes Mutter in ihr Schlafzimmer zurück, verweigert die Aussage und verfällt in ein dumpfes, brütendes Schweigen, das Joe und seinen Vater in Angst und Schrecken versetzt. Zum anderen gehört das Stück Land, auf dem das Verbrechen verübt wurde, weder zum Indianerresrvat noch zum amerikanischen Bundesgebiet - es handelt sich um rechtliches Niemandsland, und obgleich drei Behörden mit den Ermittlungen beginnen, kann letztlich keine Anklage erhoben werden. Auch Joes Vater als Stammesrichter sind die Hände gebunden."Ich stand da und spürte die enorme Stille in unserem kleinen Haus wie die Folge einer gewaltigen Explosion. Alles war zum Stillstand gekommen. Selbst das Ticken der Uhr (...) Ich stand da und starrte auf die alte Uhr, deren Zeiger bedeutungslos auf 11:22 stehengeblieben waren. Sonnenlicht fiel in goldenen Pfützen auf den Küchenboden, aber es war ein unheimliches Leuchten, wie die blendenden Strahlen hinter einer Wolke am westlichen Horizont. Grauen packte mich wie ein Trancezustand, wie der Geschmack von Tod und saurer Milch." (S. 32)So beschließt der 13-jährige Joe, den Gewalttäter selbst zu finden. Mit seinen Freunden Cappy, Angus und Zack unternimmt er teils halsbrecherische, teils urkomische Ermittlungsversuche, beginnend bei dem Rundhaus, wo das Verbrechen geschah. Und steht schließlich vor einer schwerwiegenden Entscheidung...Was für ein Roman! Er liest sich streckenweise wie ein Krimi, doch die Coming-of-Age-Geschichte des Erzählers dominiert. Joe ist ein Junge, der begeistert Rad fährt, für 'Star Trek – Die nächste Generation' schwärmt (die Erzählung spielt im Jahr 1988) und seinen Kummer ansonsten sehr gut vor der Welt versteckt. Auch entdeckt er die Liebe und seine erwachende Sexualität. Wie Joe mit seinen Freunden der Wahrheit nachspürt, Verwandte besucht und tief in die mythische, übernatürliche Welt seiner indianischen Vorfahren eintaucht, ist wahrhaft anschaulich, der jugendlichen Perspektive entsprechend authentisch und oftmals hochkomisch beschrieben – so, wenn es um die Powwow-Montur von Großvater Randall geht: Die Federn an seinem Kopfputz wurden mit Autoantennen stabilisiert, und die Fußglöckchen hängen an einem mit Hirschleder bedeckten, elastischen Strumpfhalter irgendeiner Tante. Die amerikanische Ureinwohner sind keine hehren Gestalten, und die Alten erscheinen im Gegensatz zum gängigen Klischee nicht als Söhne der Weisheit und des Leidens, sondern als kräftige, zähe, sehr irdische Gestalten, die mit Vorliebe schmutzige Anekdoten erzählen. Die Indianer in diesem (fiktiven) Reservat lieben, sie haben Laster, sie suchen nach dem Sinn des Lebens und verlangen Gerechtigkeit. "Ich weiß, dass die Welt über dem Highway 5 und jenseits davon weitergeht, aber wenn man dort entlangfährt - vier Jungs, ein Auto, und alles ist so friedlich und Meile für Meile so leer, und der Radioempfang hört auf, und da sind nur noch Rauschen und der Klang der Stimmen  und der Wind, wenn man den Arm zum Fenster rausstreckt -, dann fühlt man sich, als balancierte man auf dem Rand des Universums." (S. 377)'Das Haus des Windes' ist ein großartig erzähltes, realistisches, hochspannendes Buch über den indianischen Alltag im Reservat, über Identität, Traditionen und überlieferte Mythen. Es ist auch eine Coming-of-Age-Erzählung, ein Krimi, sowie eine politische Anklageschrift über die immer noch vorhandene Rechtlosigkeit der Ureinwohner Nordamerikas: Indianernationen haben keinerlei Souveränität über Nichtindianer, die sich in ihren Reservaten aufhalten, und können sie im Falle eines Verbrechens nicht belangen. Eine gelungene Mischung, die Louise Erdrich hier präsentiert und zu einer deftig-traurig-komisch-packenden Geschichte verwebt. Tief eingetaucht bin ich in die Erzählung und kann hier nur eine unbedingte Leseempfehlung geben. Dieser Roman, der mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde, gehört in jedem Fall zu meinen Jahreshighlights.© Parden

