Die Rübenkönigin

von Louise Erdrich 
3,8 Sterne bei20 Bewertungen
Die Rübenkönigin
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Eine interessante Familiengeschichte aus Amerika

Saphir610s avatar

Wurde mit der Geschichte nicht warm, wirkt gefühllos und deprimierend. Der Schreibstil an sich hat mir gefallen.

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Inhaltsangabe zu "Die Rübenkönigin"

“Ein glänzender Roman.” The New York Times

Dot Adare, gerade zur Rübenkönigin gewählt, entert an einem brütendheißen Sommertag einen Doppeldecker und fliegt davon – wie einst ihre Großmutter Adelaide Adare, die vierzig Jahre zuvor in einem Luftschiff entschwand und ihre Kinder zu Waisen machte. Louise Erdrich hat diese Himmelfahrt zum Ausgangspunkt ihrer anrührenden und phantastischen Familiensaga dreier Generationen gemacht.

Die siebzehnjährige Dot ist ein wildes, zorniges, rücksichtsloses Mädchen. Bei Mitschülern und Lehrern ist sie verhasst und gefürchtet. Zu Hause buhlen Mary, die Tante, Karl, der Vater, Celestine, die Mutter, und Wallace Pfef, der Pate, vergeblich um ihre Liebe – schamlos und unerschrocken spielt Dot sie gegeneinander aus. Da meint Wallace, eine gute Idee zu haben: Alles setzt er in Bewegung, um seine heißgeliebte Nichte beim Sommerfest zur Rübenkönigin zu küren. Doch statt Dankbarkeit zu zeigen, streckt Dot den Patenonkel mit drei Softbällen nieder, entert einen Doppeldecker und fliegt davon – wie einst ihre Großmutter Adelaide Adare, die vierzig Jahre zuvor auf einem Jahrmarkt in einem Luftschiff entschwand und ihre Kinder Mary und Karl zu Waisen machte, lange bevor in Argus, Dakota, Rüben angebaut wurden und das Leben in der Stadt sich von Grund auf veränderte.

„Das seltene Ereignis eines perfekten – und einfach wundervollen – Romans“ (Anne Tyler) von einer der großen Autorinnen unserer Tage.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746630120
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:441 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:07.04.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    Saphir610s avatar
    Saphir610vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wurde mit der Geschichte nicht warm, wirkt gefühllos und deprimierend. Der Schreibstil an sich hat mir gefallen.
    Skurrile Familiengeschichte

    Ihre Kinder stehen plötzlich alleine da. Der Roman erzählt die Geschichte von Mary Adare, Tochter von Adelaide, die bei ihrer Tante im Ort Argus Zuflucht findet, deren Cousine Sita, ihrer Freundin Celestine. Nach Jahren taucht Marys Bruder Karl hin und wieder auf, bringt einiges aus dem Gleichgewicht.

    Zu Anfang gefiel mir die Geschichte recht gut, auch wenn ich das Verhalten von Adelaide nicht wirklich nachvollziehen konnte. Ebenso was Karl in Argus macht. Sehr lieb, dass die Tante Mary aufnimmt, das anfängliche Verhalten der Cousine ist nachvollziehbar. Doch alle Charaktere wirken überwiegend gefühllos und das Handeln, oder nicht Handeln für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Mit zunehmenden lesen machte sich bei mir eine Depressivität breit. Das Leben in Argus und der Protagonisten wirkt absolut freudlos und hat seinen Höhepunkt in Celestines Tochter Dot, die in ihrer Art gefürchtet ist. Adelaide Adare steigt während eines Jahrmarkts in einen Doppeldecker und verschwindet.

    An sich ein guter Schreibstil, doch die Geschichte nahm für mich keinen packenden Verlauf, es wurde eher verwirrend. Der Eindruck ist recht schlecht zu beschreiben, hinterlässt bei mir ein niedergedrücktes Gefühl und keiner der Protagonisten ist mir wirklich nahe gegangen.

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    Federfeevor 2 Jahren
    Inhaltliche Unwahrscheinlichkeiten, schöne Sprache

    Nachdem ich Louise Erdrichs wunderbares Buch 'Ein Lied für die Geister' gelesen habe - s. hier: https://www.lovelybooks.de/autor/Louise-Erdrich/Ein-Lied-f%C3%BCr-die-Geister-1235214638-w/rezension/1403214036/ -
    bin ich von diesem sehr enttäuscht. Nach ungefähr der Hälfte habe ich begonnen, die Seiten zu überfliegen und nur noch ausgewählte Abschnitte zu lesen.

