Louise Erdrich Die Antilopenfrau

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Inhaltsangabe zu „Die Antilopenfrau“ von Louise Erdrich

"Komm den Antilopenfrauen nicht zu nahe, falls es das ist, was du vorhast. Ich weiß von einem Mann, der es einmal tat. Ihnen folgte, eine niederrang. Mit ihr schlief und danach nicht mehr derselbe war wie vorher. Nur wenige Männer können es mit ihrer Art zu lieben aufnehmen." Auch Richard Whiteheart aus Minneapolis stürzt sich ins Unglück, als er die junge, schöne Rozin Roy, Nachfahrin einer Antilopenfrau, heiratet. In Louise Erdrichs Erzählen haben sowohl indianische Tradition als auch die literarische Moderne ihren Platz, den Leser erwartet eine bildkräftige und mitreißende Lektüre.

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    Die Antilopenfrau

    oszillieren

    31. May 2016 um 11:25

    Ein mittelmäßiges Buch. Ich habe gehört, dass die Autorin einige literarische Auszeichnungen erhalten hat; nach der Lektüre von „Die Antilopenfrau“ erschließt sich mir das jedoch nicht ganz. Zunächst aber zum Positiven: Das Buch hat einen verträumten, poetischen Schreibstil. Die Beschreibungen der Menschen und ihrer Gefühle, ihrer Sicht auf die Welt ist ungewöhnlich aber sehr gut gelungen. Manchmal wird auf etwas Bezug genommen, das man nicht ganz versteht—es ist so, als ob man plötzlich in den Kopf einer fremden Person hineinschaut und ihren Gedanken zuhört. Das hat seinen Reiz, weil man mitdenken muss und den ein oder anderen „Aha-Moment“ erlebt, wenn sich endlich etwas aufklärt, das man vorher nicht ganz verstanden hat. Mitdenken muss man auch bei den Verhältnissen der Personen zueinander. Es wird die Geschichte einer indianischen Ojibwe-Familie erzählt, die sich zurück bis ins 19. Jahrhundert erstreckt. Jedes Kapitel wird geschildert aus der Perspektive eines anderen Familienmitglieds (sogar ein Hund kommt einmal zur „Sprache“). Es wird nie ausdrücklich gesagt, wieviel Zeit zwischen den Kapiteln vergangen ist, es ergibt sich alles aus der Handlung. Im Lauf der Zeit fügt sich dann das mosaikartige Bild der Familiengeschichte zusammen. Eine Mutter, die ihre verschwundene Tochter sucht. Eine Frau, die von einem Verehrer betäubt, entführt und in einem Hotel festgehalten wird. Ein Vater, der bei einem Selbstmordversuch versehentlich sein eigenes Kind tötet. Dies sind ein paar der Geschichten, die in „Die Antilopenfrau“ erzählt werden. Es stehen also oft tragische und traumatisierende Ereignisse im Mittelpunkt. Um ein positives Feel good-Buch handelt es sich definitiv nicht. Neben den persönlichen Schicksalen lernt der Leser das tägliche Leben der Ojibwe in den heutigen USA kennen. Da ich bisher nichts darüber wusste, war das interessant für mich. Was mir nicht gefallen hat: Mir konnte aufgrund des fragmentarischen Schreibstils niemand ans Herz wachsen. Das ist für mich ganz untypisch, weil ich ein emotionaler Mensch bin und mich eher zu sehr in eine Geschichte hineinversetze. Trotzdem heißt das nicht, dass ich Buchcharaktere immer sympathisch finden muss—aber dann sollten sie wenigstens interessant sein. Bis auf die Personen aus den einleitenden Kapiteln (darunter die erste Antilopenfrau), langweilten mich aber alle. Fazit: Obwohl es sich um ein gut geschriebenes Buch handelt, würde ich es wegen der seltsamen Handlung und den blassen Charakteren nicht weiterempfehlen. Es sei denn, man interessiert sich speziell für diesen Indianerstamm (Ojibwe/Anishinabe) oder ist ein Fan der Autorin und möchte wirklich *alles* von ihr gelesen haben.

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  • Rezension zu "Die Antilopenfrau" von Louise Erdrich

    Die Antilopenfrau

    Larkin

    25. March 2011 um 12:54

    Auch für die, die Louise Erdrich mögen etwas gewöhnungsbedürftig aber es lohnt sich dranzubleiben.

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