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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  • Ein Roman über Recht und Gerechtigkeit

    Das Haus des Windes

    Arizona

    Der 13jährige Antone Bazil Coutts, genannt Joe, lebt mit seinem Eltern in einem Indianer-Reservat in North Dakota. Es ist das Jahr 1988. Sein Vater ist Richter am Stammes-Gericht, seine Mutter Geraldine arbeitet im Büro für Stammesangelegenheiten. Sein recht behütetes Leben wird jäh zerstört durch einen brutalen Überfall mit Vergewaltigung seiner Mutter. Nachdem sie aus dem Krankenhaus wieder zuhause ist leidet sie sehr an Angstzuständen. Der Vater und Joe beginnen zu ermitteln, wer der Täter war und wieso es zu dem Überfall kam. Dabei helfen Joe auch seine Freunde, vor allem Cappy - und sie haben auch schnell einen Verdächtigen, und zwar Linden, der schon lange einen Hass auf die Indianer aus dem Reservat hat. Linden kommt sogar in Untersuchungshaft, aber aufgrund der Unklarheit, wo die Tat genau begangen wurde - ob auf Stammesland oder auf staatlichem Land - wird er wieder freigelassen. Es gibt also eine Lücke in der Rechtssprechung. Nebenbei erleben die pubertierenden Jungs aber auch noch andere Abenteuer, wenn sie allein mit ihren Fahrrädern unterwegs sind und stellen so einigen Unsinn an, z.B. auch die ersten Begegnung mit dem Alkohol. Manche Szenen sind auch recht skurril, so macht der alte Mooshum, der Großvater von Joe, nur verrückte Sachen. So kommen auch ein paar komische Elemente in die sonst recht düstere Handlung. Die ganze Geschichte ist als Rückblick von Joe erzählt, der später selbst einmal Anwalt sein wird. Also berichtet er aus seiner Perspektive über diesen Sommer, der sein Leben so entscheidend geprägt hat, ausgehend von dem Überfall auf die Mutter. Diese Coming of age story berichtet von den Bedingungen im Reservat in den 80er Jahren, die Stimmung ist sehr authentisch eingefangen. Die Autorin ist selbst indianischer Abstammung. So ist dieses Buch auch eine Anklage über die Diskriminierung der Ureinwohner, die sich auch in der Rechtsprechung ausdrückt. Die Sprache und die Stimmung im Buch gefallen mir sehr, die Story selbst war mir aber doch teilweise recht brutal. Das ist aber sicher bewusst so von der Autorin eingesetzt worden, um auf die Zustände aufmerksam zu machen, dass Vergewaltigungen leider immer noch ein brisantes Thema in Reservaten sind.

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  • Indianer und ihre Geschichte in einer bewegenden Story verpackt

    Das Haus des Windes

    SaintGermain

    05. August 2016 um 12:49

    Joe lebt mit seinen Eltern in einem Indianerreservat in North Dakota, als seine Mutter Opfer eines brutalen Verbrechens wird und sich komplett in sich selbst zurückzieht und weder Mann noch Sohn an sich heranlässt. Joe beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge und in ihm reift der Wunsch nach Rache. Mit seinen drei Freunden versucht er, dem Täter auf die Spur zu kommen. Als dieser endlich gefasst wird, gibt es allerdings Schwierigkeiten, denn die Frage nach der Behördenzuständigkeit kann nicht eindeutig geklärt werden. Und in Joe wird der Gedanke an Selbstjustiz immer lauter… Das Cover des Buches fiel mir sofort ins Auge - super gemacht. Der Schreibstil der Autorin war sehr lebendig und flüssig, man konnte sich gut in die Geschichte, die Orte und die Protagonisten einfühlen. Auch dass die Geschichte aus der Sicht eines Erwachsenen (Joe) erzählt wird fand ich sehr gut gemacht. Trotz des dramatischen, schockierenden und traurigen Themas dieses Buches findet man aber auch Stellen, die einem zum Lächeln und Schmunzeln einladen. Was mich etwas störte waren die fehlenden Anführungszeichen bei der direkten Rede. Ein Roman, der Einblicke in die Indianerkultur, seine Probleme, Rechte und die Pubertät gibt.