    Hätte ich nur das Inhaltliche alleine bewertet, wären es lediglich 2 Sterne geworden. Allein wegen der schönen Sprache, der wunderbaren Sätze füge ich noch einen 3. Stern hinzu. Ein Beispiel:
    "... aber unser Gespräch war wie Wellen, die hereinspülten, um sich an Russells Schweigen zu brechen." (98)

    Die inhaltlichen Unwahrscheinlichkeiten fand ich regelrecht ärgerlich. Eine Mutter von drei Kindern, eines davon gerade geboren, setzt sich auf einem Jahrmarkt in einen Doppeldecker und verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Ihre Kinder werden in alle Winde verstreut. Aus ihrer und der Perspektive anderer Personen (Freunde, Verwandte) wird die Geschichte erzählt. Eine abgerundete Handlung habe ich ebenso vermisst wie Glaubwürdigkeit bei der Charakterisierung der Personen.

    Dieses Buch hat mir nichts gegeben, keine Freude, nichts zum Weiterdenken, keine Unterhaltung.

    Kommentare: 2
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    Monika58097s avatar
    Monika58097vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein nicht alltäglicher Roman
    Ein nicht alltäglicher Roman

    Dot Adare ist wild. Sie ist ungezogen. Sie ist zornig. Dot macht, was sie will und sie bekommt, was sie will. Sie hat keine Freunde. Keiner mag sie. Sie hat nur ihre Familie, die immer wieder um die Gunst der Jugendlichen buhlt. Karl, der Vater, schickt ihr aus der Ferne immer wieder die seltsamsten Geschenke. Celestine, ihre Mutter und Mary, ihre Tante, sie versuchen immer wieder, Dot an sich zu binden, ihr zu gefallen. Wallace ist ihr Pate und er ist durch den Rübenanbau in Argus, Dakota, zu Geld gekommen. Er legt alles daran, dass sein Patenkind zur Rübenkönigin gekrönt wird und was macht Dot? Auf dem Fest zu Ehren der Rübenkönigin steigt sie bei einer Flugschau einfach in einen Doppeldecker und schwebt mit dem Piloten davon. So wiederholt sich die Geschichte. Viele, viele Jahre zuvor, als Argus noch ein unbekanntes Nest war, stieg ihre Großmutter Adelaide in ein Luftschiff und verschwand für immer und ewig. Ihre Kinder ließ sie einst allein auf dem Jahrmarkt zurück. Von diesen Kindern und den Menschen, mit denen sie tun hatten, handelt der eigentliche Roman. Er wird aus der Sicht der verschiedensten Personen erzählt. Mal ist es Mary, mal Sita, mal Celestine und dann wieder Karl oder Wallace. Erst ganz zum Schluss kommt Dot selbst zu Wort. Menschen, Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können und doch verbindet sie eines: Dot. "Die Rübenkönigin" - ein ungewöhnlicher Roman mit großer poetischer Kraft. Der Roman ist tiefsinnig und doch sehr unterhaltsam. Viele interessante und auch ungewöhnliche Persönlichkeiten kommen vor. Personen, die ihr Leben meistern. Personen, die allein gelassen wurden. Personen, die zusammen gefunden haben. Personen und ihre Geschichten. "Die Rübenkönigin" - bezaubernd, anders, intensiv. Ein außergewöhnlicher Roman, eine raffiniert gestrickte Geschichte. Die Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe des Aufbau-Verlages.

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    Gruenentes avatar
    Gruenentevor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Rübenkönigin" von Louise Erdrich

    Bis 19.07.2009 Louise Erdrich, Die Rübenkönigin.
    Adelaide Adares Leben ist nach dem Tod ihres „Gönners“ und dem Vater Ihrer Kinder, zerstört.
    Verzweifelt verlässt sich spontan Ihre drei Kinder. Ihr weiteres Leben (und ihrer einzigen Enkelin) wird in diesem Buch erzählt.
    Es spielt hauptsächlich in einer amerikanischen Kleinstadt, in einer Metzgerei.
    Das kommt mir alles sehr bekannt vor. Ein ähnlicher Plot war auch in „Club der singenden Metzger“ vorhanden. Auch hier wird eine Familiengeschichte über mehrere Generationen und Jahrzehnte erzählt. Indianer und Kriegstraumata werden auch hier angesprochen. Hätte ich Das andere Buch nicht gelesen, hätte mir dieses sehr gut gefallen. Doch so war es mir einfach zu ähnlich. Die eigentliche Geschichte ist natürlich eine andere, aber das drum herum ist mir einfach zu ähnlich.

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    Buchdaisys avatar
    Buchdaisyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine interessante Familiengeschichte aus Amerika
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    asitas avatar
    asita
    L
    Lilo_Sonne
    S
    sequencia
    ribannas avatar
    ribannavor einem Jahr
    F
    finschvor einem Jahr

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