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  • Leserunde zu "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich

    Das Haus des Windes

    aufbauverlag

    Ein altes Haus, eine ungesühnte Schuld und die Brüste von Tante Sonja Im Zentrum des Romans "Das Haus des Windes" steht der 14jährige Joe, der ein brutales Verbrechen an seiner Mutter rächt und dabei zum Mann wird. Im Sommer 1988 wird die Mutter des 14-jährigen Joe Coutts Opfer eines brutalen Verbrechens. Sie schließt sich in ihrem Zimmer ein und verweigert die Aussage. Vater und Sohn wissen nicht, wie sie sie zurück ins Leben holen können. Da sich der Überfall auf der Nahtstelle dreier Territorien ereignet hat, sind drei Behörden mit den Ermittlungen befasst. Selbst Joes Vater sind als Stammesrichter die Hände gebunden. So beschließt Joe, den Gewalttäter selbst zu finden. Mit seinen Freunden Cappy, Angus und Zack unternimmt er teils halsbrecherische, teils urkomische Ermittlungsversuche. Bei seiner aufreizenden Tante und im Kreis katholischer Pfadfinderinnen begegnet er der Liebe – und in alten Akten dem Schlüssel des Verbrechens. Monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste überhäuft mit Kritiker- und Leserlob: Eine der großen Autorinnen unserer Tage hat ihr brillantestes Buch geschrieben – zart, sehr traurig und sehr lustig. „Erdrich erzählt mal deftig, mal zum Weinen traurig, mal unglaublich komisch, aber immer so packend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.“ SWR3 ->Zur Leseprobe Mehr Informationen zum Buch unter http://www.aufbau-verlag.de/das-haus-des-windes-3566.html Jetzt bewerben! Bewerbt euch im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr bis zum 13 .01. folgende Frage beantwortet: Warum möchtet ihr "Das Haus des Windes" lesen? Wir freuen uns auf euch und einen regen Austausch! Euer Team vom Aufbau Verlag * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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  • Das Haus des Windes

    Das Haus des Windes

    KerstinnI

    29. February 2016 um 13:10

    ,,Es war schon spät. Mein Vater setzte sich, trank einen Schluck Kaffee und nahm seine Lesebrille ab. Er rieb sich die Augen und war wahrscheinlich zu erschöpft, um noch über seine Worte nachzudenken. Wegen des Rundhauses, sagte er. Das Alte Rundhaus? Ist es da passiert? Er antwortete nicht. Was mit Mom passiert ist, war das da? Wieder keine Antwort. Er schob die Papiere beiseite und stand auf. Das Licht fiel auf die Falten in seinem Gesicht und vertiefte sie zu Scharten. Er sah aus, als wäre er tausend Jahre alt." (S.68f) Joe ist 13 Jahre alt und lebt in einem Indianerreservat in North Dakota. Er und seine Freunde stecken gerade in einem Alter zwischen Kind sein und Mann werden, als Joes Mutter Opfer eines brutalen Verbrechens wird. Trotz aller Mahnungen will Joe diese Tat aufklären und sich rächen. Wirklich gelungen sind die vielen Informationen über indianisches Recht in Bezug auf die allgemeingeltenden Gesetze. Da Joes Vater selbst Richter ist werden diese Informationen sehr gut in die Geschichte eingearbeitet und dem Leser glaubhaft vermittelt. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch die Story an sich finde ich gelungen. Der Schreibstil gefällt mir im groben auch gut. Jedoch fehlen mir eindeutig die Satzzeichen in der wörtlichen Rede, das Fehlen hat mir den Lesefluss deutlich erschwert. Zusätzlich stören mich zahlreiche Wiederholungen von unwichtigen Inhalten. Natürlich findet ein 13 Jähriger die großen Brüste seiner jungen Tante Sonja gut- diese Info hat es sogar auf den Klappentext geschafft und musste daher nicht noch gefühlte 100 Mal wiederholt werden. Auch die ständige Erwähnung der Zecken führte in der Geschichte nicht weiter und trug nichts zum Inhalt bei. Joes Entwicklung in dem Buch ist gut gelungen, das Lesen an sich machte unter Missachtung der oben genannten Aspekte spaß. Daher gebe ich gern noch 3 Sterne.

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  • Ein Junge kämpft für seine Familie

    Das Haus des Windes

    mabuerele

    „...Was ich tue, ist auf die Zukunft gerichtet, auch wenn es dir unwichtig, banal oder langweilig erscheint...“ Wir schreiben das Jahr 1988. In North Dakota lebt der 13jährige Joe mit seiner Mutter, Spezialistin für Stammeszugehörigkeit, und seinem Vater, einen Richter, im Indianerreservat. Die Mutter war nach einem Anruf ins Büro gefahren. Joe und sein Vater wollen sie holen. Doch sie kommt ihnen mit ihrem Wagen entgegen. In dem Moment wissen sie noch nicht, dass ab sofort nichts mehr so ist, wie es war. Die Autorin hat einen beeindruckenden und vielschichtigen Gegenwartsroman geschrieben. Das Buch lässt sich gut lesen. Joe hat die Geschichte viele Jahre später im Rückblick erzählt. Der Mutter war es gelungen, ihrem Vergewaltiger mit dem Auto zu entfliehen. Nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus zieht sie sich in das Schlafzimmer zurück und verweigert jedes Gespräch. Selbst ihre beste Freundin möchte sie nicht sehen. Joes Vater versucht, in alten Akten Spuren zu finden, die zum Täter führen. Joe und seine Freunde Zack, Agnus und Cappy gehen einen anderen Weg. Sie versuchen, den Tatort ausfindig zu machen und hoffen, dort auf Hinterlassenschaften des Täters zu stoßen. Dabei gehen sie erstaunlich logisch vor und können Erfolge verbuchen. Joe möchte sein altes Elternhaus zurück. Die gespannte und bedrückende Atmosphäre und den „...eisigen Stillstand der Gefühle...“ kann er nicht aushalten. Doch das Geschehen um die Vergewaltigung, die sich später als sehr viel komplexere Tat herausstellt, ist nur eine Seite des Buches. Darin eingebettet sind weitere Lebensläufe. Zwei möchte ich kurz erwähnen. Da ist zum einen Linda. Die junge Frau wurde als Kind wegen einer körperlichen Behinderung von der Mutter abgelehnt und von einer indianischen Familie aufgenommen. Die Liebe ihrer neuen Mutter verringerte nicht nur durch entsprechende Handgriffe die Behinderung, sie erlaubte Linda ein selbstbestimmtes Leben. Zum anderen erfahre ich als Leser die Lebensgeschichte von Sonja, deren große Brüste den pubertierenden Joe mehr interessieren als ihre eher mütterliche Zuneigung zu ihm. So vielschichtig wie der Roman, so abwechslungsreich ist der Schriftstil. Man muss das pubertierende Verhalten der Jungen und die dazu passende deftige Sprache nicht mögen, aber beides ist realistisch. Wichtig fand ich die Gespräche von Vater und Sohn. Joe wirft seinem Vater vor, dass er nur für Kleinigkeiten zuständig ist und die wichtigen Verhandlungen nicht in die Hand der Indianer kommen. Obiges Zitat ist die Antwort es Vaters darauf. In sachlichen Stil werde ich über die Rechtsprechung und die damit verbundenen Probleme im Reservat informiert. Diese für Außenstehende fast undurchsichtigen Zuständigkeiten führen dazu, dass der Vergewaltiger erst einmal frei kommt. Sehr differenziert werden die Emotionen der Protagonisten dargestellt. Sonjas Wut, die Angst der Mutter, Cappys erste Liebe sind einige Beispiele dafür. Trotz der ernsten Handlung finden sich auch humorvolle Stellen. Andere Abschnitte sind tief berührend. Sehr detailliert beschrieben wird das heutige Leben der Indianer. Die Verhältnisse reichen von tiefer Armut bis zu bescheidenen Wohlstand. Das Cover wirkt geheimnisvoll. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat mir eine fast unbekannte Seite der amerikanischen Lebenswirklichkeit gezeigt.

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    • 5

    KruemelGizmo

    27. February 2016 um 16:22
  • Vom Zerbrechen einer Familie

    Das Haus des Windes

    Orisha

    Als seine Mutter Opfer eines Verbrechens wird, beginnt Joes Welt zu taumeln, zu wanken, zu zerbrechen. Seine Mutter, die nicht mehr Mutter ist. Sein Vater, der nicht mehr Ehemann sein kann. Und ein Sohn, der die Last dieses Verbrechens mittragen muss. Hilflos stehen die beiden Männer vor den Trümmern ihrer Familie, dem Schatten der geliebten Mutter und Ehefrau. Ein Schatten, der sich tief in beide hineingräbt und Joe zu einer dramatischen Entscheidung veranlasst, als das Recht nicht auf der Seite der Familie steht. Erdrich führt den Leser durch eine Familientragödie der besonderen Art und durch eine Jugend, die normaler scheint, als sie ist. Mit Joe und seiner Familie sind ihr gute Charaktere gelungen. Geraldine als Opfer sexueller Gewalt – nur noch ein Schatten ihrer selbst. Der Vater, der sich mit aller Kraft für seine Frau einsetzt, als Anwalt das Verbrechen an seiner Frau vor Gericht bringen will und nebenher versucht Joe ein guter Vater zu sein. Und Joe, der einen eigenen Plan fasst, an dem er beinahe zu Grunde geht. Dabei gelingt der Autorin eine Gradwanderung, die irgendwie beeindruckend ist. Neben dem Alltäglichen im Erwachsenwerden eines Jugendlichen, bringt sie auch die Probleme indigener Bevölkerungsschichten Amerikas auf den Punkt und erklärt ein Rechtssystem, dass wohl den wenigsten Lesern ein Begriff sein wird. Einziges subjektives Manko ist die Länge des Buches, dass manchmal einige Längen hat, die es nicht haben müsste. Fazit: Ein lohnendes Buch für Zwischendurch.

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    • 2
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Selbstjustiz

    Das Haus des Windes

    buecherwurm1310

    18. February 2016 um 14:45

    Ein Indianer-Reservat in North Dakota, 1988: Die Mutter des 13jährigen Joe Coutts wird Opfer eines brutalen Verbrechens, sie wurde vergewaltigt und verletzt. Nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, verschließt sie sich, denn sie hat Angst. Sie spricht nicht und isst auch nicht. Alle machen sich Sorgen. Weder ihr Mann noch Joe können sie erreichen. Joes Vater ist Richter am Stammes-Gericht und er versucht, seine Möglichkeiten zu nutzen, um die Sache aufzuklären. Aber auch Joe möchte den Täter ermitteln. Dabei helfen ihm seine Freunde, allen voran Cappy. Der verdächtige Linden wird verhaftet, kommt aber sehr schnell wieder frei aufgrund von Kompetenzproblemen, denn der Tatort liegt genau dort, wo drei Territorien zusammentreffen. Wir lernen die Geschichte aus der Sicht von Joe kennen. Sie wird in einem ruhigen Tempo erzählt. Umso mehr gehen einem die beschriebenen Brutalitäten an die Nieren. Es wird ein gutes Bild gezeichnet von den Verhältnissen in den Reservaten. Die Indianer werden diskriminiert und die Gesetzgebung ist auch unzureichend. Der pubertierende Joe ist recht behütet aufgewachsen und möchten einmal Anwalt werden. Dann bricht dieser furchtbare Überfall in sein Leben. Er will seiner Mutter und damit der ganzen Familie helfen, indem er versucht, den Täter zu ermitteln. Das Gefühlschaos von Joe ist sehr gut spürbar. Neben den dramatische Teilen gibt es aber auch komische. Dies ist unter anderem Joes Großvater Mooshum zu verdanken, der wirklich sehr skurril ist. Das Buch vermittelt einen interessanten Einblick in die Kultur der Indianer und über deren heutige Lebensweise, die immer noch schwierig ist. Die Geschichte ist spannend und das Ende dramatisch. "Das Haus des Windes" ist ein berührender und sehr interessanter Roman.

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  • Selbstjustiz

    Das Haus des Windes

    Tulpe29

    10. February 2016 um 17:48

    Schockierend, was die Autorin für dieses Buch recherchiert hat. Unzureichende Gesetze für Straftäter, Machtlosigkeit der Polizei und Gerichte, endloses Leid für Opfer und Betroffene, gerade bei Vergewaltigungen von Frauen in Reservaten. Das ist die bittere Realität, und es wird sich bis heute nicht viel geändert haben. Dieses Buch zeigt deutlich , dass die Menschen indianischer Abstammung in den USA leider immer noch massiv unterdrückt werden. Daran muß sich schnellstmöglich etwas ändern. Man soll die Hoffnung nie aufgeben. Die Zustände sind beschämend für so ein großes, einflußreiches Land. Gut, dass es solche Bücher gibt, die das Leben der vielen vergessenen  Menschen dort beschreiben.

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  • Heftige Geschichte über das Leben der Ureinwohner Amerikas in den 1980ern

    Das Haus des Windes

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. February 2016 um 10:58

    Zum Inhalt: 1980er Jahre, in North Dakota, auf dem Stammesland der dortigen Ureinwohner, wird die Frau des Richters vergewaltigt. Ihr Sohn, der dreizehnjährige Joe, versucht, den Täter zu fassen und seine Mutter zu rächen. Doch seine traumatisierte Mutter schweigt zum Vorfall und der Alltag geht weiter. Die Gesetzeslage für die Ureinwohner ist zu dem sehr rückständig und diskriminierend. Nebenher schlägt sich Joe mit pubertären Problemen herum und erkennt nach und nach die Gewalt, die sich auch durch den restlichen Stamm zieht... Der Erzählstil war größtenteils in Ordnung. Was mich aber an ihm gestört hat, ist, wenn besonders grausame oder kuriose Details immer und immer wieder erzählt wurden, als Beispiel sei hier die Zeckenplage zu nennen, die die Suche Joes und seiner Freunde nach dem Täter an einem See sehr erschwert oder eine Frau, deren Kopf von Geburt an ungestaltet ist und sie somit während ihres Auftritts im Buch sehr eindringlich immer wieder als hässlich bezeichnet wird. Mir war das als Leserin zuviel. Ich hatte das auch schon beim ersten Lesen verstanden und kam mir leicht dement vor, weil dies so oft wiederholt wurde. Offenbar wollte die Autorin da besonders drauf hinweisen, weil es ihr sehr wichtig erschien (warum auch immer?). Auch für die Brüste von Tante Sonja (die ja sogar im Rückentext erwähnt werden, gilt diese Wiederholungsmanie, die mich wirklich nervte. Die Ausarbeitung der Charaktere ist dagegen sehr gut gelungen, das fand ich gut. Besonders die zwiespältigen Gefühle Joes konnte ich gut nachvollziehen. Die Geschichte beginnt mit einer Vergewaltigung, so dass mir schon beim Lesen der Leseprobe klar war, dass auch sehr heftige Details genannt werden könnten. Das ganze Ausmaß der Gewalt war mir aber nicht bewusst und da hätte ich einen Hinweis auf dem Rückencover gut gefunden. Dort wird doch sehr verharmlosend vom Inhalt geschrieben. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich hier nur erwähnen, dass das Buch dadurch auf jeden Fall Psychothriller-Elemente aufwies, die mir sehr an die Nieren gingen. Die Kultur, die Denkweise und die Probleme der Ureinwohner Amerikas wurden gut dargestellt. Man kann viel Neues erfahren, was auch wirklich interessant war. Insgesamt war das Buch unterhaltsam und interessant zu lesen, wenn mich auch halt die Gewalt darin etwas schockiert hat und mir der Erzählstil nicht lag. Daher kann ich das Buch eingeschränkt weiterempfehlen.

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  • Stimmt nachdenklich

    Das Haus des Windes

    vielleser18

    09. February 2016 um 09:11

    Joe lebt mit seiner Familie in einem Indianerreservat in North Dakota. Es ist das Jahr 1988, Joe ist 13 und schwärmt für Star Treck-The Next Generation. Er und seine Freunde sind eigentlich noch Kinder, an der Schwelle zum Erwachsen werden, Joe beginnt für seine Tante Sonja zu schwärmen. Doch dann kommt ein Sonntag, der nicht nur sein Leben völlig umkrempelt. Joe´s Mutter kommt von einem Ausflug nicht zurück. Als sich Joe und sein Vater auf die Suche begeben, kommt sie ihnen entgegen. Traumatisiert und verletzt. Vergewaltigt. Zum Täter macht sie keine Angaben, sie spricht nicht mehr, isst nicht, zieht sich zurück. Wer hat ihr das angetan ? Joe macht sich mit seinen Freunden auf die Suche ...... Luise Erdrich hat sich gekonnt in die Haut des 13jährigen versetzt. Joe ist inzwischen erwachsen und erzählt von diesem besonderen Jahr, dass nicht nur ihn verändert hat. Erzählt chronologisch und mit einem ruhigen Erzählfluss. Im Vordergrund steht natürlich die Verbrechersuche, aber auch viele Momente drehen sich um Joe und seine Freunde, die begonnen haben sich für das andere Geschlecht zu interessieren. Sie erleben das Jahr 1988 mit all ihrem Drang der Neugierde, dem Hunger und mit dem Ehrgeiz um Gerechtigkeit. Die Autorin lässt uns aber auch Einblick haben in das Leben in einem Reservat und über althergebrachte Geschichten. Dabei lernen wir in den Nebenrollen viele Menschen kennen, die das Leben rund um Joe prägen und so manch eine Szene wird hierbei sehr humorig erzählt und das lockert das ganze - auch dramatische - Geschehen auch wieder gekonnt auf. Es geht vor allem um die Rechte der Indianer bzw. um die unterschiedliche Rechtssprechung die in den USA herrschen. Es gibt Stammesrechte und Bundesrechte, es zählen die Orte auf denen ein Verbrechen statt gefunden hat und das entscheidet wie und ob ein Verbrechen bestraft werden kann. Und es geht um das unterschiedliche Ansehen, so erlebt der Leser mit, wie diskriminierend Joe z.B. im Krankenhaus behandelt wird. Es ist eine ruhige Erzählart, man erlebt diesen Sommer mit und da passiert nicht jeden Tag etwas neues, da erlebt Joe z.B. auch einfach nur glückliche Tage mit seinen Freunden und muss abends miterleben, wie sich seine Familie verändert hat. Langweilig wird es kaum, wechseln sich doch die Situationen, der Humor mit der Spannung, die pubertierenden Gedanken mit der indianischen Geschichte gekonnt ab. Aber erst am Ende kommt noch einmal richtig Dynamik in die Geschichte. Mit vielen Gedanken schießt man hinterher das Buch, auch im Nachwort zeigt die Autorin die Ungerechtigkeit noch einmal auf. Hoffen wir, dass es zu einem Umdenken und zu einer anderen Rechtssprechung führen wird.

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